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DIY-Ideen mit Tafelfarbe – jetzt wird es bunt!

Tafelfarbe gehört zu den aktuellsten Trends im DIY-Bereich und kommt nicht nur in der Küche, sondern auch im Wohnzimmer, Bad und Kinderzimmer zum Einsatz. Wir haben für Euch notiert, worauf Ihr beim Einkauf achten müsst, wie Ihr Tafelfarbe selbst herstellen könnt und wie Ihr Eure Wohnung mit Tafelfarbe verschönert.

Was ist Tafelfarbe?

Die klassischen Tafelfarben sind Grün und Schwarz, mittlerweile jedoch gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Tönen, sodass Ihr Euch Eure Lieblingsfarbe aussuchen könnt. Das Besondere an der Tafelfarbe: Sie ist wasserunlöslich! Deshalb kann eine mit Tafelfarbe gestrichene Oberfläche immer wieder beschrieben und feucht abgewischt werden. Die ursprüngliche Tafelfarbe zeichnet sich durch ein mattes Finish, dichte Pigmentierung und hohe Farbintensität aus. Mit ihr könnt Ihr vor allem Wände verschönern. Außerdem gibt es Tafellack, der beispielsweise Oberflächen aus Kunststoff und Metall, aber auch Holz und Steingut veredelt. Für Porzellanwaren wird ein spezieller Tafellack verwendet, der das Brennen im Ofen unbeschadet übersteht. Oftmals wird bei der Namensgebung nicht zwischen Tafellack und Tafelfarbe unterschieden. Um beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen, solltet Ihr Euch die Herstellerangaben genau durchlesen. 100 ml Tafelfarbe findet Ihr im Baumarkt oder in Deko-Geschäften bereits für ca. 2,50 €. Wenn Ihr also kleine Flächen bis 1 m² bearbeiten wollt, wird der Einkauf Euer Budget nicht sprengen. Habt Ihr allerdings ein größeres Projekt im Sinn, kann es teuer werden. Außer natürlich Ihr legt schon bei der Herstellung Eurer Tafelfarbe selbst Hand an.

So könnt Ihr Eure eigene Tafelfarbe anmischen

Wenn schon DIY, dann richtig? Mischt Euch Tafelfarbe in Eurem Wunschton selbst an und spart bares Geld! Ihr braucht dazu weder Unmengen an Utensilien noch besonders viel Zeit. Ein paar Dinge solltet Ihr während der Eigenproduktion jedoch berücksichtigen.

So bereitet Ihr Euch vor

Zieht Euch etwas an, das ruhig schmutzig werden und bleiben darf, tragt Handschuhe und schützt Euren Teppich, Boden oder Tisch durch eine Unterlage. Tafelfarbe lässt sich nämlich nicht mehr entfernen! Da selbst angerührte Tafelfarbe sehr schnell eintrocknet, solltet Ihr Euch vorher genau überlegen, was Ihr damit machen möchtet und gegebenenfalls die Objekte parat haben, die einen Anstrich verpasst bekommen sollen. Möchtet Ihr einen Gegenstand mit einer Oberfläche aus Holz oder anderen rauen Materialien streichen, solltet Ihr ihn vorab ein wenig anschleifen. In jedem Fall muss der Untergrund sauber und trocken sein, damit die Tafelfarbe haften kann. Wischt also vorsichtshalber noch einmal mit einem trockenen Tuch drüber, bevor Ihr mit dem Anrühren beginnt.

Das benötigt Ihr für Eure DIY-Tafelfarbe

  • ggf. Schleifpapier
  • Trockenes Tuch
  • Fugenmörtel oder Zement
  • Latexfarbe im Farbton Eurer Wahl (alternativ ist auch Acrylfarbe möglich)
  • Messbecher und Messlöffel
  • Schüssel, Eimer oder Lackierwanne
  • Rührstab
  • Pinsel oder Rolle

