Kalaydoskop

Bekannte Persönlichkeiten und Promis aus Düsseldorf

Schon zahlreiche Söhne und Töchter der nordrheinwestfälischen Hauptstadt haben es zu Ehre und Ruhm geschafft. Welche Prominenten in ihren Pässen Düsseldorf als Geburtsort stehen haben, verraten wir hier:

Heino

Heino, mit bürgerlichen Namen Heinz Georg Kramm, war schon früh mit Erfolg gesegnet: Seine erste Platte verkaufte sich bereits mehr als 100.000 Mal. Geprägt ist Heinos Karriere von zahlreichen Auf und Abs. Während in den 70er Jahren Hits wie „Blau blüht der Enzian“ und „Die schwarze Barbara“ im Radio rauf und runter gespielt wurden, wurde es in den 80er Jahren deutlich ruhiger um ihn. Doch Heino wäre nicht Heino, wenn er nicht mit Skandalen von sich reden machen würde. Kritisiert wurden vor allem seine beiden Tourneen 1983 und 1986 durch das unter dem Apartheidsregime leidende Südafrika, sowie seine nur für Unterrichtszwecke gedachte Schallplatte, auf der er alle drei Strophen des verbotenen Deutschlandliedes singt. Zu einer erfolgreichen Wiederkehr aus der musikalischen Versenkung verhalfen ihm in den 90er Jahren Sat1-Fernsehserien und die Rap-Versionen seiner Erfolgslieder. Zu einem erneuten öffentlichen Aufschrei und quittiert mit zahlreichen, jedoch erfolglosen Klagen, kam es, als Heino 2013 ein Album mit Coverversionen bekannter deutschsprachiger Lieder aus Pop, Rock und Hip-Hop auf den Markt brachte. Der Erfolg gab ihm recht: Platz 1 der deutschen Albumcharts.

Marius Müller-Westernhagen

Mit mehr als elf Millionen verkauften Tonträgern zählt Marius Müller-Westernhagen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musikern unserer Zeit. Bereits mit 14 Jahren tritt er als Schauspieler im TV-Film „Die Höhere Schule“ auf, und legt damit den Grundstein für seine Karriere. Das Talent dazu liegt ihm wohl im Blut, denn auch sein Vater arbeitete als Schauspieler. Doch auch die Musik reizte ihn bereits früh: Ende der 60er Jahre fängt er mit dem Gitarrespielen an und startet eine Ausbildung zum Sänger, was ihm zusammen mit seiner Band „Harakiri Whoom“ schon früh zu lokaler Prominenz verhilft. Sein erstes eigenes Album mit dem passenden Namen „Das erste Mal“ kam 1975 auf den Markt. Auch filmisch lief es gut für Marius Müller-Westernhagen. „Aufforderung zum Tanz“ und die Fortsetzung von „Theo gegen den Rest der Welt“ waren die Lieblinge des Kinopublikums. Den größten musikalischen Erfolg feierte sein 13. Album „Halleluja“, das mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde.

Heike Makatsch

Bevor VIVA sie auf die roten Teppiche Deutschlands brachte, wollte Heike Makatsch eigentlich Journalistin werden. Nach vier Semestern Soziologie- und Politikstudium war allerdings Schluss, und auch die Lehre als Schneiderin brach sie frühzeitig ab. Dass Erfolge nicht von Dauer sein müssen, erlebte Heike Makatsch früh. Ihre „Heike-Makatsch-Show“ wurde nach nur acht Folgen aufgrund der geringen Zuschauerzahlen eingestellt. Doch trotz des kleinen Tiefs ging es karrieretechnisch steil bergauf. Für ihre Rolle in dem Film „Männerpension“ wurde sie kurz darauf mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. Für ihren damaligen Lebensgefährten und späteren James Bond-Darsteller Daniel Craig nach London gezogen, gelang es ihr auch über die Distanz hinweg, ihre Karriere in Deutschland voranzutreiben. Mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung in Filmen wie „Die Affäre Semmeling“, „Liebe deine Nächste!“, „Aimée + Jaguar“ oder „Nackt“ begeisterte sie nicht nur das Publikum, sondern verzückte ebenso die Kritiker. Doch auch international konnte sich Heike Makatsch einen Namen machen. Unvergesslich bleibt ihre Rolle als sexy Vamp in „Tatsächlich…Liebe“ und ihre Darstellung von Margarete Steiff im gleichnamigen Film, für die sie eine Emmy-Nominierung erhielt.

Cordula Stratmann

Die ausgebildete Sozialarbeiterin entdeckte ihr komödiantisches Talent bereits 1990. So gründete sie im gleichen Jahr die Kabarettgruppe „Fatal banal“ und trat bei zahlreichen Veranstaltungen auf. Der Durchbruch im TV gelang ihr jedoch mit ihrer Rolle als Annemarie Hülchrath in der WDR-Sendung „Zimmer frei“. Von den Kritikern geliebt, wird sie 2001 und 2002 als beste Komikerin für den deutschen Comedy-Preis nominiert, und ihr erstes Soloprogramm „Andererseits wiederum – Komische Geschichten“ ist so erfolgreich, dass sie damit gleich vier Jahre tourt. Spätestens ab 2004 ist der Name Cordula Stratmann in so ziemlich jedem Haushalt bekannt, denn die Sat1-Improshow „Schillerstraße“ sprengt alle Zuschauerrekorde. Verständlich, dass es regelrecht Preise hagelt: Den Deutschen Fernsehpreis für „Beste Comedy Serie“ und den Deutschen Comedy-Preis für „Beste Komikerin“ und „Beste Comedy Serie“. Doch nicht nur im Fernsehen und auf der Bühne begeistert Cordula Stratmann ihr Publikum. Mit Büchern wie „Ist dieses Buch ansteckend? Erste Hilfe für Hypochonder“ oder „Ich schreibe, aber lesen müssen Sie selbst“ sorgt sie für Lacher, bis die Tränen kommen.

Wim Wenders

Gut möglich, dass Wim Wenders seine Liebe zum Film schon mit acht Jahren entdeckte, als ihm sein Vater eine 8-mm-Kamera schenkte. Doch zunächst sah es nicht danach aus, dass er einmal zu dem berühmten Regisseur werden würde, der er mittlerweile ist. Nach mehreren abgebrochenen Studiengängen und der vergeblichen Bewerbung an der traditionsreichen Pariser Filmschule IDHEC wendete sich jedoch das Blatt, und Wim Wenders wurde an der Hochschule für Film und Fernsehen in München aufgenommen. Von da an ging es karrieretechnisch steil bergauf. Der erste abendfüllende Spielfilm „Summer in the City“ entstand 1971 als Abschlussfilm seines Studiums, zwei Jahre danach gelang der große Wurf mit dem von den Kritikern mit Lob überhäuften Road Movie „Alice in den Städten“. Auch Francis Ford Coppola erkannte früh das Talent, holte Wim Wenders in die USA und arbeitete zusammen mit ihm am Kriminalfilm „Hammett“. Große Erfolge erzielte Wim Wenders aber auch im Dokumentarbereich: Sowohl „Buena Vista Social Club“ als auch „Pina“ wurden beide für einen Oscar nominiert.

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