Kalaydoskop

Tipps zum Hausboot-Kauf oder zur Hausboot-Miete

Leben auf dem Wasser ist eine Vorstellung, die nicht nur echte Seemannsherzen höher schlagen lässt. Immer mehr Menschen zieht es in die Nähe von Flüssen und Seen. Logisch, dass hier heiß begehrte neue Wohnräume entstehen, denn die schwimmenden Quartiere sind nicht nur platzsparend und praktisch, sondern sie liegen auch noch voll im Trend. Hast Du schon immer mit einer Behausung geliebäugelt, die auf dem Wasser treibt? Mit ein paar Überlegungen im Hinterkopf steht dieser nichts im Wege!

Hausboot oder schwimmendes Haus?

Hafen
Hausboot oder schwimmende Häuser: Die Möglichkeiten sind groß
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Was ähnlich klingt, ist keineswegs das gleiche! Das Hausboot ist motorisiert unterwegs und optisch deutlich als Boot zu erkennen. Diese Variante ist also tatsächlich flexibel und kann problemlos durch Wasserstraßen gesteuert werden. Meistens ist hier nicht einmal ein spezieller Führerschein notwendig, wohl aber eine detaillierte Einführung in Revier und Technik. Der dadurch erworbene Charterschein befähigt Dich gekonnt über das kühle Nass zu sausen. Das schwimmende Haus hingegen ist fest an seiner Anlegestelle verankert und üblicherweise mit den städtischen Energienetzen verbunden.

Urlaubsdomizil oder Wohnraum?

Das normale Hausboot ist mit einem Campingwagen vergleichbar. Die Ausstattung hält durchaus alles Lebensnotwendige bereit, könnte sich auf Dauer jedoch als ein wenig unkomfortabel herausstellen – jedenfalls dann, wenn man höhere Standards gewohnt ist. In diesem Fall eignen sich Hausboote tatsächlich in erster Linie als unkonventionelle Urlaubsgefährte. Ausgenommen sind hier noble Crème de la Crème-Yachten, die natürlich sowohl mit höchstem Luxus als auch mit ultimativer Mobilität aufwarten. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass an die Wohnqualität einer normalen Behausung doch eher das schwimmende Haus herankommt, denn es unterscheidet sich von normalen Bauwerken bloß dahingehend, dass es eben auf dem Wasser treibt.

Mieten oder kaufen?

Möchtest Du die fahrbaren Räumlichkeiten nur selten – z.B. einmal im Jahr – nutzen, dann lohnen sich Aufenthalte im Rahmen eines befristeten Urlaubsangebots. Möchtest Du hingegen regelmäßig Deine Wochenenden und Urlaube auf dem Wasser verbringen oder willst Du gar Dein gesamtes Dasein aufs Wasser verlegen, dann muss auf jeden Fall Eigentum her!
Tipp: Probiere das Leben auf dem Wasser vor einem Kauf in jedem Fall für längere Zeit aus. Bedenke vorab auch, dass ein Hausboot besondere Genehmigungen benötigt und mehr Wartung beansprucht als Häuser. Auch ist die Strom- und Wasserversorgung, so wie die Abwasserentsorgung aufwendig. Der Hausbootbesitz ist also nur etwas für echte Seemannsherzen.

Neu oder gebraucht?

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Selbst zum Kapitän werden ist ein großer Traum für viele
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Da das Kaufinteresse an Wohnraum am Wasser nichtsdestotrotz stetig steigt, boomt der Markt merklich. Sowohl Hausboote als auch schwimmende Häuser gibt es in Hülle und Fülle, doch was solltest Du Dir idealerweise zulegen? Wenn Dir einwandfreie Betriebsamkeit und aktueller Zeitgeschmack wichtig sind, fährst Du mit nagelneuen Produktionen natürlich nicht schlecht. Die Preise für einen Neukauf liegen um die 150.000 € und machen ohne Frage ganz schön was her. Außerdem sind sie zumeist sehr umweltfreundlich gebaut, ihr Zukunftspotenzial ist also nicht zu unterschätzen. Wenn Du nicht ganz so tief in die Tasche greifen kannst oder möchtest, bist Du aber auch mit einer gebrauchten Unterkunft sehr gut bedient. Die Preise fangen für gut erhaltene und relativ moderne Hausboote etwa bei 45.000 € an. Logisch, dass beim Kauf einige Stolpersteine auf Dich warten, die Du besser im Auge behältst. Welche genau das sind, kannst Du unserem Ratgeber Checkliste für den Hausbootskauf entnehmen. So bringt die zukünftige maritime Behausung auch keine bösen Überraschungen mit sich.

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