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Ratgeber Netbook: Praktisches und günstiges Gerät für unterwegs

Tablet, Netbook oder Notebook – welches Gerät ist die beste Ergänzung zu einem Desktop-PC? Alle drei Varianten zeichnen sich durch Mobilität aus. Tablets weisen jedoch durchaus Einschränkungen auf, während Notebooks mit relativ hohen Preisen zu Buche schlagen. Das Netbook stellt eine preisgünstige und praktische Alternative dar, wenn es um mobiles Surfen und Arbeiten geht.

Was ist ein Netbook?

Hinter dem Begriff Netbook verbirgt sich nichts anderes, als ein bestimmter Typ von Notebook. Die charakteristischen Merkmale sind vor allem hohe Mobilität und ein vergleichsweise niedriger Preis. Diese kommen jedoch mit einem kleinen Wermutstropfen: Die Leistungsfähigkeit ist im Vergleich zu Notebooks und PCs deutlich eingeschränkt. Entwickelt wurden Netbooks vor allem zu dem Zweck, Nutzern ein mobiles Gerät mit an die Hand zu geben, mit dem sie unterwegs im Internet surfen können. Um uneingeschränkte Mobilität zu gewährleisten, verfügen Netbooks über eine Displaydiagonale von nur sieben bis maximal 11,6 Zoll und weisen ein Gewicht von etwa eineinhalb Kilogramm auf.

Netbooks sind mit einem Touchpad und einer Tastatur ausgestattet, selten jedoch mit einem Touchscreen. Auch weisen sie kein optisches Laufwerk auf. Kleine Festplatten, Einstiegsprozessoren und ein geringer Datenspeicher erlauben es den Herstellern, Netbooks zu den erwarteten geringen Preisen anzubieten. Da die Kommunikation mit dem Web im Vordergrund steht, sind in Netbooks WLAN-Modems, teilweise auch Bluetooth- und UMTS-Modulen eingebaut. Gängige Betriebssysteme sind einfache Linux- und Windows-Versionen, wobei es mittlerweile auch Android-Netbooks auf dem Markt gibt.

Das kann ein Netbook

Trotz der geringen Rechenleistung kann ein Netbook einiges: Vor allem wenn es darum geht, sich schnell im Internet zu informieren, punktet das kleine Gerät. Außerdem ist das Netbook mit den wichtigsten Werkzeugen ausgestattet, sodass Nutzer problemlos Texte verarbeiten, Tabellen kalkulieren, Präsentationen abrufen sowie Bilder und Videos in allen gängigen Formaten ansehen können.

Somit erweist sich die Mini-Version des Notebooks als praktisches Hilfsmittel für Studenten, Schüler und durchaus auch Geschäftsleute. Aufgrund der geringen Maße und des niedrigen Gewichts könnt Ihr Euer Netbook problemlos überall hin mitnehmen, Euch mit dem Internet verbinden und surfen. Dabei genießt Ihr eine relativ hohe Akkulaufzeit, denn das kleine Display und die geringe Rechenleistung verbrauchen wenig Energie. Infos und Tipps zur größeren Version verraten wir Euch in unserem Ratgeber Laptop und Notebook.

Was kostet ein Netbook?

Neue Netbooks erhaltet Ihr bereits zu einem Preis ab circa 199,00 Euro, so zum Beispiel Geräte der Marken ASUS oder Lenovo. Bei solchen Geräten müsst Ihr Euch allerdings auf kleine Arbeitsspeicher mit nur zwei Gigabyte gefasst machen. Eine gute Idee ist es auch, ein Netbook gebraucht zu kaufen. In unseren Kleinanzeigen stehen verschiedene Modelle zur Auswahl, sodass Ihr die Möglichkeit habt, ein günstiges Exemplar zu finden, das zudem Euren Anforderungen entspricht.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Netbook und Notebook

Ebenso wie ein Notebook ist auch ein Netbook kompakt und mobil. Es ermöglicht Euch außerdem, im Web zu surfen, Bilder und Videos anzusehen sowie Texte zu lesen und zu schreiben. Was jedoch unterscheidet das Netbook vom Notebook? Zuallererst einmal können wir festhalten: Ein Netbook ist kleiner, leichter, handlicher und deutlich günstiger als ein Notebook und verfügt darüber hinaus über eine hohe Akkulaufzeit. Diese Kriterien solltet Ihr bei Eurer Wahl im Auge behalten und Euch fragen, ob sie möglicherweise schwerer wiegen als die folgenden.

