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Hoppe, hoppe, Reiter – alles über Schaukelpferd und Schaukeltier

Das Schaukelpferd ist ein Klassiker im Kinderzimmer und begleitetet seit Jahrzehnten Generationen an kleinen Pferdenärrinnen und Nachwuchsreitern durch ihre Kindheit. Neben dem Spaß am Schaukeln kommt auch die Freude an Rollenspielen nicht zu kurz, denn das beliebte Holztier ist für die Kids ein treuer Spielkamerad.

Schaukelpferde – Wissenswertes über den Klassiker im Kinderzimmer

Schaukelpferde begeistern seit vielen Generationen Kinder auf der ganzen Welt. Als klassisches Holzpferd wurde es circa im 17. Jahrhundert als Weiterentwicklung zum antiken Räderpferd zum ersten Mal in den USA gebaut. Nach Europa und speziell nach Deutschland kam der Trend dieses schaukelnden Kinderspielzeugs erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts – seitdem sind Schaukelpferde als fester Bestandteil im Kinderzimmer, aber auch in Wartezimmern von Artpraxen, als Federwipptier auf dem Spielplatz und als Karussellfigur auf dem Jahrmarkt nicht mehr wegzudenken. Im Laufe der Jahrzehnte sind zahlreiche Nachfolger und Abwandlungen entstanden, die aber alle auf dem Prinzip der Wippbewegung basieren. Ob als traditionelles Holzpferd oder als moderne Kunststoff-Variante mit Soundeffekten, Kunstfell und Mähne, ob in klassischer Pferdeform oder als vielseitiges Schaukeltier – das wippende Spielgerät mit den schwingenden Kufen gibt es in den verschiedensten Ausführungen und verspricht jede Menge Spaß. Das größte Schaukelpferd der Welt steht übrigens in einem Freizeitpark in Australien und ist dank seiner beachtlichen Höhe von über 18 Metern eine beliebte Touristenattraktion.

Was ist das richtige Alter für ein Schaukelpferd?

Ein Schaukelpferd ist ein langjähriger Begleiter durch die ersten Kinderjahre. Bereits mit circa 12 Monaten, wenn die Kleinen alleine sitzen können und in der Lage sind, sich festzuhalten, bringt ihnen das Schaukeln auf dem Schaukelpferd große Freude. Die Sicherheit sollte dabei jedoch immer an erster Stelle stehen, deshalb ist es wichtig, ein Modell auszuwählen, das auf die Fähigkeiten, die Größe und das Alter der Kleinen abgestimmt ist. So ist nicht nur die Höhe entscheidend, damit die Kinder alleine aufsteigen können, sondern gerade Kleinkinder benötigen auch einen stabilen Sitz oder zumindest eine Rückenlehne sowie einen Anschnallgurt. Ebenso wichtig sind abgerundete Kanten und ein stabiler Stand des Schaukeltieres – denn es soll zwar wippen, darf jedoch unter gar keinen Umständen umkippen. Gerade Schaukelpferde für jüngere Kinder sind mit einem speziellen Kippschutz ausgestattet. Dennoch sollten Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt schaukeln.

Welches Schaukelpferd ist für welches Alter geeignet?

Ob es sich um ein klassisches Schaukelpferd, einen Schaukeldino, einen Schaukelelch oder einen Schaukelroller handelt, ist im Grunde Geschmackssache – wichtig ist nur, dass alle Modelle über die charakteristischen Kufen verfügen. Bei der Höhe sollte man darauf achten, dass die Kinder alleine aufsteigen können und mit den Füßen auf die vorgesehenen Trittflächen kommen, ohne die Beine zu sehr strecken oder anwinkeln zu müssen. Je nach Alter des Kindes spielen außerdem verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Schaukelpferd für Einjährige: Für die ganz Kleinen ist ein Schaukeltier sinnvoll, das auf einem speziellen Kippschutz beziehungsweise auf stabilen Bodenstützen steht, sodass es zwar innerhalb des Gerüstes schaukeln, sich aber nicht von der Stelle bewegen kann. Zudem sind Rücken- und Armlehnen sowie ein Anschnallgurt oder ein Sicherheitsbügel sinnvoll, damit die Kleinen nicht herausfallen können. Es gibt sogar Modelle, bei denen die Babys in einer Art gepolstertem Sessel sitzen – hier ist hoher Sitzkomfort garantiert.
  • Schaukelpferd für Zweijährige: Neben einem eingebauten Kippschutz sollte das Schaukelpferd über stabile Handgriffe, rutschfeste Trittflächen und eine kleine Rückenlehne verfügen. Anschnallgurte und Sicherheitsbügel sind in diesem Alter eher hinderlich.
  • Schaukelpferd für Dreijährige: Eine Rückenlehne und ein Sicherheitsbügel sind nun nicht mehr notwendig – dafür aber sehr stabile Haltegriffe, denn in dem Alter wagen die Kleinen schon die wildesten Ausritte auf ihrem Schaukelpferd.
  • Schaukelpferd für Vierjährige: Im Kindergartenalter lieben die Kleinen Schaukelpferde mit Plüschfell, Mähne und Soundeffekten, denn das Schaukelpferd wird immer mehr in Rollenspiele eingebunden und dient als vielseitiger Spielkamerad. Da Kinder in dem Alter Wert auf detailgetreues Spielzeug legen, erhöhen Sattel und Zaumzeug den Spielspaß enorm.
  • Schaukelpferd für Fünfjährige: Vorschulkinder lassen sich von detailgetreuen Schaukelpferden mit Fell, Mähne und Schweif sowie Sattel mit Steigbügeln und Zaumzeug noch begeistern – vorausgesetzt, die Größe ist auf sie abgestimmt. Dann fühlen sich die Kleinen beinahe wie auf einem echten Pony! Besonders beliebt in dem Alter sind auch große Holzpferde für den Garten.

