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Inliner vs. Rollschuhe – Der große Ratgeber

Als die berühmten Inlineskates der Marke Rollerblades 1979 auf den Markt kamen, liefen sie den bis dahin heiß geliebten Rollschuhen in Windeseile den Rang ab. In den vergangenen Jahren ist allerdings ein Revival zu beobachten. Immer mehr Menschen greifen wieder zu den Klassikern ihrer Kindheit und Jugend. Habt auch Ihr Lust, Euch sportlich auf Rollen zu betätigen, steht Ihr vor einer schwierigen Wahl. Sowohl Inliner als auch Rollschuhe bieten ihre jeweils eigenen Vor- und Nachteile. Wir erklären die Unterschiede, zeigen, welcher Schuh für welchen Fall am besten geeignet ist und worauf Ihr beim Einkauf von Inlinern und Rollschuhen achten solltet.

Rollschuhfahren und Inlineskaten sind gesund!

Rollschuhfahren beziehungsweise Inlineskaten gehört nach wie vor zu den beliebtesten Hobbys im Bereich Fitness. Bedenkt man die zahlreichen Vorteile, die einem das Fahren auf Rollen bietet, ist das auch kein Wunder.
Zum einen fördern Rollschuhfahren und Inlineskaten die Koordination und den Gleichgewichtssinn. Schließlich gilt es, einzelne Körperteile in Abstimmung miteinander so zu bewegen, dass man nicht nur vom Fleck kommt, sondern auch Richtungen wechseln, schneller und langsamer fahren kann. Das Gleichgewicht wird automatisch geschult, steht man doch nicht stabil auf seinen zwei Füßen, sondern vor allem mit Inlinern auf einer nur wenige Millimeter breiten Fläche.
Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Förderung der Kondition und die Stärkung des Muskelapparats. Besonders trainiert werden beim Fahren die innere und äußere Beinmuskulatur, die Gesäßmuskulatur und der untere Rücken. Als Ausdauersportart ist das Rollschuhlaufen besonders förderlich für das Herz-Kreislauf-System und einen aktiven Fettstoffwechsel.

Rollschuhe oder Inliner: Was ist die bessere Wahl?

Inliner oder Rollschuhe – das ist nur die erste Frage, wenn es darum geht, sich für den passenden Schuh auf Rollen zu entscheiden. Welches Modell ist besser, mit welchem erlernt man das Fahren leichter? Leider gibt es keine eindeutige Antwort auf diese Fragen. Sowohl Rollschuhe als auch Inliner ermöglichen es, sich auf Rollen durch Stadt und Natur fortzubewegen, sich sportlich an der frischen Luft oder in einer Halle zu betätigen und den Fahrtwind zu genießen.
Um die richtige Wahl zu treffen, lohnt sich ein Vergleich vor allem in Hinblick auf die Unterschiede. So zum Beispiel seid Ihr mit Inlinern deutlich schneller unterwegs, da die Schuhe über schmalere Rollen verfügen, die in einer einzelnen Reihe hintereinander angeordnet sind. Inliner-Rollen erleichtern es Euch abzustoßen, zu beschleunigen und kleinere Hindernisse problemlos zu überfahren.
Mit Rollschuhen hingegen seid Ihr zwar weniger schnell unterwegs, dafür aber umso beweglicher. Die Agilität liegt unter anderem in der Anordnung der vier Rollen auf zwei Achsen begründet. So nehmen die Rollen eine geringere Fläche ein und ermöglichen es Euch, Kurven zu fahren und andere Tricks zu probieren. Dafür geratet Ihr auf schlechtem Boden und auch bei kleineren Hindernissen schneller ins Wackeln.
Im Indoorbereich sind Rollschuhe auf jeden Fall zu empfehlen: Hier könnt Ihr aufgrund des begrenzten Platzes ohnehin nicht besonders schnell fahren und müsst immer wieder anderen Rollschuhfahrern ausweichen. Draußen haben sich Inliner durchgesetzt, weil sie auch auf beschädigtem Straßenbelag und auf längeren Strecken gut zu fahren sind. Wollt Ihr jedoch einfach nur ganz gemütlich ein paar Runden drehen, eignen sich auf jeden Fall auch Rollschuhe für eine Fahrt im Freien.
Seid Ihr Anfänger und möchtet das Fahren erlernen, solltet Ihr erst einmal ausprobieren, ob Ihr Euch mit Inlinern oder Rollschuhen wohler fühlt. Für manche Menschen ist der stabile Stand auf Rollschuhen angenehm, auf denen sie nicht so schnell zur Seite einknicken. Andere wiederum fühlen sich auf Inlineskates sicherer, da die Länge der Radachse sie davor schützt, nach vorne oder hinten zu kippen.
Fällt Euch die Wahl zwischen Rollschuhen und Inlineskates immer noch schwer, könnte der Preis eine Entscheidungshilfe darstellen, denn Rollschuhe sind deutlich günstiger als Inliner. Ab circa 35,00 Euro sind sie erhältlich, und selbst hochwertige Modelle beispielsweise von Rio Roller kosten nur zwischen 55 und 100 Euro. Inliner erhaltet Ihr zwar schon ab 60 Euro, Modelle von Marken wie etwa Powerslide oder K2 schlagen aber mit über 100 Euro bis hin zu 300 Euro zu Buche.