Beim Notebook habt Ihr beispielsweise die Wahl, für welche Displaygröße Ihr Euch entscheiden wollt – je nachdem, wie lange Ihr vor dem Gerät sitzt, kann ein größeres Display sich als entscheidender Vorteil erweisen. Auch bei der Wahl des Betriebssystems seid Ihr flexibel, denn es lassen sich alle Betriebssysteme installieren, die auch für PCs geeignet sind. Mit einem Netbook hingegen muss die Wahl auf ein besonders ressourcenschonendes System fallen.
Das Notebook bietet Euch darüber hinaus eine höhere Speicherkapazität, optional ein optisches Laufwerk sowie eine mit den eingebauten Mehrkernprozessoren deutlich höhere Rechenleistung und Geschwindigkeit. Letztlich können aktuelle Modelle als vollständiger Ersatz für einen Desktop-PC genutzt werden. Ihr habt mit einem Notebook folglich die Möglichkeit, problemlos Fotos zu bearbeiten, Videos zu schneiden, umfassende Textarbeiten durchzuführen und Videospiele zu spielen.
Tipp: Wie Ihr auch über einen längeren Zeitraum konzentriert und gesund am PC oder Laptop arbeiten könnt, verraten wir in unserem Ratgeber zum Thema Schreibtisch.

Das Netbook mit seinem kleinen Display und einer Bildschirmauflösung von maximal 1024 x 600 Pixeln erlaubt es Euch zwar, Bilder anzusehen. Die Bearbeitung ist aber deutlich erschwert, zumal die Grafikleistung auch gar nicht für ein solches Unternehmen ausreicht. Daraus könnt Ihr auch folgern, dass Netbooks für das Gaming ungeeignet sind.
Auch für eine ausufernde Textverarbeitung wie beispielsweise bei einer Abschlussarbeit ist das Netbook kaum geeignet: Aufgrund der geringen Maße ist die Tastatur entsprechend klein, ebenso wie die Abstände zwischen den einzelnen Tasten. Ein weiterer Nachteil ist, dass Ihr an ein Netbook keinen externen Monitor anschließen könnt oder besser gesagt solltet, da dies die Leistung des Geräts noch weiter einschränken würde.

Bildbearbeitungsprogramm
Aufgrund der geringen Rechen- und Grafikleistung sind Netbooks eher weniger zur Nutzung von Bild- und Videobearbeitungsprogrammen oder Ähnlichem geeignet. Bildquelle: © alexx-ego | pixabay.com

Netbook vs. Notebook: Was ist besser?

Nachdem Ihr Euch die Unterschiede zwischen Netbook und Notebook durchgelesen habt, seid Ihr vielleicht versucht zu glauben, ein Notebook sei grundsätzlich die bessere Wahl. Dies ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Welches Gerät das richtige für Euch ist, wird vor allem dadurch bestimmt, zu welchem Zweck Ihr es benötigt.
Wollt Ihr ein mobiles Arbeitsmittel, mit dem Ihr überall alles erledigen könnt, ist ein Notebook die bessere Wahl. So seid Ihr unterwegs gut ausgestattet und könnt zu Hause oder im Büro einen externen Monitor, eine Tastatur und Maus anschließen, um noch bequemer zu arbeiten. Habt Ihr einen Desktop-PC zu Hause und benötigt lediglich ein Hilfsmittel, das es Euch auch unterwegs erlaubt, Euch mit dem Internet zu verbinden, E-Mails zu beantworten, Fotos anzusehen und Notizen zu machen, reicht ein Netbook völlig aus.

Welches Netbook passt zu Euch?

