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Ratgeber Puppenhaus und Puppenstube – alles Wissenswerte im Überblick

Seit vielen Generationen begeistert das Puppenhaus Mädchen und Jungen und zählt zu den Klassikern im Kinderzimmer. Unser Ratgeber gibt Antworten darauf, warum Puppenstuben solch eine Faszination ausüben, ab welchem Alter sie empfehlenswert sind und worauf Ihr beim Kauf achten solltet.

Der Spielzeugklassiker Puppenhaus

Puppenhäuser gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert. Damals wurden diese kleinen Miniaturausgaben eines Hauses oder Zimmers in liebevoller Handarbeit detailgetreu gebaut und eingerichtet – ursprünglich als Modell angedacht, ab dem 17. Jahrhundert dann aber auch als Spielzeug. Auch heute noch begeistert der Spielzeugklassiker Jungen und vor allem Mädchen. Ob aus Holz oder aus Kunststoff, ob modern oder rustikal, ob lediglich eine Puppenstube, ein einfaches kleines Häuschen oder gar eine erstklassig eingerichtete Luxusvilla – das Angebot an Puppenhäusern ist vielseitig. Darüber hinaus bieten die meisten Spielzeughersteller ein breites Sortiment an Zubehör und Einrichtungsgegenständen an, damit das Puppenhaus nach den eigenen Vorstellungen der Kleinen eingerichtet werden kann. In der Regel ist eine Seite des Hauses offen, damit es auch unkompliziert bespielt werden kann. Nicht selten lässt sich zusätzlich das Dach abnehmen. Puppenhäuser gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen. Das größte Exemplar der Welt, das „Queen Mary`s Dollhouse“, steht übrigens im Schloss Windsor und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für die damalige Königin Mary angefertigt.

Was fördert ein Puppenhaus?

Puppenhäuser sind vor allem deshalb so beliebt, weil sie unbegrenzten Spielspaß bieten. In kreativen Rollenspielen können die Kinder Alltagssituationen nachspielen, in verschiedene Rollen schlüpfen, das Haus nach ihren Vorstelllungen gestalten und einrichten, und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Doch Puppenhäuser fördern nicht nur die Kreativität der Kleinen, sondern auch die Feinmotorik, denn schließlich wollen die kleinen Püppchen durchs Haus bewegt, die Möbel verrückt, die Bettchen gemacht und die Vorhänge aufgezogen werden. Hierbei wird auf ganz spielerische Art und Weise die Fingerfertigkeit der Jungen und Mädchen gefördert. Darüber hinaus schulen Rollenspiele auch die sprachlichen Fähigkeiten, denn die Kleinen verleihen den Puppen ihre Stimme oder sprechen mit ihren Freunden, die sich ebenfalls ums Puppenhaus versammeln. Denn ein Puppenhaus lässt sich sowohl alleine als auch mit anderen bespielen und stärkt dadurch auch Sozialkompetenzen, wie Teamgeist, Kompromissbereitschaft und Empathie.

Ab wann ist ein Puppenhaus empfehlenswert?

Das Spiel mit dem Puppenhaus ist sehr vielseitig. Während sich jüngere Kinder ab 3 Jahren vor allem damit beschäftigen, das Haus ein- und wieder auszuräumen und die Püppchen schlafen zu legen oder um den Küchentisch zu versammeln, überlegen sich größere Kindergarten- und Grundschulkinder schon richtige Handlungen und Szenen, die sie spielen wollen, sprechen verschiedene Dialoge und schlüpfen in die Rollen ihrer Puppen. So begleitet das Puppenhaus über viele Jahre und variiert immer wieder in der Art des Spielens. Die meisten Hersteller geben als Altersempfehlung 36 Monate an, was vor allem auch daran liegt, dass viele Puppenstuben verschluckbare Kleinteile enthalten.

Viele Puppenhausmöbel lassen sich nachträglich einzeln oder als Set kaufen. Bildquelle: © Alexas_Fotos | pixabay.com

Was kostet ein Puppenhaus?

Puppenhäuser gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und natürlich kostet die einfache Puppenstube inklusive Grundausstattung deutlich weniger als die viergeschossige Puppenvilla mit elektrischen Funktionen, wie Licht und Klingel, und allem Drum und Dran. Auch das Material ist entscheidend. Bekannte Spielzeughersteller für Puppenhäuser aus Kunststoff sind zum Beispiel Playmobil® und Barbie®/Mattel. Während das kleine „Mitnehm-Puppenhaus“ von Playmobil® circa 30 Euro kostet, gibt es das große, dreigeschossige „Romantische Puppenhaus“ mit vielen manuellen und elektrischen Features ohne Einrichtung für 140 Euro. Das Barbie® Stadthaus mit drei Etagen liegt mit circa 130 Euro in einem ähnlichen Preissegment, ist dafür aber vollständig eingerichtet. Puppenhäuser aus Holz sind hingegen etwas günstiger. Die Holz-Puppenhäuser von bekannten Spielzeugherstellern wie Eichhorn, Goki, Hape und Roba liegen preislich zwischen 30 und 90 Euro. Darüber hinaus gibt es beispielsweise auf kalaydo.de auch antike Puppenhäuser sowie Zubehör oder günstige gebrauchte Stücke, die noch sehr gut erhalten sind.

Was sollte man beim Kauf eines Puppenhauses beachten?

Neben der Frage der Qualität ist immer auch die Frage des Geschmacks beim Kauf eines Puppenhauses entscheidend. Wollt Ihr für Eure Kinder lieber ein modernes, buntes Haus oder eher ein schlichtes? Bevorzugt Ihr abwaschbaren Kunststoff oder Holz mit einer langen Lebensdauer? Ist für Euch „weniger“ mehr oder wollt Ihr eine komplett eingerichtete Puppenstube? Gerade beim Zubehör ist die Auswahl oftmals grenzenlos. Hier kann man auch nach und nach Möbel dazu kaufen und so die Zimmer bestücken – zum Beispiel zum Geburtstag des Kindes oder zu Weihnachten. Bei kleineren Kindern solltet Ihr außerdem darauf achten, dass das Haus stabil ist und über keine spitzen Kanten verfügt.

Tipp: Wenn Ihr Euch für Puppen interessiert, solltet Ihr unsere Ratgeber Alte Puppen – Reinigung und Reparatur und Puppenwagen: Welches Modell ist das richtige für Euer Kind? nicht verpassen.

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