Kalaydoskop

Kauftipps für ein Kinderfahrrad

Kinder fahren doch hauptsächlich zum Spielplatz um die Ecke oder zu Gleichaltrigen aus dem Kindergarten oder aus der Grundschule, die in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen. Da reicht es vollkommen aus, das alte Fahrrad von Oma oder Opa aus dem Keller zu holen und den Sprössling darauf fahren zu lassen. Nun ja…Wir hätten da ein paar sehr viel bessere Ideen.

Kindheitserinnerungen

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja noch an die Helden Eurer Kindertage, wie Michel aus Lönneberga oder Pipi Langstrumpf? Schon für diese Kids war das Zweirad ein toller und unverzichtbarer Begleiter auf sämtlichen Abenteuerfahrten durch die Umgebung. Heute gibt es für Kinder ebenfalls nichts Aufregenderes, als mit dem eigenen Bike die Welt zu erfahren.

Auf dem gebrauchten Kinderfahrrad die Welt entdecken – mit Sicherheit!

Verkehrssicherheit wird großgeschrieben. Außerdem ist es wichtig, dass Euer Kind ein auf seine Körpergröße optimal abgestimmtes Kinderfahrrad bekommt. Das gebrauchte Zweirad soll dabei natürlich nicht nur cool aussehen, sondern vor allem in puncto Komfort etwas zu bieten haben. Heißt, dass der Steppke bequem und vor allem sicher, in aufrechter Position auf dem Sattel sitzt, und dass sich das Kinderfahrrad optimal treten lässt. Eine zuverlässige Lenkung und sichere Bremsen sollten obendrein selbstverständlich sein. Hierbei ist sowohl von einer Rücktrittbremse, als auch von einer leichtgängigen und gut zu bedienenden Felgenbremse am Vorderrad die Rede. Tipps, auf was Ihr beim Kauf achten müsst, findet Ihr in unserem Ratgeber Checkliste: Gebrauchtes Fahrrad kaufen.

Auf die Größe kommt es an

Für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren sind Kinderspielfahrräder oder gebrauchte Kinderfahrräder mit einer Größe von 12 bis 18 Zoll ideal. Wo übrigens der Unterschied zwischen einem Kinderspielfahrrad und einem Kinderfahrrad ist, wurde bisher nie eindeutig durch den Gesetzgeber definiert. 20 bis 24 Zoll dürfen es sein, wenn der Sprössling etwa sechs bis acht Jahre alt ist. Bis zum 14. Lebensjahr empfehlen wir gebrauchte Kinderfahrräder von bis zu 26 Zoll.

Tipp: Achtet beim Kauf eines gebrauchten Kinderfahrrades auf einen tiefen Ein- bzw. Durchstieg. Das erleichtert zum einen das Aufsteigen, und andererseits kann Euer Kind leichter absteigen, wenn es einmal in eine brenzlige Verkehrssituation gerät.

Am Anfang noch mit Starthilfe… Bildquelle: © ocoparisienne | pixabay.com

Sehen und gesehen werden

Es ist lebenswichtig, dass Jungs und Mädels im Straßenverkehr von den anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden. Trotzdem schreibt der Gesetzgeber weder das Vorhandensein einer Vorderlampe, noch eines Rücklichts vor. Grundsätzlich seid Ihr aber auf der sicheren Seite, wenn Ihr zusätzlich zum gebrauchten Kinderfahrrad Wimpel, Reflektorstreifen oder Warnwesten kauft.

Weniger ist oft mehr

Sicherheit hat Vorfahrt. Insbesondere, wenn es um die Gangschaltung am Kinderfahrrad geht. Kleine Kids sind meist noch gar nicht in der Lage, Verkehrssituationen korrekt zu erfassen, gleichzeitig zu lenken, die Pedalen zu betätigen sowie darüber hinaus auch noch das Fahrtempo durch Bedienen einer Gangschaltung anzupassen. Macht Euch also zunächst einmal keine Gedanken darüber, ob das Kinderspielfahrrad mit oder ohne Gangschaltung ausgestattet sein sollte. Es sei denn, Ihr seid auf der Suche nach einem mindestens 20 Zoll großen Fahrrad für Euren Nachwuchs.

Mit oder ohne Stützräder?!

Was früher Gang und Gäbe war, kann heute nicht schlecht sein. An sich eine durchaus treffliche Aussage. Wenn es aber darum geht, ein Kinderfahrrad mit Stützrädern zu kaufen, ist man heute in der Tat ein bisschen schlauer. Um es auf den Punkt zu bringen, täuschen Stützräder den lieben Kleinen eine Art von Sicherheit vor, die es in der Form überhaupt nicht gibt. Weil durch die Gleichgewichtsverteilung des Fahrrades, das mit Stützrädern ausgestattet ist, jede Verlagerung des Körpergewichtes beim Kurvenfahren oder dergleichen als wackelig wahrgenommen wird, verlernt es das Kind gewissermaßen, die entsprechenden Ausgleichsbewegungen durchzuführen. Insofern lernen Kinder das Radeln buchstäblich zwei Mal: zuerst beim Üben mit den Stützrädern, und das zweite Mal, wenn die Stützräder abgenommen werden. Schließlich muss die Gleichgewichtssituation jetzt erneut trainiert werden. Spart euch und euren Kindern diesen Aufwand und entscheidet euch für Kinderfahrräder ohne Stützräder, die sich aber trotzdem durch einen großartigen Lerneffekt auszeichnen.

Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein passender Fahrradhelm! Für Tipps zum Fahrradhelm-Kauf, könnt Ihr Euch unseren Ratgeber Fahrradhelm angucken.

Kommentare3 Kommentare

  1. Hallo,
    Von einer Rücktrittbremse kann ich nur absolut abraten!

    Schaut man Mal ins benachbarte Ausland wird man feststellen das niergendwo Kinderräder mit Rücktritt angeboten werden!

    Und das aus gutem Grund, es kann nicht in jeder Situation eine Bremskraft erzeugt werden! Und man verliert so Zeit und weg um rechtzeitig zum stehen zu kommen!

    Dazu kommt daß an den meisten mir Rücktritt ausgestatteten Rädern der Bremshebel fur die wichtigere vordere bremse(70% der Bremskraft) auf der Flaschen Seite nämlich rechts montiert ist. Auf allen Rädern später ist dort standardmäßig aber die Hinterrad bremse montiert, nur wenige mit Motorrad Hintergrund montieren sie die Bremse andersherum! So muss das Kind mehrfach umlernen!

    Zur Schaltung ab 16″ darf es gerne eine 2 Gang Automatix sein! Sonst treten die Kinder schnell wie im hamsterrad und kommen so in straucheln und wirken unsicher, was aber nur an der Trittfrequenz liegt!
    Ab 20″ darf es vor allem wenn es hügelig ist gerne eine 1:10 Schaltung Sein, bergauf hilft jeder Gang nicht absteigen zu müssen.
    Je nach Größe des Kindes geht 20″ auch schon ab 5 oder früher los..

  2. Ich habe nie daran gedacht, nach einem Fahrrad zu suchen, das auf der Größe basiert. Ich mag den Tipp, den Sie erwähnt haben, nach Fahrrädern zu suchen, die leicht zu besteigen sind. Ich erinnere mich, dass ich vom Fahrrad gefallen bin, weil mein Fuß auf dem Fahrrad selbst stecken geblieben wäre!

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