1886 Angebote aus „Briefmarken“ gebraucht kaufen

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Briefmarken – sammeln, tauschen, kaufen, verkaufen

Sie üben seit Generationen Faszination auf Sammler aus: Briefmarken. Dabei gibt es die kleinen Portoaufkleber noch gar nicht so lange. Die erste Briefmarke kam offiziell 1840, am 01. Mai auf den Markt. Mit dem „One Black Penny“ wurde eine ununterbrochene Erfolgsgeschichte losgetreten. Mit den ersten Postwertzeichen entstand nämlich auch das Hobby des Briefmarkensammelns. Die begehrten kleinen Kunstwerke sprechen die Sprache ihrer Zeit symbolhaft aus, berichten von fernen Ländern und vergangenen Epochen. Obendrein sind sie eine sichere Geldanlage, denn ihre Wertigkeit nimmt immer weiter zu.

Der Reiz des Sammelns von Briefmarken ist leicht erklärt. Zwar mögen sie auf den ersten Blick nichts anderes als ein Beleg für bereits bezahltes Porto sein, aber sie sind doch viel mehr: Es ist eine Kunst, ein aussagekräftiges Bild auf so kleine Fläche zu bannen, der Druck ist in Qualität und Ästhetik beeindruckend. Nicht ohne Grundlage gelten sie als „Kunstwerke im Kleinformat“. Briefmarken sind aber auch Aushängeschilder ihres Herkunftslandes. Sie stellen bedeutende Ereignisse, sportliche Höchstleistungen, Kultur, Natur und Historie vor.

Briefmarkensammeln bedeutet, sich zu bilden – auf denkbar angenehmste Weise

Es ist aber nicht nur die Briefmarke, die eine Geschichte erzählt. Stempel und Adresse auf einem Umschlag können den Wert einer Marke erstaunlich aufwerten. Je seltener, je dramatischer, desto besser – und je länger die Reise zurückliegt, umso höher der Wert.

So gilt als bekanntester Brief der Briefmarkengeschichte der Bordeaux-Brief von 1847. Er brauchte von Mauritius nach Bordeaux 85 Tage. 1993 wurde er versteigert. Binnen 42 Sekunden hatte er den Preis von 5 Millionen Schweizer Franken erreicht, der heutige Wert wird auf 10 Millionen Euro geschätzt. Auf ihm prangt eine Blaue und eine Rote Mauritius. Einzig die British Guiana 1¢ magenta ist mehr wert. Sie möchten wissen, welche Briefmarken außerdem sehr wertvoll sind? Wir verraten Ihnen welche die 10 wertvollsten Briefmarken weltweit sind.

Briefmarken: Qualität steht an erster Stelle

Der gute Zustand einer Marke ist ihr wichtigstes Merkmal. Diesen Grundsatz sollte jeder Liebhaber von Briefmarken beherzigen, ganz gleich auf welches Sammelgebiet Sie sich spezialisieren. In eine ordentliche Sammlung gehören nur Exemplare, die sich in einwandfreier Qualität befinden. Kaputte, ausgebesserte oder sogar unechte Marken können den Wert des gesamten Bestandes deutlich mindern.

Mit Briefmarken echte Werte schaffen

Aufgrund vieler Faktoren ist der Kauf von Raritäten immer auch Vertrauenssache. Darüber hinaus ist das Sammeln von Marken nicht nur ein Hobby, sondern auch eine Anhäufung von Werten, eine Kapitalanlage. Ganze Sammlungen werden in Familien von Generation zu Generation weitergeben und somit ist die eigene Briefmarkensammlung mehr als nur eine zeit- und kostenintensive Freizeitbeschäftigung.

Kaufen können Sie Briefmarken als Einzelstücke, komplette Serien sowie Sammlungen bei privaten Verkäufern, über Auktionshäuser oder bei anerkannten Briefmarkenhändlern. Am günstigsten kommen Sie über die Privatverkäufer an die begehrten Stücke. Allerdings fehlt dabei oftmals eine Echtheitsgarantie. Kaufen Sie also bei Privatsammlern, sollten Sie entweder selbst gut informiert sein oder einen Experten um Hilfe bitten. Sicherer ist es allerdings immer, wertvolle Marken über renommierte Fachhändler zu erwerben. Achten Sie bei teuren Anschaffungen auch darauf, sich Echtheitszertifikate geben zu lassen oder lassen Sie das Objekt Ihrer Begierde von einem Experten prüfen.

