Kalaydoskop

Kölner Lichter 2018 – die Feuermaler

Am Samstag, den 21. Juli, ist es endlich wieder soweit – eines der größten musiksynchronen Feuerwerke Europas wird den Nachthimmel über unserer Domstadt nun zum 18. Mal in ein Meer aus Licht und Farben verwandeln. Was es mit dem diesjährigen Motto auf sich hat und von welchen Spots sich das Spektakel am besten bestaunen lässt, verraten wir Euch hier.

Was erwartet Euch?

Rund 800 000 planmäßige Besucher und Live-Übertragung im Fernsehen – seit seiner Initiierung 2001 stellen die Kölner Lichter unumstritten ein nicht mehr wegzudenkendes Highlight im Kölner Sommer dar. Kein Wunder, schließlich verzaubert die Kombination aus Musik und Lichtern, gespiegelt im Rhein und vor der imposanten Kulisse des Doms nicht nur Kölner. Zum Volljährigen der Kölner Lichter haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes ausgedacht: Dieses Jahr wird der Kölner Nachthimmel erstmals zum Gemälde – nach dem Motto „Paintings – die Feuermaler von Köln“ werden die Besucher mitgenommen auf eine Reise durch die verschiedenen Stilrichtungen der Malerei.

  • Die ersten Programmpunkte
  • Offizieller Startschuss der Veranstaltung ist bereits nachmittags um 14 Uhr auf beiden Rheinseiten. Da der Ansturm auf die Plätze jedes Jahr groß ist, finden sich viele schon frühzeitig mit Picknickkorb und Campingstühlen am Rheinufer ein. Langweilig wird Euch dabei nicht, denn für Unterhaltung ist gesorgt. Im Kölner Tanzbrunnen beispielsweise, dem Mittelpunkt des Geschehens auf der Deutzer Rheinseite, beginnt das Rahmenprogramm mit Gratis-Konzerten ab 14 Uhr, Haupt-Act sind dieses Jahr „Guildo Horn & die orthopädischen Strümpfe“. Interessant wird es für Euch am Rhein selbst mit Beginn des traditionellen Ruderrennens über die Distanz von zwei Kilometern zwischen Severinsbrücke und Kölner Innenstadt. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit setzt sich in Köln Porz um 21.50 dann der Schiffskonvoi aus 50 Schiffen in Bewegung, welcher von Feuerwerken und bengalischen Ausleuchtungen entlang des Rheins begleitet wird. Kommen die Schiffe schließlich vor der Bastei an, wird zur Begrüßung auch die Uferpromenade mit einem Meer aus Wunderkerzen von den Besuchern in Szene gesetzt.

    Einen Vorgeschmack bieten Euch mehrere kleine Feuerwerke entlang des Rheinufers, welche den Schiffskonvoi begleiten. Bildquelle: © MarioGoebbels | flickr.com

  • Das große Finale
  • Ganze 4,7 Tonnen Feuerwerkskörper für nur ein Feuerwerk: Der große Höhepunkt der Veranstaltung, dem alle entgegenfiebern, ist das Höhenfeuerwerk, das um 23.30 Uhr von zwei 120 Meter langen Schiffen mitten auf dem Rhein, zwischen der Bastei und dem Tanzbrunnen, abgeschossen wird. Dabei lebt sich das Pyrotechnikerteam von WECO kreativ aus und projiziert von Impressionismus bis Pop-Art 30 Minuten lang einzelne Kunststile an den Himmel. Chef-Pyrotechniker Georg Alef verriet, dass dieses Jahr nicht wie sonst das Feuerwerk nach der Musik ausgerichtet wurde, sondern erstmalig die Musik passend zum Thema gesucht wurde. Die musikalische Untermalung, die durch zahlreiche Beschallungstürme zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke zu hören sein wird, soll dabei die Eigenschaften der einzelnen Kunststile unterstreichen. Ihr könnt also gespannt sein!

