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Ratgeber Laptop und Notebook

Notebooks und Laptops erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Laut Angaben des Statistischen Bundesamt waren im Jahr 2017 ganze 70,8 Prozent der deutschen Haushalte mit einem Gerät ausgestattet. Die tragbaren Computer eignen sich nicht nur für den privaten Gebrauch, sondern ersetzen mit der richtigen Ausstattung mittlerweile immer häufiger stationäre Desktop-PCs und erlauben zeitgemäßes, flexibles und mobiles Arbeiten. Wir geben Euch im Folgenden eine Übersicht über alle wichtigen Kriterien, die ein Laptop erfüllen muss und helfen Euch dabei, das richtige Notebook für Eure Bedürfnisse zu finden.

Unterschiede zwischen Laptop und Notebook

Laptop oder Notebook: Obwohl diese beiden Bezeichnungen oftmals synonym gebraucht werden, handelt es sich in der Tat um verschiedene Geräte. Allein von den Begriffen lässt sich in etwa ableiten, welche Funktion das jeweilige Gerät hauptsächlich erfüllen soll. Laptop bedeutet frei übertragen so viel wie „Schoßrechner“ – es handelt sich also um einen Rechner, den man auf dem Schoß ablegen und abseits vom Schreibtisch arbeiten kann. Notebook wiederum bedeutet „Notizbuch“: So lässt sich ein Notebook problemlos in die Tasche stecken und überall hin mitnehmen.
Der Laptop, seltener auch das Laptop, war vor allem zu Beginn deutlich größer und schwerer als das Notebook, dafür konnte er aber auch einen Desktop-PC so gut wie vollständig ersetzen. Denn das Gewicht und die Größe brachten auch Vorteile mit sich: ein optisches Laufwerk, viele Schnittstellen, einen großen Bildschirm und eine hohe Rechenleistung. Notebooks waren zwar kleiner, leichter und somit flexibler, konnten einen PC jedoch wegen der abgespeckten Ausstattung kaum ersetzen.
Mittlerweile sind die Unterschiede zwischen Laptops und Notebooks verschwindend gering. Das liegt unter anderem an der rasanten Entwicklung immer leistungsfähigerer Prozessoren und daran, dass CD-Laufwerke kaum mehr benötigt werden. Ein entscheidender Grund sind aber auch die steigenden Herausforderungen der flexiblen und mobilen Arbeitswelt: Diesen wollen die Hersteller gerecht werden, indem sie kleine und leichte Geräte anbieten, die gleichzeitig voll ausgestattet sind und mit einer stabilen Höchstrechenleistung überzeugen. War es früher also falsch, die Begriffe Laptop und Notebook synonym zu verwenden, erübrigt sich eine Unterscheidung heutzutage, weshalb auch wir im Folgenden darauf verzichten wollen.

Mit diesen Kosten müsst Ihr für ein Notebook rechnen

Bei den Kosten für ein Notebook sind vor allem die verarbeiteten Komponenten ausschlaggebend: Dazu gehören beispielsweise das Display, die Grafikkarte, der Prozessor und die Festplatte. Günstige Modelle sind bereits unter 300 Euro erhältlich; es gilt allerdings zu beachten, dass bei solchen Geräten an der Qualität der eben genannten Komponenten gespart wird, um die Kosten gering zu halten.
Möchtet Ihr Euer Laptop nur als Zweitgerät nutzen oder benötigt Ihr es nur für einfache Office-Anwendungen wie etwa Textverarbeitung oder das Lesen und Schreiben von E-Mails, ist ein günstiges Notebook völlig ausreichend. Wollt Ihr allerdings PC-Games am Laptop spielen, werdet Ihr an einem günstigen Gerät keine Freude haben. Hier lohnt es sich, mehr zu investieren oder ein gut erhaltenes gebrauchtes Gerät zu kaufen. Billig sind Gaming-Notebooks nämlich keinesfalls: Mindestens 500 Euro müsst Ihr einkalkulieren, besonders hochwertige Modelle schlagen aber mit Preisen von über 2000 Euro zu Buche.
Eine Möglichkeit, Geld zu sparen, ist sicherlich die Investition in ein gut erhaltenes, gebrauchtes Gerät. Ihr könnt aber auch Schnäppchen machen, wenn Ihr zum richtigen Zeitpunkt nach einem Laptop sucht.

