Kalaydoskop

Ratgeber Gitarre

Die Gitarre ist immer noch eines der beliebtesten Instrumente für Jung und Alt: Schnell lernt Ihr erste Akkorde und könnt schon bald Eure Lieblingslieder aus Pop, Rock und Jazz nachspielen. Wir stellen Euch dieses Instrument im Folgenden vor und erklären Euch, worauf es vor allem für Anfänger ankommt.

Gitarre lernen ist eine gute Idee!

Die Vorteile beim Erlernen eines Instruments liegen klar auf der Hand: Das Musizieren schult nicht nur Euer musikalisches Verständnis und erweitert Euren kulturellen Horizont, es fördert darüber hinaus Eure Konzentration, Euer Durchhalte- und Erinnerungsvermögen. Entscheidet Ihr Euch für eine Gitarre, bringt diese wiederum spezifische Vorteile mit sich. Ihre größte Besonderheit ist sicherlich Ihre Vielseitigkeit! Die Welt, die Euch das Gitarrenspiel eröffnet, erstreckt sich von klassischer Musik bis Heavy Metal, von Country bis Jazz, von Pop bis zu Flamenco. Ihr habt die Wahl zwischen Akustik- und E-Gitarre, darüber hinaus zwischen vielen unterschiedlichen Gitarrenarten und noch mehr verschiedenen Techniken. Zudem macht das Gitarrenspiel sowohl alleine, als auch zu mehreren großen Spaß. Die Gitarre ermöglicht es Euch, Eure Lieblingslieder zu spielen oder eigene Kompositionen zu erarbeiten.

In welchem Alter Ihr Gitarre lernen könnt

Wie alt Ihr seid, wenn Ihr mit dem Gitarrenspiel beginnt, spielt kaum eine Rolle. Groß und Klein haben Freude am Musizieren und die Gitarre ist dabei gar nicht so schwer zu erlernen. Ihr werdet vor allem zu Beginn schnell Fortschritte machen und die ersten Akkorde spielen können.
Dennoch bringen verschiedene Altersstufen ihre jeweils eigenen Vor- und Nachteile mit sich: Lernen Kinder grundsätzlich schneller und können sich musikalische Grundlagen besser einprägen, so tun sich Jugendliche und Erwachsene mit der Technik deutlich leichter. Immerhin müssen die Akkorde richtig gegriffen werden, wozu Ihr Eure Finger weit auf dem Gitarrenhals spreizen müsst.
Auch wenn es für Kinder Gitarren in angemessenen Größen gibt, fällt das Spreizen der Finger mit größeren Händen leichter. Außerdem haben Jugendliche und Erwachsene deutlich mehr Fingerkraft, die notwendig ist, um die Saiten richtig auf den Hals zu drücken und so beim Anspielen einen satten Klang zu erzeugen. Zu Fingerfertigkeit und Kraft kommt noch die Koordinationsfähigkeit: Während Ihr mit der einen Hand die Akkorde greift, bestimmt Ihr mit der anderen Hand gleichzeitig den Takt und handhabt gegebenenfalls noch das Plektrum. Diese ganzen Abläufe verlangen große Konzentration und wer Fortschritte machen will, sollte täglich mindestens 20 Minuten am Stück üben. Da kleine Kinder bis zu sechs Jahren noch keine so lange Aufmerksamkeitsspanne aufweisen, solltet Ihr sie mithilfe musikalischer Früherziehung langsam auf das Gitarrenspiel vorbereiten.
Erst ab einem Alter zwischen sechs und acht Jahren sind Kinder dazu bereit, das Gitarrenspiel zu erlernen und Freude daran zu haben. Bevor Ihr jedoch eine Gitarre kauft und Euer Kind zum Musikunterricht anmeldet, solltet Ihr prüfen, ob Euer Kind überhaupt Lust auf Gitarre hat. Leiht Euch ein Instrument aus und nehmt an einer Probestunde teil. Ein Tag der offenen Tür ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, verschiedene Musikinstrumente auszuprobieren und zu sehen, woran Euer Kind tatsächlich Interesse hat. Nur wenn das Kind freiwillig am Musikunterricht teilnimmt und sein Instrument mag, wird es die nötige Motivation für den Unterricht und das Üben zu Hause aufbringen – und Spaß an der Sache haben! In unserem Ratgeber Musikinstrumente für Kinder geben wir Euch Tipps, was Ihr beachten solltet um Euer Kind für ein Instrument zu begeistern.

