Kalaydoskop

Leckere Rezepte für die Herbsternte aus dem Garten

Die harte Arbeit hat sich gelohnt. Im Spätsommer und Herbst warten reif, saftig und aromatisch die selbst angebauten Lebensmittel auf fleißige Hobbygärtner. Kiloweise werden jetzt beispielsweise Äpfel, Pflaumen, Möhren, Kartoffeln oder Kürbisse reif. Und auch die letzten Nachzügler des Sommergemüses hängen noch an den Pflanzen. Wer ein paar Anregungen braucht, um die reiche Ernte zu verarbeiten, der findet hier unsere Ideen und Rezepte für die Herbsternte. Funktioniert natürlich auch mit gekauften Produkten.

Kürbissuppe nach Elsässer Art

Wärmend, herzhaft und reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen. Für die ersten kühlen Tage ist diese cremige Suppe aus Kartoffeln und Kürbis genau das Richtige.

  • 3 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Butterschmalz
  • 250 g Kartoffeln
  • 500 g bis 700 g Kürbis
  • 100 ml Weißwein
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Honig
  • 200 g saure Sahne
  • Kürbiskerne und Kürbiskernöl zum Garnieren

Die Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Den Kürbis entkernen, schälen und ebenfalls würfeln. Schalotten und Knoblauch fein hacken und in einem großen Kochtopf in Butterschmalz anschwitzen, bis sie weich und glasig sind. Dann Kartoffel- und Kürbiswürfel hinzugeben und diese leicht Röstaromen annehmen lassen. Weißwein und Brühe angießen und das Ganze zum Kochen bringen. Mit einem Teelöffel Honig, Salz, Muskat und Pfeffer würzen und alles etwa 30 Minuten auf niedriger Stufe simmern lassen.

Wenn Kartoffeln und Kürbis schön weich gekocht sind, die Suppe fein pürieren und die Sahne einrühren. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Garnieren könnt Ihr die einzelnen Teller mit Kürbiskernöl oder Kürbiskernen sowie einem Löffel Sauerrahm.

An kalten Herbsttagen schmeckt eine heiße Kürbissuppe besonders gut. Bildquelle: © RitaE | pixabay.com

Knusprig, würzig – Herbstliche Kartoffelpizza

Mal etwas Neues für Pizzafans und eine klasse Alternative, um Kartoffeln aus dem Garten im Speiseplan unterzubringen. Unbedingt ausprobieren!

  • 500 g Pizzateig
  • 400 g Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze oder Pizzastufe vorheizen. Die Kartoffeln waschen und braune Stellen entfernen, dann mit Schale in dünne Scheiben schneiden. Den Pizzateig ausrollen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und großzügig mit Olivenöl einstreichen. Mit Kartoffelscheiben belegen, diese wieder mit Öl beträufeln. Den Rosmarin waschen, trocken tupfen und die Nadeln abzupfen, diese auf der Pizza verstreuen. Knoblauch pressen und über die Kartoffeln verteilen. Mit Meersalz und Pfeffer würzen und im Ofen, bis zu einer knusprigen Bräune backen.

Tipp: Dieses Rezept klappt auch super mit rustikalem Brotteig als Pizzaboden. So wird die Pizza noch herzhafter.

Zur Abwechslung solltet Ihr mal eine knusprige Kartoffelpizza backen – schmeckt super lecker! Bildquelle: © martinquijandria | pixabay.com

Kartoffelsuppe mit Petersilienwurzel und Pilzen

Dank der Pilze kommen die herbstlichen Aromen in dieser sättigenden Suppe wunderbar zur Geltung. Die lagerfähigen Gemüsesorten ermöglichen es Euch, die Suppe den ganzen Winter immer wieder zu kochen.

  • 500 g Kartoffeln
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 5 EL Butterschmalz
  • 1 l klare Brühe
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 300 g Pilze (Pfifferlinge, Steinpilze oder Champions)
  • 100 ml Sahne

Zwiebel, Kartoffeln und Petersilienwurzeln schälen, putzen und in Würfel schneiden. Die Gemüsewürfel in einem Suppentopf in 3 Esslöffeln Butterschmalz anbraten, bis alles eine mittlere Bräune bekommen hat. Den Knoblauch entweder fein hacken oder pressen, ebenfalls in den Topf geben und kurz anschwitzen lassen. Jetzt mit Gemüsebrühe ablöschen und mit Muskat würzen. Das Ganze sollte jetzt 20 bis 30 Minuten auf kleiner Flamme simmern.

Die Pilze mit einer Pilzbürste von Schmutzresten befreien und würfeln. Die übrigen zwei Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen und die Pilzwürfel darin knusprig anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gebt eine Hälfte der Pilzwürfel in die Suppe, den Rest lasst Ihr auf einem Küchenkrepp abtropfen.

