Kalaydoskop

Außergewöhnliche Museen in Köln

Von archäologischen Funden über zeitgenössische Kunst bis hin zur Geschichte des Sports – die Museen in Köln bieten zahlreiche interessante Ausstellungen und Sammlungen für jeden Geschmack. Denn je nach persönlichem Interesse kommen Kunst- und Kulturinteressierte hier voll auf Ihre Kosten. Wohl am bekanntesten ist das Museum Ludwig, das sich durch ein internationales Renommee auszeichnet. Aber auch die übrigen Kölner Kulturstätten wie das Schokoladenmuseum oder Olympia-Museum sind nicht weniger sehenswert und erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit. Wir stellen eine Auswahl der beliebtesten Museen in Köln vor.

Museum Ludwig

Museum Ludwig Außenansicht
Im Museum Ludwig findet Ihr atemberaubende Ausstellungen mit Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Bildquelle: © A.R. | Museum Ludwig
Ganz in der Nähe des Hautbahnhofs gelegen, befindet sich das wohl bekannteste Museum der Stadt. Denn die Sammlung des Museums Ludwig umfasst die wichtigsten Positionen der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst. Dies beinhaltet unter anderem die umfassendste Sammlung amerikanischer Pop-Art außerhalb der USA, die drittgrößte Picasso-Sammlung weltweit, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus sowie zahlreiche ausgesprochen qualitätvolle Arbeiten der Russischen Avantgarde aus der Zeit zwischen 1905 und 1935. All dies sowie zahlreiche weitere berühmte Werke machen die städtische Einrichtung zu einem der bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage, 10:00-18:00 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat: 10:00-22:00 Uhr
  • Adresse: Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 22126165
  • Webseite: www.museum-ludwig.de

Schokoladenmuseum

Wie bereits der Name sagt, dreht sich im Schokoladenmuseum im Kölner Rheinauhafen alles um die süße Versuchung. Auf über 4.000 Quadratmetern finden Besucher hier die umfangreichste Darstellung der Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade weltweit – von der 5.000-jährigen Kulturgeschichte des Kakaos bis hin zur modernen Schokoladenherstellung. Ein Highlight des Museums ist der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen, der mit 200 Kilogramm warmer, flüssiger Schokolade befüllt ist. Auf die Besucher wartet außerdem ein begehbares Tropenhaus sowie eine bedeutende Porzellan- und Silbersammlung aus dem Barock. Übrigens: Gegründet wurde das Schokoladenmuseum von dem ehemaligen Stollwerck-Chef Hans Imhoff. Dieser fand in der Fabrik zufällig einen zum Abtransport bereitgestellte Container mit kaputten Maschinen, Verpackungsmaterialien und alten Akten. Dem Unternehmer war sofort klar, dass er einen Schatz gefunden hatte. Damit war der Grundstock für das Museum gelegt.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 11:00-19:00 Uhr
  • Adresse: Am Schokoladenmuseum 1a, 50678 Köln
  • Telefon: 0221 9318880
  • Webseite: www.schokoladenmuseum.de

Duftmuseum im Farina-Haus

Historische Flakons
Besucht die Wiege der modernen Parfümerie. Bildquelle: © Farina Duftmuseum
Der Parfümeur Johann Maria Farina wollte der Stadt Köln im 18. Jahrhundert eine wohlriechendere Note geben. Dafür kreierte er das weltberühmte Eau de Cologne. Seinen Duft aus Bergamotte, Limette, Pampelmuse und Orange nannte er „Farina Original Eau de Cologne“ – Original Kölnisch Wasser. Diese Kreation gilt als das erste moderne Parfum der Welt. Das Geburtshaus des Eau de Cologne beherbergt heute ein Duftmuseum, das nicht nur 300 Jahre Duftgeschichte zeigt, sondern auch die Arbeit eines Parfümeurs demonstriert. In dem Museumsshop, der mit dem Eingang des Farina Duftmuseums verbunden ist, können sich Besucher außerdem mit dem original Farina 1709 Eau de Cologne eindecken. Darüber hinaus bietet das Geschäft auch exklusive Flakons und Düfte, die nur im Farina-Haus erhältlich sind.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10:00-18:00 Uhr, Samstag 11:00-18:00 Uhr, Sonntag 10:00-16:00 Uhr
  • Adresse: Obenmarspforten 21, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 3998994
  • Webseite: www.farina-haus.de

