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Ratgeber Monitor

Die meisten von uns verbringen viele Stunden vor dem Computer. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Euch für einen qualitativ hochwertigen Monitor entscheidet. Dieser sollte hinsichtlich Größe und Bildschirmauflösung Euren Ansprüchen gerecht werden und auf Eure PC-Nutzung abgestimmt sein. Wir geben Euch Tipps, worauf Ihr beim Kauf eines Monitors achten solltet.

Was ist wichtig beim Kauf eines Monitors?

Der Monitor ist der Bildschirm für den Computer, sprich: Alles, was der PC leistet, wird auf dem Monitor angezeigt und somit für uns anschaulich. Wer mit dem Computer arbeitet oder spielt, guckt auf das Display des Monitors – und das oftmals stundenlang. Deshalb ist es wichtig, dass wir einen Monitor haben, der so groß und hochauflösend ist, dass wir gut darauf schauen können, ohne unsere Augen und unser Gehirn zu überanstrengen. Ob für Bildbearbeitung, Gaming oder für die Büroarbeit – je nachdem, welchen Nutzen der Monitor erfüllen muss, verändern sich auch die Auswahlkriterien. Darüber hinaus ist es entscheidend, ob man einen PC oder einen Mac an den Bildschirm anschließen will. Und ob man seinen Computer vielleicht sogar mit mehreren Monitoren – so genanntes Multi Monitoring – verbinden möchte oder mehrere PCs über einen Monitor laufen lassen möchte. In diesen Fällen ist es wichtig, dass der Monitor über die entsprechenden Anschlüsse verfügt. Bevor Ihr Euch für einen Monitor entscheidet, solltet Ihr Euch also überlegen, welchen Zweck er erfüllen muss.

Welche Kaufkriterien sind beim Computer-Monitor maßgeblich?

Neben dem individuellen Nutzen und den persönlichen Ansprüchen sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Größe: Die Größe Eures Bildschirms sollte mindestens 22 Zoll (circa 56 cm) Bildschirmdiagonale betragen, damit ein effektives Arbeiten, also beispielsweise das parallele Öffnen mehrerer Fenster und Programme, möglich ist. So sind selbst kleine Schriften und Bildelemente gut zu erkennen.
  • Auflösung: Moderne Monitore haben eine Full HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) oder gar eine Ultra HD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel). Dadurch ist das Bild angenehm scharf und der Bildschirm eignet sich zum Schauen von Filmen und Videos ebenso wie zum Entziffern kleiner Schriften.
  • Kontrast: Ein gutes Kontrastverhältnis bringt ein klares Bild, satte Farben und ein angenehmes Licht mit sich. Der heutige Standard liegt bei guten Monitoren bei 1000:1. Das bedeutet, dass der Monitor einen weißen Bildpunkt 1000-mal heller darstellen kann als einen schwarzen Bildpunkt.
  • Reaktionszeit: Reaktionsschnelle Monitore liefern ein sauberes, klares Bild ganz ohne Schlieren, Verzerrungen oder andere negative Bildeffekte. Die Reaktionszeit sollte bei circa sechs Millisekunden liegen. Vor allem diejenigen, die ihren PC für Computerspiele oder zum TV-Schauen nutzen, sollten auf eine geringe Reaktionszeit Wert legen.
    Neben diesen technischen Kriterien ist es auch wichtig, dass der Monitor auf Euren Schreibtisch und Eure Größe abgestimmt ist. Idealerweise sollte er höhenverstellbar sein, damit Ihr gerade auf den Bildschirm schauen könnt. Bedenkt auch, dass Ihr mindestens 70 cm vom Bildschirm entfernt sitzen solltet, damit Eure Augen geschont werden und Ihr den kompletten Bildschirm gut erfassen könnt.

Welcher Monitor ist für Büroarbeit geeignet?

Wer seinen Monitor zur Büroarbeit nutzt, sollte auf eine große Bildschirmdiagonale und ein gutes Kontrastverhältnis Wert legen. Der scharfe Kontrast erleichtert das Lesen auf dem Bildschirm und schont so die Augen. Der große Bildschirm hingegen steigert die Effizienz, denn verschiedene Fenster können nebeneinander platziert werden. Das erspart Zeit beim Arbeiten und sorgt für einen guten Überblick.

Monitor Büro
Eine große Bildschirmdiagonale, erleichtert das Arbeiten im Büro. Bildquelle: © StartupStockPhotos | pixabay.com

Welcher Monitor ist für die Bildbearbeitung empfehlenswert?

Für Bildbearbeitung benötigt man einen qualitativ hochwertigen Monitor, denn es ist wichtig, dass man klare, satte Farben und eine exzellente Auflösung hat. Beim Arbeiten erleichtert ein großer Bildschirm den Arbeitsprozess, denn so können verschiedene Bildbearbeitungsprogramme parallel platziert werden. Viele Grafiker nutzen aber auch zwei Bildschirme, um noch effizienter und übersichtlicher arbeiten zu können. Bei der Dual-Monitor-Variante, oder auch Multi Monitoring genannt, ist es empfehlenswert, zwei Monitore von gleicher Qualität zu verwenden. Die meisten modernen Computer verfügen mittlerweile über zwei Monitorausgänge.

Welchen Monitor benötige ich für Gaming?

