Kalaydoskop

Rasen pflegen nach Dürresommer

Gelb, verbrannt, fleckig und voller Lücken – die Rasenflächen in deutschen Gärten sehen nach dem großen Hitzesommer 2018 nicht gerade aus wie perfektes Golfgrün. Macht aber nichts, denn wir haben Pflegetipps und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Euch, mit denen Ihr Eure Wiese im Herbst wieder grün, dicht und widerstandsfähig für die nächste Gartensaison macht.

Verdorrter Rasen – Erste Hilfe nach der Dürre

Gebt in den ersten Herbstwochen noch einmal etwas Dünger auf die Rasenfläche. Am besten geeignet ist Rasendünger. Diesen unbedingt nach Anleitung ausbringen, denn zu viel kann schaden, zu wenig bringt kaum Nutzen. Gerade nach der strapaziösen Dürrezeit solltet Ihr deshalb fein abgestimmt und bedarfsgerecht düngen.
Tipp: Wer keinen Kunstdünger im Garten will, kann auf organischen Bio-Dünger aus der Gartenabteilung im Heimwerkermarkt oder einem Gartenmarkt zurückgreifen.
Auch im kühleren Herbst gibt es Trockenperioden, in denen der Rasen zu wenig Wasser bekommt. Nutzt dann einen Rasensprenger oder einen Gartenschlauch mit Sprüh-Aufsatz, um die Fläche gründlich zu wässern. Auch nach der Gabe von Düngemitteln hilft ein guter Schluck Wasser, damit die Nährstoffe in den Boden versickern können. Zu viel braucht es aber nicht, sonst wird der Dünger weggeschwemmt.

Wenn der Rasen noch mehr Hilfe braucht

Verbrannten Flecken, die sich auch mit Wasser und Nährstoffen nicht mehr retten lassen wollen, vertragen eine Bearbeitung mit dem Vertikutierer. Die Rasenpflege-Tools gibt es für den Handbetrieb oder als elektrisches Gartengerät. Mit der Messerwalze entfernt Ihr Moos, abgestorbene Halme und Unkraut, die Vertikutier-Walze belüftet den durch Trockenheit hart gebackenen Boden. So wird das wichtige Bodenleben angeregt und Graswurzeln finden wieder Platz im aufgelockerten Untergrund.
Auf die vertikutierten Flächen könnt Ihr nun Rasensaat ausbringen. In den Wochen danach für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Bringt die Samen möglichst früh im Herbst aus, damit die jungen Halme zum ersten Frost widerstandsfähig und kräftig sind. Welche Schritte noch zu unternehmen sind, bevor der Winter kommen kann, erfahrt Ihr in unserem Ratgeber Checkliste für Gartenarbeiten im Herbst.
Lasst die Wiese über den Winter ruhen, im Frühling ist es dann Zeit für die nächsten Pflegeschritte. Und damit Eure dienlichen Gartengeräte die kalten Monate gut überstehen, schaut in unserem Ratgeber Gartengeräte winterfest machen – so geht’s vorbei.

Dank intensiver Pflege sieht Euer Rasen im Frühling hoffentlich wieder frisch aus. Bildquelle: © Aaron Burden | unsplash.com

Verbrannten Rasen im Frühjahr wieder fit machen

Wenn im Frühling alles sprießt und gedeiht, geht es bei der Rasenpflege wieder los mit dem Vertikutieren. Diesmal bearbeitet Ihr die gesamte Fläche mit dem Lüfter und entfernt danach Moos, Unkraut und abgestorbene Flecken mit der Messerwalze. Falls noch Lücken im Gras vorhanden sind, streut erneut Samen aus.
Die jungen Frühlingshalme brauchen zum Saisonstart eine Portion Dünger, haltet Euch bei der Dosierung an die Anleitung auf der Verpackung. Bewässert den Rasen nach dem Düngen und an trockenen Tagen. Achtet darauf, nur morgens oder abends Wasser zu geben, um Brandflecken durch den Lupeneffekt der Wassertropfen zu vermeiden. Auch mähen solltet Ihr den Rasen nur, wenn sich die pralle Sonne verzogen hat.
Spätestens nach der Frühjahrspflege sollte Eure Rasenfläche wieder satt grün und dicht nachwachsen und ist bereit für die nächste Sommersaison.


Wenn Ihr wissen wollt, welche Arbeiten im Frühling sonst noch anstehen, geht auf unseren Ratgeber Checkliste für Gartenarbeiten im Frühling.

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