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Welcher Filter eignet sich für meinen Gartenteich?

Die Wahl des richtigen Filtersystems ist Grundvoraussetzung für einen gepflegten Gartenteich. Wir zeigen Euch im Folgenden, welche verschiedenen Teichfilter es gibt und erklären, welcher Filter für welche Art von Teich geeignet ist.

Die Wahl des Teichfilters hängt von verschiedenen Faktoren ab

Ein Teichfilter gehört zur Grundausstattung eines jeden Gartenteichs, denn nur klares Wasser macht einen Teich zu einem besonderen Blickfang im Garten. Neben dem Filter haben auch Wasserpumpen einen Anteil an der Sauberkeit Eures Teichs. In unserem Blogbeitrag erfahrt Ihr das Wichtigste zum Kauf einer Wasserpumpe. Jeder Gartenteich stellt an das benötigte Filtersystem allerdings individuelle Anforderungen. Welcher Filter für Euren eigenen Teich passend ist, hängt vor allem von den folgenden Faktoren ab.

  • dem Teichvolumen
  • der Lage Eures Teiches
  • dem Fischbesatz in Eurem Teich

In der Regel enthalten Artikelbezeichnungen von Teichfiltern stets eine Volumenzahl, die angibt, bis zu welchem Maximalvolumen ein Filter zum Einsatz kommen kann (z. B. Oase FiltoClear 12000). Wichtig zu wissen ist daher, welche Wassermenge Euer Teich enthält. Die Wassermenge könnt Ihr auf einfache Weise selbst berechnen: Messt hierzu die breiteste, die längste und die tiefste Stelle des Teiches und multipliziere diese Werte miteinander. Das Ergebnis teilt Ihr durch zwei und multipliziert es dann mit 1.000. Misst Euer Teich z. B. in der Länge 5 Meter, in der Breite 4,5 Meter und in der Tiefe 1,2 Meter, so ergibt sich daraus folgende Rechnung: 5 x 4,5 x 1,2 = 27. Euer Teich hat 27 Kubikmeter. 27 : 2 = 13,5 x 1.000 = 13.500. Das Wasservolumen Eures Teiches beträgt 13.500 Liter.

Achtung: Volumenangaben in Artikelbezeichnungen beziehen sich immer auf Teiche ohne Fischbesatz. Sind Fische im Teich vorhanden, dann sollte das Maximalvolumen des Filters die doppelte Menge Eures errechneten Werts aufweisen. Die zusätzliche Verschmutzung, die z. B. durch Fischkot entsteht, kann auf diese Weise ausgeglichen werden. Auch wenn Euer Teich stark der Sonne ausgesetzt ist, solltet Ihr besser einen Filter mit einem entsprechend größeren Maximalvolumen wählen. Schließlich kann es durch erhöhte Sonnenstrahlung auch zu einer vermehrten Algenbildung kommen. 

Verschiedene Teichfilter im Überblick

Je nach Art des Gartenteichs wird oftmals zu einem ganz bestimmten Filtertyp geraten. Die verbreitesten Varianten sind der Unterwasserfilter, der Druckfilter und der Durchlauffilter:

Unterwasserfilter

Bei Unterwasserfiltern ist die gesamte Technik in nur einem Gerät untergebracht, das nahezu unsichtbar direkt im Gartenteich platziert werden kann. Ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Schwämmen, Bioflächenelementen und Gestein übernimmt die mechanische und biologische Reinigung des Teiches. Durch verschiedene Fontänenaufsätze können zusätzlich schöne Wasserspiele erzeugt werden. Allerdings sind Unterwasserfilter aufgrund des geringen Wasserdurchflusses in der Regel nur für Dekobecken (z. B. Zinkwannen) oder kleine Fertigteiche bis 5.000 Liter Wasservolumen geeignet.

Druckfilter

Druckfilter werden in der Nähe eines Gartenteiches aufgestellt oder vergraben und mit der im Teich befindlichen Pumpe verbunden. Diese pumpt das Wasser in den Filterkörper, wo es eine oder mehrere Filterkammern mit unterschiedlichen Filtermaterialien durchläuft, die das Wasser klären. Druckfilter kommen meist bei einem Wasservolumen bis zu 15.000 Litern zum Einsatz. Insbesondere wenn Wasser zu einem höher gelegeneren Ort – wie einen Bachlauf – geleitet werden soll, ist ein Druckfilter ideal, da er den erzeugten Pumpendruck aufrechterhalten kann. Derartige Filter können sowohl bei Teichen mit Fischbesatz als auch bei Teichen ohne Fischbesatz angewendet werden. Bei der Haltung von Koi sind sie aber nur bedingt zu empfehlen.

Durchlauffilter

Durchlauffilter sind sehr leistungsstark und daher bei mittelgroßen sowie großen Teichen zu finden. Auch bei Koi-Teichen, die hohe Anforderungen an die Umwälzleistung stellen, kommen sie zum Einsatz. Ein Durchlauffilter wird am Teichrand oberhalb des Wasserspiegels angebracht. Er stellt also im Reinigungskreislauf den am höchsten liegenden Punkt dar, so dass das Wasser drucklos wieder zurück in den Teich fließt. Ein Mehrkammerfiltersystem ist in der Regel für die starke Reinigungsleistung verantwortlich: Mit Hilfe von Filterschwämmen, Filtermatten und Biokugeln wird das Wasser in biologisch-mechanischen Prozessen zuverlässig geklärt.

Tipp: Wenn Euer Teich trotz Filter grün erscheint, ist das meist die Folge von Schwebealgen. Um gegen diese vorzugehen, kann es helfen, ein UVC-Vorklärgerät vor den Filter in den Wasserkreislauf einzusetzen. Die dadurch entstehende Lichtstrahlung tötet Schwebealgen, Bakterien und Keime ab. Weitere Tipps findet Ihr in unserem Blogbeitrag zur Gartenteichreinigung. In unserem Gartenteich-Ratgeber findet Ihr neben Tipps zur Reinigung des Teiches auch noch viele weitere wissenswerte Informationen rund um den Gartenteich.

Kommentare1 Kommentar

  1. Hallo ,

    für unsere Kleinteiche, ist die Screenmatic Baureihe wie ich finde, sehr gut.
    Auf relativ wenig Grundfläche, eine gute Filterung, gerade wegen der Grobschmutzentfernung.
    Bürsten lassen zu viel Dreck durch, hoher Reinigungsaufwand, die nachfolgenen Filtermedien, verdrecken schneller.
    Welche Pumpe benötigt wird, hängt vom Filter ab (Durchlass), dann wie weit und wie hoch muss bis zum Filter gepumpt werden.

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