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Mit einer Spieluhr spielerisch die Welt der Klänge entdecken

Bei einer Spieluhr handelt es sich im Grunde um nichts weiter als ein mechanisches Instrument, das verschiedene Töne und Melodien abspielen kann. Weil sie in vielfältigen Ausführungen und Formen erhältlich sind, werden Spieluhren von jungen Eltern geschätzt. Denn dieses Spielzeug kann entweder als Einschlafhilfe genutzt werden oder es unterstützt die Kleinkinder auf eine für sie faszinierende Art, die Welt der Klänge zu entdecken.

Die Geschichte der Spieluhren

Den Grundstein für die Entwicklung von Spieluhren hatte der Uhrmacher Antoine Favre-Salomon aus Genf gelegt, als er anno 1796 das Prinzip der klingenden Stahlzunge anwendete, um eine Taschenuhr zu bauen, die Musik machen konnte. Zunächst musste dafür jede Tonzunge individuell hergestellt, anschließend abgestimmt und schließlich auf den Zungenbalken geschraubt werden. Auch wenn schon bald aus einem Stück Stahlblech bis zu fünf Tonzungen hergestellt werden konnten, sollte es bis 1810 dauern, bis ein kompletter Spielkamm aus einem Stück Stahlblech produziert werden konnte. Beim Tonkamm handelt es sich um einen Klangerzeuger, der speziell für mechanische Musikinstrumente entwickelt wurde. Es sollte allerdings nicht lange dauern, bis Spieluhren die Herzen von Fans in aller Welt erobert hatten – besonders gefragt waren die Modelle von Herstellern aus der Schweiz.

Etwa 1840 wurde mit der Pianoforte-Spieldose eine raffinierte Neuerung eingeführt. Diese besaß zwei Kämme. Während ein Kamm laut tönte, klang der andere leise. Dadurch war es möglich, die Tonzungen dünner zu machen. Das hatte zur Folge, dass sie leiser und weicher klangen. Insgesamt ließen sich dadurch für damalige Verhältnisse erstaunliche Klangeffekte erzeugen.

Nun sollte es nicht mehr allzu lange dauern, bis in Spieluhren erstmals auch andere Instrumente eingebaut wurden. Dazu gehörten etwa Glockenwerke, die von einem separaten Kamm gesteuert wurden. Auch die Harmonika erfreute sich großer Beliebtheit, hierbei musste allerdings noch ein spezielles Gebläse eingebaut werden.

Bislang hatten Spieluhren allerdings den Nachteil, dass lediglich die auf einer Walze eingeprägten Stücke gespielt werden konnten. Wer andere Melodien hören wollte, musste sich eine neue Spieluhr kaufen. Die ersten Modelle mit auswechselbaren Walzen wurden erst um 1850 entwickelt. Nun hatte der Besitzer die Möglichkeit, jederzeit Walzen mit neuen Melodien nachzubestellen. Die austauschbaren Walzen wurden aber jeweils nur für bestimmte Spieluhren hergestellt und waren mit anderen Modellen nicht kompatibel. Zahlreiche weitere Neuerungen sollten folgen, sodass die Spieluhren aus dem 19. Jahrhundert letztlich auch als die Vorläufer der Musikboxen gelten dürfen, die sich in den 1950er und 1960er Jahren großer Beliebtheit erfreuten.

So wurden Spieluhren früher hergestellt

Während des 19. Jahrhunderts galt die Westschweiz als Hochburg für die Herstellung von Spieluhren. Diese war jedoch stark geprägt von den Traditionen des dortigen Uhrmacher-Handwerks. So erfolgte die Herstellung der Rohwerke in Fabriken, während die Spieluhren anschließend in Heimarbeit fertiggestellt wurden. Erst um 1875 wurde eine Fabrik für die Spieluhren-Produktion in Sainte-Croix gegründet, die Heimarbeit sollte allerdings noch etwa ein weiteres Jahrhundert lang weit verbreitet sein.

Die sogenannten Stecher bestimmten nach der Vorlage eines musikalischen Arrangements die Anordnung der einzelnen Elemente, durch welche die Töne erzeugt wurden. Auf jeder einzelnen Walze mussten Tausende von Markierungen angebracht werden. Dabei lagen die Spuren der verschiedenen Melodien oft nur um Zehntelmillimeter auseinander. Weil ein Stecher pro Stunde etwa 450 Markierungen anbringen konnte, brauchte er für eine einzelne Walze in der Regel mehrere Tage. Nachdem die Markierungen bearbeitet waren, mussten die Tonkämme anschließend noch gestimmt werden. Dieser Arbeitsgang wurde in drei Schritten erledigt, bevor jede Spieluhr schließlich in die Endkontrolle kam. Dort wurde schließlich noch überprüft, ob das Spielwerk richtig funktionierte.