Der richtige Zeitpunkt für den Laptop-Kauf

Generell gibt es bessere und schlechtere Zeitpunkte zum Einkaufen. Bei Kleidung beispielsweise solltet Ihr antizyklisch shoppen, also Sommerkleidung beispielsweise im Winter kaufen oder andersherum. Ein guter Tipp für die Anschaffung eines Notebooks ist der Black Friday, der immer einen Tag nach dem US-amerikanischen Erntedankfest stattfindet und somit im Jahr 2018 auf den 23. November, 2019 auf den 29. November fällt. Auch in Deutschland ist dies einer der wichtigsten Shopping-Tage und Ihr könnt eine Menge Geld beim Kauf eines Laptops sparen. Händler wie etwa Amazon, MediaMarkt und Saturn beteiligen sich und bieten Euch eine große Auswahl an vergünstigten Geräten. Bevor Ihr am Black Friday jedoch zuschlagt, solltet Ihr unbedingt die Preise vergleichen, denn jeder Händler entwickelt sein eigenes Schnäppchenangebot.
Insgesamt eignet sich der Herbst gut für die Suche nach Schnäppchen, der Januar erweist sich jedoch als bester Monat, um nach einem günstigen Gerät Ausschau zu halten. Laut den Auswertungen verschiedener Vergleichsportale habt Ihr nach Weihnachten die Möglichkeit, bis zu zwei Prozent vom ursprünglichen Verkaufspreis zu sparen.

Es lohnt sich am Black Friday Angebote zu vergleichen und so Euren Wunsch-Laptop günstiger zu bekommen! Bildquelle: © Wokandapix | pixabay.com

Gute Alternativen zum MacBook

Der Mythos um Apple und das MacBook spukt immer noch in vielen Köpfen herum. Die Wahrheit ist aber, dass andere Hersteller ebenso hochwertige Laptops mit Windows-Betriebssystem im Angebot haben. Ganz vorne mit dabei bei den 15-Zoll-Notebooks sind beispielsweise Lenovo und Asus mit dem ThinkPad P51 20HH0016GE und dem ZenBook Pro 15 UX580GE. Als Alternative zum MacBook Pro 13 empfiehlt die Redaktion von notebookcheck.de das Lenovo ThinkPad T480-20L6S01V00 oder den Acer TravelMate p648-G2-M-73T0. Leider stellen diese Modelle nur eine Alternative hinsichtlich des Herstellers und Betriebssystems dar: Preislich liegen all diese hochwertigen Modelle im selben Segment wie die MacBooks.

Der passende Laptop für Eure Bedürfnisse

Welcher Laptop am besten zu Euch passt, kommt ganz auf Eure Bedürfnisse an. Benötigt Ihr ihn als Arbeitsmittel oder nur zum privaten Gebrauch? Wollt Ihr lieber Filme sehen und Musik hören oder spielt Ihr gerne anspruchsvolle PC-Games? Jedes Einsatzgebiet bringt bestimmte Anforderungen an die Ausstattung mit sich.
Braucht Ihr beispielsweise ein Notebook für die Schule und das Studium, sind ein geringes Gewicht, eine lange Akkulaufzeit, ein Arbeitsspeicher mit mindestens 4 GB und ausreichend Speicherplatz unumgänglich. Arbeitet Ihr mit vielen unterschiedlichen und anspruchsvollen Programmen, ist auch ein leistungsfähiger Prozessor vonnöten. Je nach Studiengang kann auch eine hochwertige Grafikkarte wichtig sein, so zum Beispiel beim Grafikdesign, den Ingenieurwissenschaften oder der Architektur.
Wie Ihr seht, gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, welches Notebook das beste ist. Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Bauarten, Einsatzbereichen und einzelnen Komponenten. Im Folgenden haben wir deshalb einen Überblick mit allen wichtigen Einzelheiten für Euch erstellt. Anhand dieser Informationen findet Ihr heraus, auf was Ihr beim Einkauf Eures neuen Laptops achten solltet.

Die verschiedenen Notebook-Typen

Unterscheiden lassen sich Notebook-Typen zum einen nach Funktionalität, zum anderen nach der Bauart. Je nach Einsatzbereich ist deshalb ein Gaming-Notebook, Multimedia-Notebook oder Business-Notebook vorzuziehen.

