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Porzellan selbst bemalen und gestalten – so geht’s

Ihr malt gerne, fertigt Geschenke selbst und liebt neue Kreativtechniken? Dann haben wir genau das Richtige für Euch: Porzellanmalerei. Muster auf Tassen, Becher, Teller und Schüsseln lassen sich mit Porzellanfarbe auf persönliche Weise selbst kreieren. Die fertigen Stücke sind super geeignet als kleines Mitbringsel. Mit unseren Porzellanmaltechniken bringt Ihr Euren eigenen Style auf jedes Keramikteil. Vom einzelnen Kaffeebecher bis hin zu ganzen Servicesets.

Auf welchem Porzellan kann man malen?

Die neuen Farben und Stifte für glasierte Keramik könnt Ihr auf allen fertigen Porzellanteilen aus dem Laden benutzen. Ganz gleich, ob Omas uraltes Teeservice einen modernen Feinschliff braucht, oder Ihr der eben erst gekauften Kaffeetasse einen witzigen Spruch verpassen wollt. Achtet nur bei altem oder geerbtem Markenporzellan darauf, dass Ihr keine wertvollen Stücke versaut. Lieber günstige Teile verschönern.

Was Ihr für die Keramikmalerei benötigt:

Ein professioneller Brennofen und Temperaturen von über 1000 °C sind heutzutage nicht mehr nötig, wenn Ihr eigene Porzellandesigns gestalten möchtet. Es reichen Porzellanstifte oder -farben aus dem Bastelbedarf, ein ganz normaler Backofen sowie ein wenig Zubehör.

  • Porzellanstifte oder Porzellanmalfarbe und Pinsel
  • Vorlagen und Schablonen
  • Porzellan oder Keramik
  • Porzellansticker (optional)
  • Wattestäbchen
  • Tuch oder Küchenpapier
  • Spiritus
  • Backofen

Jetzt geht’s ans Bemalen – Anleitung für Porzellanmalerei

Die Oberfläche des Porzellans muss sauber und fettfrei sein. Das gilt auch für Fingerabdrücke. Deshalb das Geschirr gründlich spülen und mit Brennspiritus abreiben. Sobald das Stück bereit ist, könnt Ihr loslegen. Am einfachsten geht es mit Porzellanstiften, mit denen Ihr zeichnen oder schreiben könnt, flüssige Farbe wird mit einem Pinsel aufgetragen. Viel beachten müsst Ihr dank der modernen Rezepturen der Farben nicht. Kleine Patzer lassen sich mit einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen entfernen.

Wer nicht gerne freihand zeichnet oder schreibt, kann Bastelschablonen nutzen oder Vorlagen aus dem Internet ausdrucken. Diese auf die Größe des Keramikstücks zuschneiden und die Konturen mit festem Druck mit einem Bleistift nachzeichnen. Diese übertragen sich dabei auf den Untergrund und lassen sich ganz easy ausmalen. Noch einfacher klappt die Gestaltung mit Porzellanstickern. Diese vom Bogen abziehen und auf die gewünschte Stelle kleben.

Ist das Motiv fertig, kommt das selbst gestaltete Porzellan zum Einbrennen in den Ofen. Dabei die Angaben des jeweiligen Farbenherstellers beachten (meist etwa eine halbe Stunde bei 170 Grad). Achtung beim Herausnehmen, Keramik wird im Backofen sehr heiß. Nach dem Brennen ist das selbst dekorierte Porzellangeschirr spülmaschinenfest und lebensmittelecht.

Fünf clevere Designtipps für Keramikgestaltung

Saubere Designs auf Schüsseln oder Tassen aufzumalen, ist gar nicht so einfach. Deshalb haben wir Tipps für Euch, mit denen Ihr gestochen scharfe Motive hinkriegt, die richtig gut aussehen und gar nicht so schwer zu machen sind.

Spitzendeckchendesign:

Tortenspitze aus der Back- oder Haushaltsabteilung im Supermarkt eignet sich wunderbar als Schablone für süße Spitzenmuster auf Tellern oder Tassen. Dazu die Papierspitze auf das Porzellanstück legen, gegebenenfalls vorher mit nicht-permanentem Sprühkleber einsprühen, und die Farbe dann mit einem Schaumstoffpinsel auftupfen. Diese Methode gelingt am besten mit flüssiger Porzellanmalfarbe.

Zickzackmuster für trendy Chevron:

Klebt Washitape oder dünnes Malerkrepp aus dem Baumarkt im Zickzackmuster in mehreren Reihen auf Teller, Untertassen oder Schüsseln. Malt die Zwischenräume mit Porzellanfarbe aus. Trocknen lassen, das Tape abziehen und die Farbe einbrennen.

Negativmuster:

Schneidet aus breitem Abklebeband Motive wie Herzen, Sterne oder Blumen aus und klebt sie in beliebiger Anordnung auf die Keramikoberfläche. Dann mit einem Pinsel die Farbe in vielen kleinen und großen Sprenkeln dicht auf dem Untergrund um die abgeklebten Stellen auftragen. Alternativ die Farbe mit einer Zahnbürste, über deren Borsten Ihr mit dem Daumen oder einem Stäbchen streicht, verspritzen. Antrocknen lassen, das Abklebeband entfernen und ab in den Ofen.

Punkte und Tropfen:

Wer mit kreativen Maltechniken gerade erst anfängt, kann sich in Regentropfen oder Punkten versuchen. Diese bekommen selbst Einsteiger gleichmäßig hin und regelmäßig auf der Oberfläche verteilt oder in Grüppchen angeordnet ergeben sie auf Keramik einen hübschen Effekt.

Serviettentechnik:

Mit Porzellan-Potch übertragt Ihr wie bei der herkömmlichen Serviettentechnik die Muster und Motive von Servietten auf Euer Geschirr. Dafür die Herstellerhinweise des Potchs beachten und auf keinen Fall normalen Serviettenkleber verwenden.

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