Karrierekompass
Der Karriereguide von

Den Job will ich! Mit diesen Tipps erreichen Sie Ihre Karriereziele

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Ziele zu haben, auf die man hinarbeiten kann, ist in allen Lebenslagen wichtig, denn Ziele spornen zu außergewöhnlicher Leistung an, sie motivieren und verschaffen den nötigen Biss, um eine Sache zu Ende zu bringen. Die eigene Karriere stellt dabei natürlich keine Ausnahme dar. Doch wie schaffen Sie es, sich nicht nur Ziele zu setzen, sondern diese auch noch zu erreichen? Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre (beruflichen) Wünsche umsetzen und genau das erreichen, was Sie wirklich für Ihre Karriere und Ihr Leben wollen.

1. Warum sind Ziele wichtig?

Die große Frage über allem: Wofür brauchen Sie überhaupt Ziele? Immerhin könnten Sie auch einfach schauen, was Ihnen an Chancen über den Weg läuft und diese ergreifen, richtig? Effektiver ist es jedoch, sich aktiv um seine Karriere zu kümmern. Vieles können Sie nur erreichen, wenn Sie sich einen Weg suchen und einen Plan machen, wie Sie zu Ihrem Ziel gelangen. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich in einem Wald befinden. Ohne ein klar definiertes Vorhaben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie umherlaufen und einfach im Wald bleiben – verpassen dahinter aber eine wunderschöne Aussicht. Nehmen Sie sich jedoch vor, aus dem Wald herauszukommen, werden Sie dafür belohnt – auch wenn Sie dafür länger gehen müssen. Mit Ihrer Karriere verhält es sich ähnlich: Verfolgen Sie ein bestimmtes Ziel, erreichen Sie das eher, als wenn Sie nur vor sich hinarbeiten würden, ohne zu wissen, wohin es Sie führt. Sie wollen befördert werden? Sehr gut, Sie haben den ersten Schritt getan und sich ein Ziel gesetzt.

Sie halten auf Ihrem Weg zum Wunschberuf oder zu Ihrer Wunschposition eher durch, wenn Sie wissen, wofür Sie sich die Arbeit machen. Auf diese Weise und verkraften Sie auch kleine Rückschläge besser. Außerdem ist es einfacher, einen Weg zu finden, um Ihre Ziele zu erreichen, wenn Sie einen klaren Start- und Endpunkt haben. Wenn Sie dann zurückblicken, können Sie genau erkennen, welche Strategien Sie Ihrem Ziel näher gebracht und welche Sie erfolgreich umgesetzt haben, aber vielleicht auch welche weniger zielführend waren. Das ist auch für das Erreichen nachfolgender Ziele eine wertvolle Erkenntnis.

2. Wie Sie die richtigen Ziele finden

Um Ihre Vorsätze zu erreichen, ist es zunächst wichtig, dass Sie sich die richtigen Ziele setzen. Doch was bedeutet das? Soviel vorab: Das Erreichen eines Ziels sorgt für Glücksgefühle, gleichzeitig lassen sich so konkrete Erfolge ausmachen. Es spornt dazu an, am Ball zu bleiben und sich neue, größere Ziele zu setzen. Im besten Fall haben Sie ein übergeordnetes Ziel, das Sie in viele kleine Meilensteine unterteilen. Am Anfang wird Ihnen Ihr Ziel noch groß und unerreichbar vorkommen. Doch sobald Sie merken, dass Sie kleine Etappen erreichen und Hindernisse überwinden können, werden Sie mit neuer Motivation an Ihrem Vorhaben arbeiten. Ein großes Ziel zu haben ist wichtig, denn sich ausschließlich kleine Ziele zu setzen, sorgt zwar anfangs für zahlreiche Erfolgsmomente, kann auf Dauer jedoch auch dazu führen, dass Sie sich nicht mehr richtig anstrengen und die Lust daran verlieren. Bleiben wir beim Beispiel der Beförderung. Diese könnte eine Etappe darstellen, auf Ihrem Weg zum Geschäftsführer Ihrer Firma. Oder denken Sie noch größer: Wollen Sie vielleicht Ihr eigenes Geschäft gründen?

