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Bootszubehör Ratgeber – so gelingt eine sichere Fahrt

Ein eigenes Boot steht für Freiheit und Abenteuerlust. Kein Wunder: Sich den Wind ins Gesicht wehen zu lassen und den Wellengang unter den Füßen zu spüren, während man an Bord steht, ist schon etwas Besonderes. Denn näher kann man der Natur nicht sein; noch dazu ist man sein eigener Kapitän.

Im großen oder kleinen Boot kann man geschmeidig über Flüsse und Seen gleiten, um den Kopf frei zu kriegen und gleichzeitig schöne Landschaften entdecken – alleine oder in Gesellschaft, das liegt ganz bei jedem selbst. Eine traumhafte Vorstellung ist es auch, den Feierabend im Sommer auf dem eigenen Boot zu verbringen, die Angel auszuwerfen oder einfach nur auf dem Wasser den Sonnenuntergang zu genießen.
Mittlerweile besitzen immer mehr Deutsche ihr eigenes Boot. Denn die Voraussetzungen in Deutschland sind für dieses Hobby nahezu ideal. Schließlich ist das Fahrgebiet vielfältig: Kleine und große Flüsse ziehen sich durch das Land. Darüber hinaus gibt es unzählige Kanäle und Seen sowie das angrenzende Meer. Wer seinen Traum vom eigenen Boot verwirklichen möchte, sollte aber auch bedenken, dass er neben einem Schiff mit Rumpf und einer Antriebsmöglichkeit auch noch weiteres Bootszubehör benötigt. Aber was zählt eigentlich dazu?

Was ist Bootszubehör?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Bootszubehör alle Ausrüstungs- und Ersatzteile bezeichnet, die rund um ein Boot anfallen. Einige davon sind essentiell, andere wiederum dienen dazu, das eigene Boot individuell zu gestalten. Zu dem ersten Punkt zählen beispielsweise Ersatzteile für den Bootsmotor, Steuerräder oder technische Geräte für die Navigation. Für Umbau- und Reparaturarbeiten benötigen Bootsbesitzer zudem spezielles Werkzeug. Auch die Pflege eines Bootes darf nicht außer Acht gelassen werden: Für eine professionelle Reinigung gibt es deswegen eine große Auswahl an Pflegemitteln und Reinigungsgeräten. Nicht zu vergessen die Abdeckplanen, mit denen man sein schwimmendes Gefährt vor Witterungseinflüssen schützen kann. Für die Sicherheit an Bord sorgen außerdem Rettungswesten, Notsignalgeber oder Rettungsinseln. Gut gerüstet gegen Wind und Wetter ist man zudem mit entsprechender Bekleidung wie wetterfesten Jacken, Neoprenanzügen und speziellem Schuhwerk. Hinzu kommen jegliche Arten von Bootszubehör, mit denen man sein Boot nach den eigenen Wünschen gestalten kann. Die Liste an Bootszubehör ist lang und lässt sich unendlich weiterführen. Was braucht man also tatsächlich zum Bootsfahren?

Was braucht man auf jeden Fall?

Grundsätzlich hängt die Bootsaurüstung natürlich davon ab, welches Boot man besitzt. Allerdings gilt eines für alle Boote gleichermaßen: Das wichtigste Zubehörteil an Bord ist eine Schwimmweste. Für jeden Insassen muss eine eigene vorhanden sein. Größere Boote, die auf offener See unterwegs sind, sollten zudem mit einem Rettungs- oder Schlauchboot ausgestattet sein. Für den Notfall ist auch ein Erste-Hilfe-Set von Vorteil. Zur Grundausrüstung eines Bootes zählen außerdem ein Anker sowie Leinen, damit das Gefährt am Ufer oder unterwegs festgemacht werden kann. Ist man mit einem größeren Schiff unterwegs, sind mehrere Fender sinnvoll, um die Seitenteile des Bootes vor Beschädigungen zu schützen. Auch eine Grundausstattung an Werkzeug sollte immer dabei sein. Schließlich benötigt man noch die entsprechenden Navigationsgeräte wie beispielsweise ein Echolot. Selbstverständlich darf auch ein Motor nicht fehlen, denn dieser sorgt für den nötigen Schub.

Schwimmweste
Eine Schwimmweste ist für die Sicherheit an Bord elementar. Bildquelle: © vonpics | pixabay.com

Bootszubehör für Schlauch-, Ruder- und Motorboote

Zur Grundausstattung eines Schlauchbootes zählen Paddel, Luftpumpe und Bootsleinen. Dieses Equipment ist in der Regel standardmäßig beim Kauf eines Schlauchbootes enthalten. Paddel bestehen in der Regel aus einem langen, leichten und robusten Schaft, an dessen Ende sich ein Paddelblatt befindet. Sie dienen als Antrieb, um auf Seen oder Flüssen vorwärts zu kommen. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Paddel: Stechpaddel, Doppelpaddel und Riemen beziehungsweise Ruder. Die Luftpumpe ist dafür da, das Schlauchboot mit Luft zu befüllen. Dazu wird sie über einen Luftschlauch mit dem Schlauchbootventil verbunden und mit Zug- oder Druckkraft angetrieben. Last but not least sichern die Bootsleinen das Boot. Sie werden an einem Steg, einem Kai oder einer Boje befestigt, damit das Schlauchboot nicht wegtreiben kann. Bootsleinen sind in unterschiedlichen Dicken und Längen erhältlich. Sie bestehen in der Regel aus reißfestem Polyester oder schwimmendem Polypropylen-Geflecht.
Unverzichtbar an Bord eines Ruderboots sind selbstverständlich die Paddel. Für jedes Ruder ist außerdem ein Ausleger vorhanden. An dessen Ende befindet sich eine Dolle, in die das Ruder gelegt wird. Am Heck sorgt ein Schwert dafür, dass das Ruderboot gerade fährt. Bei gesteuerten Booten befindet sich am Heck zusätzlich noch das Steuerruder. Stemmbrett, Rollbahnen, und Ausleger runden die Ausrüstung eines Ruderboots ab. Neben der erforderlichen Sicherheitsausrüstung braucht man für ein Motorboot alles, um einen ordnungsgemäßen Betrieb sicherzustellen. Dazu zählen unter anderem Motor, Leinen, Bootshaken, Anker, Werkzeug, Ersatzteile, Reservetank, Sprechfunkanlage und Navigationsgerät.

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