Welches Netbook am besten zu Euch passt, findet Ihr am besten heraus, indem Ihr überlegt, welche Anforderungen Ihr an das Gerät habt. In den folgenden Passagen findet Ihr Informationen zu Betriebssystem und Prozessor, Festplatte und Schnittstellen, Größe, Gewicht und Display. Anhand dieser Kriterien fällt Ihr Eure Wahl und stellt so sicher, dass Ihr auch tatsächlich Freude an Eurem Netbook haben werdet.
Geht es darum, ein Netbook für die Schule oder das Studium auszusuchen, sind eine zuverlässige Festplatte, ausreichend Speicherkapazität und die richtigen Schnittstellen mit Sicherheit die wichtigsten Eigenschaften. Bei der Größe und dem Gewicht solltet Ihr nicht allzu sehr sparen, wenn anschließend Leistung und Akkulaufdauer eingeschränkt sind. Immerhin ist das Netbook im Vergleich immer noch die leichteste Lösung, auch wenn es vielleicht ein paar Gramm mehr wiegt, als Ihr es Euch eigentlich gewünscht habt.

Mit dem Netbook mobil surfen
Netbooks eignen sich hervorragend als Ergänzung zum Desktop-PC, um unabhängig vom Standort mobil zu surfen etc. Bildquelle: © kaboompics | pixabay.com

Was Ihr beim Kauf eines Netbooks beachten solltet

Beim Kauf eines Netbooks solltet Ihr einige Kriterien beachten, denn zwischen den einzelnen Modellen und der Ausstattung gibt es durchaus Unterschiede. Generell müsst Ihr wissen, dass das Netbook euch trotz seines Namens nicht automatisch mit dem Netz verbindet. Selbstverständlich könnt Ihr Euch bei Gelegenheit mit einem WLAN-Netz verbinden. Besteht diese Möglichkeit jedoch nicht, benötigt Ihr einen USB UMTS oder einen HSDPA Adapter. Wollt Ihr also wirklich immer und überall Zugriff aufs Internet, ist es durchaus sinnvoll, sich bei einem Telefonanbieter nach einem Netbook inklusive Vertrag und Datenflatrate umzusehen.

Größe, Gewicht und Display

Überlegt Euch vor dem Kauf, wie groß Euer Netbook sein soll. Ist es Euch wichtiger, dass es möglichst klein und handlich ist? Oder wollt Ihr gerne ein größeres Display, damit Ihr nicht permanent scrollen müsst? Die Auflösung sollte außerdem nicht geringer als 1024 x 600 Pixel sein, sonst machen vor allem visuelle Inhalte keinen Spaß. Beachtet außerdem, dass das Gewicht des Netbooks mit dem verbauten Akku zusammenhängt. Je leichter das Gerät ist, desto schwächer ist meist der Akku. Wollt Ihr eine lange Akkulaufzeit genießen, sind ein paar Gramm mehr mit einzukalkulieren.

Festplatte und Schnittstellen

Weitere wichtige Kriterien bei der Wahl sind die Festplatte und vorhandene Schnittstellen. Bei der Frage ob lieber SSD oder HDD gibt der Verwendungszweck die Richtung vor. SSD-Platten sind zwar grundsätzlich schnell und verbrauchen wenig Strom. Die im Netbooks verbauten SSDs können allerdings nicht mit denen von Notebooks mithalten, weshalb das Argument Schnelligkeit in diesem Fall nicht greift. Außerdem sind sie deutlich anfälliger für Störungen und darüber hinaus nur begrenzt überschreibbar. Deshalb empfiehlt sich bei einem Netbook auf jeden Fall eine HDD-Festplatte. Was die Schnittstellen angeht, so gelten VGA- und USB-Schnittstellen mittlerweile als Standard, manche Geräte, vor allem aktuelle Modelle, sind auch mit einer HDMI-Schnittstelle ausgestattet. Wollt Ihr Euer Netbook allerdings für Präsentationen nutzen und das Gerät zu diesem Zweck mit einem Beamer verbinden, ist eine VGA-Schnittstelle nötig – oder Ihr besorgt Euch einen speziellen Adapter, zum Beispiel von HDMI zu VGA.

