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Anzeige des Monats November 2018: NSM Performer Grand Musikbox

Heutzutage kaum zu glauben: Früher wurden die aktuellen Charts tatsächlich ermittelt, indem die am häufigsten gespielten Platten in Jukeboxen notiert wurden. Ob in Bars oder Imbissen (Diner) – für eine gewisse Zeit waren sie unverzichtbar, da Bands schlicht zu teuer waren, auf musikalische Unterhaltung jedoch nicht verzichtet werden wollte.

Retro-Charme & Diner-Flair für Zuhause: Die Jukebox

Der Aufbau einer Musikbox ist denkbar simpel: Münze hineinwerfen und anschließend den gewünschten Song mithilfe der jeweiligen Taste oder Tastenkombination auswählen. Die zugeordnete Schallplatte oder CD wird durch den „Picker“ (Greifarm) im Wiedergabegerät positioniert und über eingebaute Lautsprecher wird das gewählte Musikstück wiedergegeben.

Die Geschichte der Jukebox

Bereits im Jahr 1889 begann die Geschichte der Jukebox – und zwar mit der Vorführung des neu entwickelten „automatischen Phonographen“. Dieser spielte zunächst nur sehr kurze Stücke von circa zweiminütiger Länge ab und von guter Klangqualität war überhaupt keine Rede. Die Musik wurde von einer Wachswalze abgespielt und die Auswahl an Musikstücken war extrem eingeschränkt. Durch die Entwicklung und Verwendung von Schelllackplatten, war es den Zuhörern anschließend möglich, Stücke in einer Länge von drei bis dreieinhalb Minuten zu hören. Die Schellackplatten wurden schließlich in den 40er Jahren durch Vinylplatten verdrängt. In den Jahren 1930 bis 1940 wurde der Name offiziell in „münzbetriebener Phonograph“ geändert und im Jahr 1946 schließlich in den heutzutage allseits geläufigen Namen „Jukebox“. Das Design war geprägt von Plastik- und Plexiglas-elementen, welche möglichst bunt und beleuchtet sein sollten. In den 1950er Jahren konnte sich schließlich auch die deutsche Bevölkerung über die umbenannten „Musikboxen“ freuen. Derweil entwickelte sich das Design der Jukeboxen weiter und der Stil wurde nun von Chrom, Glas, Neonröhren und sich bewegenden Elementen wie etwa aufsteigenden Luftblasen dominiert. Als im Jahr 1960 die amerikanischen, importierten Boxen zu Neige gingen, begann die deutsche Produktion von Musikboxen. Gleich im ersten Modell konnten 40 Singles, also 80 Schallplatten abgespielt werden. 1967 konnten durch eine völlig veränderte Bauweise doppelt so viele Singles abgespielt werden. Doch noch im selben Jahrzehnt erfolgte schließlich ein Rückgang der Beliebtheit durch veränderte Umstände. Zahlreiche Diskotheken zum Tanzen und Musik hören wurden eröffnet und es konnten sich immer mehr Leute Musikapparate für Zuhause leisten, da Plattenspieler und Radios günstiger wurden und zeitgleich Musikkassetten entwickelt wurden. Weiterentwickelt wurden die Musikboxen jedoch trotzdem, sodass es eben auch Modelle gibt, welche zur Wiedergabe von CD´s gebaut wurden.

Wissenswerte Fakten

  • Da die Jukebox vor allem in der Schwarzen Bevölkerung und generell unter Menschen, welche während der Prohibitionszeit das Alkoholverbot umgehen wollten so beliebt waren, erhielten sie schnell einen leicht unsittlichen Ruf.
  • In den 40ern wurden für kurze Zeit sogar Musikfilme, sogenannte „Soundies“, speziell für dafür angefertigte Film-Jukeboxen generiert. Die Weiterentwicklung des Fernsehers machte dem Konzept jedoch einen Strich durch die Rechnung.
  • Nach Deutschland gelangte die Jukebox durch amerikanische Soldaten.
  • Geht es um Jukeboxen, werden die 1940er als „Golden Age“ und die 1950er als „Silver Age“ bezeichnet.
  • Seit 1988 findet jährlich eine zweitägige Messe unter dem Namen „Rock Around The Jukebox“ in Rosmalen, Niederlande statt.
  • Hierzulande können restaurierte Jukeboxen im Rockmuseum Munich und im ebenfalls in München ansässigen Deutschen Museum besichtigt werden.
  • Die Anzeige des Monats November 2018: NSM Performer Grand Musikbox

    Bildquelle: © Userbild | kalaydo.de

    Ihr seid Musikliebhaber und möchtet schon lange ein originales Stück Musikgeschichte für Euer Zuhause erwerben? Dann sichert Euch diese sehr gut erhaltene Performer Grand Musikbox von der Firma NSM. Die Firma wurde 1952 gegründet und zählt zu den bekanntesten Herstellern von Musikboxen. Dieses Modell kam in den 90ern auf den Markt und befindet sich in einem voll funktionstüchtigen Zustand. Zusätzlich zur Beschreibung sind außerdem Schaltpläne, ein Mikrofon und eine Fernbedienung enthalten. Insgesamt können 2 x 50 CD´s in die dafür vorgesehenen Fächer eingelegt werden. Möchte man sie nicht komplett anhören, besteht die Möglichkeit, Songs einzeln auszuwählen. Nach DM-Einwurf, kann das Cover-Magazin per Tastendruck durchgeblättert werden. Des Weiteren kann mittels der Fernbedienung die Lautstärke reguliert werden und einzelne Songs können angehalten werden. Die NSM Performer Grand Musikbox verfügt außerdem über Rollen, sodass Ihr die ca. 157 kg problemlos verschieben könnt.

    Das Jahr nähert sich dem Ende langsam aber sicher dem Ende. Falls Ihr die Anzeigen des Monats der vergangenen Monate verpasst hat, dann lest sie einfach hier nach.

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