Notebooks für jeden Zweck

Bei Gaming-Notebooks beispielsweise handelt es sich um High-End-Geräte: Zur Ausstattung gehören neben einem hochauflösenden Display auch ein besonders effizienter Prozessor sowie eine erstklassige Grafikkarte. Die hochwertige Ausstattung hat aber auch ihre Nachteile, denn Gaming-Notebooks weisen ein recht hohes Gewicht und eine niedrige Akkulaufzeit auf.
Multimedia-Notebooks sind im Vergleich leichter und punkten mit einer durchschnittlichen Akkulaufzeit. Ein solches Notebook ist das richtige für Euch, wenn Ihr es benötigt, um Musik zu hören, Filme zu sehen und einfache Spiele zu spielen. Praktischerweise verfügen diese Modelle über zahlreiche Schnittstellen, sodass Ihr sie mit anderen Geräten verbinden könnt, beispielsweise mit Eurem Fernseher oder Eurer Lautsprecheranlage.
Berufstätige, die ein mobiles Arbeitsmittel benötigen, greifen bevorzugt zu einem Business-Notebook. Dieses ist aufgrund des geringen Gewichts leicht zu transportieren und überzeugen zudem mit einer langen Akkulaufzeit. Alle Office-Anwendungen können problemlos ausgeführt werden und spezielle Sicherheitsfeatures erlauben es Euch, sensible Firmendaten zu sichern. Der Nachteil an diesem Notebook-Typ ist die stark begrenzte Anzahl an Schnittstellen, weshalb ein solches Gerät nicht für Multimedia-Anwendungen geeignet ist.

Ein Business-Notebook ist leichter als gewöhnliche Laptops und lässt sich daher gut zu jedem Meeting mitnehmen. Bildquelle: © rawpixel | unsplash.com

Notebooks nach Bauart

Zwei Bauformen stehen Euch neben dem herkömmlichen Notebook-Modell zur Auswahl: Die sogenannten Subnotebooks sind besonders flach und leicht, Convertibles wiederum sind Notebook und Tablet in einem Gerät. Beide Bauarten bieten Euch Mobilität, sind jedoch nur bedingt als Ersatz für einen Desktop-PC geeignet, so zum Beispiel wegen des kleinen Bildschirms. Ist das Display jedoch der einzige Wermutstropfen, könnt Ihr Euch bei Bedarf eines externen Bildschirms bedienen.

Subnotebooks

Subnotebooks, zu denen auch das von Intel entworfene Ultrabook gehört, sind aufgrund des Verzichts auf Festplatten und die Verarbeitung von Leichtbau-Akkus mit etwa 2 Kilogramm deutlich leichter als übliche Notebooks. Zumeist handelt es sich um bereits erwähnte Multimedia-Notebooks mit einer guten Grafikkarte, die aber auch alle gängigen Office-Tätigkeiten problemlos ermöglichen. Neben dem geringen Gewicht ist auch die lange Akkulaufzeit positiv zu erwähnen.

Convertibles

Ein Convertible kombiniert die Vorzüge von Tablets und Laptops: Mit nur wenigen Handgriffen baut Ihr das 2-in-1-Gerät in das eine oder das andere Modell um und genießt selbst unterwegs ein Höchstmaß an Flexibilität. Zudem erspart Ihr Euch eine lästige Synchronisation zwischen Tablet und PC. Ihr habt die Wahl zwischen Convertibles mit drehbarem und mit abnehmbarem Touchscreen-Bildschirm.
Beachtet, dass beide Ausführungen auf ein optisches Laufwerk verzichten und hauptsächlich für Office- und Multimediaanwendungen konzipiert sind. Anspruchsvolle Leistungen wie etwa die Fotobearbeitung sind nur bedingt zu leisten. Aufgrund der speziellen Bauart – ein Großteil der Hardware befindet sich im Bildschirm – ist es kaum möglich, einzelne Komponenten zu ersetzen. Convertibles sind leichter als herkömmliche Notebooks, aber schwerer als Tablets. Zudem ist die Akkulaufzeit im Vergleich zu Tablets geringer, im Vergleich zu Notebooks jedoch höher.

Was es beim Kauf eines Laptops zu beachten gilt

Beim Kauf eines neuen Laptops mehrere Faktoren zu beachten. Grundsätzlich solltet Ihr Euch genau über die Ausstattung informieren und prüfen, ob sie Euren Anforderungen an das Notebook entspricht. Die wichtigste Frage lautet also: Wozu benötigt Ihr den Laptop? Je mehr Ihr mit dem Notebook vorhabt, desto wichtiger sind die folgenden Komponenten.

