Kalaydoskop

Bekannte Persönlichkeiten und Promis aus Köln

Die Stadt am Rhein ist nicht nur Heimat von Karneval, Dom und Kölsch. Auch zahlreiche Prominente sind hier geboren. Wer genau das Licht der Welt in der Millionenmetropole Köln erblickte, zeigen wir hier.

Wolfgang Petry

Wolfgang Petry, der bürgerlich eigentlich Franz Hubert Wolfgang Remling heißt, war und ist aus der deutschen Schlagerbranche nicht wegzudenken. Neben seiner Musik, allen voran dem Evergreen „Wahnsinn“, zählen hunderte Freundschaftsarmbänder an seinem Arm zu seinen Markenzeichen. Mit über 10 Millionen verkaufter Platten ist er einer der erfolgreichsten Schlagersänger Deutschlands. Schon während seiner Zeit als Feinmechaniker trat Wolfgang Petry vor Publikum auf und konnte erste Live-Musik-Erfahrungen sammeln. Steil bergauf ging es, nachdem er bei einem Auftritt in der Forsbacher Disco „Whisky Bill“ vom Produzententeam Tony Hendrik und Karin Hartmann entdeckt wurde. Den ersten Hit landete Wolfgang Petry 1976 mit der Single „Sommer in der Stadt“, die auf Platz 16 der Charts landete. Bei einem Auftritt in der ZDF-Hitparade schaffte es der Song auf Platz 2, direkt hinter Jürgen Drews mit „Ein Bett im Kornfeld“. Zahlreiche Hits folgten: „Gianna“, „Der Himmel brennt“ und „Wahnsinn“ machten Wolfgang Petry zu einer festen Konstante in der Schlagerbranche. Vielleicht für immer unvergessen bleibt sein Lied „Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeih’n“, das spätestens an Karneval auf keiner Party fehlen darf.

Dirk Bach

Dirk Bach war über Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft. Die Nachricht seines Todes im Alter von nur 51 Jahren schockte 2012 die komplette Republik. Mit viel Witz, Talent und oftmals extrem skurrilen Outfits sicherte er sich einen Platz in den Herzen der Menschen. Obwohl er nie eine Schauspielschule besuchte, stand Dirk Bach schon mit 17 Jahren auf der Bühne des Kölner Schauspielhauses. Es folgten Engagements in London, New York und Wien. Den Durchbruch als Komödiant schaffte er dann 1980 mit einem Auftritt im Theaterstück Geierwally. Eine bundesweite Bekanntheit stellte sich 1992 mit der von RTL ausgestrahlten „Dirk Bach Show“ ein. Sein schauspielerisches Talent konnte er erneut in Serien wie „Lukas“ und „Der kleine Mönch“ unter Beweis stellen. Doch nicht nur als Schauspieler war Dirk Bach gefragt. Mit seiner spitzen Zunge und seinem schwarzen Humor war er zusammen mit Sonja Zietlow die ideale Besetzung für die Moderation des Dschungelcamps.

Heiner Lauterbach

Heiner Lauterbach hatte schon früh den Entschluss gefasst, Schauspieler zu werden. Mit 18 Jahren nahm er Schauspielunterricht, und nur ein Jahr später sammelte er erste Bühnenerfahrungen. Doch auch mit der Stimme lässt sich Geld verdienen: So arbeitete Heiner Lauterbach als Synchronsprecher für Hollywoodgrößen wie Kevin Costner, Richard Geere und John Malkovic. Nach seiner ersten Spielfilm-Rolle in „Kolp“ dauerte es nicht lange bis zum Durchbruch: Mit der Erfolgskomödie „Männer“ von Doris Dörries wurde Heiner Lauterbach zum Shootingstar, und gewann den Bundesfilmpreis. Es folgten Auftritte in den TV-Produktionen „Eurocops“, „Faust“, „Das Mädchen Rosemarie“ und „Opernball“. Nur logisch, dass durch die Erfolge im Fernsehen bald auch der Sprung auf die große Leinwand gelang. Nach Rollen in Kinofilmen wie der Erich-Kästner-Verfilmung „Das doppelte Lottchen“ und Sönke Wortmanns „Das Superweib“, heimste Heiner Lauterbach mit der Darstellung des Filmproduzenten Oskar Reiter in der Gesellschaftssatire „Rossini“ 1997 den Bayerischen Filmpreis ein. Dem jüngeren Kinopublikum wird er zudem vor allem durch die Filme „Zweiohrküken“, „Schlussmacher“ und „Der blinde Fleck“ bekannt sein.

Gaby Köster

Die Karriere Gaby Kösters begann mit einem Zufall: Als sie als Kellnerin in einer Kölner Kneipe arbeitete, lernte sie den WDR-Moderator Jürgen Becker kennen, der sie darum bat, einen Sketch für eine Radiosendung zu schreiben. Anfangs noch skeptisch, war Gaby Köster wohl selbst verwundert, als dieser tatsächlich bei „Unterhaltung am Wochenende“ verwendet wurde. Es folgten regelmäßige Auftritte im Radio, und später auch eigene Sendungen. Ein weiterer Meilenstein ihrer Karriere war die alternative Kölner Karnevalssitzung „Stunksitzung“, zu deren Ensemble sie von 1991 bis 1995 gehörte. Ihr Bekanntheitsgrad multiplizierte sich jedoch schlagartig, als Gaby Köster mit Gastauftritten bei „RTL Samstag Nacht“ das Publikum zum Lachen brachte, und ein fester Bestandteil des Ensembles von „7 Tage, 7 Köpfe“ wurde. Mit ihrer Paraderolle als Rita Kruse in der Comedy-Serie „Ritas Welt“ spielte sie sich in die Herzen der Menschen. Ihren Humor hat Gaby Köster zum Glück auch durch den schweren Schlaganfall 2008 nicht verloren. Zusammen mit Till Hohenrieder verfasste sie das Buch „Ein Schnupfchen hätte auch gereicht – meine zweite Chance“, in dem sie die schwierige Zeit nach ihrem Schlaganfall beschreibt.

Stefan Raab

Stefan Raabs Karriere in der Unterhaltungsbranche begann schon früh. Nachdem er erfolgreich als Komponist von Werbejingles gearbeitet hatte, landete er über Umwege beim damals noch jungen TV-Sender VIVA ,und moderierte die Comedyshow „Vivasion“. Dort stellte er auch seinen berühmten Rapsong über den damaligen Bundestrainer Berti Vogts vor, der sogleich die Charts stürmte. Zahlreiche Hits sollten folgen: „Hier kommt die Maus“ und „Guildo hat euch lieb“, mit dem Guildo Horn beim Eurovision Song Contest antrat, sind nur zwei der unzähligen Charterfolge. Ein paar Jahre später trat Raab sogar selbst an. Mit „Wadde hadde dudde da?“ erzielte er Platz 5. Parallel nahm auch seine Fernsehpräsenz an Fahrt auf. Die Sendung „TV total“ erzielte über Jahre hinweg traumhafte Quoten, und wurde zum Ursprung so mancher verrückter Idee: Wok-WM, Turmspringen und Stockcar-Rennen sind Shows, die selbst zu Publikumsschlagern wurden. Seinen unermüdlichen Kampfgeist stellte Raab auch in der Show „Schlag den Raab“ unter Beweis, und polarisierte wie immer bewusst. Bei fast all seinen Projekten wurde Raab geliebt und verachtet, doch eines kann ihm keiner streitig machen: Stefan Raab zählte während seiner aktiven Zeit vor der Kamera zu den erfolgreichsten Entertainern Deutschlands.

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