Was fördert ein Schaukelpferd?

Ein Schaukelpferd bringt nicht nur Spaß, sondern ist zudem ein Spielzeug, das gut für die Entwicklung der Kleinen ist. Die gleichförmige Bewegung schult den Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl der Kleinen. Wie muss ich mich bewegen, damit das Pferd schaukelt? Wie wird es schneller? Wie kann ich es wieder anhalten? Das Kind muss sich beim Schaukeln nicht nur auf die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung konzentrieren, sondern sich dabei auch noch festhalten. Das fördert die Motorik und die Geschicklichkeit. Darüber hinaus regen Schaukelpferde die Fantasie der Kinder an, denn die wippenden Holztiere werden als wichtiger Bestandteil in Rollenspiele eingebaut – da werden kleine Pferdefans zu mutigen Cowboys und verspielte Pferdenärrinnen reiten auf ihrem treuen Begleiter dem nächsten Pferdeabenteuer entgegen. In unserem Ratgeber Lernspielzeug: Abzocke oder pädagogisch sinnvoll? geben wir Euch einen Überblick zu Lernspielzeug und erklären, ob Ihr für Eure Kinder welches braucht.

Maedchen sitzt auf Schaukelpferd
Schaukeltiere fördern die Motorik und den Gleichgewichtssinn von Kindern sowie ihr Körpergefühl. Bildquelle: © elijahssong | pixabay.com

Was kostet ein Schaukelpferd?

Schaukeltiere gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, Größen und Materialien – dementsprechend weit ist die Preisspanne. Die ganz schlichten Modelle gibt es bereits ab 20 Euro. Ein Schaukelpferd mit Plüsch, Soundeffekten und viel Zubehör kostet zwischen 60 und 120 Euro und für ein kunstvoll geschnitztes, hochwertiges Holzpferd kann man problemlos 400 Euro und mehr ausgeben. Da gerade Schaukelpferde aus Holz besonders langlebig und haltbar sind, können sie einfach an die nächste Generation weitergegeben oder gebraucht gekauft werden. Auf kalaydo.de findet Ihr eine große Auswahl an Schaukelpferden und Schaukeltieren zu fairen Preisen. Auch Liebhaber von alten oder besonders ausgefallenen Sammlerstücken werden hier fündig. In unserem Ratgeber Holzspielzeug oder Plastikspielzeug vergleichen wir das Material dieser Spielsachen und verraten, worauf Ihr beim Kauf achten solltet.

Wie baut man ein Schaukelpferd?

Ihr wollt weder ein neues noch ein altes Schaukelpferd, sondern stattdessen ein selbst gebautes? Mit der entsprechenden Anleitung (zum Beispiel aus dem Internet), dem Werkzeug und den Materialien ist dies für einen geübten Heimwerker kein Problem. Achtet unbedingt darauf, eine stabile Holzart zu verwenden. Wichtig ist es, dass Ihr die Grundmaße, also die Länge, Breite und Höhe des Schaukeltiers, akribisch einhaltet und vor allem die Kufen ausreichend lang anfertigt und im richtigen Winkel am Schaukeltier anbringt, damit der Schwerpunkt richtig gelagert und das Schaukelpferd kippsicher ist. Wenn Ihr das Schaukelpferd anmalen wollt, solltet Ihr darauf achten, dass die Farben schadstofffrei sind. Mit etwas Geduld und Muskelkraft entsteht dann ein Schaukelpferd mit ganz persönlicher Note!

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