Display

Bei der Auswahl des Displays kommt es auf die Beschaffenheit und die Auflösung an. Während günstigere Notebooks noch immer mit glänzenden und somit reflektierenden Displays ausgestattet sind, überzeugen teurere Modelle meist mit entspiegelten oder zumindest matten Bildschirmen. Diese erweisen sich vor allem dann als vorteilhaft, wenn Ihr viel unterwegs seid und keinen Einfluss auf die vorherrschenden Lichtverhältnisse habt. Die Auflösung fällt ins Gewicht, sobald Ihr Fotos und Videos nicht nur ansehen, sondern auch bearbeiten möchtet. In diesem Fall ist von günstigen Geräten mit einer Auflösung von 1366×720 Pixeln abzuraten. Besser geeignet sind Full-HD-Displays mit 1920×1080 Pixeln oder, bei besonders hohen Ansprüchen, gleich Ultra-HD-Displays mit einer Auflösung von 3840×2160 Pixeln – Letztere sind jedoch noch relativ neu auf dem Markt und wirken sich dementsprechend stark auf den Preis aus.

Grafikkarte

Für diejenigen unter Euch, die auf Ihrem Laptop vor allem Top-PC-Games wie etwa die Battlefield-Serie spielen möchten, ist die Grafikkarte eine entscheidende Komponente bei der Auswahl des Geräts. Ein flüssiges Spiel erlauben beispielsweise die Nvidia GeForce GTX Grafikkarten, die in Notebooks des mittleren Preissegments verarbeitet sind. Wer großen Wert auf messerscharfe Details legt, sollte sich für eine Ndivia Grafikkarte der GTX 10-Serie entscheiden oder gleich auf die neue Generation der GeForce-RTX-Grafikkarten desselben Herstellers setzen: Licht, Schatten und Reflexionen in Full HD werden noch besser dargestellt und erlauben ein intensives Spielerlebnis. Fällt Eure Wahl auf eine leistungsfähige und hochpreisige Grafikkarte und spielt Ihr gerne komplexe Games, sind übrigens auch ein großer Arbeitsspeicher und ein besonders rechenstarker Prozessor zu empfehlen.

Ob Display, Grafikkarte, Arbeitsspeicher, Prozessor oder Festplatte – beim Laptop kann alles individuell auf Euch abgestimmt werden. Bildquelle: © RemazteredStudio | pixabay.com

Arbeitsspeicher

Die optimale Größe des Arbeitsspeichers bestimmt vor allem Eure persönliche Nutzung des Geräts. Wollt Ihr Büroarbeiten erledigen, im Internet surfen, Musik und Filme streamen, reicht grundsätzlich ein Arbeitsspeicher von 4 GB. Sobald Ihr jedoch Fotos bearbeiten möchtet, sind 8 GB notwendig. Da 8 GB mittlerweile als Standardgröße gelten, wirkt sich dieses Kriterium aber kaum negativ auf den Preis des Laptops aus. Entscheidet Ihr Euch dennoch für ein Modell mit nur 4 GB, sollte das Gerät zumindest die Möglichkeit bieten, ein zusätzliches Modul einzubauen. So kann Euer Laptop gegebenenfalls mit Euren steigenden Anforderungen mitwachsen und Ihr müsst nicht schon nach kurzer Zeit nach einem neuen Notebook suchen.

Prozessor

Die wichtigste Komponente Eures neuen Laptops ist zweifelsohne der Prozessor, da dieser in den meisten Fällen ein fester Bestandteil des Geräts und somit weder erweitert noch ersetzt werden kann. Nutzt Ihr das Notebook vor allem für alltägliche Arbeiten, fürs Surfen und Streamen und ab und zu für einfache Spiele, bieten günstige AMD-Prozessoren genug Leistung. Auf günstige Intel-Prozessoren solltet Ihr allerdings verzichten, da die Grafikeinheit im Vergleich zu AMD deutlich minderwertiger ist. Andersherum verhält es sich, wenn Ihr hochwertigere Prozessoren für Multimediaanwendungen braucht: Hier ist die Intel Core i-Serie zu bevorzugen. Sofern Ihr Fotos und Videos bearbeiten möchtet, ist ein Core i5 die richtige Wahl. Ein solcher Prozessor ist bereits in vielen Geräten unter 500 Euro verarbeitet. Je umfangreicher jedoch die Bild- und Videobearbeitung ist und je komplexer die Anwendungen und Programme, die Ihr nutzt, desto mehr empfiehlt sich ein Core i7-Prozessor.