Die besten Spots

  • Mit Eintrittskarte
  • Nicht nur dabei, sondern mittendrin – Einen der besten Plätze findet Ihr auf den Eventschiffen mitten auf dem Rhein, von wo Ihr einen einmaligen Blick auf das Geschehen habt. Dafür müsst Ihr mit circa 150 Euro jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen, denn angeboten werden meist nur Komplettpakete mit Buffet oder Menü. Wer das Spektakel vom Wasser aus genießen möchte, muss zudem schnell sein, denn die Karten sind Jahr für Jahr schnell ausverkauft. Das Gleiche gilt für Eintrittskarten für den Hohernzollern Balkon, die Domblick-Terrasse am Tanzbrunnen oder die Früh-Tribüne am Bastei-Ufer, die allesamt schon ausgebucht sind.

  • Ohne Eintrittskarte
  • Das ist jedoch kein Grund zur Traurigkeit, denn auch ohne Eintrittskarte bekommt Ihr entlang des Rheinufers viel geboten, und zwar nicht nur die perfekte Sicht auf das Spektakel. Freien Eintritt habt Ihr zu den begehrten Plätzen am Tanzbrunnen, an der Bastei, dem Messeturm und am Rheinpark. Erfahrungsgemäß solltet Ihr schon zeitig da sein, um noch einen guten Platz zu ergattern. In das Tanzbrunnen-Gelände beispielsweise passen 10 000 Besucher, danach muss der Zugang limitiert werden, was in den letzten Jahren auch der Fall war. Bessere Chancen habt Ihr an der langen Uferpromenade zwischen Bastei und Zoobrücke, wo es auch zu späterer Stunde meist noch freie Stehplätze gibt. In allen Locations ist für das leibliche Wohl gesorgt, in regelmäßigen Abständen stehen Speise- und Getränkeständen zur Verfügung, dieses Jahr erstmalig auch mit regionalen Spezialitäten.

Es lohnt sich, einen guten Platz zu ergattern – nicht zuletzt, um sich die besten Voraussetzungen für den alljährlich stattfindenden Fotowettbewerb zu sichern. Überzeugt Ihr die Jury mit Eurem Bild, winken nicht nur die Veröffentlichung im jährlichen Fotokalender, sondern auch attraktive Preise. Mehr Informationen findet Ihr auf der Website.

Auch schon ohne Feuerwerk bietet die Domstadt eine beeindruckende Kulisse. Bildquelle: © tropa66 | pixabay.com

An- und Abreise

Ob mit Auto, Bahn oder zu Fuß, grundsätzlich wird eine Anreise bis 20 Uhr empfohlen. Außerdem gilt, immer auf der Rheinseite zu bleiben, von der aus Ihr angereist seid. Bei der Abreise solltet Ihr etwas Geduld mitbringen, wie man es nach Großveranstaltungen kennt.

  • Mit dem Auto
  • Dieses Jahr fällt Kölner Lichter zusammen mit dem Justin Timberlake Konzert in der Lanxess Arena, weswegen die Arena- Parkhäuser den Besuchern der Kölner Lichter nicht zur Verfügung stehen. Gute Parkmöglichkeiten sind der Messeparkplatz P 22 und Parkplätze in den Vororten, die Stadt empfiehlt die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf der Deutzer Brücke und in der Altstadt kommt es zudem zu Straßensperrungen.

  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Die Kölner Verkehrsbetriebe und die deutsche Bahn bieten an dem Abend zusätzliche Fahrten an. Reist Ihr mit dem Zug an, sind der Kölner Hauptbahnhof und der Deutzer Bahnhof die empfohlenen Haltestellen. Empfohlene KVB-Haltestelle sind linksrheinisch in der Innenstadt Haltestelle Ebertplatz und rechtsrheinisch in Deutz die Haltestellen Kölner Messe und Deutzer Bahnhof.

  • Mit dem Fahrrad
  • Da die Zahl der Besucher, die mit dem Fahrrad anreisen, in den letzten Jahren stark zugenommen hat, werden auf beiden Rheinseiten für die Dauer der Veranstaltung zusätzliche Fahrradparkplätze eingerichtet. In Köln-Deutz sind diese unter dem Haus des Landschaftsverbandes Rheinland, in der Innenstadt gibt es zusätzliche Fahrradparkplätze per Gitter in der Grünanlage zwischen Bastei und Ebertplatz.

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