Der Aufbau einer Gitarre

Wenn Ihr an eine Gitarre denkt, habt Ihr sicherlich das Instrument in seiner typischen Form im Kopf: Kopf, Hals und Korpus. Der Korpus, also der Körper der Gitarre, wird von der Bauform bestimmt. Bei der klassischen Gitarre besteht er aus Holz und ist somit ziemlich leicht, zudem ist die Form geschwungen und ähnelt einer Birne. Die Decke des Resonanzkörpers weist ein rundes Schallloch auf. Dieses Loch bewirkt, dass die beim Gitarrenspiel erzeugten Schwingungen nach vorne, also in den Raum transportiert werden und die Töne so gut zu hören sind. Bei Elektrogitarren erübrigt sich das Loch, da die Töne mittels eines Verstärkers transportiert werden. Unter dem Schallloch findet Ihr den Steg, auf dem die Saiten der Dicke nach befestigt sind.
Sie verlaufen über den Hals, auf dem ein Griffbrett aufgeleimt ist, welches wiederum in Bünde unterteilt ist. Die Bünde helfen Euch dabei, die Saiten so zu greifen, dass Ihr den gewünschten Ton auch trefft. Eingefasst sind die Saiten am oberen Ende des Halses in die Kerben des Sattels, damit sie gerade verlaufen und auch beim Spielen nicht verrutschen.
Am Kopf schließlich befinden sich sechs Wirbel, an denen je eine Saite befestigt ist. Durch das Drehen der Wirbel zieht Ihr die Saiten entweder stramm oder lasst etwas nach und stimmt sie somit. Ihr geht dabei wie bei anderen Instrumenten auch vom Kammerton A aus und stimmt Eure Saiten dem Standard entsprechend auf die Töne E, A, D, G, H und E.
Manche Gitarrenarten, hauptsächlich E-Gitarren und halbakustische Modelle, verfügen über einen sogenannten Cutaway. Hierbei handelt es sich um einen Ausschnitt am Korpus am Ansatz des Gitarrenhalses. Aufgrund dieser Vertiefung kann die greifende Hand weiter nach unten rutschen und so leichter die besonders hohen Töne greifen.

Eine E-Gitarre hat ihren ganz eigenen Reiz. Bildquelle: © congerdesign | pixabay.com

Die verschiedenen Gitarrenarten

Es gibt selbstverständlich verschiedene Gitarrenarten, die in Bauart und Form von der typischen, klassischen Gitarre abweichen. Zuallererst einmal sind Gitarren in Akustikgitarren und Elektrische Gitarren unterteilt, doch gibt es weitere Gitarrentypen. Die gängigsten sind Konzertgitarren, Westerngitarren, Elektroakustische Gitarren (Elektroakustik) und Semiakustische Gitarren (Halbakustik, Halbresonanzgitarre). Zu den E-Gitarren zählen des Weiteren Jazzgitarre, Baritongitarre, E-Bass und die korpuslose Silent oder auch Traveler Guitar.
Darüber hinaus gibt es Gitarren mit ganz speziellen Bauformen, wie etwa die Kindergitarre: Sie ist im Grunde eine ganz normale akustische Gitarre, nur eben kleiner und für Kinderhände greifbar. Andere Gitarren, die eine bestimmte Bauform aufweisen, sind die Flamencogitarre, die Schlag-Gitarre, die Gitarre speziell für Linkshänder, Gitarren mit erweitertem Tonumfang (etwa die Zwölfsaitige Gitarre), sowie die Doppelhalsgitarre.