Festplatte/SSD

Die Größe der Festplatte hängt davon ab, wie viel Speicherplatz Ihr benötigt. Es kommt also darauf an, ob Ihr viele Daten auf dem Laptop speichern und viele Programme installieren möchtet. Mittlerweile weisen selbst billige Laptops 500 GB starke Festplatten auf und bieten Euch somit ausreichend Platz. Dennoch ist davon abzuraten, alle Daten ausschließlich auf dem Notebook zu speichern: Stellt Euch nur vor, Euer mobiles Gerät wird gestohlen oder bekommt einen irreparablen Schaden ab und Ihr verliert all Eure Daten. Speichert deshalb sicherheitshalber alles auf einer externen Festplatte oder in einer Cloud. So sichert Ihr Eure Daten, macht aber auch Platz auf dem Laptop frei – im besten Fall benötigt Ihr dann gar keine Festplatte und entscheidet Euch für einen SSD-Speicher.
Herkömmliche Festplatten bringen nämlich durchaus Nachteile mit sich, so zum Beispiel eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit. Während Laptops mit Festplatte eine Minute zum Hochfahren brauchen, benötigen Notebooks mit SSD nur maximal 30 Sekunden. Zudem starten und arbeiten Programme auf solchen Geräten schneller, was sich positiv auf die Prozessorleistung und die Akkuentladung auswirkt. SSDs verbrauchen außerdem generell weniger Energie. Ein entscheidender Vorteil ist darüber hinaus, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten deutlich robuster sind: Erschütterungen oder gar Stürze, bei denen der Laptop zu Bruch geht, können SSDs nur selten etwas anhaben. Dementsprechend sind SSDs normalen Festplatten vorzuziehen. Laptops mit SSDs sind bereits im Niedrigpreissegment erhältlich, je höher Euer Budget, desto mehr Speicherkapazität bieten sie Euch jedoch. Optional entscheidet Ihr Euch für ein Notebook mit beiden Modulen: Bei einem solchen Gerät beherbergt der SSD das Betriebssystem und essenzielle Programme, die Festplatte bietet Platz für zusätzliche Anwendungen und Eure Dateien.

Ab wann ist ein Laptop für Kinder sinnvoll?

Viele Eltern fragen sich, ab wann ein Laptop für Ihr Kind sinnvoll und notwendig ist. Deutlich ist dabei eine starke Unsicherheit, denn Erwachsene sehen es lieber, wenn das Kind im Garten spielt, statt vor dem Bildschirm zu sitzen. Dennoch ist ein frühzeitiger Umgang mit der Welt der Computer durchaus von Vorteil, denn spätestens in der weiterführenden Schule sind die Hausaufgaben so komplex und umfangreich, dass Kinder im Internet recherchieren und Präsentationen am Rechner ausarbeiten müssen. Zudem ist der digitale Wandel in vollem Gange und die Zukunft wird noch viel stärker von der Technologie bestimmt werden.
Medienwissenschaftler wie beispielsweise Jochen Koubek sprechen sich deshalb dafür aus, Kinder schon früh mit dem Computer und dem Internet vertraut zu machen – eine genaue Altersangabe gibt es aber nicht. Es kommt ganz auf die Familie und deren Umgang mit dem Computer an. Beschäftigt Ihr Euch beruflich und privat viel mit Eurem Laptop, bindet Ihr Euer Kind spielerisch mit ein. Begleitet es auf seinen Erkundungstouren durch die Netzwelt oder spielt gemeinsam kindesaltersgerechte Spiele. Auch spezielle Lernsoftwares sind eine gute Idee, um Kindern den Umgang mit dem Computer näherzubringen. Wollt Ihr Eure Kleinen zusätzlich schützen, ist eine Kindersicherung mit Webfiltern, und Zeitlimits auf jeden Fall empfehlenswert.
Einen eigenen Laptop benötigen Kinder erst ab einem bestimmten Arbeitsumfang, den sie von der Schule aus leisten müssen. Geratet Ihr dann bei der Computer- und Internetnutzung in Konflikt miteinander, weil Euer Kind Hausaufgaben erledigen, Ihr aber eine Präsentation fürs Büro erstellen müsst, ist die Anschaffung eines zweiten Geräts sinnvoll.