Bremsen will gelernt sein

Das Bremsverhalten mit Rollschuhen unterscheidet sich deutlich von dem mit Inlinern. Rollschuhe sind vorne mit Bremsstoppern ausgestattet. Diese sollten auf jeden Fall robust und austauschbar sein, damit Ihr sie ersetzen könnt, sobald sie abgenutzt sind.
Befindet Ihr Euch nun auf Fahrt und möchtet abbremsen, geht Ihr erst leicht in die Hocke und lehnt Euch ebenfalls leicht nach vorne. Lasst einen Fuß seitlich nach hinten gleiten. Auf welchem Fuß Ihr Euch am wohlsten fühlt, probiert Ihr einfach aus. Bewegt dann die Fußspitze nach vorne unten und drückt den Stopper auf den Boden. Je fester Ihr drückt, desto schneller kommt Ihr zum Stehen. Allgemein ist es besser, den Stopper mit mehr Selbstvertrauen zu betätigen: Übt Ihr nämlich zu wenig Druck aus, könnt Ihr das Gleichgewicht verlieren und sogar stürzen.
Bei Inlinern wiederum sind die Bremsen hinten an der Ferse angebracht. Zumeist am rechten Schuh befindet sich hinter der letzten Rolle ein mit Gummi überzogener Stopper, der einem dabei helfen soll, während der Fahrt zu bremsen. Möchtet Ihr anhalten, schiebt Ihr den rechten Fuß erst etwas nach vorne und heben die Zehen an, sodass sich der Stopper dem Boden nähert. Drückt Ihr ihn auf den Boden, werdet Ihr langsamer und haltet schließlich an. Auch hier gilt: Je stärker der Druck ist, den Ihr ausübt, desto schneller haltet Ihr an.

Welche Rollschuhe / Inliner sind für Kinder zu empfehlen?

