Kalaydoskop

Photobox – Aufbau und Requisiten selbst gemacht

Eine Kamera, ein Selbstauslöser und viel witziges Zubehör – fertig ist der Partytrend der letzten Jahre: die Photobox oder Photobooth. Auf Hochzeiten sind die selbst geschossenen Bilder bei Brautpaaren und Gästen schon länger ein Renner, immer beliebter werden sie auch auf Geburtstagspartys, Firmenfeiern, Kinder- und Familienfesten, Junggesellenabschieden oder an Silvester. Die Ausstattung für die Fotoecke selber zu basteln und zusammenzustellen, ist gar nicht so schwer.

Wichtigste Utensilien für die Partyschnappschüsse sind die lustigen Requisiten. Die sind günstig und einfach selbst zu machen. Vorteil von DIY-Props: Ihr könnt sie individuell an das Partymotto und die Dekofarben anpassen.

Material:

Ihr braucht nicht für jede Bastelidee die gesamten aufgelisteten Utensilien. Sucht nur das heraus, was Ihr für Eure gewählten Lieblingsrequisiten benötigt.

  • Tüll
  • Bastelkarton
  • Moosgummi
  • Holzspieße oder Holzstäbchen
  • Stifte, Fineliner oder Filzstifte
  • Schere
  • Bastelmesser
  • Schneideunterlage
  • Heißklebepistole plus Heißklebesticks
  • Bastelkleber
  • optional: Pailletten, Sticker, Washitape, Perlen, Federn

Kussmund am Stiel als Fotoaccessoire

Zeichnt eine Lippenform auf Papier auf und übertragt die Form auf roten Bastelkarton oder Moosgummi. Wer nicht talentiert im Malen ist, findet unter den Suchbegriffen „Mund Schablone“ oder „lips template“ in der Google-Bildersuche einige Muster zum Ausdrucken. Die Mundform ausschneiden und mit schwarzem oder dunkelrotem Stift die Trennlinie zwischen den Lippen sowie ein paar Fältchen einzeichnen. Mit Heißkleber an das Holzstäbchen kleben.

Must-have für jede Fotoecke – Schnurrbärte

Von komischen und fantasievollen Schnäuzern und Bärten solltet Ihr gleich mehrere Varianten zur Auswahl basteln. Schablonen bietet wieder die Bildersuche im Netz. Auf braunen, grauen oder schwarzen Karton oder Moosgummi aufzeichnen, ausschneiden, Stäbchen ankleben. Dann kann es losgehen mit witzigen Schnäuzerfotos (unbedingt auch als Augenbrauen ausprobieren).

Smileys und Emojis für Partyfotos

Die Basis für die lachenden Pixelgesichter bildet immer ein gelber Kreis. Sucht Euch im Haushalt eine runde Müslischüssel oder einen großen Becher als Vorlage und zeichnet die Form auf Fotokarton oder Moosgummi. Das Gummi empfiehlt sich hier besonders, da die Textur dem fertigen Smiley im Blitzlicht ein digitales Aussehen verleiht, während Pappe mehr reflektiert.

Bei der Gestaltung der Gesichtszüge habt Ihr alle Freiheiten: Mit Filzstift aufmalen, ausschneiden und aufkleben oder fertige Kulleraugen und Münder aus dem Bastelbedarf nutzen. Für einfache Augen zwei weiße Ovale aus Moosgummi ausschneiden und mit runden, schwarzen Pupillen ausstatten. Als Inspiration könnt Ihr die gängigen Variationen aus dem Handychat nutzen. Zum Schluss den Holzspieß ankleben, fertig.

Schräge Brille in zwei Varianten

Eine riesige oder extrem schrille Brille macht das Outfit für den Partyschnappschuss perfekt.

Variante 1:

Besorgt im Euroladen, Kostümshop oder in der Modeschmuckabteilung im Kaufhaus eine große Sonnenbrille, übergroße Partybrille oder Kinderbrille. Diese mit Strasssteinen, Pailletten, Federn oder Ähnlichem bekleben. Den Rahmen könnt Ihr außerdem mit einer angeklebten Verkleidung aus Moosgummi oder Tonkarton eine neue Form geben.

Variante 2:

Schneidet das gesamte Brillengestell aus Pappe oder Moosgummi aus und verziert es nach Wunsch. Für mehr Stabilität das Material doppelt ausschneiden und zusammenkleben.

Noch mehr Ideen für witzige Accessoires:

  • Perlenketten oder Krönchen, erhältlich in der Spielzeugabteilung oder im Kostümshop.
  • Partyhüte oder Karnevalshüte: In die Jahre gekommene Modelle mit Federn, Bändern oder Pailletten wieder aufpeppen.
  • Clownsnasen und Karnevalsmasken: Für DIY-Pappnasen die Höckerchen aus Eierkartons ausschneiden, rot anmalen und an zwei Seiten ein Gummiband daran befestigen.
  • Krawatten und Fliegen: Hier könnt Ihr entweder alte Bestände von Papa oder Opa wiederverwerten oder die Teile ebenfalls aus Pappe fertigen.
  • Schleier und Zylinder für Hochzeitsfeiern oder JGAs: Zylinder gibt es im Kostümshop, Schleier könnt Ihr aus einem Steckkamm und Tüll schnell selbst basteln.

Was Ihr sonst noch braucht für die Fotobox

Die professionelle Ausstattung für die Fotoecke ist ganz schön kostspielig. Wer im Freundes- und Familienkreis nicht alle Utensilien zusammenbekommt, kann Komplettangebote bei Event- oder Hochzeitsfotografen buchen. Die bringen alles zur Location, bauen auf und sorgen im Nachhinein sogar für die Fotobearbeitung. Wer das perfekte Profiequipment nicht unbedingt braucht, kann Vieles selbst zusammenstellen.

  • Stoff, Tapete oder Fototapete für den Hintergrund sowie eine Vorrichtung, um diesen zu befestigen. Partyatmosphäre verbreiten auch Lichterketten oder Girlanden im Hintergrund.
  • Eine digitale Spiegelreflexkamera, Systemkamera oder Kompaktkamera mit hoher Qualität und der Möglichkeit einen Selbstauslöser anzubringen. Für Innenräume eine Kamera verwenden, die auch bei hohem Iso klare, scharfe Bilder macht.
  • Selbstauslöser für verschiedene Kameras gibt es im Fotofachgeschäft oder online. Moderne Kameramodelle lassen sich auch per App bedienen.
  • Ein Stativ für die Kamera. Zur Not reicht ein Tripod, der auf einem Tisch oder Schrank aufgebaut wird. Diese Variante funktioniert aber nur bei leichten Kamerabodys ohne große Objektive.
  • Einen externen oder internen Blitz für die Kamera, noch besser ein Studiolicht. Wer keine Studiolampe mit Softbox auftreiben kann, improvisiert, indem er den Kamerablitz mit etwas weißem Butterbrot- oder Seidenpapier abklebt, um weicheres Licht zu erhalten.

Tipp

Mache vor der Party Testfotos, stelle dann Kamera und Licht genau auf die gegebene Situation ein. Einige Kameras bieten Sperrfunktionen, diese sind sinnvoll, damit die Partyfotografen nicht ausversehen alles verstellen.

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