Wer viel an seinem Computer zockt, für den ist eine schnelle Reaktionszeit, eine gute Auflösung und eine überzeugende Grafik das A und O. Auch die Größe des Bildschirmes beeinflusst den Spielspaß: Alles zwischen 24 und 27 Zoll ist ideal – kleinere Monitore ziehen den Spieler nicht so in den Bann; bei größeren Modellen kann man aufgrund des geringen Sitzabstandes nicht mehr das ganze Bild erfassen. Viele Hersteller werben mit speziellen Gaming Monitoren, die auf die Bedürfnisse des Zockens angepasst sind, zum Beispiel hinsichtlich der entsprechenden Anschlussmöglichkeiten, aber auch bei der Auflösung. Besonders hochauflösend sind die 4K-Monitore mit ihrer Quad Full High Definition-Auflösung. Viele Gamer favorisieren einen so genannten Curved Monitor, also einen Monitor mit einer leichten Krümmung.

Gaming Monitor
Auch bei Gaming-Monitoren ist die richtige Größe wichtig, damit Ihr alles auf einen Blick erfassen könnt. Bildquelle: © Tomasz_Mikolajczyk | pixabay.com

Was ist ein Curved Monitor?

Beim Curved Monitor ist der Bildschirm leicht gekrümmt, sodass er quasi um den User herumreicht. Das hat zur Folge, dass man gerade beim Zocken oder bei Filmen das Gefühl hat, man wäre mitten im Geschehen. Das Panorama-Bild bzw. der Bildschirm ist an allen Punkten gleich weit vom Benutzer entfernt – dadurch kommt es zu keinen Verzerrungen, das Auge wird geschont und auch stundenlanges „Draufstarren“ wird angenehm.

Welche Anschlüsse am Monitor gibt es?

Je nachdem, wofür Ihr den Monitor nutzen wollt, benötigt Ihr die entsprechenden Anschlüsse. Die meisten modernen Monitore verfügen über diese Anschlüsse:

  • DVI (Digital Visual Interface): Dieser digitale Anschluss ist meistens weiß und verbindet den Monitor mit der Grafikkarte.
  • VGA (Video Graphics Array): Dieser analoge Anschluss ist meistens blau und verbindet den Monitor ebenfalls mit der Grafikkarte. Mittlerweile wird dieser Anschluss aber kaum noch genutzt.
  • HDMI (High Definition Multimedia Interface): Dieser Anschluss überträgt sowohl Bild als auch Ton.
  • DP (DisplayPort): Diese Schnittstelle überträgt ebenfalls Bild und Ton.
  • USB: Über den USB-A-Anschluss könnt Ihr Maus, Tastatur und natürlich auch einen USB-Stick anschließen; über den USB-B-Anschluss könnt Ihr den Monitor mit dem Computer verbinden.
  • Audio: Dieser Anschluss ist oftmals grün und verbindet das Audio-Signal des Computers mit den im Monitor integrierten Lautsprechern.

Womit reinige ich meinen Monitor am besten?

Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen lassen sich am besten mit einem leicht feuchten Mikrofaserdruck und ohne Druck abwischen. Für stärkere Verschmutzungen nehmt Ihr einen speziellen TFT-Reiniger, sprüht diesen auf ein Mikrofasertuch und wischt damit vorsichtig über den Monitor. Verwendet niemals zu viel Wasser und Flüssigkeiten und schaltet den Monitor vor der Reinigung unbedingt aus Sicherheitsgründen ab.

Sauberer Monitor
Damit Euer Bildschirm immer schön glänzt, solltet Ihr ihn regelmäßig putzen. Bildquelle: © Free-Photos | pixabay.com

Was kann ich tun, wenn mein Monitor flackert oder schwarz wird?

Zuallererst gilt es, die Ursache zu finden. Ist der Monitor defekt? Liegt es am Kabel? Oder an der Grafikkarte? Klarheit bekommt Ihr, wenn Ihr ein anderes Kabel verwendet oder den Monitor an einen anderen PC anschließt und so überprüft, ob der Monitor dann auch noch flackert. Vielleicht ist ein Anschluss nicht richtig eingestöpselt oder das Kabel hat einen Wackelkontakt und muss fixiert werden. So oder so ist es wichtig, den Fehler zu korrigieren und das Flimmern zu stoppen, da das Flackern die Augen auf Dauer stark belastet.

Warum soll ich meinen Monitor kalibrieren?

Wenn Ihr Euren Monitor kalibriert, erhaltet Ihr noch bessere, exaktere Farben und eine perfekte Darstellung der Helligkeit. Das ist besonders wichtig, wenn Ihr den Monitor zur Bildbearbeitung nutzt oder Filme über den PC laufen lasst. Die Kalibrierung kann in Eigenregie über das Bildschirmmenü durchgeführt werden.

Wie muss ich einen alten Monitor entsorgen?

Monitore zählen zum Elektroschrott und dürfen deshalb auf keinen Fall in den Hausmüll. Ihr könnt sie entweder als Sperrmüll anmelden und abholen lassen, zum Recyclinghof bringen oder zur Entsorgung direkt beim Hersteller wieder abgeben.

Wann sollte ich meinen alten Monitor gegen einen neuen austauschen?

Die Lebensdauer eines neuen Monitors beträgt mittlerweile gut zehn Jahre. Im Grunde könnt Ihr einen Monitor bedenkenlos nutzen, so lange er ein klares, helles Bild wiedergibt – ohne Flackern und Verzerrungen. Wenn das Bild und die Auflösung nicht mehr gut sind, sollte man sich allerdings umgehend ein neues Modell zulegen, um die Augen zu schonen.

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