Die Spieluhr als zuverlässiger Begleiter in die Welt der Träume

Vor allem junge Eltern kennen das Problem: Oft wird das Zubettgehen bei Babys und Kleinkindern zu einer regelrecht unendlichen Geschichte. Denn nur allzu oft wirken auch die allabendlich ausgeführten Rituale nicht und das Kind kann sich einfach nicht beruhigen und einschlafen. In diesem Fall können die Eltern eine Spieluhr kaufen, die dem Kind die Melodien altbekannter Schlaflieder vorspielt. Sehr oft sind die Spieluhren, die als Einschlafhilfe gedacht sind, in Mobiles integriert. Diese sorgen zusätzlich für Ablenkung und bewirken ein schnelleres Einschlafen. Die Eltern sollten allerdings darauf achten, ein Mobile mit kräftigen Farben auszuwählen. Denn Neugeborene haben Probleme damit, sanfte Pastelltöne wie Hellblau oder Rosa zu erkennen.

Spieluhren bewirken aber nicht nur, dass die Kleinkinder schneller einschlafen. So ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass die Musik aus der Spieluhr das Gehirn der Babys stimuliert. Aus diesem Grund legt sogar so manche werdende Mutter eine Spieluhr auf ihren Bauch und gewöhnt das Kind schon im Mutterleib an die sanften Klänge. Nach der Geburt schlafen die Babys oft schneller ein, wenn sie die – ihnen bereits bekannten – Klänge einer Spieluhr hören. Der Hintergrund: Schon im fünften bis sechsten Schwangerschaftsmonat sind Babys in der Lage, Töne, die von außen in den Mutterleib dringen, wahrzunehmen.

Die Klänge von Spieluhren haben also bereits vor der Geburt eine beruhigende Wirkung auf die Kleinkinder, sodass sich ihr Pulsschlag verlangsamt und sie weniger Treten und andere Aktivitäten zeigen. Diese entspannende Wirkung kann die werdende Mutter förmlich spüren. Und Dinge, die der Fötus bereits im Schutz der Gebärmutter als wohltuend und entspannend kennengelernt hat, geben ihm auch nach der Geburt Vertrautheit und Entspannung. Das Kind kommt also schneller zur Ruhe und schläft schneller ein, wenn in der Nähe des Bettes eine vertraute Melodie erklingt.

Die Spieluhr für das Baby: darauf kommt es an

Eltern, die ein neues Exemplar oder eine Spieluhr gebraucht kaufen wollen, sollten darauf achten, dass die abgespielte Musik der DIN-Norm entspricht. So darf die Lautstärke keinesfalls zu hoch sein, weil die Spieluhr ja in der Regel in einer Entfernung von weniger als einem Meter zum Bett aufgestellt wird. Ob die Lautstärke zu hoch oder angemessen ist, können die Eltern selbst ausprobieren und nach ihrem persönlichen Empfinden entscheiden. Wenn der Favorit dann gefunden ist, sollten die Eltern natürlich auch darauf achten, dass das Baby den Abstand zur Spieluhr nicht aus eigener Kraft verringern kann.

Letztlich sollen Spieluhren dazu beitragen, dass das Kind entspannt und beruhigt einschlafen kann. In diesem Zusammenhang lieben Babys übrigens Harmonien, wie sie in der klassischen Musik oft zu finden sind. Zu den absoluten Favoriten von Säuglingen gehört beispielsweise das „Wiegenlied“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Sehr beliebt bei jungen Eltern ist die Mini-Spieluhr „Frosch“ des Herstellers FEHN. Weil dieses Modell farbenprächtig gestaltet ist, bietet es dem Kind jede Menge an optischen Reizen. Ins Land der Träume begleitet wird das Kleinkind bei diesem Modell mit der sanften Melodie von „Somewhere over the Rainbow“.

Wenn der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind

Was die Gestaltung von Spieluhren angeht, sind der Fantasie der Produktdesigner nahezu keine Grenzen gesetzt. Die mechanischen Instrumente können nämlich in nahezu jedes andere Produkt integriert werden – von Mobiles bis hin zu kleinen Schmuckkommoden. Letztere eignen sich aber weniger für den Einsatz im Kinderzimmer, sondern sind für ältere Kinder oder Erwachsene gedacht, für die sie begehrte Sammlerstücke darstellen. Eine Spieluhr gebraucht kaufen ist also auch für Sammler durchaus ein Thema.

Zu den beliebtesten Modellen zählt beispielsweise das Lämmchen Monny des Herstellers Nici. Dieses spielt Brahms Wiegenlied ab und wünscht „Guten Abend, gut´ Nacht“. Käthe Kurse hingegen bietet den Zirkusaffen Carla Mello an, der das Wiegenlied von Mozart abspielt. Zu den beliebten Motiven gehören aber auch kleine Drachen wie etwa der Kli Kla Klecks-Drache von Sigikids, der „La Le Lu, nur der Mann im Mond schaut zu“ intoniert.

Und selbst auf Weihnachtsmärkten sind Spieluhren oft die große Sensation. Hier werden gerne überdimensionale und mit Figuren ausgestattete Spieluhren aufgestellt.

Weitere Tipps finden Sie übrigens auch in unserem Baby-Ratgeber.