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Obgleich die Anfänge des Films bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, ist er im Vergleich zu anderen Formen der erzählenden Kunst verhältnismäßig jung und dennoch ein Massenmedium, das heute mehr Menschen erreicht als irgendein anderes. Weil Filme so leicht zugänglich und einem breiten Publikum bekannt sind, haben sie ihrerseits auch eine Rückwirkung auf die Gesellschaft, der sie ursprünglich entstammen. Filmzitate werden Teil der Alltagssprache und die großen Filmklassiker sind so bekannt, dass die bloße Anspielung auf sie in uns ein Gefühl von etwas Vertrautem weckt.

Dass Filme sowohl Massenmedium, Mittel zur Information und Unterhaltung, als auch Kunstform sind, spiegelt sich in der Bandbreite von Filmen, die seit den allerersten Stummfilmen im Jahre 1895 entstanden sind, wider. Von künstlerisch anspruchsvollen, tiefgründigen Werken, die für manchen Laien allzu kryptisch anmuten, bis hin zu bildgewaltigen Blockbustern, in denen außerirdische Kampfroboter in millionenteuren Materialschlachten ganze Städte in Schutt und Asche legen, umfasst das Medium Film alles, was Menschen zu faszinieren vermag. Auf diese Weise hat der Film auch etwas Verbindendes, hier kommen Populärkultur und Hochkultur zusammen, denn ein wirklich guter Film versteht es meist, zugleich unterhaltend als auch anspruchsvoll zu sein.

Im Vergleich zu anderen Formen der erzählenden Kunst sind Filme zugänglicher und erreichen ein breiteres Publikum. Romane zu lesen, ist schließlich stets mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden, von dem man vorher oft nicht weiß, ob er sich auszahlen wird. Dramen, also Theaterstücke, sind die den Filmen wohl ähnlichsten Werke der erzählenden Kunst, doch beschränkt sich hier jede Vorstellung auf einen sehr kleinen Kreis von Personen. Dies verhielt sich beim Film in dessen Anfängen allerdings nicht anders. Das Medium hat in den letzten 130 Jahren vor und hinter der Kamera eine beachtliche Entwicklung durchgemacht – inhaltlich wie technisch. Die allerersten Filme dauerten nur wenige Minuten und wurden im Rahmen von Varietés gezeigt. Es war vor allem die technische Neuerung, nun bewegte Bilder festhalten und wiedergeben zu können, die die Menschen jener Zeit faszinierte, weshalb diese frühen schwarz-weißen Stummfilme ohne Handlung auskamen und nur Alltagsszenen wiedergaben. Die ersten Handlungselemente kamen durch Humor- und Slapstickeinlagen wenig später hinzu.

Die Geschichte des Films

Obgleich erstmals die Brüder Max und Emil Skladanowsky am 1. November 1895 in Berlin neun Kurzfilme vor einem Publikum öffentlich zeigten, gilt gemeinhin eine Filmvorführung durch die Brüder Auguste und Louis Lumière am 28. Dezember desselben Jahres in Paris als die eigentliche Geburtsstunde des Films. Der Cinématographe der Brüder Lumière war sowohl Aufnahme- als auch Wiedergabe- und Kopiergerät. Da auch der Vater des narrativen Films, Marie-Georges-Jean Méliès, Franzose war, überrascht es kaum, dass Frankreich bis zum Ersten Weltkrieg die noch junge Filmindustrie dominierte.

Die nächste große Weiterentwicklung bildete die Erfindung des Tonfilms 1927 in den USA, womit Hollywood, dessen Anfänge bis 1910 zurückgehen, sich zu dem Zentrum der Filmindustrie, als das wir es heute kennen, aufschwingen konnte. Slapstick-Komödien waren nicht länger das dominierende Genre, denn mit dem Ton kam auch die erzählerische Tiefe in die Filme.

Die häufig als neuere Entwicklungen angesehenen Techniken wie Farb- und 3D-Filme existierten übrigens schon zu den Anfängen des Films, doch waren sie lange Zeit so aufwendig in der Umsetzung, dass die Filmschaffenden bis in die 1960er Jahre hinein weitestgehend auf Farbfilme verzichteten und 3D sich sogar erst jetzt langsam etabliert. Das Patent für den Fernseher wurde übrigens schon 1886, neun Jahre vor der ersten öffentlichen Filmvorführung, eingereicht. Doch begann der Siegeszug des Röhrenfernsehers erst in den 1940er Jahren (erste Geräte gab es schon in den 1930ern) und ebnete so den Weg für den Film, das Kino zu verlassen. Spätestens mit Einführung der Videokassette als analoges Speichermedium für Filmaufnahmen wurde der Film zu jener leicht verfügbaren, stets präsenten narrativen Kunstform, die wir heute kennen.

Speichermedien für Filme

Als sich die 1976 eingeführte VHS Anfang der 1980er Jahre als Format für den Heimgebrauch auf dem Markt durchgesetzt hatte, dominierte sie diesen über 20 Jahre lang. Praktisch zeitgleich traten Filmemacher wie Steven Spielberg und George Lucas auf den Plan und läuteten das Zeitalter der großen Blockbuster ein. Bis zum Entstehen von „Star Wars“ und der Gründung von Industrial Lights & Magic hatten sich technische Entwicklungen beim Film auf die Aufnahme- und Wiedergabetechnik beschränkt, doch mehr und mehr wurde aus der Frage, ob und wie man etwas umsetzen könnte, nun die Frage, wie man die technischen Möglichkeiten, die sich boten, ausschöpfen könnte. Es wuchs aber auch der Wunsch, die Bildqualität des Kinos auch auf dem Heimvideomarkt zu ermöglichen, was mit digitalen Speichermedien ab Ende der 1990er möglich wurde. Die DVD löste die VHS als Standard ab und behauptet sich bis heute gegen die Blu-Ray, welche eine noch bessere Bildqualität bietet, die man aber auch nur auf entsprechenden Fernsehern voll auskosten kann. Digitale Speichermedien haben den analogen vor allem voraus, dass beim Kopieren die Qualität nicht leidet. Videorecorder wurden dennoch bis 2016 hergestellt. Der letzte Film auf VHS erschien 2006.

Neben technischen Neuerungen wie höherer Framerate, besserer Bildauflösung und ausgefeilteren 3D-Aufnahmetechniken, hat der Film in den letzten Jahren vor allem noch eine große Entwicklung durchgemacht: Filme werden von vorneherein nicht mehr als Einzelwerke konzipiert. Lucas plante seine „Star Wars“-Filme zwar schon als Reihe, doch das Studio zog erst später mit. Die Verfilmung großer Fantasy-Epen wie „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ ebnete den Weg zu ganzen Filmuniversen, wie dem Marvel Cinematic Universe, für das Joss Whedon mit „The Avengers“ den entscheidenden Grundstein legte. Bedenkt man, dass Whedon auch die erste Fernsehserie, mit einer von Anfang an auf mehrere Staffeln ausgelegten, komplexen Handlung schuf, überrascht das wenig.