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Brauhäuser in Köln

Köln ist berühmt für seine Brauhäuser. Jeder Tourist, den es in die Domstadt zieht, sollte während seines Aufenthaltes mindestens eines der traditionellen Gasthäuser besuchen. Denn die Kölner Brauhäuser sind urig und gemütlich. Auf den Tisch kommen hier regionale Spezialitäten wie beispielsweise Himmel und Äd oder Halve Hahn. Selbstverständlich darf auch ein frisch gezapftes Kölsch nicht beim Besuch eines Brauhauses fehlen. Für alle, die nun Lust bekommen haben, ein Kölner Brauhaus zu besuchen, stellen wir hier zehn der traditionellen Gasthäuser vor.

Serviert werden die kulinarischen Köstlichkeiten im Übrigen von einem Köbes. Als Köbes bezeichnet man den Kellner, der in den Kölner Brauhäusern bedient. Dieser gilt als typisch Kölsch und ist ein ziemlich schlagfertiger Geselle. Gut zu wissen: Im Brauhaus bestellt man kein Bier, man bekommt es vom Köbes einfach auf den Tisch gestellt, sobald das letzte Glas geleert wurde.

Früh am Dom

Das Brauhaus Früh am Dom verspricht typisch Kölsche Gastlichkeit direkt gegenüber dem Wahrzeichen der Stadt, dem Kölner Dom. Es bietet ein umfangreiches Gastronomie-Angebot auf drei Etagen: im traditionellen Brauhaus, im rustikalen Brauhauskeller und im modernen HOF 18 Restaurant. Während die Gäste im Brauhaus samt Keller auf deftige regionale Spezialitäten treffen, finden sie im Hof 18 Restaurant auf der ersten Etage cross-kulturelle feine Küche in ruhiger Atmosphäre. Neben dem Standort am Dom gibt es im Kölner Süden mit dem Früh „Em Veedel“, in Nippes mit dem Früh „Em Golde Kappes” und im Venlo im Belgischen Viertel weitere Ableger des Traditionshauses.

  • Wo: Am Hof 12–18, 50667 Köln
  • Wann: Montag–Freitag 11:00–00:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 9:00–00:00 Uhr
  • Webseite: www.frueh-am-dom.de
Früh-Impressionen Brauhaus
Das Früh am Dom punktet mit einem herrlichen Ambiente und seinem Brauhaus-Flair. Bildquelle: © FRÜH Gastronomie

Brauerei Päffgen

Inmitten der Kölner Partymeile, der Friesenstraße, ist das Päffgen angesiedelt. Die Hausbrauerei hat eine langjährige Tradition. Ist sie doch als Einzige aus der im vergangenen Jahrhundert immensen Zahl von weit mehr als hundert Hausbrauereien übriggeblieben. Hier wird das Kölsch noch selbst gebraut. Was vorne aus dem Zapfhahn rauskommt, wird in der angeschlossenen Brauerei hergestellt. Der Gastraum mit seiner alten Wandvertäfelung ist nicht nur der größte, sondern auch der älteste Raum der Gaststätte. Er bietet Platz für bis zu 200 Personen. Hinzu kommen noch weitere Räumlichkeiten: Die Aula, das Kabäuschen, das Sälchen und der Beichtstuhl. Außerdem gibt es noch einen Biergarten. Dieser liegt zu Füßen von zwei großen Kastanien, die von Hermann Päffgen im Jahr 1884 gepflanzt wurden. Der Biergarten kann auch im Winter besucht werden, denn dann wird er mit einer Konstruktion aus Holz und Glas überdacht. Die Speisekarte ist deftig regional und beinhaltet selbstverständlichen auch die typischen Brauhaus-Klassiker.

  • Wo: Friesenstraße 64–66, 50670 Köln
  • Wann: Sonntag–Donnerstag 10:00–00:00 Uhr, Freitag–Samstag 10:00–00:30 Uhr
  • Webseite: www.paeffgen-koelsch.de

Brauerei zur Malzmühle

Die Brauerei zur Malzmühle ist die älteste Brauerei in der Altstadt. Seit über 150 Jahren wird in dem Traditionshaus Kölsche Lebensfreude und Gastlichkeit gelebt. Hier ist noch alles original: Der Köbes, die Hausburschen, der Beichtstuhl, die Schwemme und die urige Einrichtung. Das Familienunternehmen wird bereits in der fünften Generation von der Familie Schwartz geführt. Ausgeschenkt wird hier das beliebte Mühlen-Kölsch, das unter den heimischen Bieren einen Kultstatus innehat. Neben Brauhaus und Brauerei gehört zum Angebot der Familie Schwartz auch noch der Gastronomie-, Konzert- und Eventsaal HÖHNERStall, die stylische MühlenBar und das Hotel zur Malzmühle.

