106 Angebote aus „Mikrowellen“ gebraucht kaufen

Ähnliche Suchbegriffe

Mikrowelle: Alles über den Alltagserleichterer mit der schweren Geburt

Schnell muss es oft gehen, sobald der Hunger zuschlägt. Ein Küchengerät bleibt der Inbegriff für schnelle Mahlzeiten: nämlich der Mikrowellenherd. Das Haushaltsaccessoire wärmt übriggebliebene Pizza auf, bereitet Popcorn zu, taut binnen Minuten Halbgefrorenes an und brät per Grillfunktion sogar Speck. Alles davon funktioniert in den Geräten per Mikrowellenstrahlung ohne Wärmequellenkontakt. Wie? Mikrowellenherde lassen Wassermoleküle in Lebensmitteln sozusagen miteinander tanzen. Dank der so entstehenden Reibung geht es in den ofenähnlichen Neuzeitgeräten im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Mittlerweile hat der Mikrowellenherd mehr als vier Jahrzehnte auf dem Buckel. Das Prinzip von warmen Mahlzeiten in Minutenschnelle wurde vor Jahrzehnten per Zufall erfunden. Schon in den 80ern zogen Mikrowellenherde reihenweise in deutsche Küchen ein und gehören heute zum Alltag. Da Mikrowellen nun schon seit fast einem halben Jahrhundert zwischen Herd und Kühlschrank in internationalen Küchen stehen, bietet sich ein Blick ins Mikrowellenuniversum an. Hier erfahren Sie, wie sich das Erfolgsrezept entwickelt hat, welche Typen es gibt und was Sie beachten sollten. Außerdem haben wir in unserem Ratgeber für Sie die wichtigsten Kriterien, die Sie beim Kauf einer Mikrowelle berücksichtigen sollten, zusammengefasst.

Mikrowellengeschichte: Per Schokoriegel zur Minutenmahlzeit

Zeitdruck, Alltagsstress und Kochunlust: Gut, dass es für solche Fälle das Mikrowellengerät gibt. Im Stresszeitalter nimmt Ihnen der Mikrowellenherd zeitaufwändige Arbeitsschritte in der Küche ab und erleichtert damit den Alltag. Bedanken dürfen Sie sich dafür bei einem Mann namens Percy Spencer: seines Zeichens Urvater der Mikrowellengeräte. Ein Schokoladenriegel und ein Griff in die Tasche sind es, die Spencer im Rahmen von militärischen Forschungsprojekten auf etwas Mainstreamtauglicheres aufmerksam machten.

Wir schreiben das Jahr 1945. Im Kampf gegen Hitler und das Nazi-Regime forscht der Erfinder des Mikrowellenherds – damals im Auftrag des US-amerikanischen Rüstungskonzerns Raytheon. Während seiner Experimente am Radar bleibt er vor einer Magnetfeldröhre stehen und greift zum Schokoriegel in seiner Tasche. Vom Riegel ist allerdings nicht mehr viel übrig. Was Spencer stattdessen aus der Tasche zieht, gleicht einem klebrigen Klumpen. Sein Wissenschaftsverstand erkennt die abgestrahlten Mikrowellen der Magnetfeldröhre als Ursache für die Schokoladenerhitzung. Er überprüft seine Annahme mit Mais, der in der Mikrowellenstrahlung sofort zu platzen beginnt. Anschließend platziert er voller Faszination für das Beobachtete verschiedene Lebensmittel in eine Metallkiste und stellt sie in den Strahlungsbereich. Als sich die Speisen erhitzen, ist das Prinzip des Mikrowellenherds geboren.

Mikrowellenherz: Magnetron lässt Wassermoleküle tanzen

Wasser ist in allen Lebensmitteln enthalten. Dass Mikrowellen in Minutenschnelle warme Mahlzeiten zubereiten, liegt an den physikalischen Eigenschaften von Wassermolekülen. Die Teilchen bestehen aus negativ gepolten Sauerstoffatomen und positiven Wasserstoffatomen. Diesen Dipolzustand macht sich das Magnetron der Mikrowelle zunutze, indem es ein elektromagnetisches Feld mit einer Frequenz von 2,45 Gigahertz entstehen lässt und fortlaufend umpolt. Durch die Umpolungsbewegungen zwingt der Mikrowellenherd Wassermoleküle in Nahrungsmitteln dazu, ihre Dipole entlang des elektromagnetischen Feldes auszurichten. Die Wassermoleküle der Speisen schwingen in dem Küchengerät so rund fünf Milliarden Mal pro Sekunde hin und her. Durch diesen Tanz der Wassermoleküle erzeugt das Mikrowellenherzstück Reibungshitze, die zur Erwärmung der Speisen führt. Statt von außen findet die Nahrungserwärmung in Mikrowellen von innen heraus statt. Durch die Energieleistungserhöhung verkürzt sich die Garzeit, ohne dass die Speisen verkohlen.

