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Analog, digital und bewegt: Der Kameramarkt deckt ein reiches Spektrum ab

Der Markt der Fotokameras hat sich in den letzten 25 Jahren dramatisch gewandelt. Einst war die Mehrzahl der Kameras analoger Natur. Ohne Film lief hier nichts. Mit dem Siegeszug der digitalen Technik setzten sich Digitalkameras jedoch immer weiter durch. Angefangen mit schlechter Auflösung und wenig Speicherplatz, bieten hochwertige und moderne Digitalkameras inzwischen eine immense Bildqualität bei, verglichen mit früher, enormer Speicherkapazität. Doch analoge Kameras haben auch heute noch ihre Berechtigung, haben sie doch ihre ganz speziellen Eigenheiten, die von Liebhabern und Kennern besonders geschätzt werden.

Geschichte der Digitalfotografie

Die Ursprünge der Digitalfotografie reichen noch etwas weiter zurück. 1981 präsentierte der damalige Foto-Außenseiter Sony erstmals eine neue Art von Kamera. Filme wurden dank des Mavica-Systems (Magnetic Video Camera) als analoges Bildsignal auf Diskette gespeichert. Dieses konnte nun von entsprechenden Abspielgeräten wiedergegeben werden. Damit war erstmals keine Chemie nötig, um ein aufgenommenes Bild sichtbar zu machen. Dies stellte jedoch freilich nur den Anfang dar. Viele der großen Hersteller wie Nikon, Pentax, Canon oder Minolta erkannten das Potenzial dieses Systems und entwickelten eigene Prototypen. Aus diesen ersten Gehversuchen einer Alternative zum Analogfilm setzten sich in den 90er Jahren immer modernere Geräte durch. Kodak präsentierte erstmals die „DCS-100“. Preis und Gewicht waren üppig, doch von nun an konnten Bilder im jpeg-Format gespeichert werden. Der Wettlauf um die beste Bildqualität begann.

Digitale Kameras

Konsumenten achten heute vor allem auf das Kriterium „Megapixel“. Doch die Auflösung eines Fotos allein ist nicht ausschlaggebend für die Qualität einer guten Digitalkamera. Auch das Rauschverhalten, Größe und Gewicht sowie Auslösegeschwindigkeit können die Handhabung in der Praxis entscheidend beeinflussen. Wer Wert auf einen hochwertigen Zoom legt, sollte auf die Möglichkeit eines hohen optischen Zooms achten. Wichtig hierbei ist, dass „digitaler Zoom“ lediglich eine Vergrößerung darstellt. Diese könnte auch mit einem Bildverarbeitungsprogramm erzielt werden. Entscheidend ist jedoch auch das jeweilige Anwendungsgebiet. Für gelegentliche Schnappschüsse und Hobbyfotografie im kleineren Maßstab eigenen sich günstige Digitalkameras durchaus. High-End-Kameras sind wichtig, wenn Spezialgebiete wie Tier- und Sportfotografie oder gewerbliche Bereiche abgedeckt werden sollen. Schnelle Speicherkarten und Zubehör wie Objektive, Blitzlichter und zusätzliche Akkus stehen zur Auswahl, wenn die Funktionalität erweitert werden soll.

Digitale Spiegelreflexkameras

Eine Art Mischform ist die Spiegelreflexkamera. Digitale Spiegelreflexkameras nutzen im inneren einen wegklappbaren Spiegel, der von einem digitalen Sensor abgetastet wird. Einen digitalen Sucher gibt es meist nicht. Der größere Aufnahmesensor führt im Vergleich zu digitalen Kompaktkameras zu einer höheren Bildqualität. Die Anzahl der Bildfehler (das sogenannte Bildrauschen) ist hier deutlich geringer. Auch sind wechselbare Objektive und die höhere Auslösegeschwindigkeit ein gern gesehenes Feature. Zwar steckt hinter dem Ganzen in Teilen analoge Technik, das Bildergebnis mutet aufgrund der hohen Bildqualität jedoch sehr digital an. Dem Fotografen bleibt überlassen, wann und wo dies eingesetzt werden soll.

Analoge Kameras

Bis heute gibt es noch Käufer analoger Kameras. Dies hat auch einen Grund: Analoge Fotografie wird oft als charakterstark empfunden. Warum ist das so? In einer analogen Kamera laufen viele chemische und physikalische Prozesse ab. Diese führen naturgemäß zu gewissen Fehlern, welche als Farbverschiebung oder Körnung sichtbar sein können. Dieser fehlerhafte „Vintage-Charakter“ ist es, den viele Fotografen gezielt suchen. Auch erfordert es einiges an Übung, mit analogen Kameras scharfe und gut belichtete Bilder zu erzielen. Bildstabilisatoren gibt es hier im besten Falle als „optischen Bildstabilsator“. Digitale Technik findet hier keine Anwendung.

Camcorder

Wer Filme drehen möchte, greift jedoch in vielen Fällen zu einem Camcorder. Diese Kameras sind auf Videoaufnahmen spezialisiert. Die praktische Handhabung ermöglicht es, schnell gute Ergebnisse zu erzielen. In den letzten Jahren hat es sich jedoch immer mehr durchgesetzt, digitale Spiegelreflexkameras für Videoaufnahmen zu nutzen. Die Handhabung ist hier weit unkomfortabler. Allerdings können hier auch Wechselobjektive (etwa für Weitwinkel) verwendet werden. Die Qualität einer Spiegelreflexkamera steht einem Camcorder meist in nichts nach, kann unter Umständen sogar besser sein. Wer jedoch schnelle Sequenzen filmen will, etwa beim Sport, kommt um einen Camcorder oder gar eine Action Cam aufgrund der optimalen Handhabung kaum herum. Action Cams sind zudem so konzipiert, dass diese auch Unterwasser funktionieren und Resistenzen gegenüber Stößen und Temperaturen aufweisen.

Wichtig ist, den genauen Anwendungsbereich zu prüfen. In jedem Fall gibt es für jeden Bereich die passende, hochwertige Ausrüstung. Damit man möglichst lange Freude an den neuen Geräten hat, sollte im Vorfeld bedacht werden, welche Gebiete künftig eine Rolle spielen könnten. Eine preiswerte Kamera mag für den Moment ausreichen, kann jedoch nach intensiverer Beschäftigung durchaus die Anschaffung einer hochwertigeren Ausgabe nötig machen.