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Modellboote – Schiff ahoi mit unseren Tipps

Basteln, Tüfteln, Rennspaß und Bewegung an der frischen Luft. Nur wenige Hobbys bieten so viel Abwechslung wie das Bauen und Fahren von Modellbooten. Kein Wunder, dass die Freizeitbeschäftigung immer beliebter wird. Wenn Ihr auch Lust habt, Euch die Zeit mit originalgetreuen Nachbauten echter Schiffe zu vertreiben, erfahrt Ihr in unserem Ratgeber alles, was Ihr über Modellbote wissen müsst.

Was ist ein Modellboot?

Ob Autos, Flugzeuge, Gebäude oder Schiffe, – Modelle sind spielzeuggroße Nachbauten der großen Originale. Oft sogar maßstabsgetreu. Doch trotz ihrer Größe sind die kleinen Schätze nur in wenigen Fällen Spielzeug, sondern eher kostbare Sammlerstücke oder beherbergen als Hobbymodell modernste Technik. Modellschiffe und -boote gibt es in zwei Varianten: als Sammelmodell zum Anschauen und als funktionelles Hobbymodell, das Ihr wirklich benutzen könnt.
Heute wird hauptsächlich zwischen Standmodell für die Sammlung zu Hause und Funktionsmodell (RC) fürs Hobby unterschieden. RC steht für „Radio Controlled“ oder „Remote Controlled” und bedeutet funkferngesteuert oder ferngesteuert. Das RC-Modellboot verfügt über die wichtigsten Bewegungsfunktionen des Originals und kann diese auch ausführen. Manche Modellboote bieten sogar zusätzliche Funktionen per Funk an. Zum Beispiel Beleuchtungen, Kräne, Löschkanonen und vieles mehr.
Ob Ihr das Modellboot-Hobby schon beim Bauen, Kleben, Bemalen und Tüfteln beginnt oder Ihr lieber mit bereits fertiggestellten Modellen an den nächsten Teich fahrt, könnt Ihr ganz nach Geschmack entscheiden, denn die Boote gibt es fertig oder als Bausatz zu kaufen.

Modellboot fahren lassen – wo ist’s erlaubt?

Boot aufs Wasser setzen und schon geht es los? Tatsächlich ist es grob genommen genau so. Gesetzlich geregelt ist das Fahren von Modellbooten nicht. Jedoch müsst Ihr auf Schutzgebiete, Verbotsschilder und Sonderregelungen achten. Liegt der See oder Teich zum Beispiel in einem Wasserschutzgebiet, ist es in der Regel verboten, die kleinen Boote fahren zu lassen. An einem privaten See solltet Ihr immer den Eigentümer fragen. Gibt es keine Ausnahmeregelungen, kann es losgehen, so lange Ihr keine Schwimmer, Angler oder „echte“ Boote und Schiffe stört. Ganz besonders wichtig ist es, auf Gewässervögel und andere Tiere zu achten und diese nicht zu stören.
Wer sicher gehen will, erkundigt sich im Vorhinein bei der Stadt oder Gemeinde, in der das jeweilige Gewässer liegt.

Welches Modellboot für Anfänger?

Rennboot fahren oder gemütlich das Lieblingsboot über den See schippern lassen? Modellbootkapitäne haben die Wahl zwischen diversen Unterkategorien. Die bekanntesten sind wahrscheinlich die Speedboats oder Rennboote. Schnittige Modelle, die über die Wasseroberfläche gleiten und eine enorme Geschwindigkeit aufbauen. Diese Modellboote sind äußerst wendig, erfordern aber auch ein wenig Erfahrung beim Steuern.
Für ruhigere Fahrweisen und Einsteiger geeignete Modellboote nennt man „Allrounder“. Sie erreichen mittlere Geschwindigkeiten und sind leichter zu handeln. Preisgünstige Modelle gibt es in zahlreichen Ausführungen von verschiedenen Herstellern. Für Anfänger bestens geeignet.

