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Vögel im Winter füttern – so geht’s

Im Garten oder auf dem Balkon Vögel zu füttern und zu beobachten ist für viele Familien im Winter Tradition. Eine gute, denn gerade bei Kindern weckt die Vogelbeobachtung das Bewusstsein für die Natur und die Verantwortung des Menschen im Umgang mit den Wildtieren in unserer Umwelt. Mit einem Vogelbuch bewaffnet lassen sich viele lehrreiche Stunden am Fenster verbringen, in denen Kinder und Erwachsene noch viel lernen können. Wie Ihr Wildvögel richtig füttert, verraten wir hier.

Wann ist die richtige Zeit für die Vogelfütterung?

Von November bis Februar ist die beste Zeit für Futterstationen vor dem Fenster. Vögel haben es vor allem bei Minusgraden oder einer geschlossenen Schneedecke schwer, Nahrung zu finden. Bei kalten Temperaturen verbreiten sich zudem weniger Keime an der Futterstelle, mit denen sich die wildlebenden Tiere sonst untereinander anstecken könnten. Ein Wasser- oder Futterangebot während der warmen Jahreszeit fördert jedoch die Vermehrung und Übertragung von Krankheitserregern.

Welches Futterhäuschen ist das beste?

Futtersilos eignen sich gut zur Fütterung. Bildquelle: © Nigel Dowsett / shutterstock.com

Auf seinem Essen herumzutrampeln ist aus Sicht der Hygiene nicht die beste Idee. Das gilt auch für Vögel. Aus diesem Grund sind Vogelfuttersilos, an denen die Tierchen das Futter seitlich herauspicken oder die Körner in einen schmalen Rand nachrutschen, am besten geeignet. Wer das Futter auf einer größeren Fläche ausbreitet, auf der die Vögelchen auch landen, herumhüpfen und Kot hinterlassen, muss diese reinigen. Am besten mit heißem Wasser und Spüli. Dabei Handschuhe tragen, denn einige Keime aus der Vogelwelt können auch für uns Menschen schädlich sein.

Wohin mit dem Futterplatz für Vögel?

Wer die Tierchen beobachten möchte, wählt einen Platz, der vom Haus aus gut einsehbar ist, gleichzeitig sollten keine großen, freien Fensterflächen in der Nähe sein. Vögel können durchsichtige Glasscheiben nicht von klarer Luft unterscheiden und fliegen gerne mal in eine Scheibe hinein, wobei sie sich schwer verletzen können. Fenster mit Gardinen, Rollos, Raubvogelaufklebern oder anderen Elementen, die sie eindeutig als Hindernis erkennbar machen, sind aber völlig in Ordnung.

Eine weitere Gefahr für die süßen Vögelchen sind Katzen. Deshalb die Futterstellen so aufhängen, dass die Stubentiger sie weder kletternd noch springend erreichen können. Daneben sollten in der Nähe Bäume oder Büsche als Fluchtmöglichkeit vorhanden sein.

Welches Vogelfutter ist im Winter am besten?

Diese Futtersorten mögen viele Vögel gerne:

  • Sonnenblumenkerne
  • Samenmischungen aus dem Zoohandel oder Supermarkt
  • Fettfutter, selbst gemacht oder gekauft
  • Hanfsamen (geschält)

Körnerfresser wie Finken, Ammern und Meisen suchen ihr Futter gerne in der Höhe von Sträuchern oder Bäumen. Sie besitzen einen kurzen, starken Schnabel, mit dem sie harte Schalen knacken können. Mit Vogelfuttermischungen aus dem Handel sind diese Vögel sehr zufrieden. Ansonsten mögen sie Mischungen aus:

Körner, Nüsse und Samen mögen die meisten Vögel. Bildquelle: © Peter Zijlstra / shutterstock.com
  • Hanfsaat (ungeschält)
  • Sonnenblumenkernen (ungeschält)
  • Kanarienvogelfutter
  • Nüssen

Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Drosseln und Amseln, suchen ihr Futter gerne am Boden. Für sie eignen sich in Bodennähe aufgestellte Futterplätze mit:

  • Sultaninen, Rosinen
  • Haferflocken
  • Getreidekleie
  • in Talg eingelegtes Futter

Bitte nicht füttern – was unsere Wildvögel nicht gut vertragen:

  • Brot. Es quillt im Verdauungstrakt auf und sorgt für Beschwerden. Außerdem wird es in nasskalter Umgebung schnell schlecht.
  • Küchenabfälle. Sie verderben zu schnell, zudem vertragen Vögel Gewürze wie Salz nicht.
  • Gesalzene Kartoffeln, Nudeln oder Speck enthalten zwar hochwertige Nährstoffe, sind aber durch ihren Salzgehalt nicht verträglich für Vögel.
  • Meisenknödel, die – wie leider oft üblich – mit Kunststoffnetzen ummantelt sind, können für Vögel zur gefährlichen Falle werden, da sie sich darin verfangen können.

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