Erstlingsmikrowelle: Aller Anfang ist schwer

Was wir an Mikrowellen der Gegenwart so sehr lieben: Nicht zuletzt die platzsparenden Eigenschaften und die leichte Transportmöglichkeit. Nicht immer war der Mikrowellenherd derart klein und handlich. Dass aller Anfang schwer ist, gilt für Mikrowellen ganz besonders. Das erste Mikrowellengerät erreichte 1954 mit den Namen Radarange den Markt und konnte damals, anders als moderne Geräte, keineswegs auf der Küchenanrichte Platz finden. Bei einem Kleinwagengewicht von 750 Kilogramm und Gefriertruhengröße wurde für das Gerät zu seiner Zeit fast schon ein eigener Raum gefordert. Zu einem Preis von bis zu 3.000 Dollar konnten sich kurz nach der Marktvorstellung fast ausschließlich Passagierflugzeuge, größere Kantinen und Restaurants das neue Küchenutensil leisten.

Sogar, wer damals die welterste Mikrowelle gebraucht kaufen wollte, musste noch tief in die Tasche greifen. Ein weiteres Jahrzehnt dauerte es, bis Mikrowellenherde mit geschrumpfter Größe, niedrigerem Gewicht und kleineren Preisen Einzug in Privathaushalte fanden. Ping war das erste privattaugliche Mikrowellengerät, das erstmals für weniger als 500 Dollar gekauft werden konnte und daher eine weite Verbreitung fand. In den 1970er Jahren sanken die Preise für die innovativen Geräte rapide. Kein Wunder, dass im Jahr 1975 immer mehr Amerikaner eine Mikrowelle kauften. Die Verkaufszahlen stiegen langsam in den Millionenbereich. Kurz vor der Jahrtausendwende besaßen rund 95 Prozent aller US-amerikanischen Haushalte einen Mikrowellenherd. Deutschland hängte dem auch im Jahr 2016 noch nach: Hierzulande waren es nämlich lediglich 74 Prozent. Eventuell spielt für diesen Zusammenhang das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen eine Rolle. Mikrowellenerwärmung zerstört Nährstoffe wie Vitamine erwiesenermaßen eher als andere Erwärmungsmethoden.

Kaufratgeber für Mikrowellenherde: Mikrowellentypen finden, die zu Ihnen passen

Nicht nur Popcornfans brauchen Mikrowellen. Auch Single-Haushalte schwören auf den Mikrowellenherd. Gerade Alleinstehenden bleibt beim Kochen so einiges übrig, das wiederaufgewärmt werden will. Berufstätige Eltern profitieren von Mikrowellengeräten auf ähnliche Weise. Den Kindern kann man dank einfach bedienbarem Mikrowellenherd beispielsweise regelmäßig etwas vorkochen. Tierhaushalte nutzen den Mikrowellenherd wiederum, um kühlgestellte Tiernahrung anzuwärmen und den Vierbeinern so Magendarmprobleme durch zu kalte Nahrung zu ersparen.

Wer gerne auswärts isst oder bestellt, dem darf ein Mikrowellenherd ebenso wenig fehlen. Reste der teuer bezahlten Speisen müssen dank Mikrowellen nicht mehr in den Müll wandern, sondern können nachhause mitgenommen und jederzeit aufwandslos wiederaufbereitet werden. Größe, Leistung, Ausstattung und Bedienung: Wer eine Mikrowelle kaufen möchte, muss sich vorab so einige Gedanken machen. Zeig mir deinen Mikrowellenherd und ich sage dir, wer du bist, so lautet die Devise. Ganz egal, ob Sie sich für ein Neugerät entscheiden, oder Ihre Mikrowelle gebraucht kaufen möchten: Auf die Persönlichkeit und die individuellen Ansprüche kommt es bei der Auswahl an. Entscheidende Kaufkriterien sind in dieser Hinsicht:

  • Innenmaße, Außenmaße & Garraumabmessungen, die von der Personenanzahl in Ihrem Haushalt und dem Platz in Ihrer Küche abhängen.
  • Funktionsumfang & Ausstattung, die Sie nach der von Ihnen geplanten Einsatzart für den Mikrowellenherd festlegen.
  • Leistung & Stromverbrauch, bei denen es auf Ihr Energiebewusstsein und Ihre Erhitzungszeitansprüche ankommt.
 

Die drei genannten Kriterien beeinflussen sich gegenseitig. Ein Mikrowellenherd mit höherem Funktionsumfang hat beispielsweise meist auch eine höhere Leistung und größere Abmessungen. Wir erklären, für wen welche Typen der Geräte geeignet sind.

Mikrowellenmaße: Der Traum vom angemessenen Garraum

Neben der praktischen Seite ist es die platzsparende Konstruktion, die den Mikrowellenherd in beinahe jedem Haushalt zum unverzichtbaren Küchengerät qualifiziert. Anders als der Ofen nimmt das Mikrowellengerät kaum Platz weg und ist auf Wunsch sogar in Minimaßen von 375 x 372 x 360 Millimeter Außenfläche zu haben. Mit den Außenmaßen schrumpft allerdings auch der Garraum. Durchschnittliche Geräte liegen hier bei 15 bis 20 Litern Fassungsvermögen. Bei Minigeräten schrumpft das Fassungsvolumen schon mal auf zehn bis 13 Liter und eignet sich damit bestenfalls noch für Singlehaushalte. Da auch die Leistung mit dem Garraum abnimmt, müssen Sie mit derartigen Geräten auf längere Wartezeiten beim Auftauen und Erhitzen gefasst sein.

Normalerweise erreichen Minimikrowellen mit dem Aufwärmen und Abtauen bereits ihr Limit. Grillen und Backen können die Kleinen meist nicht in angemessener Art und Weise. Für Alleinstehende mit wenig Platz in der Küche und hohem Aufwärmaufkommen bieten sich die Minigeräte trotzdem an. Alle anderen tun besser daran, auf größere Abmessungen mit höherem Funktionsumfang und gesteigerter Leistung zu setzen. Tipp: Mittlerweile lässt sich zwischen freistehenden und Einbaumikrowellen wählen. In letzterer Variante nimmt das Gerät auch in kleinen Räumen mit Einbauküchenzeile kaum noch Platz weg.

Mikrowellenleistung: Energiesparer leisten sich keine Hochleistungsmikrowelle

Minutenschnell warmes Essen: Wenn Sie dieses Versprechen vom Mikrowellenkauf überzeugt hat, sollte hinter Ihrem Mikrowellengerät schon ein bisschen Leistung stecken. Leistungsangaben bei Mikrowellenherden sind sehr unterschiedlich. Die Wattleistung ist ein ungefährer Richtwert für die Zeit, die Sie zum Garen, Tauen und Aufwärmen mit dem Haushaltsutensil einplanen müssen. Kleine Sologeräte bewegen sich in Sachen Leistung meist um die 700 Watt. Mit dieser eher geringen Zahl gehen oft Funktionseinbußen einher. Richtig grillen und garen können entsprechende Geräte eher nicht.

Kombigeräte mit größerem Funktionsumfang liegen leistungstechnisch bei rund 1.400 Watt und fassen höheres Garraumvolumen. Zwar verspricht Ihnen höhere Leistung geringere Wartezeiten und größeren Funktionsumfang. Wollen Sie allerdings energiebewusst bleiben, so macht Ihnen die Spitzenleistung wegen des höheren Stromverbrauchs einen Strich durch die Rechnung. Wer dem Energiebewusstsein zuliebe schon mal etwas zurückstecken kann, was Erwärmungszeiten und Funktionsumfang betrifft, orientiert sich beim Mikrowellenkauf lieber an der Energiesparklasse als an der reinen Wattleistung. Tipp: Kombinationsgeräte lassen sich mittlerweile zum Herd oder Backofen zuschalten. Damit verkürzen Sie beim Kochen nicht nur die Garzeit, sondern Garen außerdem energieeffizienter.