So stellt Ihr es an

Füllt zuallererst die Farbe in Euren Eimer. Auf einen Becher Farbe kommen am besten zwei Esslöffel Fugenmörtel oder Zement. Rührt sofort alles gut um und achtet darauf, dass sich keine Klümpchen bilden. Rührt die Mischung so lange, bis sich alle noch so kleinen Klümpchen aufgelöst haben, sodass Ihr mit einer dickflüssigen, homogenen Masse arbeiten könnt. Falls die Masse doch zu dick und nicht streichfähig ist, könnt Ihr ein wenig Wasser hinzugeben und noch einmal schnell und kräftig umrühren.
Sobald die Masse streichfähig ist, legt Ihr auch schon los: Mit Eurem Pinsel oder einer Rolle tragt Ihr die erste Schicht der Tafelfarbe am besten kreuzweise auf, bis die ganze Fläche angestrichen ist. Jetzt könnt Ihr Euch eine Kaffeepause gönnen, da die Farbe mindestens vier Stunden lang trocknen muss. Eine zweite Schicht ist auf jeden Fall notwendig, und je nach Untergrund und Farbe solltet Ihr nach einer vierstündigen Trockenzeit sogar eine dritte Schicht auftragen. Das Ergebnis sieht sicherlich schon toll aus. Dennoch müsst Ihr die Tafelfarbe nach dem letzten Anstrich zwei Tage lang richtig durchtrocknen lassen, bevor Ihr zum ersten Mal mit Kreide und Schwamm ans Werk geht. Nach 48 Stunden ist die Farbe trocken. Zum Abschluss reibt Ihr die Oberfläche komplett mit Kreide ein und entfernt diese mithilfe eines trockenen Tuches. Wischt die gesamte Fläche in kleinen, kreisförmigen Bewegungen ab. Jetzt könnt Ihr die bearbeitete Oberfläche immer wieder neu beschreiben, bemalen und mit einem nassen Schwamm abwischen.

DIY-Ideen: So wendet Ihr Eure Tafelfarbe kreativ an

Nun wisst Ihr, wie Ihr Eure eigene Tafelfarbe herstellt, aber es fehlt Euch noch an tollen Einfällen für die Gestaltung? Wir stellen Euch hier einige der schönsten Ideen für die Deko mit Tafelfarbe vor:

Wandgemälde

Warum streicht Ihr nicht das untere Drittel einer Wand im Kinderzimmer mit Tafelfarbe? So können kleine Picassos sich immer wieder kreativ austoben. Wenn ein Wandgemälde doch nicht so dekorativ ausfällt, wie erhofft, wischt Ihr es einfach wieder weg!

Küchennotizen

Eine tolle Idee für die Küche ist eine Tafel, auf der Ihr all Eure Notizen festhalten könnt. Vielleicht habt Ihr aber gar keinen Platz für eine Pinnwand oder Tafel? Kein Problem! Streicht einfach die Front eines Küchenelements mit Tafelfarbe. Eine solche Küchentafel ist praktisch und chic zugleich.

Küchennotizen II

Kühlschränke sind nicht unbedingt für ihre interessante Optik bekannt. Besitzt Ihr ein älteres und vielleicht sogar unansehnliches Modell, das eher grau als weiß ist, könnt Ihr es mit Tafelfarbe in einen echten Hingucker verwandeln. Und wenn Ihr feststellt, dass die Milch alle ist, notiert Ihr das sofort auf Eurem Einkaufszettel an der Kühlschranktür!

Weinflaschen als Platzkarte

Weinflaschen haben einfach eine schöne Form und machen sich auf jedem Esstisch dekorativ. Besonders trendig wirken sie aber, wenn du sie mit Tafelfarbe streichst. Erwartet Ihr Gäste zum Abendessen, könnt Ihr die Flaschen mit Kreide beschriften und den Gästen so ihre Plätze zuweisen! Alternativ fungieren die Flaschen als Menü.

Nie mehr Unordnung in der Kommode

Eure Küchenkommode ist ein Ort des Chaos? Nie wisst Ihr, wo sich die Servietten verstecken, die Küchenhandtücher verteilen sich auf verschiedene Bereiche und auch Gläser und Schüsseln haben keinen angestammten Platz? Räumt endlich auf und weist allen Dingen ihren eigenen Platz zu. Streicht die Schubladen der Kommode und beschriftet sie. So wisst Ihr auf den ersten Blick, wo sich was befindet. Das funktioniert übrigens auch mit Socken!

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