Eine gute Gitarre für Anfänger

Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einer klassischen Akustikgitarre einzusteigen: Mit ihren Nylonsaiten und dem verhältnismäßig breiten Griffbrett lässt sie sich leichter greifen als andere Gitarrenmodelle. Normalerweise spielen Erwachsene auf einer 4/4-Version, also einer Gitarre mit der vollen Mensur von 65 Zentimetern zwischen Sattel und Steg. Diese ist jedoch nicht unter allen Umständen optimal für Euch: Probiert deshalb im Fachhandel aus, ob Ihr eine 7/8-Gitarre mit 62 Zentimetern angenehmer in der Handhabung findet.
Wenn Ihr gerade erst einsteigt, lohnt es sich, auf ein günstigeres Modell zurückzugreifen. Zwischen 70 und 100 Euro solltet Ihr einkalkulieren. Bauart und Material wirken sich natürlich auf den Klang Eures Instruments aus. Wollt Ihr also von Anfang an einen guten, satten Klang genießen, solltet Ihr in eine Gitarre aus Massivholz investieren: Zwischen 200 und 500 Euro wird Euch ein solches Instrument kosten.
Gitarren werden aus verschiedenen, teilweise luxuriösen und dementsprechend kostspieligen Hölzern gebaut. Neben heimischer Erle, Esche, Linde, Fichte und Ahorn werden so auch Holzarten wie Palisander, Ebenholz oder Sumpfesche verbaut. Bitte bezieht den Nachhaltigkeitsgedanken in Eure Kaufentscheidung ein: Für Anfänger beispielsweise ist eine Gitarre aus Fichte völlig ausreichend!
Beim Gitarrenspiel habt Ihr zwei Möglichkeiten: Entweder, Ihr spielt mit den Fingern, oder aber Ihr nutzt ein Plektrum. Anfänger machen sich mit beiden Techniken vertraut und finden so heraus, welches Spiel ihnen mehr liegt. Welches jedoch das beste Plektrum für Anfänger ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Grundsätzlich erzeugen dünne, biegsamere Plektren einen weicheren und dickere einen härteren Klang. Für Nylonsaiten bei einer Akustikgitarre ist ein stärkeres Plektrum empfehlenswert, weil die Saiten aufgrund der Materialeigenschaften recht flexibel und mit wenig Druck aufgezogen sind. Wichtig ist vor allem, dass Euer Plektrum griffig ist und Euch nicht ständig aus den Fingern rutscht.

Gitarren für Kinder

Wollt Ihr eine Gitarre für Euer Kind kaufen, kommt es vor allem auf die Größe an. Kindergitarren gibt es in verschiedenen Abmessungen, die im Verhältnis zur Mensur von 65 Zentimetern bei einer üblichen 4/4-Version für Erwachsene berechnet wird. Es kommt natürlich auf das Kind und dessen Körpergröße an, jedoch ist für kleine Kinder zwischen vier und sechs Jahren eine ¼-Gitarre mit einer Mensur von 40 Zentimetern gängig. Zwischen sieben und acht Jahren darf es ruhig schon eine ½-Gitarre mit 48 Zentimetern sein, zwischen acht und zehn Jahren eine ¾-Gitarre und für Kinder ab elf Jahren die klassische 4/4-Gitarre. Probiert die Gitarre vor dem Einkauf aus; falls Ihr Euch bezüglich der Größe aber nicht sicher seid, bieten viele Musikschulen auch einen Verleih an.

Gitarren für Kinder gibt es in vielen Größen. Bildquelle: © Pezibear | pixabay.com

Was Ihr gleich zu Beginn lernen solltet

Habt Ihr Euch für eine Gitarre entschieden, stellt sich die Frage nach dem Unterricht. Egal, ob Ihr Gitarre im Gruppenunterricht, im Einzelunterricht oder im Selbststudium lernt: Mit den folgenden Punkten müsst Ihr Euch gleich zu Beginn vertraut machen.

Haltung

Wichtig ist zuallererst einmal die Haltung, die sich je nach Gitarrentyp unterscheidet. Beginnt Ihr mit der klassischen Akustikgitarre, sollte sie im 45-Grad-Winkel nach oben zeigen. Dazu stellt Ihr den linken Fuß auf eine Fußbank, damit das linke Knie höher ist als das rechte. Die Gitarre stützt Ihr anschließend auf den Oberschenkeln ab und erzielt so den gewünschten Winkel.

Technik

Nun geht es an die Anschlagtechnik: Der Einstieg erfolgt mit dem Zupfen und dem Schlagen, dem sogenannten Strumming. Beim Zupfen schlagt Ihr einzelne Saiten an und könnt so Melodien spielen. Mit der Schlagtechnik wiederum schlagt Ihr mehrere Saiten auf einmal an und bringt sie zum Schwingen, sodass ein Akkord erklingt.