Modellboot Allrounder
Für den Einstieg, sind etwas langsamere Modellboote ideal. Bildquelle © ariesa66 | pixabay.com

Modellschiffe und Spielboote für Kinder

Kleine Kinder spielen gerne mit Booten und Wasser. Bereits im Alter von vier bis fünf Jahren kann man sie an das Fahren von Modellbooten heranführen. Sehr gut geeignet sind dafür zunächst Spielzeugboote. Für rund 70 Euro gibt es das Playmobil Piratenschiff mit RC-Unterwassermotor. Super, um es auch mal auf einem kleinen Teich fahren zu lassen.
Die Modellboote von Dickie Toys, machen Pänz ab etwa sieben Jahren nach Anleitung nicht nur beim Aufbauen, sondern auch beim Spielen Spaß. Die Modelle sind nicht zu teuer und somit ideal für den Einstieg. Generell sind RC-Modellboote einfach zu bedienen, wodurch gerade Allrounder-Versionen bereits für Kinder ab zehn Jahren geeignet sind.

Welchen Motor braucht ein Modellboot?

Die meisten RC-Modellboote sind mit einem Elektromotor ausgestattet. Dieser findet sich vor allem im Hobbybereich. Dieser Antrieb ist äußerst wartungsfreundlich, platzsparend und leistungsfähig. Ein Akku mit einer üblichen Spannung von 7,2 Volt sorgt für die nötige Energie. Elektromotoren werden heutzutage bereits für die komplette Modellboot-Palette genutzt. Von Motor-Yachten, Schleppern, über Fischkutter bis hin zu Rennbooten. Profis lieben die direkte Steuerung und Reaktionszeit der Hochleistungs-Elektromodelle.
Ein Verbrennungsmotor wird meist im Profibereich verwendet. Die Handhabung erfordert mehr Erfahrung und ist für Anfänger oder Kinder nicht zu empfehlen. Dafür erreichen die Modelle Höchstgeschwindigkeiten.

Welche Schiffsschrauben für Modellboote?

Die Schraube verbindet in der echten Welt, wie auch bei Modellschiffen und -booten die Antriebsleistung des Motors mit dem Wasser und ist somit eines der wichtigsten Teile am Gefährt. Die Frage jedoch, welcher Propeller der beste ist, ist auch für viele Hobby-Kapitäne nicht immer mit einer kurzen Antwort abgehakt. Allgemein anerkannte Richtwerte helfen, auf die richtige Kombination zwischen Motor und Antriebsschraube zu achten.
Modellpropeller gibt es aus Kunststoff und Metall in verschiedenen Varianten von den gängigen dreiflügeligen Ausführungen bis hin zur siebenflügeligen Sichelschraube.
Propeller mit drei Flügeln bieten bei einer günstigen Kombination aus Motorleistung, Drehzahl und Durchmesser einen guten Wirkungsgrad über die gesamte Drehzahlbandbreite des Motors und eignen sich gut für Allround-Boote. Kleine Propeller entwickeln zwar weniger Schub, vermindern jedoch die Gefahr einer Überhitzung des Motors, was gerade bei Elektrobooten immer wieder vorkommt. Besonders Einsteiger sind daher mit kleineren Schrauben immer gut beraten.
Die günstigste Variante sind Schiffsschrauben aus Kunststoff. Bei ihnen ist keine Nacharbeit nötig und sie müssen nicht gewuchtet werden. Leider sind sie nach Berührung mit Treibgut nicht mehr zu gebrauchen. Robuster und flexibler einsetzbar sind Metall-Propeller. Jedoch ist das Auswuchten und Polieren mitunter zeitaufwendig. Zu erwähnen sind auch die etwas höheren Anschaffungskosten.

Modellboot lackieren – so geht’s

Der Lack sorgt beim Modell-Rennboot nicht nur für einen individuellen oder besonders originalgetreuen Look, sondern schützt auch vor Schäden durch ständigen Wasserkontakt. Für Modelle aus Polycarbonat braucht Ihr für die neue Lackierung sogenannte Lexanfarbe, die praktisch in Sprühdosen angeboten wird. Für Effekte wie Hochglanz, ein mattes, stumpfes Finish oder Metall-Optik gibt es jeweils die passenden Lacksorten.
Reinigt Euer Modell vor dem Lackieren gründlich mit Spülmittel, laufwarmem Wasser, trocknet es mit einem Mikrofasertuch ab. Danach könnt Ihr mit dem Aufsprühen des Lacks loslegen. Fangt mit der Innenseite an und bearbeitet die Außenseite zum Schluss. Zwischen jeder Farbschicht mindestens 30 Minuten warten, danach 48 Stunden durchtrocknen lassen.

rotes Modellboot
Damit Euer Boot möglichst originalgetreu aussieht, darf die entsprechende Lackierung nicht fehlen. Bildquelle © 3dman_eu | pixabay.com

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