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Städtereisen mit Kindern

Städtereisen mit Kindern sind anstrengend und nervig? Nein, das muss nicht sein. Mit der richtigen Planung und dem passenden Programm kommen dabei sowohl die Großen als auch die Kleinen auf ihre Kosten. Wir geben Euch Tipps, wie Ihr als komplette Familie die Metropolen der Welt entdecken könnt.

Der richtige Zeitpunkt

Viele Paare schwelgen gerne in Erinnerungen und denken an die entspannten Urlaube zurück, als sie noch kinderfrei und unbeschwert durch die Welt gondeln konnten. „Wenn die Kinder groß sind, dann können wir auch wieder Städtetrips machen“, seufzen sie dann und buchen stattdessen den Club auf Mallorca, das Ferienhaus in Dänemark oder den Campingplatz an der Ostsee. Dabei muss das gar nicht sein, denn auch mit Kindern kann man problemlos Urlaub in großen Städten machen – das A und O dabei ist einfach eine gute Vorbereitung. Besonders wichtig ist der passende Termin. Mit Kindern schafft man natürlich etwas weniger bzw. erkundet zum Teil auch andere Orte als wenn man nur mit Erwachsenen zusammen reist. Deshalb nehmt Euch ausreichend Zeit für Eure Stadterkundung. Ob Kopenhagen, Rom, Lissabon oder Paris – als Paar reicht oftmals ein Wochenende, um sich einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Mit Kindern sollte man am besten ein bis zwei Tage mehr einplanen. Das entzerrt den Urlaub deutlich und entspannt Eltern und Kinder. Wer einen Trip nach Amerika oder Asien plant und sich New York, Bangkok oder Hongkong anschauen möchte, sollte bedenken, dass der Jetlag die Kinder ganz schön anstrengen kann (das geht uns Erwachsenen ja ebenso). Eine Woche Urlaub sollte deshalb unbedingt eingeplant werden, im besten Fall sogar ein längerer Zeitraum in Kombination mit einem Badeurlaub in der Nähe. Bei der Terminwahl solltet Ihr auch unbedingt das Klima berücksichtigen. Im Hochsommer sind quengelnde Kinder in einer Großstadt vorprogrammiert, ebenso bei extremen Minusgraden im Winter. Bucht den Urlaub am besten für eine Zeit, in der Temperaturbedingungen herrschen, die die Kinder gewöhnt sind.

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Die richtige Vorbereitung

Der Vorteil zu anderen Urlauben liegt bei Städtetrips vor allem auch in der Anreise, die häufig wesentlich schneller und komfortabler vonstatten geht als bei Strand- oder Wanderurlauben. Das liegt daran, dass der Flughafen oder Bahnhof meistens direkt in der Stadt liegt und man deshalb schnell an seiner Urlaubsunterkunft ankommt. Am besten sucht Ihr Euch im Vorwege ein Hotel, das gut und zentral gelegen ist. Wer ein Familienzimmer bucht, kann nicht nur Geld sparen, sondern sorgt auch dafür, dass die Kinder sich schnell einleben und wohlfühlen. Da Ihr die meiste Zeit unterwegs sein werdet, ist die Größe des Zimmers eher unwichtig. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn Ihr eine kleine Kochnische habt, in der Ihr schnelle Mahlzeiten zubereiten könnt. Halb- oder Vollpension ist gerade mit kleineren Kindern weniger ratsam, da Ihr Euer Tagesprogramm sonst an die Mahlzeiten anpassen müsst. Flexibler ist es, wenn ihr einfach dann kochen oder essen gehen könnt, wenn Ihr Hunger habt. Zu einer guten Vorbereitung zählt auch das Packen Eures Koffers. Eine kleine Reiseapotheke sollte genauso mit ins Gepäck wie wetterfeste Kleidung, robuste Turn- oder Wanderschuhe sowie ein paar kleine Spiele oder Malsachen für die Anreise und für Restaurantbesuche etc.
Allgemeine Tipps und Tricks rund ums Reisen geben wir Euch in unserem Beitrag Travel Hacks.