Deswegen lautet die Devise „Dream big – work hard“, also haben Sie große Träume und arbeiten Sie daran, sie zu realisieren. Dabei müssen Sie jedoch auch immer darauf achten, dass Ihre Wünsche erfüllbar sind. Es bringt Ihnen nur Enttäuschung, wenn Sie zu unrealistische Ziele haben. Setzen Sie sich beispielsweise das Ziel, im nächsten Jahr Abteilungsleiter in Ihrer Firma zu werden, müssen Sie sich vorher mit allen Aspekten der Position vertraut machen. Denken Sie dabei nicht nur an die positiven, sondern auch an die negativen Seiten. Sind Sie bereit dazu, mehr zu arbeiten und Überstunden zu leisten? Wollen Sie (mehr) Verantwortung übernehmen, für Ihr Team gerade stehen und Mitarbeitergespräche führen? Trauen Sie sich die Aufgaben zu, die diese Position mit sich bringt? Verfügen Sie über die erforderlichen Qualifikationen und die nötige Erfahrung, um Ihrer Aufgabe gerecht zu werden? Denken Sie darüber nach, wie sich Ihr Leben verändern wird. Ist diese Veränderung für Sie erstrebenswert? Führen Sie sich Ihre Stärken und Schwächen vor Augen – und seien Sie ehrlich dabei. Erst, wenn Sie sich ganz sicher sind, dass Sie das richtige Karriereziel vor Augen haben, können Sie damit beginnen, darauf hinzuarbeiten.

Das bedeutet für Sie:

  1. Suchen Sie sich ein großes Ziel, das realistisch ist.
  2. Unterteilen Sie es in kleine Meilensteine.
  3. Und ganz wichtig – belohnen Sie sich, wenn Sie ein Etappenziele erreicht haben.

3. Das SMART-Prinzip für „gute“ Ziele

Im Bereich Projektmanagement wird zur Zielsetzung das „Smart Prinzip“ angewandt. Damit lassen sich Ziele eindeutig definieren und festlegen. SMART steht für:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Ansprechend
  • Realistisch
  • Terminiert

Jedes Ziel muss SMART sein, also alle fünf Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel.: „Ich werde im nächsten Jahr Abteilungsleiter!“ Das Ziel ist eindeutig definiert (S), deutlich messbar (M), erstrebenswert für Sie (A), es liegt im Bereich des Möglichen, dass Sie Abteilungsleiter werden (R) – Sie sollten also nicht gerade erst Ihre Ausbildung abgeschlossen haben – und Sie haben einen festen Zeitpunkt festgelegt (T).

Um Ihre Erfolge überprüfen zu können, sollten Sie Ihr Ziel aufschreiben. Damit gewinnt es an Verbindlichkeit. Zusätzlich sind Sie dazu gezwungen, genau auszuformulieren, was Sie sich vorstellen.

Sobald das geschehen ist, überlegen Sie, wie Sie es erreichen können, wie Sie da hinkommen, wo Sie hinmöchten. Es kann hilfreich sein, mit Kollegen, Ihrer Familie und Freunden oder auch mit Ihrem Vorgesetzten zu sprechen, um sich von außen Ideen und Impulse zu holen, wie Sie Ihr Ziel erreichen können. Tun sich neue Möglichkeiten auf, erweitern Sie den Plan entsprechend. „Ich werde im nächsten Jahr Abteilungsleiter sein und 15% mehr Gehalt bekommen“. Welches Ziel setzen Sie sich?

4. Was bringt die Zukunft? Seien Sie offen für Neues.

Noch vor einigen Jahren war es klar, dass man sein Leben lang den selben Beruf ausübt. Damals war es keine Seltenheit, wenn Mitarbeiter 20, 30 oder 40 Jahre bei ein und demselben Unternehmen arbeiteten. Das ist heute anders. Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber nicht gefällt, gibt es genug Alternativen, die sich Ihnen bieten. Wenn Sie den Beruf gleich ganz wechseln möchten, ist auch das möglich. Karrieren verlaufen selten geradlinig. Heutzutage liest man immer wieder von Ärzten, die später in einem handwerklichen Beruf gearbeitet haben, von Optikern, die auf Schmuckdesign umsatteln oder von Ingenieuren, die als Lehrer arbeiten. Sie müssen natürlich nicht gleich vom Bibliothekar zum Chirurg werden – aber behalten Sie im Kopf, dass Sie das tun könnten. Wichtig ist, dass Sie sich nicht selbst in ein steifes Korsett zwängen und darin verharren, wenn Sie eigentlich lieber etwas Anderes tun wollen.

