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Arbeitsplatten für die Küche: Quarz, Glas, Kunststoff, Keramik, Holz

Arbeitsplatten für die Küche sind heutzutage in den unterschiedlichsten Materialien erhältlich. Wichtige Kriterien beim Kauf sind vor allem die Robustheit, die Empfindlichkeit und der Härtegrad. Grundsätzlich sind Arbeitsplatten 60 cm breit, sofern es sich nicht um eine Sonderanfertigung handelt. Die Höhe liegt bei rund 90 cm. In die Arbeitsplatte lassen sich dann weitere Küchenelemente, wie Herdplatten oder eine Spüle, integrieren. Tipps für die Planung Deiner Küche findest Du hier.  Ganz gleich, für welches Material Du Dich letztlich auch entscheidet – Du solltest in jedem Fall über die Vor- und Nachteile Bescheid wissen. Gebrauchte Arbeitsplatten für die Küche findest Du selbstverständlich auch bei kalaydo.de.

Holz

Arbeitsplatten aus Holz wirken traditionell und gemütlich.
Bildquelle: © PIX1861 / pixabay.com

Arbeitsplatten aus Holz bestehen in der Regel aus Hartholz, wie z. B. Buche, Kirsche, Nussbaum oder auch Ahorn. Die Verarbeitung und Farbe ist dabei natürlich ganz unterschiedlich. Daher darfst Du selbst entscheiden, welche Variante Dir am besten gefällt. Wichtig ist, dass Arbeitsplatten aus Holz lackiert bzw. imprägniert sind, denn ansonsten ist das Material sehr anfällig für Feuchtigkeit und somit auch für Bakterien und Pilze. Wenn Du eine Massivholzplatte kaufst, dann darf diese nicht zu nass gereinigt werden – hier droht Aufquellen.

Quarz

Quarz ist ein Mineral und grundsätzlich sehr massiv. Es ist in unterschiedlichen Farben erhältlich und zeigt sich oft sogar mit leichtem, natürlichem Glitzereffekt. Arbeitsplatten aus Quarz werden in der Regel gefertigt, indem die Mineralstoffe auf einer Spanplatte befestigt werden. Gegenüber chemischen Reinigungsmitteln ist Quarz extrem widerstandsfähig, allerdings reagiert es auf Hitze etwas empfindlicher als andere Arbeitsplatten: Temperaturen über 180 Grad Celsius können für dauerhafte Schäden sorgen. Weil Quarz allgemein sehr robust ist, entscheiden sich viele Menschen dafür, das Material nicht nur in der Küche, sondern auch im Badezimmer zu verwenden – so entsteht ein einheitlicher Look im gesamten Haus.

Edelstahl

Edelstahl ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten – und sicherlich auch optisch attraktivsten – Materialien für die Küche geworden. Das Material ist sehr resistent gegen Kratzer, Lebensmittel, Feuchtigkeit und Hitze. Bisher findet man Arbeitsplatten aus Edelstahl allerdings kaum im privaten Bereich, sondern vielmehr in der Gastronomie bzw. im Küchengewerbe. Keinesfalls muss Edelstahl immer gleich aussehen: Das Material wird fugenlos produziert und kann sich daher in unterschiedlichsten Designs zeigen. Die Reinigung verläuft relativ problemlos, da das Material sehr pflegeleicht ist: Mikrofasertücher, Wasser und ein Edelstahleiniger genügen völlig.

Glas

Arbeitsplatten aus Glas wirken für einige Menschen auf den ersten Blick vielleicht etwas fragil, da Glas im Allgemeinen leichter bricht als andere Materialien. Allerdings solltest Du Dich davon keinesfalls täuschen lassen, denn für die Herstellung von Arbeitsplatten wird Glas extrem bruchsicher und resistent gegen Kratzer produziert. Neben einer leichten Reinigung überzeugt Glas mit weiteren positiven Aspekten wie Geruchsneutralität und Farb- und Formechtheit – selbst nach Jahrzehnten. Eine Küche mit einer Arbeitsplatte aus Glas wirkt modern, ästhetisch und extravagant. Darüber hinaus kannst Du mit verschiedenen Varianten, wie beispielsweise Platten mit Gravuren oder Motiven, die per Siebdrucktechnik aufgetragen werden, tolle Effekte erzielen.

Naturstein

Besonders hochwertig und Edel wirken Arbeitsplatten aus Marmor.
Bildquelle: © shonflare / pixabay.com

Arbeitsplatten aus Naturstein sind sowohl in matter als auch in polierter Form erhältlich. Sie zeichnen sich durch eine enorme Robustheit und Hitzebeständigkeit aus. Verwendet werden neben Granit auch Quarz oder Gabbros. Arbeitsplatten aus Naturstein sind zudem in unterschiedlichsten Farben erhältlich – sei es in Rotnuancen oder in Brauntönen. Sie weisen außerdem eine hohe Dichte auf, sind sehr hart und wasserabweisend. Polierte Arbeitsplatten reinigst Du am besten sehr schonend, z. B. mit einem weichen Küchentuch aus Baumwolle oder Mikrofaser. So entstehen keine unschönen Kratzer. Einige Materialien, wie Basalt oder Marmor, reagieren auf Chemikalien jedoch empfindlicher als Granit oder Quarz und eignen sich daher eher weniger als Küchenarbeitsplatten.

Kunststoff

Kunststoff gilt als eines der strapazierfähigsten, günstigsten und pflegeleichtesten Materialien überhaupt – daher kommt es auch vergleichsweise häufig in Küchen vor. In der Regel sind Kunststoffplatten mit Laminat bezogen und daher in den unterschiedlichsten Farben und Designs erhältlich. Wer sich für eine beschichtete Platte entscheidet, muss jedoch auf die richtige Qualität achten. Hier gilt: Je dicker die Beschichtung, desto robuster und langlebiger die Arbeitsplatte. Sehr preiswerte Arbeitsplatten besitzen meist nur eine sehr dünne Beschichtung mit einer Dicke von wenigen Millimetern – hier genügen schon wenige Schnitte und Kratzer, um für irreparable Schäden in der Oberfläche zu sorgen. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch ein Paradies für Feuchtigkeit und Keime. Vorsichtig sein solltest Du außerdem bei zu großer Hitze, denn das Material kann hohen Temperaturen nur über einen kurzen Zeitraum standhalten, bevor es davon Schäden nimmt.

Keramik

Keramik ist ein ganz besonderes Material für Arbeitsplatten: Es ist deutlich leichter als Aluminium und widerstandsfähiger als viele Natursteinarten. Heiße Töpfe kannst Du ohne Bedenken auf einer Keramikarbeitsplatte abstellen. Gegen Schimmel, Bakterien und Pilze ist Keramik extrem resistent, außerdem gibt das Material keinerlei gelöste Stoffe ab. Die Reinigung von Keramik gestaltet sich sehr leicht: Es werden keine speziellen Reinigungsmittel benötigt, meist reicht warmes Spülwasser völlig aus.

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