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Checkliste für Gartenarbeiten im Sommer

Bevor es im Sommer in den Garten geht, um im Liegestuhl zu relaxen oder zünftige Grillpartys zu feiern, stehen ein paar Gartenarbeiten an. Frei nach dem Motto: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, haben wir eine praktische Checkliste für Dich zusammengestellt, damit garantiert nichts vergessen wird. So kannst Du Dich schon bald in Deinem schicken, gepflegten Outdoor-Paradies entspannt zurücklehnen und die Sonne genießen. Viel Spaß dabei!

Ende März / Anfang April

  • Wusstest Du, dass die Grünfläche mindestens einmal wöchentlich gemäht werden sollte, damit der Rasen insgesamt dichter wird? Das erhöht auch die Strapazierfähigkeit und fördert die Widerstandskraft, um später der Kälte des nächsten Winters etwas entgegenzusetzen. Achte darauf, dass erst nach dem Einsatz des Rasenmähers gedüngt werden sollte. Sei allerdings sparsam mit der Dosierung.
  • Nach dem Düngen darf der Rasensprenger aktiviert werden, so dass das Grün gut durchnässt wird. Gleichzeitig gelangt das Düngemittel im Zuge dessen auch dahin, wo es wirken soll – direkt zu den Wurzeln. Das Rasenmähen und die Bewässerung sollten möglichst am Morgen gemacht werden, noch bevor die Sonne ihre volle Kraft entfaltet. Scheint nämlich die Mittagssonne auf den noch nassen Rasen, könnte er rasch braun werden und vertrocknen.

Ende April / Anfang Mai

  • Narzissen und andere Frühlingsblumen sind spätestens im Frühsommer ausgeblüht. Es handelt sich dabei um mehrjährige Pflanzen, so dass Du auch im nächsten Jahr noch Freude an ihnen haben kannst. Nimm die Zwiebeln der Pflanzen heraus, lege sie in einen Korb und platziere ihn an einem trockenen, lichtgeschützten Ort in der Garage oder im Keller.
  • Lass sie bis zum Ende des Winters dort liegen und setz sie dann am Rand der Rasenfläche oder in einem Kübel aus. Dann hast Du im nächsten Frühling ein paar dekorative Highlights in Deinem Garten.
Gießen
Während der heißen Tage ist regelmäßige Bewässerung sehr wichtig
Bildquelle: © stux / pixabay.com

Ab Ende Mai

  • Je wärmer es ist und je heißer die Sonne scheint, desto größer ist der Wasserbedarf von Blumen, Sträuchern und Bäumen. Idealerweise prüfst Du insbesondere an besonders warmen Tagen den Feuchtigkeitsgehalt des Erdreichs und machst Dich dann an die Bewässerung.

Tipp: Am besten, Du nimmst nur morgens Gießkanne oder Gartenschlauch zur Hand, denn jetzt ist der Boden besonders aufnahmefähig. Außerdem verdunstet das Wasser aufgrund der kühleren Temperaturen am Morgen nicht so schnell, als würdest Du mittags oder abends gießen. Wassertropfen auf Blättern und Blüten, die der Sonne direkt ausgesetzt sind, haben übrigens eine Art Lupen-Effekt und können das Blattwerk nachhaltig schädigen.

Juni / Juli

  • Nicht nur die Frühlingszeit, sondern auch der Sommer ist hervorragend geeignet, um Sommerblumen oder Gemüse anzupflanzen. Wenn Du Kartoffeln, Tomaten, Gurken oder Bohnen ziehen möchtest, sind Juni oder Juli die idealen Monate, um Kübel oder Blumentöpfe mit den Sämereien zu bestücken. Du möchtest das Gemüse lieber in einem Gewächshaus ziehen? Umso besser. Denn darin wächst und gedeiht alles gleich doppelt so gut.
  • Klassische Sommerblumen, wie zum Beispiel Löwenmäulchen oder Astern müssen zunächst in einem Topf vorgezogen werden. Erst wenn die Keimlinge angewachsen sind, dürfen sie ins Freiland. Anders bei Sonnenblumen, Rittersporn oder der Kornblume: Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die ein Umsetzen nicht vertragen und somit direkt ins Freiland gesetzt werden können.
Erdbeeren
Erdbeeren aus dem eigenen Garten schmecken besonders gut
Bildquelle: © AllAnd / pixabay.com

Ab August

  • Im Spätsommer kannst Du buchstäblich die „Früchte“ Deiner Arbeit ernten. Erdbeeren, Stachel-, Johannis- oder Himbeeren warten jetzt nur darauf, gepflückt und weiterverarbeitet zu werden. Vergiss nicht, die dürren, vertrockneten Zweige und Blätter zu entfernen, damit die Gewächse all ihre Kräfte sammeln können, wenn der kalte Herbst oder der frostige Winter vor der Tür stehen.

Ab Ende September / Oktober

  • Sicherlich wartet selbst der „goldene Oktober“ oftmals noch mit wundervollen Sonnentagen auf. Aber wenn die Tage langsam kürzer und kühler werden und sich die Gartenparty-Saison dem Ende zuneigt, dann wird es Zeit, um die besonders kälteempfindlichen Pflanzen in wärmere Gefilde zu bringen.
  • So reagieren junge Obstbäume, Ziersträucher oder Rosengewächse sowie mediterrane Pflanzen wie beispielsweise Oliven, Oleander, Palmen oder auch Zitrusgewächse erfahrungsgemäß ausgesprochen empfindlich auf Temperaturschwankungen. Kübelpflanzen sind deshalb in trocken, dunklen Räumlichkeiten gut aufgehoben, während Du Ziergewächse mit einer extra dicken Mulch-Schicht gegen die ersten unangenehmen Kälte-Einflüsse schützen kannst.

Tipp: Es gibt viel zu tun im sommerlichen Garten. Erledige jeden Tag ein kleines Pensum, damit Du an einem freien Wochenende nicht über Stunden hinweg mit Gießen, Jäten und Ernten beschäftigt bist, sondern die Zeit in Deinem Outdoor-Paradies genießen kannst. Apropos Unkrautjäten: Ist das Erdreich im Garten nach dem Bewässern am Morgen gut durchfeuchtet, gelingt es besonders leicht, das Unkraut zu entfernen. Nimm Dir nach Möglichkeit vormittags die Zeit zum Unkrautjäten. Mittags und abends könnte diese Arbeit zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Verzichte sinnvollerweise auf chemische Unkrautvernichtungsmittel. Erledige diese Arbeit am besten jeden zweiten bis dritten Tag.

Ein mit Bier gefüllter Pappbecher, den Du im Erdreich versenkst, lockt mögliche Schnecken in Deinem Garten an. Die gefräßigen Tiere fallen hinein – und können den wohlschmeckenden Blättern nichts mehr anhaben. Auch Zwiebeln, die Du in die unmittelbare Nachbarschaft von Blütenpflanzen oder Stauden setzt, zeichnen sich durch ihre spezielle Wirkung aus. Läuse, Raupen und Co. mögen das Aroma, welches die Zwiebel absondert, nämlich gar nicht und siedeln sich deshalb gar nicht erst an.

Nicht nur im Sommer stehen natürlich bestimmte Gartenarbeiten an, wir verraten, was Du im Herbst, Winter und Frühling erledigen solltest.

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