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Einräder begeistern immer mehr Menschen

Früher kannte man sie vor allem aus dem Zirkus oder von Straßenartisten: Einräder sind eine kuriose Variante des Fahrrads, bei dem der Fahrer sich mittels Pendelbewegungen auf dem Sattel hält. Versierte Einradfahrer können beeindruckende Kunststücke vollbringen. Doch inzwischen ist das Einrad weit mehr als nur ein Zirkusgerät.

Reines Fun-Gerät oder ernsthaftes Fortbewegungsmittel?

Zu Beginn der Entwicklung standen die Artisten, die aus Einzelteilen normaler Fahrräder ihre Einräder bauten. Es war beeindruckend, solche Kunststücke zu sehen, die sich normale Fahrradfahrer nicht vorstellen konnten. Einräder kaufen konnte man damals aber noch nicht an jeder Ecke. Tatsächlich hat sich Ende der 90er Jahre das Einrad zunächst als Spielzeug für Kinder etabliert, wird aber mittlerweile auch als professionelles Sportgerät für Erwachsene angeboten.

Relativ schnell wurde klar, dass man nicht einfach dieselben Teile verwenden kann, die für herkömmliche Fahrräder benutzt werden, denn die physikalischen Kräfte, die auf das Einrad wirken, sind zum Teil erheblich größer und erfordern spezielle Materialien. Das gilt zum Beispiel für die Speichen und die gesamte Radkonstruktion, aber auch für Pedale und Sattel. Die Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten nicht nur diverse Geräte für Kinder und Erwachsene an, sondern unterscheiden mittlerweile auch bestimmte Fortbewegungsarten und Disziplinen. Prinzipiell gibt es vier Einrad-Gruppen, in denen man nach dem geeigneten Modell suchen kann.

Die bekannteste Form ist das Freestyle-Einrad, auf dem akrobatische Tricks gezeigt werden. Man könnte es am ehesten mit dem BMX-Rad vergleichen, das von einer ähnlichen Nutzergruppe verwendet wird. Nicht selten befinden sich darunter auch eingefleischte Skateboarder und ähnliche Sportler. Es zeichnet sich durch eine besonders eckige Gabel und eine Reifengröße zwischen 16 und 20 Zoll aus.

Wie jedes Fortbewegungsmittel kann man das Einrad selbstverständlich bestens für Rennen nutzen. Hierfür bietet der Markt spezielle Renn-Einräder an, auf denen man sich dank größerer und schmalerer Reifen (bis 24 Zoll) vergleichsweise schnell fortbewegen kann. Allerdings muss man bedenken, dass im Vergleich zum echten Rennrad nur geringe Geschwindigkeiten erreicht werden. Das liegt daran, dass man über die Pedale nur eine direkte 1:1-Übersetzung und keine Gangschaltung hat, mit der man die Geschwindigkeit erhöhen könnte.

Für Fahrten im Gelände sind analog zum Mountainbike entsprechende Mountain Unicycles (Mountain-Einräder) erhältlich, die über besonders breite Stollenreifen in einer Größe zwischen 24 und 26 Zoll verfügen. Für längere Strecken werden Touring-Einräder angeboten, die am ehesten mit Trekkingrädern vergleichbar sind. Sie eignen sich mit ihren großen Rädern zwischen 26 und 36 Zoll durchaus für längere Strecken und sind manchmal mit einem Lenker versehen, um das Fahren bequemer zu gestalten.

Als ernsthaftes Fortbewegungsmittel im Alltag kann das Einrad dennoch nur bedingt gelten, denn es gibt weder Leerlauf noch Bremsen oder andere Hilfsmittel. Eine Ausnahme stellt das sogenannte freilaufende Einrad dar, bei dem die Nabe einen Freilauf besitzt. Mit diesem Einrad kann man nicht rückwärts fahren und es ist normalerweise auch mit einer Rücktrittbremse ausgerüstet, da man es nicht durch das Einwirken auf die Tretbewegung verlangsamen kann. Rein rechtlich gesehen gilt das Einrad nicht einmal als Fahrzeug und darf daher nicht auf der Straße oder dem Radweg genutzt werden. Trotzdem trifft man das Einrad besonders oft in der Stadt an, wo es als wendiges Fortbewegungsmittel genutzt wird, das man bequem unter dem Arm tragen kann.