Kinder im Grundschulalter können sowohl Rollschuhfahren als auch Inlineskaten, also stellt sich die Frage: Rollschuhe oder Inliner. Für den Einstieg, also zum Erlernen des Fahrens, können sich allerdings Rollschuhe als ein wenig vorteilhafter erweisen. Mit ihren zwei Achsen und vier Rädern ermöglichen sie Kindern einen stabilen Stand. Das seitliche Einknicken, wie es bei Inlinern vorkommen kann, vermeidet Ihr mit Rollschuhen.
Im Allgemeinen solltet Ihr bequeme Rollschuhe wählen, in denen sich die Kinder wohlfühlen. Auch optisch müssen sie Eurem Kind gefallen – sonst verliert es die Freude am Fahren und wirft die Schuhe ganz schnell in die Ecke. Ihr habt die Wahl zwischen Rollschuhen, die an den Kinderschuhen befestigt werden und solchen, die vergleichbar mit Schlittschuhen sind: Das Kind schlüpft einfach in den Schuh, an dem Kugellager und Rollen schon befestigt sind. Letztere sind für den Anfang und für jüngere Kinder nicht unbedingt zu empfehlen, da sie etwas komplizierter in der Handhabung sind und dem Kind weniger Stabilität bieten.
Neben der grundsätzlichen Wahl des Modells gilt es, beim Einkauf mehrere Kriterien zu beachten. Zum einen benötigen Kinder Rollschuhe mit einem stabilen Gestell und einem hochwertigen Kugellager. Außerdem spielt das Gewicht eine Rolle: Sind die Rollschuhe zu schwer, wird Euer Kind beim Fahren schneller müde. Besonders vorteilhaft sind größenverstellbare Rollschuhe, die mit Eurem Kind mitwachsen und so über einen längeren Zeitraum passen. Ihr erkennt verstellbare Modelle an der Sohle des Rollschuhs: Hier findet Ihr eine erweiterbare Stange sowie entweder eine Schraube oder einen Hebel zum Nachjustieren. Mit Stoppern zum Bremsen sind Rollschuhe vorne an den Zehen grundsätzlich ausgestattet. Eine zusätzliche Rückrollsperre hilft dem Kind am Anfang, wenn es das Rollschuhfahren gerade erst erlernt.
Ist Euer Kind bereits fortgeschritten oder fühlt sich auf Inlinern einfach besonders wohl, kann es auch das Inline-Skaten erlernen. Dafür benötigt es spezielle Inlineskates für Kinder: Diese sind meist verstellbar und lassen sich so optimal an die Bedürfnisse kleiner Skater anpassen. Ebenso wie bei Rollschuhen findet Ihr auch bei Inlinern größenverstellbare Modelle, die mit Eurem Kind mitwachsen. So haben junge Sportler mehrere Jahre lang Freude an ihren Skates und Ihr spart bares Geld.
Egal, ob Ihr und Eure Kinder sich für Rollschuhe oder Inliner entscheiden: Vergesst nicht, auch die passende Schutzausrüstung zu besorgen. Helm, Ellbogen- und Knieschoner sind unverzichtbar!

Worauf sollten Erwachsene bei der Wahl von Inlinern und Rollschuhen achten?

Beim Kauf von Rollschuhen wählt Ihr zwischen Rollschuhen, die nur aus einem Gestell mit Rollen bestehen und Rollschuhen mit integrierten Schuhen. Erstere befestigt Ihr einfach an beliebige Schuhe, einzige Voraussetzung sind flache Sohlen und ein gewisses Maß an Stabilität, wie sie beispielsweise Sneakers bieten. Bei Letzteren handelt es sich oftmals um Lederschuhe in unterschiedlichen Höhen: Es gibt flache, knöchelhohe und hohe Schuhe, die Euren Fuß noch über dem Knöchel umfassen. Ein höherer Schuh ist durchaus empfehlenswert, fühlt Ihr Euch jedoch in flachen Schuhen wohler, entscheidet Ihr Euch lieber für einen solchen.
Bedenkt, dass Eure Füße nach einem Tag auf den Beinen leicht anschwellen und etwas größer sind als direkt morgens nach dem Aufstehen. Wisst Ihr vorab, dass Ihr vor allem abends nach der Arbeit Rollschuhfahren möchtet, sollten Ihr die Schuhe abends anprobieren und erst dann kaufen. Seid Ihr eher der morgens sportlich unterwegs, geht früh am Tag ins Fachgeschäft, um passende Rollschuhe zu finden. Die Schuhe müssen in jedem Fall ausreichend Platz für die Zehen bieten, da Ihr diese beim Anschieben und beim Bremsen nach vorne setzt.
Zum Bremsen nutzt Ihr die vorne am Schuh angebrachten Stopper. Austauschbare Stopper sind Pflicht, da sie sich nach einer gewissen Zeit abnutzen. Außerdem wichtig ist die Qualität der Kugellager, welche genauso wie bei Inlinern zumeist anhand der Norm ABEC kategorisiert sind. Schließlich seht Ihr Euch noch die Rollen an: Harte Rollen halten länger und erlauben höhere Geschwindigkeiten, während weiche Rollen für mehr Bodenhaftung und ein sicheres Fahrgefühl bei niedrigem Tempo sorgen.
Inlineskates wählt Ihr letztlich nach demselben Prinzip wie auch Rollschuhe aus: Der Schuh muss passen und Ihnen ausreichend Stabilität bieten. Des Weiteren wirken sich die Qualität der Kugellager und die Beschaffenheit der Rollen auf Eure Kaufentscheidung aus. Investiert lieber ein paar Euro mehr für Inlineskates mit einem hochwertigen Kugellager. Ein gutes Fahrgefühl hängt unmittelbar mit Eurer Sicherheit zusammen, und diese ist einen etwas höheren Preis auf jeden Fall wert. Vergesst beim Einkauf von Rollschuhen oder Inlineskates nicht die Schutzausrüstung! Nur voll ausgerüstet genießen Ihr eine unbeschwerte Fahrt und habt Freude an der sportlichen Betätigung.