Mikrowellenausstattung: Vom Mikrowellenherd bis zum Herdersatz

Der Grundaufbau eines Mikrowellenherds ist immer derselbe. Im Magnetron erzeugte Mikrowellen werden mittels Hohlleiter in den metallisch abgeschirmten Garraum abgegeben. Das Magnetron der Geräte wird stets durch einen Hochspannungstransformator und eine Spannungsverdopplerschaltung mit Anodenspannung versorgt. Die Hochspannung der Kathode wechselt derweil mit Frequenzen von 50 Hz zwischen null und fünf Kilowatt. Gekühlt wird das Magnetron mittels Ventilator, der gleichzeitig den Garraum trockenhält. Um eine gleichmäßige Erwärmung von Lebensmitteln zu erreichen, kommen durch den Kühlluftstrom angetriebene Wobbler und Stirrer in Form von rotierenden Metallflügelrädern zum Einsatz. Durch eine Scheibe in der Gerätetür sehen Sie direkt in den Garraum des Haushaltsutensils, um Speisen auf dem rotierenden Mikrowellenteller beim Erhitzungsvorgang im Auge zu behalten. Der Teller ist ein zwingendes Ausstattungsmerkmal jedes Mikrowellengeräts. Die weitere Ausstattung entscheidet gemeinsam mit dem Garraumvolumen und der Geräteleistung über den Funktionsumfang. Erhitzen können Sie mit jedem Mikrowellenherd. Einige Gerätemodelle sind mittlerweile dank Zusatzfunktionen aber fast schon Minibacköfen. Zu den kaufrelevantesten Zusatzfunktionen zählen:

  • Grillfunktion, mit der Sie Aufläufe & Co. beim Aufwärmen knusprig machen. Infrarotgrillfunktionen erzielen hierbei gleichmäßigere Ergebnisse als Quarzgrillfunktionen, sind allerdings teurer.
  • Auftaufunktion, die bei geringer Temperatur Speisen enteisen lässt.
  • Heißluftfunktion, die Ihr Mikrowellengerät zu einem kleinen Backofen werden lässt.
  • Dampfgarfunktion, mit der Sie Gemüse schonend zubereiten. Entsprechende Geräte kosten in der Regel mehrere hundert Euro.
  • Stufenregelung, über die Sie die Wattleistung des Mikrowellenherds an die zu erwärmenden Speisen und die aktuelle Aufgabenstellung anpassen.
  • Automatikprogramme, in denen Zeit- und Stufeneinstellungen zum Auftauen, Erwärmen oder Garen – abhängig vom Speisegewicht – hinterlegt und per Knopfdruck abrufbar sind. Zum Teil auch in Kombination mit Sensoren, die die Gewichtseingabe überflüssig machen.
  • arbeitserleichternde und sicherheitsrelevante Abschaltautomatik, Kindersicherung und Zeitschaltautomatik mit Kurzzeitwecker.
  • Bratthermometer, das Sie beim Garen in Speisen stecken und so das Mikrowellengerät bei der Bestimmung des optimalen Gar-Endes unterstützen.
  • Memoryfunktion, sodass Sie bestimmte Erhitzungsvorgänge speichern und immer wieder abrufen können.
 

Beim Funktionsumfang heutiger Highend-Mikrowellen werden teure Herde und Backöfen fast schon überflüssig. Zwar können auch Mikrowellengeräte ins Geld gehen. Günstiger als die meisten anderen Küchengeräte bleiben sie aber oft trotzdem. Das Kochfeeling am Herd gefällt Ihnen besser? In diesem Fall kann ein zuschaltbares Mikrowellengerät zumindest Zeit einsparen. Übrigens: Wer mit Mikrowellenherd einen Umzug plant und vorerst nicht genügend Geld für den Traumbackofen aufbringen kann, muss bei entsprechendem Mikrowellenfunktionsumfang nicht aufs Backen und Grillen verzichten, bis das Geld für den echten Backofen zusammenkommt. So schwer die Geräte in ihrer Geburtsstunde waren, so leicht machen Sie Ihnen heutzutage das Leben. Das Wichtigste beim Kauf des Alltagserleichterers bleiben Ihre eigenen Ansprüche.