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Carsharing-Dienste in Köln

In Köln ist es einfach, sich auch ohne eigenes Auto flexibel durch die Stadt zu bewegen. Denn es gibt zahlreiche Carsharing-Dienste, bei denen man günstig einen fahrbaren Untersatz mieten kann. Dabei gibt es zwei Varianten: stationsbasiertes und flexibles Carsharing. Bei den stationären Anbietern müssen die Fahrzeuge an einem festen Standort abgeholt und zurückgegeben werden. Außerdem werden die Autos für einen bestimmten Zeitraum gebucht. Beim flexiblen Carsharing können die Fahrzeuge im gesamten Geschäftsgebiet des Carsharing-Dienstes gemietet und anschließend wieder dort abgestellt werden. Auch die Mietdauer ist variabel und wird in Echtzeit abgerechnet. Neben der Autoflotte von Car2go und DriveNow, gibt es auch Dienste für die Vermietung von Fahrrädern und Motorrollern. Wir stellen die wichtigsten Anbieter vor.

Car2go

Viele Anbieter verleihen mittlerweile auch Elektroautos. Bildquelle: © Efraimstochter | pixabay.com
Als erster stationsunabhängiger Carsharing-Dienst der Welt bietet Car2go Fahrzeuge der Marken smart und Mercedes-Benz zur Miete an. Die Flotte des Automobilkonzerns Daimler ist an 25 Standorten in acht Ländern aktiv – einer davon ist das Geschäftsgebiet Rheinland. Darunter werden die Standorte Köln und Düsseldorf zusammengefasst. Selbst zum und vom Flughafen Köln/Bonn oder Düsseldorf kann man mit den Fahrzeugen von Car2go günstig fahren. Die Autos können über die kostenlose Smartphone-App oder die Website des Anbieters gefunden und gebucht werden. Der Kunde bezahlt nur für den tatsächlichen Mietzeitraum, denn es wird im Minutentakt abgerechnet. Parkgebühren, Kraftstoffkosten, Steuern und Versicherung sind im Preis inklusive. Der Minutenpreis beträgt 26 Cent für eine Fahrt. Beim Kauf von Minutenpaketen werden die Preise günstiger.

DriveNow

DriveNow ist der Carsharing-Dienst von den Automobilherstellern BMW und Mini sowie der Autovermietung Sixt. DriveNow ist an den Standorten Berlin, Köln, Hamburg, Düsseldorf und München vertreten. Auch bei diesem stationsunabhängigen Anbieter können Nutzer von Köln bis nach Düsseldorf fahren und das Fahrzeug dort auch parken. In Köln besteht die Flotte von DriveNow aus 400 Automodellen von BMW und Mini. Bei einer flexiblen Fahrt starten die Minutenpreise bei 31 Cent; mit diversen DriveNow-Paketen reduzieren sich die Minutenpreise. Für eine Autoversicherung oder Kfz-Steuer fallen keine Kosten an. Die Fahrzeuge können außerdem überall im Geschäftsgebiet gebührenfrei geparkt werden.

Cambio

Der Carsharing-Dienst Cambio bietet in der Region Köln über 500 Autos an rund 100 Stationen an. Die Fahrzeuge können spontan gebucht, aber auch lange im Voraus reserviert werden. Anders als bei den Carsharing-Diensten Car2go oder Drive Now ist die Nutzung der Cambio-Flotte nicht an ein Geschäftsgebiet gebunden. Es sind also Fahrten bis weit über die Stadtgrenzen hinaus möglich. Außerdem steht eine größere Angebotsvielfalt zur Verfügung: Vom Elektro-Auto bis hin zum Transporter ist alles vertreten. Buchen lassen sich die Cambio-Fahrzeuge telefonisch, über die Website oder die App. Die Autos stehen auf reservierten Parkplätzen und müssen nach der Fahrt auch wieder dort abgestellt werden. Die Abholung und Rückgabe der Fahrzeuge ist allerdings jederzeit möglich. Die Cambio-Tarife bestehen aus einer Grundgebühr und Fahrtkosten inklusive Kraftstoff.