Die Suppe von der Herdplatte nehmen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Dabei nach und nach die Sahne hinzugeben. Die restlichen Pilzwürfel unterrühren. Wer mag, kann ein paar zur Dekoration übrig lassen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auch eine cremige Kartoffelsuppe ist ein echter Gaumenschmaus, der perfekt auf die herbstliche Jahreszeit abgestimmt ist. Bildquelle: © kaboompics | pixabay.com

Herbstbrot – leckerer Tausendsassa

Eine Mischung aus Stuten, Kastenkuchen und Bananenbrot ist dieses aromatisch süße Herbstgebäck. Das Gute daran: Ihr bringt alle möglichen Zutaten aus der Gartenernte unter, sogar Nüsse. Die Nuss- und Gemüsesorten könnt Ihr nach Belieben austauschen. Praktisch: Dank Tassenmaß braucht Ihr für dieses Rezept weder Waage noch Messbecher.

  • 2 Tassen brauner Zucker
  • 1 Tasse Pflanzenöl (beispielsweise Rapsöl)
  • 3 große Eier
  • 2 Messerspitzen Vanillepulver oder ein Päckchen Vanillearoma
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Tassen Weizenmehl
  • 1 Tasse Vollkornmehl
  • 1 Tasse geraspelte Zucchini
  • ½ Tasse geraspelte Möhren
  • 1 Banane
  • ¾ Tasse Walnüsse
  • Fett oder Butter zum Einfetten

Ofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform gründlich einfetten, je nach Material mit Backpapier auslegen. In einer Schüssel das Öl, die Eier, den Zucker, Zimt und Vanille glattrühren. In einer zweiten Rührschüssel beide Mehlsorten, Backpulver sowie Backnatron vermischen, das Ganze in die Flüssigkeiten rühren, bis alles zu einer glatten Masse geworden ist. Danach die geraspelten Zucchini und Möhren sowie die Nüsse unterheben, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Den Teig in die Kastenform geben, diese mit dem Boden mehrmals auf die Tischplatte klopfen, um Luftblasen zu vermeiden. Das Herbstbrot für etwa 55 bis 60 Minuten backen. Zum Test ein Holzstäbchen einstecken, ist dieses sauber, ist der Kuchen gar.

Das Herbstbrot könnt Ihr warm zum Kaffee oder als Snack servieren. Sehr gut dazu passt ein Klecks Butter oder Mandelmus. Abgekühlt ist es auch super zum Mitnehmen.

Tipp: Wer es nicht so süß mag, kann statt Banane auch Kürbispüree nehmen und den Zuckeranteil reduzieren.

Weitere leckere Ideen für Eure Herbsternte

Apfelchips und getrocknetes Obst

Birnen, Äpfel, Pflaumen und anderes Obst könnt Ihr im Dörrautomaten oder im Backofen trocknen und so haltbar machen. Im Ofen die niedrigste Stufe wählen und die Tür einen Spalt offen stehen lassen.

Brot und Kuchen mit Gemüse

Von geraspelten Zucchini über Karotten bis zu Kürbispüree, Eure herbstliche Gemüseernte lässt sich wunderbar in saftigen Kuchen und Broten verarbeiten. Probiert beispielsweise Karottenkuchen, Zucchinibrot oder Kürbisbrot aus. In die Backwaren könnt Ihr nach Lust und Laune die typischen Herbstaromen wie Zimt, Nuss oder Muskat einarbeiten.

Eingekochtes Gemüse und Obstkonserven

Wenn Ihr im Moment einfach nicht mehr Bedarf an frischem Gemüse habt, könnt Ihr die Gartenernte auch super in Gläsern konservieren. Super geeignet dazu sind Karotten, Rote Bete und Kürbis. Obst schmeckt eingekocht, als Marmelade oder Kompott gut. Mit welchen Methoden Ihr Euer Obst und Gemüse einkochen könnt, verraten wir Euch in unserem Ratgeber Ernte konservieren.

Die Backsaison beginnt – herbstliche Kuchen

Wenn es draußen nicht mehr so warm ist, sind Apfel- und Pflaumenkuchen in allen Variationen wunderbare Möglichkeiten, die Obsternte zu verarbeiten. Wenn Ihr das restliche Obst einkocht, könnt Ihr die ganze Herbst- und Wintersaison fleißig weiterbacken und Früchte aus dem eigenen Garten genießen.

Wenn Ihr Lust auf etwas Süßes habt, dann ist ein schmackhafter Apfelkuchen genau das Richtige für den Herbst. Bildquelle: © traksik | pixabay.com

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