Wie funktioniert das Einrad?

Das physikalische Prinzip unterscheidet sich beim Einrad nicht wesentlich vom Zweirad. Allerdings berührt es nur an einem Punkt den Boden und bedarf daher einer ständigen Korrektur des Gleichgewichts. Physiker sprechen auch von einem umgekehrten Pendel, bei dem sich der Schwerpunkt (dargestellt durch den Fahrer und den Sattel) oberhalb des Drehpunktes am Radmittelpunkt befindet. Würde man nicht gegensteuern, müsste das Einrad zwangsläufig umfallen. Das Balancieren erfolgt durch das geschickte Pendeln über dem Drehpunkt durch das Bewegen der Pedale nach vorne oder hinten. Zu Beginn ist es nicht so einfach, das zu erlernen, aber nach einiger Zeit sind viele Fahrer in der Lage, das Gleichgewicht im Stillstand ohne wahrnehmbare Bewegung zu halten.

Solange der Körperschwerpunkt über der Radauflagefläche im Lot ist, kippt das Einrad nicht um. Will man sich fortbewegen, muss man ein sogenanntes labiles Gleichgewicht herstellen, bei der Schwerkraft und Fliehkraft zu berücksichtigen sind. Wer ein Einrad kaufen möchte, sollte sich also auf eine relativ lange Übungszeit einstellen, bevor er frei und unbeschwert durch die Gegend fahren kann.

Beim Lernen kommt es zwangsläufig zu Stürzen. Um Verletzungen zu verhindern, ist daher dringend eine vollständige Schutzausrüstung zu empfehlen. Neben dem Helm umfasst das auf jeden Fall Knieschoner, Ellbogenschützer und Handgelenksschoner. Dies gilt umso mehr, wenn Kinder beteiligt sind, deren Gleichgewichtssinn noch nicht voll ausgebildet und geschult ist. Allerdings kann das Erlernen des Einradfahrens die Koordinationsfähigkeit beim normalen Fahrradfahren deutlich verbessern.

Für Kinder gibt es alters- und größengerechte Modelle. Natürlich kann man diese Einräder gebraucht kaufen, denn gerade im Wachstum begriffene Kinder werden schnell zu groß und schwer für die kleineren Einrad-Modelle. Es gibt sie übrigens auch mit speziellen Indoor-Reifen, mit denen die ersten Schritte im Haus erlernt werden können. Hier ist aber umso mehr auf eine potenzielle Verletzungsgefahr durch Möbel, Treppen und andere Dinge zu achten. Deswegen muss auch im Indoor-Bereich unbedingt immer Schutzkleidung getragen werden.

Eine gute Übungsfläche für solche Indoor-Einräder ist übrigens eine Sporthalle. Viele Vereine bieten inzwischen entsprechende Kurse und Workshops an, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Denn ohne Lehrer ist es gerade am Anfang schwierig, die physikalischen Grundlagen zu verstehen. Sich zu Beginn immer an einem fixen Punkt (wie z.B. einem Treppengeländer) festhalten zu können, kann ebenfalls helfen, das Einradfahren zu erlernen.

