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Mit dem Tandem nie mehr getrennt ankommen

Bei Radtouren gibt es immer Radler, die flotter unterwegs sind als andere. Der Langsamere hat Probleme, das Tempo zu halten und der Schnellere will nicht ständig warten müssen. Damit beide trotz unterschiedlicher Tretleistung gleichzeitig ankommen, sind Tandems die perfekte Lösung.

Das Tandem ist mehr als ein Urlaubsgag

Die meisten Menschen kennen Tandems in erster Linie aus dem Urlaub. Besonders in Holland oder in anderen flachen und ländlichen Regionen sind diese praktischen Zweipersonenfahrräder sehr beliebt. Gerade auf dem flachen Land nahe der Küste weht oft ein starker Wind, der für weniger trainierte Radfahrer zum Problem werden kann. Auf Tandems vereinen zwei Menschen ihre Kräfte und können somit selbst mit einem sehr unterschiedlichen Fitnessgrad zusammen radeln. Niemand muss auf den anderen warten und wer zwischendurch eine Auszeit braucht, kann mit dem Treten dank Freilauf aufhören. Das sollte natürlich nicht zum Dauerzustand werden, sonst macht einer alleine die Arbeit.

Tandems sehen aus wie zwei Fahrräder, aus denen man eines gemacht hat – und genau so sind die ersten dieser Vehikel auch entstanden. Heute kann man natürlich ein komplettes Tandem kaufen und muss nicht mehr basteln. Selbst bauen birgt nämlich auch die Problematik, dass man bei schlecht ausgeführten Arbeiten am Rahmen Unfälle riskiert und alles auseinanderfällt. Längst haben sich Tandems aber auch abseits der Urlaubsregionen als geeignete Transportmittel für radelnde Paare erwiesen. Es gibt übrigens auch Varianten für noch mehr Personen, die dem gleichen Prinzip folgen, dann aber nicht als Tandems bezeichnet werden, sondern entsprechend ihrer Personenzahl als Triplet, Quad oder Quint.

Der entscheidende Vorteil beim Tandemfahren liegt allerdings nicht nur in der Geselligkeit und dem Spaß, gemeinsam eine Tour zu machen und gleichzeitig anzukommen, sondern auch in der Tatsache, dass der Luftwiderstand im Vergleich zum Fahren mit zwei getrennten Fahrrädern fast halbiert wird. Wenn man bedenkt, dass es vor allem der Luftwiderstand ist, der beim Radfahren ausbremst, sind Tandems eine geniale Idee. Manche Leute glauben, dass der Vorteil des geringeren Luftwiderstandes durch das höhere Gewicht des Tandems aufgehoben wird, doch tatsächlich sind Tandems im Vergleich zu zwei vollwertigen Einzelfahrrädern grundsätzlich um einiges leichter. Neben dem erheblichen Freizeitwert fahren viele Begeisterte ihre Tandems inzwischen auch aus rein praktischen Erwägungen und haben ihre Räder entsprechend ihren Bedürfnissen ausgelegt. Als Mobilitätsmittel ist dieses Fahrradkonzept jedenfalls nicht zu unterschätzen.

Radfahren für Sehbehinderte wird mit Tandems möglich

Wer sein Augenlicht verliert oder vielleicht bereits mit einer Sehbehinderung geboren wird, ist nicht in der Lage, alleine auf einem Fahrrad am Straßenverkehr teilzunehmen. Es gibt zwar Blinde, die das Radfahren an sich gemeistert haben, doch im echten Alltag können diese Menschen natürlich nicht einfach durch den dichten Verkehr radeln. Was tun also Sehbehinderte, die auf das Radfahren nicht verzichten wollen, sei es aus Gründen der Mobilität oder der Fitness? Mit dem Tandemrad bietet sich eine perfekte Möglichkeit, trotzdem in die Pedale zu treten und sich im Freien fit zu halten.

Derjenige, der vorne sitzt und lenkt, wird beim Tandemfahren übrigens als Pilot oder Kapitän bezeichnet, während der hintere Fahrer (der nicht lenken kann) als Heizer oder Stoker bezeichnet wird. Diese Begriffe stammen wohl aus der maritimen Tradition der Holländer und beziehen sich auf die Verteilung der Rollen auf einem Schiff – während der Kapitän bestimmt, wo es lang gehen soll, sorgt der Heizer für den Vortrieb. Natürlich sollten die Rollen auf Tandems etwas gerechter verteilt sein und beide für das Fortkommen sorgen. Generell können Tandems auf ebener Strecke aufgrund des geringeren Luftwiderstands bei größerer Tretleistung eine höhere Geschwindigkeit erzielen als zwei hintereinander fahrende Einzelradler. Davon profitieren natürlich nicht nur sehbehinderte Heizer.

Wie sind Tandems aufgebaut?

Wenn Sie ein Tandem kaufen möchten, sollten Sie etwas zur Technik wissen. Generell ist der Bau von Tandems für Fahrradhersteller kein großes Problem, da die technischen Voraussetzungen überschaubar sind. Der Rahmen wird mit einem zweiten Sitzrohr und einem zweiten Tretlager ausgestattet. Um mehr Stabilität zu bieten, verfügen viele Tandems über eine zusätzliche Versteifung in Form von weiteren Rohren. Die beiden Tretlager müssen natürlich miteinander verbunden werden. Das geschieht mittels einer Synchronkette, die über die richtige Spannung verfügen muss. Beide Tretlager haben ihren eigenen Freilauf, so dass nicht beide immer gleich schnell treten müssen.