Töne

Um einen Akkord spielen zu können, müsst Ihr wissen, wo welcher Ton liegt. Die Standardstimmung haben wir bereits eingangs erwähnt: Die oberste Saite ist zugleich die dickste und am tiefsten klingende. Sie wird auf den Ton E gestimmt. Die folgenden Saiten weisen jeweils die Stimmung A, D, G, H und E auf. Gute Eselsbrücken, um sich die Stimmung zu merken, sind Sprüche wie zum Beispiel: Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen. Habt Ihr die Gitarre richtig gestimmt, erklingt der entsprechende Ton, sobald Ihr eine Saite leer anschlagt. Nun stellt sich aber immer noch die Frage, wo alle anderen Töne liegen. Hier hilft die Bundierung des Griffbretts, sie entspricht nämlich der chromatischen Tonleiter: C, C#, D, D#, E, F, F#, G, A, A#, B, C. Das bedeutet, dass jeder Bund eine Note markiert, die um einen Halbton höher ist, als die Note des vorherigen Bunds. Wenn Ihr also beispielsweise die E-Saite leer anschlagt, hört Ihr ein E. Greift Ihr die E-Saite auf dem ersten Bund, erklingt ein F, und so weiter.

Akkorde und Riffs

Zu den Akkorden gehört auch das Riff: Es bezeichnet ein kurzes, besonders einprägsames Motiv mit hohem Wiedererkennungswert, das in einem Lied an mehreren Stellen wiederholt wird. In den verschiedenen Spielarten der Blues- und Rockmusik werden Riffs, auch Powerchords genannt, oftmals schon im Intro vorgestellt und geben so den Ton für das gesamte Lied an. Normalerweise sind sie ein bis vier Takte lang, manchmal aber auch länger, und bestehen entweder aus einzelnen Tönen oder Zweiklängen.

Tabs

Um bald schon Lieder vom Blatt spielen zu können, müsst Ihr Euch mit der Notation befassen, die bei der Gitarre entweder mit Noten im Violinschlüssel oder aber mit Tabulaturen erfolgt. Das Notationssystem mit Tabs ähnelt der bekannten Notenschrift zwar, ist jedoch leichter zu lesen. Tabs stellen nämlich die sechs Saiten der Gitarre dar und werden gemäß den Grundtönen der Saiten notiert; die folgende Ziffer bezeichnet wiederum den Bund, in welchem die jeweilige Saite gegriffen werden soll. Besonders vorteilhaft erweisen sich Tabs für Melodien, da sie das Muster darstellen, demzufolge ein Lied gezupft wird. Aber auch Akkorde werden mithilfe von Tabs dargestellt, indem die Zahlen untereinander notiert werden. Bestimmte Symbole und Buchstaben geben Euch darüber hinaus Hinweise darauf, mit welcher Technik die Töne gespielt werden sollen. So zeigt / beispielsweise einen Aufwärtsslide an. Einen Nachteil haben die Tabs jedoch: Sie geben keine Auskunft über den Rhythmus oder die Geschwindigkeit, weshalb sie wenig hilfreich sind, wenn Ihr ein Lied zum ersten Mal spielen wollt, ohne es vorher gehört zu haben.

Modes

Auch wenn die Bundierung Eures Instruments der chromatischen Tonleiter entspricht, werdet Ihr an den unterschiedlichen Modes nicht vorbeikommen, wenn Ihr verschiedene Lieder lernen wollt. Mit Modes sind die Modalen Tonleitern gemeint. Da sie die Töne der alten Kirchentonarten übernehmen und nach ihnen benannt sind, werden sie oft auch als Kirchentonleitern bezeichnet. Alle Kirchentonleitern lassen sich entweder dem Tongeschlecht Dur oder Moll zuweisen. Die Modi Ionisch und Aeloisch sind die Vorgänger für Dur und Moll; die jeweiligen Tonleitern sind dementsprechend gleich.
Das Besondere an den weiteren Kirchentonleitern Dorisch, Phrygisch (Dur) und Lydisch, Mixolydisch (Moll) ist, dass sie sich trotz der Ähnlichkeit zur Dur- oder Molltonleiter durch eine bestimmte Tonstufe von ihnen unterscheiden. Der Lokrische Modus bildet eine Ausnahme, indem er sich durch zwei Tonstufen von der Molltonleiter unterscheidet, und zwar die zweite und fünfte. Die Modes sind vor allem in den Bereichen Jazz und Blues von Bedeutung und verleihen der Musik teilweise einen exotischen Klang.