  • Wo: Heumarkt 6, 50667 Köln
  • Wann: Montag–Donnerstag 11:30–00:00 Uhr, Freitag–Samstag 11:30–01:30 Uhr, Sonntag und Feiertage 11:30–23:00 Uhr
  • Webseite: www.brauereizurmalzmuehle.de

Gaffel am Dom

Das Gaffel im Dom befindet sich im altehrwürdigen und denkmalgeschützten Deichmannhaus – einen Katzensprung vom Kölner Dom und dem Hauptbahnhof entfernt. Die Gaststätte zeichnet sich durch großzügige, lichte Bereiche mit langen Theken, Bänken und Tischen auf der einen Seite und gemütlichen Ecken und kuschelige Rückzugsräumen auf der anderen Seite aus. Auf der Speisekarte finden sich Kölsche Klassiker, saisonale Gerichte, Suppen, Flammkuchen, Schnitzel und Burger. In regelmäßigen Abständen finden hier auch Veranstaltungen statt, wie beispielsweise die beliebten Mitsingkonzerte mit Björn Heuser.

  • Wo: Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln
  • Wann: Sonntag–Donnerstag 11:00–00:00 Uhr, Freitag–Samstag 11:00–02:00 Uhr
  • Webseite: www.gaffelamdom.de
Gaffel am Dom
Das Gaffel am Dom ist durch seine zentrale Lage überaus beliebt. Bildquelle: © Privatbrauerei Gaffel

Brauhaus Reissdorf

Im Reissdorf-Brauhaus am Griechenmarkt finden die Gäste Kölsche Gastfreundschaft und Geselligkeit. Das Brauhaus bietet lichte Bereiche mit einer zentralen Theke, gemütliche Ecken und Rückzugsräume. Hier kann man gemütliche Abende in geselliger Runde zu verbringen oder seinen Hunger mit deftigen regionalen Speisen sowie saisonalen und internationalen Gerichte stillen. Zur guten Kost gibt es frisch gezapftes Reissdorf-Kölsch. Für Gruppen, die sich sportlich betätigen wollen, findet sich in dem Brauhaus außerdem eine Kegelbahn.

  • Wo: Kleiner Griechenmarkt 40, 50676 Köln
  • Wann: Montag–Freitag 12:00–00:00 Uhr, Samstag–Sonntag 11:30–00:00 Uhr
  • Webseite: www.brauhaus-reissdorf.de

Brauhaus Pütz

Das Brauhaus Pütz in der Kölner Innenstadt ist kein Brauhaus im eigentlichem Sinne. Denn hier wird das Bier nicht selbst gebraut, sondern es wird Mühlen-Kölsch ausgeschenkt. Für viele Gäste ist das jedoch ein gutes Argument, der Gaststätte häufiger mal einen Besuch abzustatten. Schließlich gibt es in der Domstadt nicht so viele Lokale, die Mühlen-Kölsch im Ausschank haben. Die reichhaltige Speisekarte bietet neben den klassischen Gerichten wie Himmel un Ääd auch wechselnde Mittagsgerichte und nicht-gutbürgerliche Speisen an. Das Ambiente besticht durch Backsteinmauerwerk, gescheuerte Tische und Holzdielen. Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen. Das Publikum ist im Durchschnitt jünger als in anderen Brauhäusern.

Hellers Brauhaus

Noch recht jung ist das Hellers Brauhaus. Hier wird erst seit 1996 Bier gebraut und zwar ausschließlich in Bio-Qualität. Neben dem hausgebrauten Bio-Bier bietet das Brauhaus eine umfangreiche Karte mit Kölschen Spezialitäten, rustikaler Brauhausküche sowie einer Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. Auch saisonale Speisen sind auf der wöchentlich wechselnden Speisekarte zu finden. Besonders beliebt bei den Gästen ist der Wintergarten. Dieser ist komplett mit Grünpflanzen bepflanzt. Mitten im Wintergarten plätschert außerdem ein kleiner Brunnen. Wer will, kann bei einer Brauereiführung hinter die Kulissen schauen und erleben wie Bier hergestellt wird. Darüber hinaus bietet das Hellers Brauhaus auch Bier-Tastings an.

