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Richtig Gassi gehen – Tipps zum Hunde ausführen

Haustiere können unglaubliche Freude bereiten. Wenn der beste Freund des Menschen nach einem langen Arbeitstag freudig an der Haustür steht und es kaum erwarten kann, gestreichelt zu werden, dann wärmt es einem das Herz. Genau gegenteilige Gefühle lösen rücksichtslose Hundehalter mit ungestümen Vierbeinern leider bei ihren Mitmenschen aus. Um das zu vermeiden, gibt es einige Verhaltensregeln, die Euren Hund zum beliebten Mitglied der Nachbarschaft machen.

Leine oder keine Leine?

Beim Gassigehen sollte sich der Hundeführer unbedingt ans Leinengebot halten, insbesondere dort, wo andere Menschen oder Tiere gestört werden könnten oder wo Kinder spielen. Unangeleinte Hunde können Menschen Angst machen, Unfälle verursachen oder ihre Artgenossen jagen. Das Gebot gilt auch, wenn Euer Vierbeiner lieb ist und gut hört. Gleiches Recht für alle. Frei laufen darf Euer tierischer Begleiter in vielen Kommunen außerhalb von Ortschaften oder auf Freilaufflächen. Der Wald ist Rückzugsort für wild lebende Tiere. Dort sollten Fellnase und Besitzer auf den Wegen bleiben, Jagen und Wildern sind tabu. Wenn Hunde nur mit Leine in den Forst dürfen, dann sollte man sich daran halten. Schließlich haben gerade Tierfreunde ein Interesse daran, die Natur und ihre Bewohner zu schützen.

Französische Bulldogge mit Frauchen
Die Leinenpflicht sollte auch zur eigenen Sicherheit eingehalten werden. Bildquelle: © Pexels | pixabay.com

Wenn sich zwei Hunde beim Gassigehen treffen

Nehmt Euren pelzigen Partner an die Leine, wenn Euch ein anderer angeleinter Hund begegnet. Respektiere die Entscheidung der anderen Person, den Hunden keine freie Begegnung zu erlauben. Es gibt sicher einen triftigen Grund, warum das Tier nicht ohne Leine läuft. Krankheiten, schlechte Verträglichkeit mit anderen Hunden oder die beiden sind gerade im Training. Für viele Hundebesitzer, die ihren Hund gezielt schulen und trainieren, bedeutet die Leine, dass sich das Tier ausschließlich auf sein Herrchen oder Frauchen konzentrieren soll. Hundekontakt an der Leine solltet Ihr deshalb vermeiden. Wenn beide Zweibeiner sich einig sind und sich die beiden Fellnasen beschnuppern und kennen lernen dürfen, können sie die Tiere nach Absprache in geeignetem Gelände von der Leine nehmen und frei spielen lassen.

Streitfrage Hundehäufchen

Hundekot stinkt nicht nur, sondern bedeutet auch eine Infektionsgefahr, vor allem für Kinder. Daher ist es wichtig, das große Geschäft seines Hundes auszusammeln und zu entsorgen. Ob das Pflicht ist, ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Die meisten sehen ein Gebot zur Entfernung des Hundekots auf öffentliche Straßen, Gehwegen, Plätzen, Parks und Wiesen vor. Hundehalter, die sich nicht daran halten, müssen mit Bußgeldern rechnen, die vierstellig ausfallen können. Ihr zahlt in Deiner Kommune Hundesteuer? Gut! Jedoch entbindet Euch dies nicht davon, die Hinterlassenschaften Eures Hundes zu entfernen. Das ist weiterhin ein Muss. Zur Entsorgung der Häufchen könnt Ihr kleine Mülltüten sowie öffentliche Mülleimer nutzen, die Tüten werden in vielen Städten und Gemeinden sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Immer wieder fällt auf, dass Hundebesitzer zwar den Kot aufsammeln, dann aber die Tüte vor Ort liegen lassen. Das ist unzulässige Abfallbeseitigung. Richtig verhaltet Ihr Euch nur, wenn Ihr die Kotbeutel in einem Mülleimer entsorgt.

Rücksichtnahme im Alltag für Hundebesitzer

Verantwortungsbewusste Hundebesitzer achten darauf, dass ihr Tier beim Spaziergang, in der Fußgängerzone, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Biergarten niemanden stört. Der Hund sollte nicht im Weg liegen oder stehen, nicht betteln oder bellen und Abstand zu fremden Menschen halten. Vor allem, wenn diese ängstlich wirken. Lasst Euren Vierbeiner nicht ungefragt auf Menschen oder andere Hunde zu rennen. Das kann Angst auslösen, Rangkämpfe verursachen oder einfach nur stören. Ein absolutes No-Go ist es, wenn Euer Hund an fremden Menschen hochspringt. Im besten Fall ärgern sie sich nur über verschmutzte Kleidung, im schlimmsten Fall erwischt Euer Vierbeiner eine Person mit Hundephobie oder ein kleines Kind. Denkt daran, dass Rücksichtnahme bedeutet, dass Hunde, Besitzer und andere Personen und Haustiere gut miteinander auskommen und die Akzeptanz für Haustiere bei anderen Menschen größer wird. Als rücksichtsvoller, höflicher Hundebesitzer mit einem gut erzogenen vierbeinigen Begleiter dient Ihr als Aushängeschild für Hunde als Haustiere und zeigt anderen die positiven Seiten unserer geliebten Haustiere. Vielleicht kann mit Eurem guten Beispiel sogar einer ängstlichen Person die Panik vor dem besten Freund des Menschen nehmen.

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