Welche Rollen Ihr für Ihre Rollschuhe wählen solltet

Rollschuhe
Die passenden Rollen hängen von Kriterien wie Fahrweise und Fahruntergrund ab. Bildquelle: © RyanMcGuire | pixabay.com

Rollschuhe sind grundsätzlich mit jeweils vier Rollen ausgestattet. Möchtet Ihr die Rollen ersetzen, gilt es, das passende Modell für Eure Bedürfnisse auszuwählen. Größe, Profil und Härte wirken sich nämlich unmittelbar auf die Fahrt aus. Je nachdem, ob Ihr in der Halle gemütlich Eure Runden dreht oder gerne draußen unterwegs seid, solltet Ihr Euch für unterschiedliche Rollen entscheiden. Ebenfalls bestimmend ist Euer persönlicher Fahrstil: Fahrt Ihr eher schnell oder lieber langsam? Möchtet Ihr gerne verschiedene Tricks ausprobieren und legt Wert auf Wendigkeit oder fahrt Ihr am liebsten gerade Strecken?
Die Größe der Rollen, also ihr Durchmesser, bestimmt die maximale Geschwindigkeit, aber auch die Beschleunigung. Ein höherer Durchmesser ermöglicht zwar eine höhere zu erreichende Geschwindigkeit, jedoch keine zügige Beschleunigung. Diese erreicht Ihr mit Rollen, die einen niedrigeren Durchmesser aufweisen. Außerdem fördern diese Eure Beweglichkeit, wenn Ihr zum Beispiel in der Halle oder auch draußen Hindernisse umfahren möchten.
Das Profil, also die Breite der Rollen, wirkt sich ebenfalls auf die Geschwindigkeit aus. Ein breiteres Profil erlaubt nur eine vergleichsweise langsame Fahrt. Dafür aber genießt Ihr mehr Bodenhaftung und somit eine stabilere Haltung. Mit weniger breiten Rollen seid Ihr flotter unterwegs, verliert jedoch an Grip.
Ähnlich verhält es sich mit dem Härtegrad der Rollen. Dieser liegt zwischen 0A für sehr weiche und 100A für sehr harte Rollen. Je weicher die Rollen sind, desto mehr Grip am Boden ist vorhanden und Ihr genießt ein stabiles, sicheres Fahrgefühl. Ein höherer Härtegrad verringert zwar den Grip, erlaubt es Euch aber, deutlich leichter zu beschleunigen und relativ schnell zu fahren. Außerdem nutzen sich härtere Rollen weniger schnell ab. Sie sind deutlich länger haltbar und müssen nicht so oft ersetzt werden.
Für Einsteiger und Hobby-Rollschuhfahrer eignen sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften am besten die Rollentypen Hockey und Fitness. Hockey-Rollen weisen einen Härtegrad zwischen 82A und 86A, ein mitteldickes Profil und einen Durchmesser von 57 bis 72 Millimetern auf. Fitness-Rollen sind mit 75A bis 80A weniger hart, verfügen aber mit 70 bis 76 Millimetern über einen größeren Durchmesser und kommen ebenfalls mit einem mitteldicken Profil. Beide Rollen leisten ihre Dienste auf so gut wie jedem Boden und werden unterschiedlichen Fahrstilen gerecht. Wer besonderen Wert darauf legt, Tricks zu probieren und zu perfektionieren, entscheidet sich für harte Stunt-Rollen mit einem breiten Profil und geringer Größe. Freunde hohen Fahrtempos wiederum wählen am besten Speed-Rollen mit schmalem Profil und größtmöglichem Durchmesser.