Das passende Programm

Natürlich gibt es Kinder, die gerne stundenlang durch Museen schlendern – aber sie bilden eher die Ausnahme. Verabschiedet Euch deshalb von zu hohen Erwartungen. Ein Städtetrip mit Kindern ist immer anders als ein Urlaub nur mit seinem Partner. Vor allem bei kleineren Kindern stehen Kulturveranstaltungen, Shoppingausflüge und Restaurantbesuche in der Regel nicht besonders weit oben auf der Beliebtheitsskala. Entscheidet Euch deshalb für ein Programm, das alle Familienmitglieder zufrieden stellt. Sind Eure Kinder schon etwas älter, könnt Ihr gemeinsam das Programm bestimmen: Vormittags dürfen die Eltern sich etwas auswählen und nachmittags haben die Kinder dann das Sagen. Informiert Euch im Vorwege über Sehenswürdigkeiten, die beide Seiten zufriedenstellen. In vielen Metropolen wie Hamburg, Paris oder Barcelona gibt es beispielsweise Kindermuseen, die sich speziell an ein junges Publikum richten. Auch andere Museen, Schlösser oder Ritterburgen bieten oftmals eine besondere Führung für Kinder oder zumindest einen Audio-Guide für Kinder an. Auch Zoos und große Parks sind eine nette Attraktion für Jung und Alt. Ob der Atlantis Aquaventure Wasserpark in Dubai, der Central Park in New York mit seinen unzähligen Spielplätzen, der Park Güell in Barcelona mit seinen beeindruckenden Mosaikskulpturen oder der große Zoo in London – jede Metropole bietet ausreichend Grünflächen zum Bummeln und Entspannen. Apropos Entspannen: Wer mit Kindern reist, sollte immer ausreichend Pausen und Erholungsphasen einlegen, damit die kleinen Füße nicht schlapp machen.

Der Park Güell in Barcelona ist für Kinder ein spannendes Ziel. Bildquelle: © TRAVELKR | pixabay.com

Der Weg ist das Ziel

In großen Städten gibt es beinahe an jeder Ecke etwas Tolles zu bestaunen. Wir Erwachsenen geraten dabei schnell in Versuchung, den ganzen Tag kreuz und quer zu Fuß durch die Stadt zu laufen. Mit Kindern ist das nicht machbar. Gönnt Euren und den Füßen Eurer Kinder deshalb ab und zu eine Verschnaufpause. In den meisten Metropolen gibt es nicht nur Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen, sondern auch andere tolle Fortbewegungsmittel. Ob eine Kutschfahrt durch Wien, eine Gondelfahrt durch Venedig, mit dem roten Doppeldeckerbus durch London, mit der Ritschka durch Mumbai oder mit der Seilbahn durch Barcelona – so wird der Weg bereits zum Abenteuer. Für größere Kinder empfehlen sich auch Segway-Touren. Die bringen nicht nur Spaß, sondern sorgen auch dafür, dass man die Highlights der Stadt erkundet, ohne müde Füße zu bekommen.

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Großstadturlaub – zu gefährlich für Kinder?

Viele Paare haben Angst davor, mit ihren Kindern Urlaub in einer Großstadt zu machen. Sie befürchten, dass die Kinder von dem ganzen Trubel und Lärm überfordert werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass die meisten Kinder in Deutschland in Städten leben und mit stark befahrenen Straßen, vielen Autos und Menschen und mit den üblichen Gepflogenheiten im Großstadtdschungel sehr wohl vertraut sind. Macht Euren Kindern einfach bewusst, dass sie immer in Sichtweite von Euch bleiben sollen. Für den absoluten Notfall (und ein beruhigendes Gefühl) könnt Ihr Eure Handynummer auf einen Zettel schreiben und in die Hosentasche des Kindes stecken. Und dann heißt es: Ab ins Getümmel! Erkundet die Stadt, findet einen Rhythmus, der Euch und Euren Kindern zusagt, und genießt die gemeinsamen Erlebnisse.
Weitere Tipps für den Familienurlaub findet Ihr in unserem Beitrag Urlaub mit Kindern.

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