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Militaria – historische Artefakte mit Sammlerwert

Militaria – bei Sammlern sind die militärischen Antiquitäten heiß begehrt und sie zahlen häufig auch einen stolzen Preis für die seltenen Fundstücke aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg. Selbst einige Auktionshäuser haben sich auf den An- und Verkauf der historischen Artefakte spezialisiert. Es lässt sich also eine Menge Geld mit dem Handel von Militaria verdienen. Doch was ist Militaria eigentlich?

Definition Militaria

Laut Wikipedia werden als Militaria antike Gegenstände bezeichnet, die mit dem Militär in Verbindung gebracht werden können. Das Wort selbst leitet sich aus dem lateinischen von militaris ab und bedeutet soldatisch oder kriegerisch. Unter Militaria fallen dementsprechend alle historischen Artefakte aus den Bereichen Krieg, Militärdienst, Soldatentum, Uniformen und Ordenskunde, aber auch Objekte von anderen uniformierten staatlichen Organisationen.

Gegenstände, die unter dem Begriff Militaria zusammengefasst werden, gelten aufgrund ihrer historischen Bedeutung häufig als Sammlerstücke. Sie lassen sich in zahlreiche einzelne Sammelgebiete zusammenfassen, beispielsweise militärische Schusswaffen, Uniformen, Helme oder Orden. Mit etwas Glück lassen solche alten Schätze mithilfe eines Metallsuchgeräts aufspüren. Doch nicht jeder Metalldetektor hält auch das, was er verspricht.

Welcher Metalldetektor eignet sich für Militaria?

Wer sein Glück als Schatzsucher versuchen möchte, sollte sich ein Metallsuchgerät mit einer beträchtlichen Tiefenleistung zulegen. Eine besonders hohe Kleinteilempfindlichkeit benötigt ein Metalldetektor jedoch nicht, da sowohl Bajonette, Gewehre als auch Stahlhelme eine große Masse aufweisen. Wohingegen eine niedrige Frequenz eher Eisen in Form von Granatsplittern zu Tage tragen würde.

Ein guter und günstiger Einsteiger-Metalldetektor für die Militaria-Suche ist der MD-3009, der für weniger als 100 Euro erhältlich ist. Wer statt nach Militaria lieber nach alten Münzen sucht, ist mit einem Metalldetektor gut beraten, der eine Frequenz zwischen 15 bis 30 kHz aufweist.

Wo sammelt man Militaria?

Interessant für die Militaria-Suche sind alte Abrüstgebiete, Befestigungsanlagen oder Schlachtfelder, von denen es in Deutschland eine große Anzahl gibt. Über die Recherche im Internet oder im Stadtarchiv lassen sich solche Gebiete leicht ausfindig machen. Alternativ kann man auch Zeitzeugen nach Bunkern, Deckungsgräben und Schützenlöchern befragen. Es kann sich außerdem lohnen, an Ortsrändern nach Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege zu suchen.

Doch aufgepasst: In Deutschland befinden sich immer noch zahlreiche Granaten, Bomben oder Patronen im Boden. Deshalb besteht ein großes Risiko, dass man beim Graben nach Militaria auf ein altes Kampfmittel stößt. Ist dies der Fall oder besteht auch nur die leiseste Vermutung, sollte man unbedingt den Kampfmittelräumdienst rufen und den Ort des Geschehens so lange sichern, bis dieser eingetroffen ist.

Strand Militaria
Bildquelle: © MonikaP | pixabay.com

Was sammelt man?

Mit einem Metalldetektor sucht man gezielt nach Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege. Dabei handelt es sich sowohl um Orden, Ehrenzeichen, Ausrüstungs- oder Uniformteile als auch Helme, militärische Schusswaffen, Hieb- und Stoßwaffen sowie optische und technische Geräte. Darüber hinaus zählen zur Gruppe der Militaria auch noch militärische Gemälde und Fotografien, Dokumente wie beispielsweise Wehrpässe oder Soldbücher sowie Verleihungsurkunden, Militärbücher und andere Ausrüstungsstücke.

AK47
Bildquelle: © FlanellKamerasFilm | pixabay.com

Was ist erlaubt / verboten?

Je nach Bundesland unterscheiden sich die Gesetzte für die Militaria-Suche stark. Daher ist es sinnvoll, sich vorher gründlich zu informieren. Grundsätzlich ist jedoch das Graben nach Militaria in Naturschutzgebieten und auf Verdachtsflächen, auf denen Kampfmittel und Munition vorhanden sein könnten oder bekannt sind, verboten. Auch das Betreten von Privatgrundstücken ist ohne Erlaubnis des Besitzers nicht gestattet.

Für die Suche auf Bodendenkmälern und Kulturdenkmälern benötigt man zudem eine spezielle Genehmigung, die über die (oberste) Denkmalschutzbehörde eingeholt werden kann. Ebenfalls genehmigungspflichtig ist in einigen Bundesländern das Bergen von Objekten aus Gewässern, die unter das Denkmalschutzgesetz fallen.

Auch das Graben im Wald und auf Wiesen sollte ohne eine entsprechende Genehmigung unterlassen werden. Zudem müssen historisch wertvolle Funde dem Museum gemeldet werden. Darüber hinaus muss der Verkauf von Militaria unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen stattfinden, insbesondere der §§ 86, 86a StGB.

Doch wo ist die Militaria-Suche denn nun erlaubt? Streng genommen nirgendwo, zumindest nicht ohne Einschränkungen. Mit einer Nachforschungsgenehmigung (NFG) ist das Graben in einigen Bundesländern jedoch auf Ackerflächen gestattet. Geduldet wird das Graben außerdem an den meisten öffentlichen Stränden, an öffentlichen Spielplätzen oder Sandplätzen, an Badeseen, am Meer sowie entlang und auf öffentlichen Wegen. Voraussetzung dafür ist jeweils, dass der Besitzer der Örtlichkeit sein Einverständnis gibt.

Eine Genehmigung für das Graben auf Wiesen oder im Wald zu erhalten, ist nur in wenigen Bundesländern möglich. Gleiches gilt für die Militaria-Suche auf Bodendenkmälern und Kulturdenkmälern.

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