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Akkuschrauber Ratgeber – das müsst Ihr wissen

Schon wieder Blasen an den Händen vom Zusammenschrauben der neuen Möbel? Wäre mit einem Akkuschrauber nicht passiert. Der beste Freund des Heimwerkers hilft Euch nicht nur nach einem anstrengenden Tag beim Möbelschweden, sondern unterstützt auch beim Renovieren, dem nächsten Umzug und allen Projekten, die fleißige Selbermacher in Haus und Garten begegnen. Damit Ihr bei Kauf und Nutzung des Multitalents genau wisst, was Ihr braucht, haben wir die wichtigsten Infos für Euch zusammengestellt.

Der Akkuschrauber gehört zur breiten Palette der Akkuwerkzeuge und ist in Haushalten, Hobbywerkstätten und im professionellen Handwerk eines der wichtigsten Werkzeuge. Der kabellose Helfer ist leicht handzuhaben und erleichtert das Ein- und Ausdrehen von Schrauben ohne Ermüdungserscheinungen. Einsetzen lassen sich die Schrauber bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, bei Autoreparaturen, zum Auf- und Abbau von Möbeln, bei Holzarbeiten in Haus und Garten und vielem mehr.

Wobei kann ein Akkuschrauber unterstützen?

Wie der Name schon sagt, helfen die die kabellosen Kraftpakete, Schrauben anzuziehen und zu lösen. Ganz gleich ob man ein Regal aufbaut, einen Spiegel aufhängt oder eine Sockelleiste befestigen will. Je nach Modell und Aufsatz könnt Ihr zudem damit Bohren, Fräsen und sogar leichte Schleif- oder Polierarbeiten erledigen.

Welche Arten von Akkuschraubern gibt es?

Die praktischen Elektrowerkzeuge unterscheiden sich vor allem in Größe und Leistung. Außerdem wird zwischen Akkuschrauber und Akku-Bohrschrauber unterschieden. Im Bau- und Heimwerkermarkt findet Ihr folgende Varianten:

  • Minischrauber sind die bevorzugten Akkuschrauber für Haushalt und kleine Heimwerkerarbeiten. Die Minis sind super für die schnelle Möbelmontage oder das Nachziehen von Schrauben. Sie liegen gut in der Hand und man benötigt auch bei geringer Leistung nur einen minimalen Kraftaufwand. Weiterer Pluspunkt ist der günstige Preis. Abzüge gibt es beim Drehmoment. Meist sind bei den kleinen Schraubern die Akkus fest eingebaut und man kann während der Ladezeit nicht arbeiten.
  • Stabschrauber und Knickschrauber sind eine Variante der Minischrauber und in Einsatzmöglichkeiten und Leistung ähnlich. Zusätzlich sind sie praktisch für enge, schwer zugängliche Bereiche. Ideal für Schraubarbeiten am Auto oder den Möbelbau.
  • Akku-Bohrschrauber die Multitalente in der Wergzeugkiste. Sie bieten den großen Vorteil, dass sie nicht nur schrauben, sondern auch bohren können. Neben den gängigen Schraubaufsätzen (auch Bits genannt) könnt Ihr im Bohrfutter Bohrer, Fräsen und Schleifer einspannen. Wer öfter Löcher in Mauerwerk machen möchte, sollte unbedingt auf Leistung und Akkulaufzeit achten. Sind diese zu gering, kann auch ein Akku-Bohrer kapitulieren.
  • Akku-Schlagschrauber besitzen ein eingebautes Schlagwerk und erreichen hohe Drehmomente, was wiederum kraftvollere Schraubleistung bringt. Sie werden zum Beispiel gerne bei Arbeiten am PKW eingesetzt.
  • Akku-Schlagbohrschrauber sind die leistungsstärksten Modelle. Mit dem eingebauten Schlagwerk bohren sie sich in fast jedes Material wie Stein, Naturstein und sogar Beton. Eine gute Akkuleistung und die Möglichkeit, den Akku zu wechseln, sind bei diesen Schraubern besonders wichtig.
Akku-Bohrschrauber
Bei Akku-Bohrschrauber solltet Ihr auf Leistung und Akkulaufzeit achten. Bildquelle: © der_simon_de | pixabay.com

Was muss ein Akkuschrauber können?