Die beliebtesten Herkunftsländer der Briefmarken

Auch unter Sammelmarken gibt es Lieblinge, die hoch im Kurs stehen. Ganz vorne sind im deutschsprachigen Raum natürlich Marken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch international sind Briefmarken aus dieser Region immer sehr beliebt und beliebt gewesen. Einige andere nehmen ständig einen neuen Platz auf der Beliebtheitsskala ein, viele Serien werden kaum beachtet.

Die Vorliebe für das eine oder andere Herkunftsland hat übrigens kaum etwas mit dem Design zu tun. Für besonders nett gestaltete Motive oder farbliche Kompositionen interessieren sich Briefmarkenfans kaum. Eher geht es darum, wie begehrt sie sind, welchen Wert sie haben könnten, nach ihrer Seltenheit und nach ihrer Bekanntheit. Wenn eine Rarität völlig unbekannt ist, dann ist sie nichts wert. Im günstigsten Fall gelingt einem Sammler ein Glücksgriff, der ebenfalls von einem renommierten Philatelisten entdeckt und entsprechend publiziert wird.

Beliebtes Sammelgebiet Deutschland

Deutsche Briefmarkensammler gelten als besonders konservativ. Sie interessieren sich hauptsächlich für Marken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hierzulande schnellen die Preise für Sammlerstücke zudem rasant in die Höhe. Es gibt viele Philatelisten, jedoch ist die Anzahl von Postwertzeichen, die im Laufe der Jahrhunderte verkauft wurden, begrenzt. Je mehr Menschen hier das Hobby des Briefmarkensammelns entdecken, desto höher wird die Nachfrage und im gleichen Maße steigen die Preise. Marken aus den Altdeutschen Staaten, den deutschen Kolonien, dem Deutschen Reich bis 1945, Postwertzeichen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, aus dem Saargebiet, aus Danzig, der DDR und ähnlichen, historischen Gebieten eine durchschnittliche Wertsteigerung von 30 Prozent erfahren.

Die wertvollsten Briefmarken des deutschsprachigen Raums

  • Der Schwarzer Einser: Verglichen mit den Briten war Deutschland in Sachen Postwertzeichen ein Spätzünder. Den Anfang machte das Königreich Bayern. Dort wurden im Jahre 1849 der "Schwarze Einser" veröffentlicht.
  • Der Sachsendreier: Ganz vorne mit dabei unter den kostbarsten deutschen Briefmarken ist der „Sachsendreier“, auch bekannt als „Sachsen, Drei Pfennig rot“. 1999 wechselte ein unberührter Briefmarkenbogen mit 20 Stück für 920.000 Deutsche Mark den Besitzer.
  • 9 Kreuzer blaugrün: Fehldrucke haben immer einen besonderen Wert, so auch der „9 Kreuzer blaugrün“ aus Baden. Eigentlich sollte die Marke rosa koloriert werden, doch die Bögen wurden vor dem Druck vertauscht. Ein mit der Briefmarke beklebter Umschlag wurde 1985 für 2,3 Millionen Deutsche Mark gehandelt.
  • Der Zinnoberrote Merkur: Diese Rarität ist die seltenste Marke Österreichs. Der Merkur ist etwa 150.000 Euro wert. Hier geben die kurze Nutzungsdauer und geringe Auflage den Ausschlag für den hohen Wert.
  • Die Basler Taube: Diese Briefmarke ist die erste und einzige, die das Kanton Basel herausgegeben hat. Die Schweizer nennen sie auch liebevoll „Basler Dybli“. Die Marke von 1845 ist das erste in mehreren Farben kolorierte Postwertzeichen der Welt und kommt auf einen Wert von etwa 150.000 Franken.

Das Handwerkszeug des Briefmarkensammlers

Ohne eines geht das ordentliche Sammeln von Briefmarken nicht: der Michel-Katalog. Der „Michel“ ist das Nachschlagewerk eines Philatelisten, hier findet man alle Briefmarken geordnet und durchnummeriert. In dem Sammelwerk können Sie auch nachschauen, was Ihre Schätze wert sind. Den Michel gibt es jedes Jahr als aktualisierte Neuauflage.

Natürlich braucht ein Einsteiger in das Hobby des Sammelns von Briefmarken auch weitere Ausrüstung: Briefmarkenalben zum Ablegen der Briefmarken, Pinzette und Handschuhe zum Behandeln der wertvollen Marken und viele weitere Utensilien. Als fortgeschrittene Philatelisten sollten Sie sich mit dem Versicherungsschutz für besonders kostbare Briefmarkensammlungen beschäftigen. Bei hohen Wertigkeiten greift eine simple Hausratsversicherung nicht mehr. Wer seine exquisitesten Schätze nicht der Bank anvertrauen möchte, dem gibt eine spezielle Versicherung zumindest finanzielle Absicherung.