Welches Kugellager ist am besten für Eure Inliner geeignet?

Genauso wie die Rollen gehören bei Inlinern wie bei Rollschuhen auch die Kugellager zu den Verschleißteilen und müssen in regelmäßigen Abständen ersetzt werden. Ein hochwertiges Kugellager begünstigt dabei eine angenehme Fahrt auch bei hohem Tempo. Deshalb solltet Ihr beim Einkauf auf die Qualität des Lagers achten und könnt Euch dabei an den vom Annual Bearing Engineering Committee vorgegebenen Normen orientieren.
Nach ebendiesen richten sich die meisten Inliner-Hersteller und kennzeichnen ihre Produkte mit der ABEC-Norm, die auch bei Kugellagern für Rollschuhe angewendet wird. Es gilt: Je höher der angegebene ABEC-Wert, desto qualitätvoller ist das Kugellager. Dies gilt jedoch nur für Lager hochwertiger Markenprodukte, denn das Komitee prüft lediglich die Genauigkeit bei der Produktion des Lagers, nicht jedoch das Material oder die Beschaffenheit. So kann es durchaus sein, dass ein Markenprodukt mit ABEC 5 deutlich besser ist als ein mit ABEC 9 ausgewiesenes Kugellager eines Billig-Herstellers. Zu bevorzugen sind beispielsweise Kugellager der Anbieter BSB, SKF, Twincam und HTB.
Ihr könnt neue oder gebrauchte Skates auch in die Hand nehmen und Euch selbst von der Qualität der Kugellager überzeugen, indem Ihr auf gewisse Eigenschaften achten. Dreht die kleinen Rollen mit Schwung an. Die Drehung sollte nicht nur geräuschlos vonstatten gehen, sondern vor allem auch gleichmäßig. Die einzelnen Rollen sollten auf keinen Fall zucken. Ein weiteres Qualitätsmerkmal des Kugellagers ist die ähnliche Laufdauer aller Rollen.
Während die meisten Inliner heute mit ABEC 3 und ABEC 5 angeboten werden, lohnt es sich auch für Freizeit-Skater, Inliner mit Kugellagern zu wählen, die mindestens ABEC 5 oder ABEC 7 aufweisen. Besonders aktive Skater dürfen auch etwas tiefer in die Tasche greifen und sich für Kugellager mit ABEC 9 eines Qualitäts-Herstellers entscheiden.
Falls Ihr nach Kugellagern Ausschau haltet und auf den Verpackungen keine Information zum ABEC-Wert findet, lasst Euch nicht irritieren. Manche Hersteller wie etwa Twincam richten sich nach anderen Standards wie etwa ILQ statt nach ABEC. Die Größe unterscheidet sich jedoch nicht, weshalb es egal ist, ob Ihr ein Kugellager nach ABEC oder ILQ wählen. Was die Qualität angeht, gilt bei ILQ ebenso wie bei ABEC, dass ein höherer Wert für eine bessere Qualität steht.