Folgende Punkte sind wichtig beim Kauf des Akkuschraubers:

  1. Ausreichend Leistung: Ein Akkuschrauber sollte über genügend Leistung und Kraft verfügen. Wichtig sind hier die Akkuspannungen (Volt), die das maximale Drehmoment (Nm) sowie die Leerlaufdrehzahl (letzteres besonders bei Bohrern).
  2. Drehmoment: Ein guter Richtwert sollte hier mindestens bei etwa 30 Nm liegen. Wenn das Drehmoment auch noch eingestellt werden kann (ganz gleich ob mechanisch oder elektronisch), ist das klar von Vorteil. Hilfreich ist bei leistungsstarken Schraubern eine Drehmomentkontrolle, um die Kraft an Materialien und Nutzung anpassen zu können.
  3. Getriebe: Wer nur Möbel zusammenschraubt und mal im Haushalt eine Schraube eindrehen muss, kommt mit einem Gang bestens aus. Für regelmäßige, vielfältige Nutzung auch als Bohrer, empfiehlt sich ein Zwei- oder Drei-Gang-Getriebe. Mit den verschiedenen Gängen schaltet Ihr zwischen Bohren und Schrauben hin und her.
  4. Schnellstopp: Verhindert das Überdrehen des Akkuschraubers und verringert die Verletzungsgefahr.
  5. Akku: Li-Ionen-Akkus sind die modernsten Varianten und überzeugen durch beste Haltbarkeit. Der Akku sollte sich schnell laden lassen und je nach Bedarf austauschbar sein. Gerade bei häufiger Nutzung sind Akkus zum Tauschen essenziell, um Arbeitszeit zu sparen und Wartezeiten zu verringern.

Was bedeutet „Drehmoment“ beim Akkuschrauber?

Die Übertragung von Kraft bei einer Drehbewegung wird als Drehmoment angegeben. Die zugehörige Einheit ist das Newtonmeter (Nm). Das maximale Drehmoment sagt aus, wie viel Kraft der Akkuschrauber hat. Wichtig ist das, wenn Ihr sehr fest eingedrehte Schrauben lösen oder wieder anziehen wollt. Auch für manche Gewinde oder, wenn Ihr beispielsweise ohne Vorbohren in Holz schrauben wollt, braucht Euer Werkzeug mehr Kraft.

Welcher Akkuschrauber ist empfehlenswert?

Welcher ist der beste Schrauber im Baumarkt? Das hängt ganz von Eurem Bedarf ab. Wofür braucht Ihr das Werkzeug, wie oft wollt Ihr es nutzen, wie sieht Euer Budget aus? Mit Antworten zu diesen Fragen könnt Ihr die Auswahl an möglichen Akkuschraubern stark eingrenzen.
Gute Testberichte gibt es über den Bohrschrauber Bosch GSR 14,4-2-LI Professional. Er ist klein, handlich und leistungsstark. Das Schnellspannbohrfutter kann Schrauben bis zu einem Durchmesser von 7 mm verarbeiten und nimmt Holzbohrer bis maximal 19 mm auf. Außerdem besitzt er einen starken Lithium-lonen-Akku. Insgesamt wiegt das Modell gerade mal 1,1 kg inklusive Akku.

Akkuschrauber Gartenarbeit
Welcher Akkuschrauber für Euch am besten ist, hängt von Eurem Bedarf ab. Bildquelle: © Myriams-Fotos | pixabay.com

Welches sind die besten Akkuschrauber unter 100 Euro?

Diverse günstige Elektrowerkzeuge bietet beispielsweise die Firma Black & Decker. Der im Programm angebotene Akkuschrauber ist leicht, robust und besitzt gute Zusatzfunktionen. Er besitzt eine 10+1 Stufen Drehmomentvorwahl (23 Nm) und ein Schnellspannbohrfutter. Für seine hochwertige Verarbeitung und dem kleinen Preis, bekommt er eine klare Kaufempfehlung.
Der Einhell TE-CD 18 Li Power X-Change bietet ein Rund-um-Paket. Koffer, Clip, Ladegerät und 18-Volt-Akku. Das Modell ist kein Fliegengewicht, dafür bekommt Ihr satte Leistung zum kleinen Preis.
Super Qualität bekommt Ihr mit dem Makita DF 330 10,8 V Li-lon Akku. Ein durchaus handlicher Bohrschrauber mit 2-Gang-Vollmetall-Planetengetriebe. Mit elektronisch regelbarer Drehzahl, zwei Gängen und 18-fache Drehmomenteinstellung plus Bohrstufe. Der Akkuschrauber liegt super in der Hand und die Bedienung ist kinderleicht.
Ein Akkuschrauber alleine reicht jedoch für die meisten Haushalte nicht aus. In unserem Elektrowerkzeuge-Ratgeber verraten wir, welche Elektrowerkzeuge Ihr wirklich braucht.

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