Flinkster

Auch Flinkster setzt auf feste Standorte. Der Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn betreibt in Köln und Umgebung zahlreiche Stationen. Deutschlandweit ist Flinkster in über 300 Städten an mehr als 1.700 Stationen und mit über 4.000 Fahrzeugen vertreten. Zur Fahrzeugflotte zählen Kleinwagen, Mittelklasse-Autos und Transporter. Die Registrierungskosten betragen einmalig 29 Euro; für Kunden mit BahnCard ist die Anmeldung kostenfrei. Eine monatliche Grundgebühr wird nicht fällig. Die Preise je Stunde beginnen bei 1,50 Euro zuzüglich 18 Cent pro gefahrenem Kilometer. Versicherung und Kraftstoff sind inklusive. Über das Internet, die Smartphone-App oder die Hotline können die Autos der Flinkster-Flotte gefunden und gebucht werden. Die Fahrzeug-Abholung und -Rückgabe erfolgt an der Mietstation. Autos können auch tageweise gebucht werden. Ist das der Fall, berechnet der Anbieter 39 Euro für den ersten Tag und 29 Euro ab dem zweiten Tag.

KVB-Rad

Gemütlich mit dem Rad die Stadt erkunden: in fast allen größeren Städten ist dies dank Fahrradstationen möglich.
Bildquelle: © paulbr75 | pixabay.com
Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, für den ist das KVB-Rad eine gute Alternative zu den Carsharing-Diensten. Rund 1.500 Leihräder der Kölner Verkehrsbetriebe stehen in der Domstadt zur Verfügung, fast 50.000 User sind bereits für den Dienst registriert. Die Registrierung per App oder Website ist kostenlos. Meldet sich ein Nutzer per Hotline an, wird eine Servicegebühr von drei Euro fällig. Einmal angemeldet, kann man das KVB-Rad flexibel nutzen. Die ersten 30 Minuten pro Fahrt sind gratis, weitere 30 Minuten werden mit jeweils einem Euro berechnet. Für den 24-Stunden-Fahrradverleih zum Festpreis werden neun Euro berechnet. Und so funktioniert es: Erst den Standort des KVB-Rades lokalisieren, dann das Fahrrad per App oder BikeComputer ausliehen und anschießend wieder zurückgeben.

Mit Call a Bike kann man sich entspannt und flexibel durch den öffentlichen Nahverkehr bewegen. Die Stationen für die Leihräder der Deutschen Bahn finden Radler bundesweit in über 50 Städten und ICE-Bahnhöfen. Insgesamt 13.000 Mieträder stehen hierzulande zur Verfügung. Eine Ausnahme bildet die Stadt Köln. In der Domstadt wurden die roten Call a Bikes im Oktober dieses Jahres durch die blauen FordPass Bikes ersetzt. Diese können flexibel an über 220 Stationen entliehen und wieder zurückgeben werden – ohne Neuanmeldung und weiterhin mit der Call a Bike-App. Um sich als neuer Nutzer zu registrieren, reicht eine Anmeldung auf der FordPass Bikes-Webseite oder über die Smartphone-App. Nach der Anmeldung kann man für einen Euro je angefangene halbe Stunde durch die Kölner Veddel radeln. Hinzu kommt eine jährliche Nutzungsgebühr von drei Euro.

Scoo.Me

Stilsicher durch die Stadt: auch Vespas und andere Motorroller lassen sich ausleihen. Bildquelle: © Free-Photos | pixabay.com
Alternativ zum Car- und Bike-Sharing-Angebot, kann man in Köln seit einer Weile auch Motorroller ausleihen. Denn das Münchner Start-Up Scoo.Me bietet in der Domstadt die Vermietung von motorisierten Zweirädern an. Um das Roller-Sharing nutzen zu können, muss man sich zunächst bei dem Dienst registrieren. Dafür werden Kosten in Höhe von einmalig 9,90 Euro fällig. Bei der Registrierung werden die Personalien und Kontodaten sowie der Besitz eines Führerscheins abgefragt. Nach der Anmeldung können Vespas, Piaggio oder Peugeot-Roller direkt über die Scoo.me-App gemietet werden. Am Ziel angekommen, wird der Roller einfach wieder abgestellt. Feste Standorte gibt es dafür nicht. Die erste halbe Stunde auf einem Scoo.me-Roller kostet 3,60 Euro, jede weitere Minute wird mit 18 Cent berechnet. Die Benzinkosten sind im Mietpreis enthalten. Vielfahrer haben die Möglichkeit, Premium-Kunde zu werden und dadurch von günstigeren Preisen zu profitieren. Gut zu wissen: Nach der Buchung erhält der Nutzer Zugriff auf einen Helm, der sich in dem Helmfach unter dem Sitz befindet. Aktuell sind jedoch nur Helme in den Größen L und XL verfügbar.


Wer sich für ein Fahrrad entscheidet, für den haben wir hier eine Übersicht über die schönsten Fahrradrouten entlang des Rheins oder unsere Tipps für Touren im Grünen in der Umgebung Kölns.

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