Eine vollständige Schutzausrüstung ist unverzichtbar

Schutzschoner
Sowohl für Einsteiger als auch für geübte Fahrer ist die Schutzausrüstung ein Muss. Bildquelle: © Greyerbaby | pixabay.com

Eine vollständige Schutzausrüstung ist bei Fahrten auf Rollschuhen oder Inlinern unverzichtbar. Zur Grundausstattung gehört auf jeden Fall ein Helm, Ellbogen- und Knieschoner sowie Handschoner. Wählt einen runden Helm ohne hervorstehende Elemente und entscheidet Euch bei den Schonern für Modelle, die Ihr einfach überziehen könnt. Modelle mit Klettverschlüssen sind nicht empfehlenswert, da sie schnell verrutschen können und somit keinen umfassenden Schutz gewährleisten. Betreibt Ihr den Skatesport mit hoher Regelmäßigkeit und liebt rasante Fahrten, ist erweiterte Schutzkleidung eine sinnvolle Anschaffung. Reflektoren solltet Ihr dabeihaben, falls Ihr auch bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit unterwegs seid.

Helm

Seid Ihr mit Rollschuhen oder Inlinern im Straßenverkehr unterwegs, gehört ein Helm zur unverzichtbaren Schutzausrüstung. Stellt Euch nur vor, Ihr stürzt und schlagt mit dem Kopf gegen eine Bordsteinkante: Vielleicht habt Ihr Glück, vielleicht aber tragt Ihr schlimmste Verletzungen davon. Schützt Euch also, indem Ihr jederzeit einen Helm tragt. Runde Helme sind unbedingt zu bevorzugen, da sie bei einem Sturz die Halswirbelsäule schont.

Ellenbogenschoner

Die Ellenbogen sind besonders anfällig für Verletzungen von Haut und Knochen, da sie aufgrund fehlender Fettpolster und Muskeln über keinen natürlichen Schutz verfügen. Schürfwunden sind besonders schlimm, wenn Ihr mit angewinkelten Ellbogen stürzt, da die Haut straff über die Knochen gespannt ist. Sorgt also mithilfe von zusätzlichen Polstern in Form der Ellenbogenschoner für ausreichend Schutz. Bei einem Sturz federn die Schoner die einwirkenden Kräfte ab und schonen Haut und Gelenke.

Handschoner

Schürfwunden an den Händen und Verletzungen des Handgelenks lassen sich durch Handschoner vermeiden. Vor allem Erwachsene belasten die Hände durch die im Vergleich zu Kindern große Fallhöhe, aber auch durch ihr eigenes Gewicht und die Kraft, mit der sie auf den Händen landen. Gerade, wenn Ihr bei hohem Fahrtempo plötzlich stürzt, ist die Reibung zwischen Boden und Händen enorm groß. Besteht der Bodenbelag zudem aus Schotter oder Kiesel, tragt Ihr schlimme Verletzungen davon, die nicht so schnell abheilen. Handschoner schützen aber wie gesagt nicht nur die Handinnenflächen, sondern auch die Handgelenke. Die Schoner bieten den Gelenken zusätzliche Stabilität, sodass Brüche vermieden werden.

Knieschoner

Ebenso wie die Ellbogen sind auch die Knie beim Rollschuh- oder Inlinefahren besonders gefährdet. Aufgrund der noch höheren Gewichtsbelastung sind schlimme Verletzungen vorprogrammiert, wenn Ihr ohne Knieschoner unterwegs seid und stürzt. Knieschoner schützen zum einen die empfindliche Haut vor Abschürfungen, zum anderen jedoch Kniescheibe und Kniegelenke.

Schutzkleidung

Verbringt Ihr sehr viel Zeit auf Euren Rollschuhen oder Inlinern, genießt Ihr vor allem temporeiche Fahrten oder betreibt Ihr Sportarten wie etwa Streethockey, lohnt sich auch die Anschaffung spezieller Schutzkleidung: Westen und Hosen schützen Wirbelsäule und Hüfte bei Stürzen und können den Aufprall abdämpfen.

Reflektoren

Zum Schutz dienen nicht nur Schoner, welche die Konsequenzen eines Sturzes vermeiden oder wenigstens mindern. Denkt auch präventiv und besorgt Euch Reflektoren für Eure Kleidung. So seid Ihr auch bei Dunkelheit gut im Straßenverkehr sichtbar und vermeidet Unfälle.

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