Trotz der unberechenbaren Wirtschaftslage können Sie Ihre Karriere planen – zumindest zu einem gewissen Teil. Nämlich insofern, als dass Sie Ihr Ziel erreichen können, auch wenn der Weg dorthin vielleicht nicht so verläuft, wie Sie es sich vorstellen. Manchmal sind unvorhersehbare Veränderungen sogar gut für die Karriere. Wenn Ihre Firma pleite geht, können Sie darüber traurig sein und sich darüber ärgern, dass Sie Ihre tollen Kollegen und die sichere Position verlieren. Oder Sie sehen es als Chance, sich in einem neuen Unternehmen zu beweisen. Seien Sie so offen wie Sie können, wenn es um Ihren Beruf geht. Nur so können Sie Chancen ergreifen, die sich Ihnen bieten. Bis ins kleinste Detail planen können Sie Ihre Karriere nicht. Aber Sie können planen, was Sie am Ende erreicht haben wollen – und dann aktiv daraufhin arbeiten.

5. Die drei größten Fehler bei der Zielsetzung

Wenn Sie sich Ihre Ziele setzen, achten Sie darauf, dass Ihnen diese Fehler nicht passieren:

1. Die falschen Gründe:
Überlegen Sie sich, warum Sie ein Ziel erreichen wollen. Machen Sie das für sich? Für Ihre Eltern? Um vor Ihrem Partner besser dazustehen? Schauen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich, was Sie wirklich wollen. In den meisten Fällen lohnt es sich nicht, die eigene Karriere nach den Wünschen anderer auszurichten.

2. Keine Weitsicht:
Was passiert eigentlich, wenn Sie Ihre Ziele erreicht haben? Werden Sie noch genug Zeit für Ihre Familie haben? Bevor Sie sich ein Ziel setzen, das Sie unglücklich machen könnte, denken Sie intensiv darüber nach. Wie wird sich Ihr Leben nach Erreichen Ihres Ziels verändern? Bringt diese Veränderung für Sie zu viele negative Konsequenzen mit sich, ist das Ziel vermutlich nicht so erstrebenswert, wie es für Sie zunächst den Anschein haben mag.

3. Zu viele Ziele:
Sie wollen gerne befördert und in den Betriebsrat gewählt werden, sich stärker für die Umwelt und politisch engagieren, einen Marathon laufen und mehr Zeit für Ihre Freunde und Ihre Familie? Das könnte etwas zu viel werden. Denken Sie daran, realistisch zu bleiben und sich nicht zu überfordern. Je mehr Ziele Sie sich setzen, desto weniger Zeit haben Sie für die einzelnen Projekte. Verzetteln Sie sich nicht. Sonst laufen Sie am Ende Gefahr, nicht ein einziges Ziel zu erreichen. Und das kann ganz schön frustrierend sein. Haben Sie eine Sache erfolgreich abgeschlossen, können Sie immer noch eine weitere anpacken.

6. Ziel nicht erreicht? Mit Misserfolgen umgehen

Vermutlich werden nicht alle Ihre Pläne aufgehen. Es wird Rückschläge geben, auf die Sie nicht vorbereitet sind und die Sie möglicherweise in Ihrer Planung zurückwerfen. Das ist ein Fakt, mit dem Sie sich am besten von Anfang an anfreunden. Natürlich ist das schade, aber denken Sie daran, dass Scheitern zum Leben dazu gehört. Wichtig ist nur, dass Sie danach nicht aufgeben. Dass Sie sich dazu entscheiden, es entweder noch einmal zu versuchen oder sich ein anderes Ziel zu suchen, das machbarer ist. Wenn Sie bei einer Beförderung nicht berücksichtigt werden, wird es Ihnen nichts bringen, den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen fragen Sie nach, warum Sie nicht für die Stelle in Betracht gezogen wurden und versuchen sich so weit zu verbessern, dass Sie Ihr Ziel beim nächsten Mal erreichen können. Oder Sie erkennen für sich, dass Sie in einer anderen Firma einfacher in die Position kommen, in der Sie sein möchten. Wenn Sie merken, dass Sie etwas nicht schaffen, weil Ihnen das Fachwissen dafür fehlt, fragen Sie jemanden, der es hat, sprechen Sie mit Ihrem Chef über eine Weiterbildung oder bringen Sie es sich selbst bei, falls möglich. Und wenn Sie Ihr Ziel am Ende dann doch erreichen, spielen all die Stolpersteine, die Ihnen im Weg lagen, keine Rolle mehr.

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