  • Wo: Roonstr. 33, 50674 Köln
  • Wann: Montag–Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Webseite: www.hellers.koeln
Hellers Brauhaus
Im Hellers Brauhaus gibt es Bier aus biologischer Herstellung. Bildquelle: © Brauerei Heller/Vladislav Terziev

Haus Unkelbach

Ein schöner Ort, um die Kölsche Lebensart kennenzulernen, ist das Haus Unkelbach. Denn in dem Brauhaus in Sülz trifft man eher auf Einheimische als auf Touristen. Die Kult-Kneipe ist berühmt für ihre ausschweifenden Karnevalspartys oder das alljährliche Oktoberfest. Gut zu wissen: Im Jahr 1930 erhielt Karl Unkelbach – gerade mal 22 Jahre alt – die Konzessionsurkunde für die Gaststätte Haus Unkelbach in der Weyerstraße. Ursprünglich bestand das Brauhaus aus einer langen Theke mit Gaststube und einer Kegelbahn. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Lokalität vollständig zerstört. Davon ließ sich Karl Unkelbach jedoch nicht ermutigen und zog zusammen mit seiner Frau in das unmittelbare Nachbarhaus Luxemburger Straße 260. Hier befindet sich das Haus Unkelbach noch heute.

  • Wo: Luxemburger Str. 260, 50937 Köln
  • Wann: Montag–Freitag 17:00–00:00 Uhr, Samstag 12:00–00:00 Uhr, Sonntag & Feiertage 12:00–22:00 Uhr
  • Webseite: www.hausunkelbach.de

Gilden im Zims

Das noch recht junge Brauhaus Gilden im Zims am Kölner Heumarkt bietet viel Patz, eine moderne Ausstattung und eine angenehme Atmosphäre. Kurz zu seiner Geschichte: Im Jahr 1920 erwarb der Kölner Radrennsportler und Wirt Hans Zims das historische Gebäude und gab ihm den Namen „Haus Zims“. Während des Zweiten Weltkrieges brannte das Haus aus und wurde später wieder Instand gesetzt. Bei seiner letzten Renovierung wurde das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude aufwendig und modern in Szene gesetzt. Im Gilden im Zims findet man Regionales oder Saisonales, Kölsche Tapas, knusperfrische Haxen oder aromatische Fleischgerichte sowie Deftiges und Vegetarisches auf der Speisekarte. Nach dem Essen in der Gaststätte, wird jeden Freitag und Samstag im Gewölbekeller gefeiert.

  • Wo: Heumarkt 77, 50667 Köln
  • Wann: Montag–Donnerstag 12:00–01:00 Uhr, Freitag 12:00–03:00 Uhr, Samstag 11:00–03:00 Uhr, Sonntag 11:00–23:00 Uhr
  • Webseite: www.gilden-im-zims.de/de
Gilden im Zims Front
Das Gilden im Zims bietet ein außergewöhnliches Ambiente. Bildquelle: © Gilden im Zims

Peters Brauhaus

Seit 1994 befindet sich das Peters Brauhaus am Alter Markt und bietet neben deftiger Brauhauskost auch frisch gezapftes Kölsch. Bei einem Besuch der Lokalität haben die Gäste die Wahl zwischen sechs Gasträumen: dem Schalander, der Braustube, dem Fässchen, dem Malerwinkel, dem Kappelchen und dem Kränzchen. Übrigens: Bis zum Jahr 1994 befand sich im Erdgeschoß das Gourmet-Restaurant „Chez Alex“. Erst im Sommer 1994 machte die Privatbrauerei Peters das Haus wieder zu dem, was es viele Jahrhunderte lang war: ein echtes Kölsches Brauhaus. Denn kaum zu glauben: Bereits vor über 400 Jahren wurde in dem historischen Gebäude mit den hohen Fenstern und der rustikalen Holzeinrichtung Bier ausgeschenkt.

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