Deutsches Sport und Olympia Museum

Sportmuseum Außenansicht am Abend
Mitten im Rheinauhafen findet Ihr die Geschichte des Sports. Bildquelle: © Deutsches Sport & Olympia Museum
Im Deutschen Sport und Olympia Museum können Besucher fast 3.000 Jahre Sportgeschichte erleben – von der Antike bis hin zur Moderne. Auf 2.000 Quadratmetern bietet das Museum zahlreiche Ausstellungsstücke, die nicht nur Sportfans beeindrucken. In der Dauerausstellung des Hauses findet man unter anderem Plakate, Grafiken, Medaillen, Urkunden, Sportgeräte, Sportbekleidungen sowie Memorabilien zu den Themen Antike, Olympia, Fußball, Rad, Wintersport, Turnen, Boxen und Formel1. Die Dauerausstellung befindet sich in der ersten Etage des Gebäudes und wird ständig aktualisiert. Darüber hinaus werden immer wieder themenbezogene Sonderausstellungen im Deutschen Sport und Olympia Museum gezeigt. Beeindruckend sind auch die auf dem Dach gelegenen Sportplätze des Museums, auf denen Fußball, Tennis- oder Basketball gespielt werden kann. Von hier oben können die Besucher einen fantastischen Blick auf den Kölner Dom, die Severinsbrücke und den Rhein genießen. Dieser fließt direkt am Museum entlang, denn die Kulturstätte befindet sich mitten im Kölner Rheinauhafen.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 9:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 11:00-19:00 Uhr
  • Adresse: Im Zollhafen 1, 50678 Köln
  • Telefon: 0221 3360954
  • Webseite: www.sportmuseum.de

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Außenansicht NS-Dokumentationszentrum
Der Sitz des NS-DOK ist das EL-DE-Haus. Es hat eine bewegte Vergangenheit und diente auch als Gefängnis. Bildquelle: © Jörn Neumann | NS-Dokumentationszentrum Köln
Ein sehr eindringliches Museum ist das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Das ehemalige Gestapogefängnis wurde am 4. Dezember 1981 als Gedenkstätte eröffnet und gilt als eine der am besten erhalten gebliebenen Haftstätten der NS-Zeit. Die zehn Zellen im Keller des Gebäudes zeigen rund 1.800 selbstständige Inschriften und Zeichnungen der ehemaligen Gefangenen. Außerdem behandelt die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ mit unzähligen Exponaten das gesamte politische, gesellschaftliche und soziale Leben während der NS-Zeit. Zahlreiche Sonderausstellungen befassen sich zudem mit lokalen und überregionalen Aspekten. Darüber hinaus werden jährlich über 130 Veranstaltungen in dem Museum durchgeführt. Das NS-Dokumentationszentrum befindet im EL-DE-Haus im Norden der Kölner Altstadt.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 11:00-18:00 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat: 10:00-22:00 Uhr
  • Adresse: Appelhofplatz 23-25, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 22126332
  • Webseite: www.nsdok.de

Kolumba – Kunstmuseum des Erzbistums Köln

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Das KOLUMBA Museum wurde 1853 gegründet, wirkt aber kein wenig verstaubt und altbacken. Bildquelle: © KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Mitten in der Kölner Innenstadt befindet sich das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Dieses ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum eines der ältesten Museen der Domstadt, denn es wurde bereits 1853 als Diözesanmuseum gegründet. Seit dem Jahr 2004 besitzt das Museum den Namen „Kolumba“. Der Name steht für den Ort seiner Beheimatung – ein Gebäude mit außergewöhnlicher Architektur, das von dem Schweizer Architekten Peter Zumthor auf der Kriegsruine der spätgotischen Kirche St. Kolumba errichtet wurde. Der Schwerpunkt des Museums liegt auf christlicher Kunst. Die Sammlung wird jedoch durch andere spirituelle Werke ergänzt. Von romanischer Skulptur bis zur Rauminstallation, von mittelalterlicher Tafelmalerei bis zum „Radical Painting“, vom gotischen Ziborium bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts ist in der Kulturstätte alles zu finden.