Nicht nur der Korpus, sondern auch der Hals, die Saiten, das Griffbrett und die Bundstäbchen wollen gepflegt werden. Bildquelle: © ignatsevichserg | pixabay.com

Die richtige Pflege für Eure Gitarre

Damit Ihr lange Freude an Eurer Akustikgitarre habt, solltet Ihr sie richtig pflegen. Dazu gehört unter anderem die Reinigung des lackierten Korpus. Auf unter dem Begriff „Polish“ angebotene Produkte solltet Ihr verzichten, da sie eher für E-Gitarren gedacht sind. Akustikgitarren weisen eine nur sehr dünne Lackschicht auf, die durch den Gebrauch von aggressiven Reinigungsmitteln Schaden nehmen könnte. Reinigt sie ganz einfach mit einem feuchten Tuch und wischt mit einem Mikrofasertuch noch einmal trocken über den Lack. Bei hartnäckigem Schmutz gebt Ihr ein wenig Schmierseife ins Wasser. Ab und zu bringt Ihr den Lack des Korpus und des Halses mit ein wenig Lemon-Oil wieder auf Hochglanz. Bei einem unlackierten Hals greift Ihr ebenfalls zu Lemon-Oil: Es entfernt nur den oberflächlichen Schmutz, ohne das Holz anzugreifen.

Auch die Saiten wollen gepflegt werden

Auch die Saiten der Gitarre solltet Ihr regelmäßig säubern, damit sich kein Schweiß und Schmutz ansammelt. Mit regelmäßig ist an dieser Stelle gemeint: nach jedem Gebrauch! Tragt am besten ein fusselfreies Tuch mit im Gitarrenkoffer und wischt einmal über das Griffbrett und noch einmal über jede einzelne Saite. Auch hier stehen Euch spezielle Reinigungsmittel zur Verfügung, welche die Saiten langfristig vor Ablagerungen schützen. Achtet bei beschichteten Saiten auf die Angaben des Herstellers, bevor Ihr zu einem solchen Reinigungsmittel greift. Übrigens gilt bei der Klassikgitarre: Alle zwei Monate solltet Ihr die Saiten wechseln, selbst wenn Ihr nicht regelmäßig spielt. Saiten verlieren nach einer bestimmten Zeit an Stabilität und scheppern beim Spielen an den Bünden, weshalb ein regelmäßiger Saitenwechsel auf jeden Fall notwendig ist.

Reinigt auch das Griffbrett

Griffbretter aus lackiertem Ahorn sind naturgemäß am leichtesten zu reinigen – einmal mit einer Standard-Gitarrenpolitur darüber gewischt, ist diese Arbeit schon erledigt. Spezielles Griffbrett-Öl sorgt für eine ordentliche Reinigung auch von nicht-lackierten Griffbrettern: Ihr gebt ein paar Tropfen des Öls auf ein fusselfreies Tuch und arbeitet es unter leichtem Druck in das Holz ein. Hartnäckiger Schmutz sammelt sich besonders gerne um die Bundstäbchen herum. Hier gebt Ihr das Öl direkt auf das Holz und lasst es maximal eine Stunde lang einwirken, bevor Ihr es mit dem Tuch wieder entfernt. Oxidieren die Bundstäbchen im Laufe der Zeit, entfernt Ihr die Saiten und klebt das Holz ab. Anschließend könnt Ihr die Stäbchen mit Edelstahlpolitur reinigen.
So lagert Ihr Eure Gitarre richtig
Zur guten Pflege gehört auch die richtige Lagerung Eurer Gitarre. Da Eure Akustikgitarre aus dem lebendigen Material Holz besteht, reagiert sie auf Temperaturen, Feuchtigkeit und Lichtverhältnisse. Optimal sind eine durchschnittliche Zimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit. Die beste Art, Eure Gitarre sicher vor Schmutz, Schäden und klimatischen Schwankungen aufzubewahren, ist ein gepolsterter Gitarrenkoffer. Eine Gitarrentasche ist zwar günstiger als ein Koffer und schützt das Instrument vor Schmutz, besser jedoch sind gepolsterte Gigbags, die auch Temperaturschwankungen ausgleichen. Wollt Ihr die Gitarre nur zwischendurch ablegen, um ein wenig später weiterzuspielen, eignet sich ein stabiler Gitarrenständer. Wandvorrichtungen sind nur bedingt empfehlenswert: Je nachdem, wohin die Wand ausgerichtet ist, kann die Temperatur sich negativ auf das Instrument auswirken. Zudem schrammt Ihr beim Aufhängen oder Abnehmen vielleicht aus Versehen an der Wand entlang und beschädigt die Oberfläche Eurer Gitarre. Nutzt zu Hause also lieber einen Gitarrenständer und zum Transport zum Unterricht einen Gitarrenkoffer oder Gigbag.

Tipp: Wenn Ihr noch etwas Neues ausprobieren möchtet, dann schaut in unserem Ratgeber Keyboard vorbei.

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