Lernsoftware ist nicht nur informativ, sondern bringt Eurem Kind spielend den Umgang mit Computern näher. Bildquelle: © PublicDomainPictures | pixabay.com

Die richtige Pflege für Euer Notebook

Wie alle elektronischen Geräte will auch ein Laptop richtig gepflegt werden. Nur wenn Ihr darauf achtet, dass das Gerät nicht überhitzt, sauber bleibt und richtig aufgeladen ist, könnt Ihr Euch auf eine lange Lebensdauer verlassen. Wir geben Euch im Folgenden Tipps für die richtige Instandhaltung und erklären Euch, wie Ihr Euer altes Notebook korrekt entsorgt.

Warum wird mein Notebook heiß?

Bemerkt Ihr, dass Euer Notebook heiß wird, solltet Ihr dem Problem auf den Grund gehen und Abhilfe schaffen. Denn die Überhitzung Eures Laptops hat nicht zu vernachlässigende Konsequenzen: Zum einen erhöht sich die Absturzgefahr, zum anderen trägt die Hardware Schäden davon.
Entscheidend ist unter anderem die Unterlage, auf der das Notebook steht. So ist beispielsweise ein Kissen oder der Schoß nicht geeignet, denn die unebene, raue Oberfläche verhindert, dass die Laptoplüftung ordentlich arbeitet. Nutzt deshalb lieber spezielle Laptopkissen, wenn Ihr mit dem Laptop auf dem Schoß, auf der Couch oder im Bett seid. Diese weisen oben eine glatte, stabile Oberfläche und unten ein Kissen auf. Alternativ könnt Ihr Euch auch ganz leicht einen Laptophalter selber basteln. Schaut Euch dazu einfach unseren Ratgeber Laptophalter selber bauen an.
Steht Euer Laptop auf einer ebenen Oberfläche wie etwa Eurem Tisch und erhitzt sich dennoch übermäßig, muss möglicherweise der Lüfter gereinigt werden. Manche Notebooks sind vom Hersteller mit einer speziellen Reinigungssoftware versehen, effektiver ist aber sicherlich die manuelle Reinigung. Hierzu ist es allerdings notwendig, den Laptop aufzuschrauben – damit könnte jedoch die Garantie erlöschen. Deshalb solltet Ihr Euch sicherheitshalber beim Hersteller erkundigen, bevor Ihr selbst Hand anlegt.
Eine weitere Möglichkeit, die Temperatur des Notebooks zu senken, sind Laptop-Kühler. Die sogenannten Coolpads bestehen aus Lüftern, die das Gerät abkühlen sollen. Angeschlossen werden sie via USB. Meist reicht jedoch ein stabiler Laptop-Ständer, der das Gerät ein Stück vom Untergrund abhebt und somit die geräteeigene Belüftungsfunktion unterstützt.

So nicht! Nutzt ein Laptopkissen o.ä., wenn Ihr den Laptop auf rauen Oberflächen wie Sofas oder Eurem Schoß platziert. Bildquelle: © Life-Of-Pix | pixabay.com

Womit reinigt man das Notebook?

Die Reinigung Eures Laptops ist für eine lange Lebensdauer unumgänglich, die Frage ist nur, wie Ihr Euer Gerät auch richtig sauber macht. Vergesst nicht, das Notebook vorher auszuschalten und vom Strom zu trennen. Gegebenenfalls entfernt Ihr auch den Akku.
Für die Oberflächen und das Display verwendet Ihr einen TFT-Reiniger. Diesen sprüht Ihr auf ein Microfasertuch und wischt damit den Bildschirm ab. Für die Reinigung der Ecken bieten sich Wattestäbchen an. Achtung: Zu starker Druck auf den Bildschirm kann zu Schäden führen.
Die Tastatur ist am leichtesten zu reinigen, wenn Ihr sie vorher ausbaut; zwingend notwendig ist das aber nicht. Nehmt zur Reinigung entweder ein Druckluftspray oder arbeitet mit dem Staubsauger. Dazu schraubt Ihr einen Bürstenaufsatz auf und stellt die niedrigste Stufe ein. So entfernt Ihr erst einmal Staub und Krümel. Anschließend wischt Ihr die Tastatur und das Touchpad ebenso wie das Display mit einem Microfasertuch und einem TFT-Reiniger. Den Laptop-Lüfter und die Kühlrippen könnt Ihr ebenfalls vorsichtig absaugen, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
Nachdem Ihr den Laptop sauber gemacht habt, geht es an die Reinigung der Festplatte: Je mehr Datenmüll sich ansammelt, desto langsamer arbeitet das Gerät. Installiert dazu ein Programm, welches Datenmüll entsorgt, im Hintergrund laufende Programme und zerstückelte Dateien identifiziert und weitere Probleme behebt.