  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag, 12:00-17:00 Uhr
  • Adresse: Kolumbastraße 4, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 9331930
  • Webseite: www.kolumba.de

Wallraf-Richartz-Museum

Das Wallraf-Richartz-Museum ist das älteste Museum Kölns und außerdem eines der bedeutendsten Kulturstätten der Stadt. Denn das Museum beherbergt nicht nur eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei weltweit, sondern auch die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst in Deutschland. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist Stefan Lochners berühmte „Muttergottes in der Rosenlaube“. Darüber hinaus sind auch bekannte Gemälde von Monet, Renoir, Rubens, Rembrandt, van Gogh, Cézanne und Gauguin im Wallraf-Richartz-Museum zu sehen. Sehenswert ist jedoch nicht nur die Kunst im Inneren des Gebäudes. Der Museumsbau selbst ist ebenfalls ein Hingucker. Dieser wurde nämlich von dem Kölner Stararchitekten Oswald Mathias Ungers entworfen und beindruckt durch seine klaren Proportionen.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00-18:00 Uhr, jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat: 10:00-22:00 Uhr
  • Adresse: Kolumbastraße 4, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 22121119
  • Webseite: www.wallraf.museum

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln

MAKK Außenansicht
Das Museum demonstriert eindrucksvoll, wie sich das Kunsthandwerk im Laufe der verschiedenen Epochen entwickelt hat. Bildquelle: © Museum für Angewandte Kunst Köln
Das MAKK besteht seit dem Jahr 1989 und ist das einzige Museum seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Inmitten in der Domstadt gelegen, präsentiert das Haus seine umfassenden Sammlungen aus 800 Jahren europäischen Kunsthandwerks sowie eine 5.000 Jahre zurückreichende Schmucksammlung. Ein Highlight des Museums ist die Design-Abteilung mit ihrem Schwerpunkt auf nordamerikanischem und westeuropäischem Design des 20. und 21. Jahrhunderts. Das hier angewendete Konzept der Gegenüberstellung von Designobjekten mit Werken der Bildenden Kunst ist in Europa einzigartig. Nach einem Rundgang durch das Museum können die Besucher im dazugehörigen Museumscafé zahlreiche Kaffeespezialitäten, köstlichen Kuchen vom Konditor und kleine, frischzubereitete Speisen genießen. Bei schönem Wetter kann man in dem schönen Innenhof des Cafés auch draußen sitzen.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11:00-17:00 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat: 11:00-22:00 Uhr
  • Adresse: An der Rechtschule, 50667 Köln
  • Telefon: 0221 22123860
  • Webseite: www.makk.de

Rautenstrauch-Joest-Museum

Rautenstrauch Joest Museum Innen
Das Rautenstrauch-Joest-Museum beleuchtet die unterschiedlichen menschlichen Kulturen. Bildquelle: © Wolfgang F. Meier | Rheinisches Bildarchiv Köln
Auch das Rautenstrauch-Joest-Museum ist das einzige seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Es zeigt auf rund 3.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Vielfältigkeit der verschiedenen Kulturen. Die städtische Einrichtung beherbergt eine der zehn größten und bedeutendsten ethnografischen Sammlungen Deutschlands. Diese umfasst über 65.000 Exponate aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika, präsentiert in weitläufigen Räumlichkeiten mit einer innovativen Ausstellungskonzeption. Das Rautenstrauch-Joest-Museum wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Kölner Kulturpreis Kulturereignis, dem red dot design award und dem Museumspreis des Europarates. Die Ausstellungen werden durch Vorträge, Lesungen, Film-, Musik- und Tanzveranstaltungen ergänzt.

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