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Der Kult um die Ü-Ei-Figuren

Spiel, Spaß und Spannung – diese magischen drei Worte verbindet heute bestimmt jeder mit der Kinder Überraschung, besser bekannt als Überraschungseier. Bereits seit 1974 begeistern sie nicht nur Kinder vor allem mit ihrem versteckten Inhalt aus Spielzeug, sondern inzwischen auch Erwachsene, die in den Ü-Ei-Figuren schon längst mehr sehen als Spielsachen: Durch die Fans und Sammler sind sie zum Kult geworden und einige durch ihre begrenzte Anzahl und das Erscheinungsdatum begehrte Sammlerobjekte.

Spiel, Spaß und Spannung – oder doch viel mehr?

Dass kleine Figuren einmal so viel wert sein können und sich zu einem Kult-Objekt entwickeln, hätte selbst der Erfinder der Kinder Überraschung, Konditormeister Michel Ferrero, Anfang der 1970er Jahre vermutlich nicht gedacht. Inzwischen haben Sammler und auch Kinder verschiedene Tricks entwickelt, den Inhalt des Eis bereits vor dem Kauf herauszufinden – Schütteln, Wiegen und Horchen sind wohl die häufigsten davon. Gerade durch das bewusste seltene Platzieren einzelner Objekte einer Serie durch den Hersteller wird nicht nur die Neugierde bei Kindern und Sammlern gesteigert, sondern auch der Wert der betreffenden Figuren.

Da hört der Spaß auf: Vorsicht vor Fälschungen

Da einige, vor allem ältere Sammelfiguren wie beispielsweise das Hüpfschlumpfinchen, inzwischen mehrere Hundert Euro wert sein können, stieg in den vergangenen Jahren auch die Anzahl der Fälschungen, vor denen Sie sich als Sammler und Verkäufer in Acht nehmen sollten. Über 100.000 Replikate sind im Umlauf. Dazu gehören nicht nur die Figuren selbst, die teilweise übermalt werden, um Details passender und die Figur somit kostbarer zu machen, sondern sogar die Beipackzettel.

Auch das Beiwerk ist wertvoll

Neben den Figuren sind nämlich die beigelegten Zettel heute das zweitbeliebteste Sammelgebiet im Bereich der Ü-Eier. Nachdem es bis 1999 noch zu jeder Serie einen Beipackzettel gab, auf dem alle Teile einer Reihe abgebildet waren, änderte sich dies 1999 bei der Serie der Küchenzwerge, wo jeder einzelne der zehn Zwerge einen eigenen erhielt. Dadurch wurden diese seltener und damit beliebter. Wertvoller hingegen sind die Ü-Eier-Zettel aus der Zeit vor 1990, mit denen Sie als Sammler mit 250 Euro pro Stück nicht selten beachtliche Werte zu Ihren Schätzen zählen können.

Sammeln, kaufen, tauschen, verkaufen

Um herauszufinden, wie viel die Figuren und Beipackzettel, die Sie kaufen oder verkaufen möchten, wert sind, empfiehlt es sich, in einige Preiskataloge wie den jährlich erscheinenden „O-EI-A Preisführer“ hineinzuschauen. Dabei handelt es sich meist jedoch nur um grobe Orientierungen, wie viel das Kunststoffmännchen tatsächlich wert ist, denn am Ende erhalten beziehungsweise bezahlen Sie oft nur etwa dreißig bis sechzig Prozent des Katalogpreises. Zum Tausch, Kauf oder Verkauf der Ü-Ei-Figuren organisiert sich die quer durch alle Altersschichten gemischte Sammlergemeinschaft vor allem im Internet oder auf Flohmärkten. Daneben gibt es in ganz Deutschland sogenannte Börsen, beispielsweise in Hamburg, Berlin, Oberhausen oder Regensburg. Die größte Sammlerveranstaltung findet viermal im Jahr im hessischen Dreieich statt und ist ein beliebter Treffpunkt für Fans, die auf der Suche nach neuen Schätzen sind.

Happy Hippo vs. Die Schlümpfe – Serien in Überraschungseiern

Heute erscheinen jedes Jahr weltweit circa zwanzig neue Ü-Ei-Figurenserien auf dem Markt. Ob Pumuckl, die Schlümpfe, Micky Maus oder Herr der Ringe: Seit 1974 gab es kaum einen Comic- oder Kinohelden, der nicht im Überraschungsei innerhalb einer sogenannten Lizenzserie zu finden war. Zunächst als einzelne, handkolorierte Hartplastikfiguren verschiedener Walt-Disney-Filme (Robin Hood, Alice im Wunderland, etc.), 1981 erschien dann die erste handbemalte, fortlaufende und daher wohl auch beliebteste Komplettserie der Schlümpfe. In den 1990er Jahren fing Ferrero zudem an, auch eigene Charaktere zu entwickeln, deren Namen aus englischen Alliterationen gebildet wurden: Teenie Tapsi Törtels, Crazy Crocos oder die Funny Fanten sind nur einige Beispiele. Auch die Happy Hippos, die eine der ersten dieser Serien waren, zählen dazu. Sie erschienen mehrfach vor allem in den 1990er Jahren und zuletzt 2009. In den 1980ern gab es dagegen sehr viele Schlumpfserien, weshalb diese vermutlich zu den begehrtesten zählen.

And the Winner is ...

Die beliebteste Figur ist der Nachtwächterschlumpf aus der Serie „Erkennst du deinen Schlumpf“ von 1981, für die Sie bis zu 12.000 Euro erhalten beziehungsweise bezahlen können. Auch bei der zweitbegehrtesten handelt es sich um einen Schlumpf: Der Musikus-Schlumpf aus derselben Serie. Er kann bis zu 9.000 Euro wert sein. Und auch an dritter Stelle steht mit dem Eitelkeitsschlumpf ein blauhäutiger Vertreter der Plastikfiguren, er kann bei Sammlern bis zu 4.800 Euro erzielen. Ebenso die Figuren aus den 1970er Jahren sind heute extrem selten und daher sehr begehrt. Vor allem für die drei Kinder im Schlafanzug können Sie bis zu 850 Euro erhalten. Diese Summen werden jedoch nur erreicht, wenn winzige Details stimmen.

Schon nachgeschaut?

Nicht jede Figur aus dem Ü-Ei ist zwingend wertvoll. Ihr realer Wert zeigt sich meist erst über die Jahre. Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen sind für Sammler und Verkäufer daher wahre Glücksfälle und nicht selten springt dabei ein gutes Geschäft heraus. Also rauf auf den Dachboden, runter in den Keller oder raus auf Flohmärkte: Das Stöbern nach wahren Ü-Ei-Schätzen beginnt direkt bei Ihnen zu Hause!

Werfen Sie auch noch einen Blick in unseren Ratgeber-Beitrag zu den wertvollsten Ü-Ei-Figuren!.