Bei der Auslegung eines Tandems muss der Konstrukteur aber berücksichtigen, dass alle Komponenten stabiler ausgelegt sein sollten. Die Belastungen, die aufgrund der höheren Gesamtmasse des Tandems im Vergleich zum normalen Fahrrad auf die Teile einwirken, sind um einiges höher. Deswegen ist es auch nicht empfehlenswert, ohne Erfahrung zu versuchen, selbst ein Tandemrad aus zwei alten Fahrrädern zu basteln. Tatsächlich erfordert die Konstruktion ein gehöriges Maß an Erfahrung. Da sich vor allem Spezialhersteller auf die Produktion von Tandems verstehen, liegen die Kosten auch etwas höher als für normale Fahrräder. Man kann je nach Auslegung und Ausstattung mit einem etwa doppelten bis dreifachen Preis rechnen.

Beim Vergleich mit Einzelfahrrädern muss natürlich das Verhältnis stimmen. Ein hochwertiges Renntandem sollte man nicht mit einem einfachen Trekking-Einzelfahrrad vergleichen. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von spezialisierten Tandems für unterschiedliche Einsatzzwecke, um dem Anspruch an eine moderne Mobilität gerecht zu werden. Manche Modelle lassen sich sogar über spezielle Kupplungen einfach zerlegen und transportieren, was die Handhabung im Alltag und auf Reisen deutlich erleichtert.

Welche Arten von Tandems gibt es?

Speziell wenn man ein Tandem gebraucht kaufen möchte, sollte man natürlich zuvor wissen, welche verschiedenen Arten es überhaupt gibt. Denn längst nicht alle Tandems sind gleich. Das klassische Familientandem ist die bekannteste Form und entspricht am ehesten dem, was man aus dem Urlaub kennt. Es ist ein einfaches Tandemkonzept, das dazu gedacht ist, gelegentlich das Kind zur Schule zu fahren oder mal einen Ausflug zu machen. Sie sind relativ kostengünstig und in der Regel ziemlich robust. Wichtig sind gute Bremsen und die Möglichkeit, die Sitzhöhe zu variieren, damit auch Kinder mitradeln können.

Für längere Touren oder für Fahrten in der Großstadt ist das City-Tandem die richtige Wahl. Es ist etwas besser ausgestattet als das Familientandem und verfügt über solide Gepäckträger und hydraulische Bremsen, um das höhere Gewicht des Gepäcks zuverlässig abbremsen zu können. Sie lassen sich gut durch Ausstattungsanpassung individualisieren. Sogenannte Reisetandems sind eine Spur sportlicher ausgelegt und erreichen höhere Geschwindigkeiten als Citybikes. Trotzdem sind sie stabil genug, um größere Mengen Gepäck zu transportieren. Variationen als Trekkingtandem sind ebenfalls verfügbar.

Besonders leicht und stabil sind Rennradtandems ausgelegt. Sie verfügen über besonders hochwertige Ausstattung und verwenden Bremsen aus dem Mountainbike-Bereich, die oft als Scheibenbremsen ausgelegt sind. Die Preise für Rennradtandems können astronomisch sein, wenn Materialien wie Titan oder Carbon verwendet werden. Wenn man ein solches Tandem gebraucht kaufen kann, reduziert sich der Preis zwar, bleibt aber dennoch erstklassig. Sogar Mountainbike-Tandems gibt es, wobei hier nichts ohne eine perfekte Koordination zwischen Pilot und Stoker geht. Solche Modelle sind extrem robust gebaut, da die Belastungen für Mountainbikes ohnehin höher ausfallen. Große Federgabeln, riesige Scheibenbremsen und 48-Speichen-Laufräder sind keine Seltenheit.

Neuerdings verbreiten sich E-Bike-Tandems immer stärker. Sie sind wie ihre Einzel-Pendants mit elektrischen Unterstützungsmotoren ausgerüstet und vor allem für Touren in den Bergen oder bei Fahrten mit viel Gepäck zu empfehlen. Mit E-Tandems ist das Reisen besonders für Menschen mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit sehr entspannt und effizient. Das Antriebssystem ist bei einigen Modellen sogar in der Lage, Belastungsunterschiede herauszufiltern, so dass beide Radler entspannt und trotzdem flott vorankommen können.

Fazit: Das Tandem macht Spaß, ist praktisch und kommunikativ

Wer sich während der Fahrt unterhalten will und immer zur gleichen Zeit ankommen möchte, für den sind Tandems die perfekte Wahl. Moderne Tandems bieten eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen, die jedem Anspruch gerecht werden sollten. Egal, ob für gelegentliche Trips mit der Familie, für ausgedehnte Radtouren oder sogar den Renneinsatz: Das richtige Tandemfahrrad macht viel Freude und hält gleich zwei Menschen auf einmal fit. Wichtig ist eine hohe Qualität bei der Fertigung, denn Tandems müssen robuster ausgelegt sein als normale Fahrräder. Die Wartung ist entsprechend etwas aufwändiger, entfällt dafür aber nur auf ein Fahrrad und nicht auf zwei einzelne.