Beim Einräder kaufen auf Qualität achten

Wie bereits erwähnt, ist die punktuelle Belastung auf die tragenden Komponenten des Einrads sehr viel höher als bei einem normalen Fahrrad. Das gilt insbesondere für Speichen und Pedale. Deswegen verwenden gute Hersteller entsprechend hochwertige Teile für Einrad-Konstruktionen. Die Zeiten, in denen es sich nur um ein billiges Spielzeug handelte, sind lange vorbei. Da je nach Disziplin ernsthafte Wettbewerbe abgehalten werden, ist die Materialauswahl bei den einzelnen Komponenten nicht weniger groß und vielfältig wie bei normalen Fahrrädern. Die Verwendung von verwindungs- und verformungssicheren Materialien ist für das Sattelrohr besonders wichtig, da es keinen Rahmen gibt, der die Statik unterstützen könnte. Hier kommen hochfester Stahl, leichtes Aluminum und superstabiles Carbon nicht selten zum Einsatz. Wer Einräder gebraucht kaufen möchte, sollte das ganze Sportgerät unbedingt sorgfältig auf Beschädigungen oder Risse im Rohr absuchen.

Außerdem muss der Sattel eine gewisse Ergonomie aufweisen, um das Fahren mit dem Einrad zu erleichtern. Verwendet werden in erster Linie sogenannte Bananensättel, die am vorderen Ende nach oben gebogen sind. Das soll ein Abrutschen nach vorne verhindern und dem Fahrer mehr Stabilität bieten, wenn er bei der Bewegung pendelt. Die Stabilität wird auch dadurch verbessert, weil man einen solchen Sattel problemlos zwischen Waden und Schritt einklemmen kann. Dies unterstützt die notwendige aufrechte Haltung beim Fahren. Nur so sind störungsfreie Pedalbedienung und das Lenken über die Verlagerung der Beinanspannung möglich. Insgesamt ist der Sattel also eine kritische Komponente, die bequem und stabil konstruiert sein muss. Nicht nur für Kinder interessant sind Sattelkonstruktionen, die sich teleskopartig in der Höhe verstellen lassen. Das begünstigt zum einen die Lebensdauer bei Kindern, die sich noch im Wachstum befinden; zum anderen erleichtert es auch Erwachsenen, die optimale Sitzposition zu ermitteln.

Doch damit hört die Suche nach der Qualität noch nicht auf: Nabe, Pedale und Speichen müssen ebenso stabil gebaut sein wie die Felge und der Reifen. Nur im perfekten Zusammenspiel aller Teile kann eine sichere Funktion gewährleistet werden. Gerade die Radnabe muss den einen oder anderen Sturz wegstecken können, ohne dabei gleich kaputt zu gehen.

Wartungs- und Pflegeaufwand beim Einrad

Man könnte meinen, dass der Wartungsaufwand nicht besonders groß ist, wenn man Einräder kaufen möchte. Tatsächlich gibt es natürlich sehr viel weniger Teile als beim Fahrrad, ergo kann weniger kaputtgehen oder verschleißen. Trotzdem müssen die im vorigen Abschnitt genannten Komponenten häufig auf Verschleiß und Beschädigungen überprüft werden, um eine sichere Funktion zu garantieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf allen tragenden Komponenten, denn wenn nur eine von ihnen versagt, können schwere Stürze die Folge sein. Hier kann es sich lohnen, in hochwertige Qualität zu investieren, denn die Preisunterschiede ergeben sich in erster Linie aus den verwendeten Materialien und deren Haltbarkeit. Für ein gelegentliches Hin- und Herfahren genügt sicherlich ein einfaches Modell, während für Langstrecken- oder Trickfahrer die höherwertigen Modelle eine Voraussetzung sind.

Fazit: Das Einrad ist mehr als nur ein kurioses Spielzeug

Mit dem Einrad hat ein interessantes Sportgerät Einzug in die Freizeitwelt gehalten, das längst mehr ist als ein einfaches Spielzeug oder eine Ausnahmeerscheinung für Akrobaten. Mit etwas Training kann man das Einradfahren sicher beherrschen und dann dieses besonders originelle und wendige Fahrzeug fast überall benutzen. Dabei sind jedoch die rechtlichen Vorgaben der StVO zu beachten, denn das Einrad ist kein Fahrzeug im eigentlichen Sinne. Ob Kinder oder Erwachsene: Wer ein Einrad fährt, sollte stets eine komplette Schutzausrüstung anlegen.

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