Prozessor

Ebenfalls entscheidend ist der optimale Prozessor für Euer Netbook. Hier weisen vor allem alte und neue Modelle Unterschiede auf. Eine relativ hohe Rechenleistung, dafür aber einen ebenso hohen Stromverbrauch bringt ein Nano-Prozessor von Via mit sich. Genau andersherum verhält es sich mit einem Atom-Prozessor von Intel: Er spart Strom, leistet aber auch entsprechend weniger. Die Firma Intel hat sich im Laufe der Zeit durchgesetzt, allerdings mit ihren Celeron-Prozessoren, die aufgrund des Missverhältnisses zwischen Stromverbrauch und Leistung lange Zeit sehr unbeliebt waren. Mittlerweile jedoch hat Intel die Leistung seiner Prozessoren deutlich verbessert, wohingegen Nano-Prozessoren nicht mehr verbaut werden und nur noch bei alten Netbook-Modellen zu finden sind.

Betriebssystem

Beim Betriebssystem habt Ihr die Wahl zwischen Windows und Linux – wobei es bei einer normalen Nutzung Eures Netbooks kaum eine Rolle spielt, für welches Ihr Euch entscheidet. Beachtet, dass Ihr beim Windows-Betriebssystem immer auch für die Lizenz bezahlt, selbst wenn es sich um eine schlanke Version einer Starter Edition handelt. Außerdem gibt Microsoft die Größe des Arbeitsspeichers und der Festplatte vor, das heißt Ihr seid in diesen Punkten nicht flexibel. Ein auf Eure speziellen Bedürfnisse hin eingerichtetes Linux-Betriebssystem kann sich außerdem als Vorteil erweisen, wenn Ihr die volle Kapazität aus Eurem Netbook holen wollt. Ubuntu beispielsweise wurde auf Basis von Linux speziell für Netbooks entwickelt und ist zudem kostenfrei erhältlich.

Netbook
Bei der Wahl des passenden Netbooks gibt es einige Dinge zu beachten, die unter anderem beeinflussen, wie lange Ihr das Gerät unterwegs ohne Stromanschluss nutzen könnt. Bildquelle: © stokpic | pixabay.com

Problembehebung: So wird Euer langsames Netbook wieder schneller

Ein Problem, mit dem sich viele Netbook-Nutzer im Laufe der Zeit konfrontiert sehen, ist eine auffällig niedrige Geschwindigkeit beim Arbeiten oder Surfen. Ist das Netbook plötzlich langsam, liegt das jedoch meist nicht an dem Gerät selbst. Drei der gängigsten Probleme und die passende Lösung möchten wir Euch im Folgenden vorstellen.
Datenmüll ist ein Garant für eine geringe Geschwindigkeit Eures Geräts. Ebenso wie Euren PC oder ein Notebook solltet Ihr deshalb auch Euer Netbook regelmäßig aufräumen und unnötige Dateien und Programme entfernen. Außerdem solltet Ihr prüfen, wie es sich mit dem Autostart verhält: Müssen wirklich alle Programme beim Start des Geräts geladen werden? Diejenigen, die Ihr nicht sofort braucht, solltet Ihr aus dem Autostart entfernen. Geht dazu in den Bereich „Systemsteuerung“ und deaktiviert alle Programme, die nicht beim Start geladen werden sollen.
Arbeitet das Netbook sonst normal, benötigt aber viel Zeit, um Websites zu laden, kann das an der Toolbar Eures Browsers liegen. Die Toolbar oder auch Werkzeugleiste findet Ihr direkt unter der Adressleiste des Browsers. Ihr erkennt sie an diversen Symbolen und Verknüpfungen beispielsweise zu sozialen Netzwerken. Benötigt Ihr die Toolbar nicht, solltet Ihr sie entfernen. Je nach Browser gelingt das manuelle Entfernen auf unterschiedliche Art und Weise. Bei Google Chrome wählt Ihr beispielsweise die Einstellungen an, geht dann links auf die Erweiterungen und deaktiviert die Toolbar. Übrigens schützt der Verzicht auf Toolbars auch Eure Daten: Es besteht nämlich die Vermutung, dass Toolbars lediglich zum Ausspionieren der Nutzer dienen.

Fazit

Sucht Ihr ein günstiges, mobiles Gerät, mit dem Ihr überall auf E-Mails zugreifen, im Internet surfen, Texte schreiben und Bilder ansehen könnt, seid Ihr mit einem Netbook gut beraten. Seht Euch gleich in unseren Kleinanzeigen um und entscheidet Euch für das Modell, das am besten zu Euch passt!

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