Die richtige Pflege für den Laptop-Akku

Laptop-Akkus bedürfen besonderer Pflege: Je besser Ihr den Akku behandelt, desto länger leistet er gute Dienste und Ihr könnt auf das lästige Kabel verzichten. Ein Mythos, der sich immer noch hartnäckig hält, ist, dass ein Akku vor dem nächsten Aufladen erst einmal vollständig entladen sein muss. Das ist so nicht ganz richtig. Allerdings solltet Ihr dennoch nicht permanent nachladen, denn die Hersteller gewährleisten lediglich eine begrenzte Anzahl an Lade- und Entladezyklen – unabhängig vom aktuellen Energievorrat. Deshalb ist es am besten, den Akku so lange zu nutzen, bis er (fast) leer ist. Anschließend ladet Ihr ihn ohne Unterbrechung vollständig wieder auf. So gewährleistet Ihr eine maximale Lebensdauer.

Wie Ihr alte Akkus und Laptops richtig entsorgt

Verliert der Akku Eures Laptops nach einer gewissen Zeit schließlich doch seine Kapazität, ist eine korrekte Entsorgung Pflicht – und diese findet nicht im Hausmüll statt. Ebenfalls zu beachten ist, dass Akkus vor der Entsorgung erst einmal gelagert werden müssen. Klebt die Kontakte ab und bewahrt den Akku in einer geschlossenen Plastiktüte auf. So verhindert Ihr, dass die Säure austritt, falls der Akku doch auslaufen sollte, und vermeidet Verletzungen.
Die Rücknahme von Akkus ist gesetzlich geregelt, was bedeutet, dass der Hersteller dazu verpflichtet ist, abgelaufene Akkus entgegenzunehmen und sie richtig zu entsorgen. Alternativ habt Ihr die Möglichkeit, Euren Laptop-Akku in einer speziell gekennzeichneten gelben Box im Baumarkt oder Elektromarkt zu entsorgen, falls der Weg dorthin näher ist.
Ist der Akku in Eurem Laptop fest verbaut, ist es notwendig, das ganze Gerät zu entsorgen. Am besten informiert Ihr Euch auf der Website Eurer Gemeinde: Hier findet Ihr Recyclinghöfe, bei denen Ihr Euer altes Notebook kostenfrei abgeben könnt. Vorab lohnt es, sich beim Hersteller zu erkundigen: Ist nur der Akku das Problem, das Notebook ansonsten aber noch leistungsfähig, ist ein simpler Akkutausch die bessere Alternative. Den Austausch von Akkus bieten manche Laptop-Hersteller gegen eine geringe Gebühr an, Ihr spart Euch also die Kosten für ein neues Gerät.

Mit dem Laptop am Flughafen

Plant Ihr eine Flugreise und wollt Euren Laptop mitnehmen, gilt es Einiges zu beachten. Zum einen empfiehlt es sich aus mehreren Gründen, das Gerät im Handgepäck zu transportieren. Die Regelungen für Handgepäck unterscheiden sich zwar von Airline zu Airline, eines gilt jedoch überall: Das Notebook muss bei der Sicherheitskontrolle ausgepackt und gesondert durch den Check gehen. Verpackt das Gerät also nicht umständlich, sondern haltet es griffbereit. So müsst Ihr nicht lange suchen und haltet den Betrieb nicht auf, was Euch nicht nur das Sicherheitspersonal, sondern auch Eure Mitreisenden danken werden.

Tipp: Sollten Euch Laptop oder Netbook zu groß sein, ist das kompakte Netbook die richtige Wahl. In unserem Ratgeber Netbook erklären wir, was ein Netbook ist und geben Tipps und Hinweise zu Kauf und Gebrauch.

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