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Garage oder Carport – ein Vergleich

Viele gute Gründe sprechen dafür, dass Sie Ihrem Auto ein sicheres Dach spendieren. So schützen Sie es vor der Witterung und Vogeldreck. An den wärmeren Tagen wird das Auto nicht zum Backofen, im Winter nicht eingeschneit. Selbst das Eiskratzen entfällt, wenn die Temperaturen nicht zu extrem fallen.

Auch vor Vogeldreck und manchen anderen Überraschungen von oben ist man gefeit. (Am gefürchtetsten ist sicherlich der „Hagelschaden“, welcher je nach Region durchaus öfters vorkommen kann.) Wer sein Fahrzeug regelmäßig unterstellt, leistet einen Beitrag zum Werterhalt, und auch Versicherungen berücksichtigen mitunter wohlwollend den „Garagenwagen“. Und bei strömenden Regen steigt man lieber gut „behütet“ ein und aus!

Der klassische Unterbringungsort für Auto, Motorrad und Co. ist die Garage. Seit einigen Jahren gibt es alternativ dazu den Carport, die balkengestützte, zu den Seiten offene Dachkonstruktion. Garage und Carport möchten wir im Folgenden für Sie vergleichen.

Welche Garagentypen gibt es?

Garagen gibt es sowohl für einzelne Haushalte als auch für mehrere. Wir möchten vor allem die Einzelgarage für eine Wohnpartei betrachten und dem Einzel- bzw. Doppelcarport gegenüberstellen.

Die wichtigsten Garagentypen sind:

  • Gemauerte Garage: Hier kommen nach alter Handwerksart solide Ziegelsteine zum Einsatz. Man hat maximale Gestaltungsmöglichkeiten bei Farbe, Form und Dach. Die dicken Mauern begrenzen einerseits den Innenraumplatz, andererseits bieten sie die beste Dämmung gegen Wärme und Kälte. In der Regel keine Schimmelbildung. Stabil, gebaut „für die Ewigkeit“. Nachteile: eher hohe Kosten. Lange Bauzeit. Komplettes Fundament wird benötigt – ein Punktfundament reicht nicht.
  • Beton-Fertiggarage: Der „Körper“ der Garage wird hier in einem zusammenhängenden Stück aus Stahlbeton ab Werk vorgefertigt. Vor Ort dauert es oft nicht einmal eine Stunde, um sie aufzustellen. (Da sie mit großem LKW geliefert wird, muss die Straße für die Anlieferung auch geeignet sein). Fertigteilgaragen aus Beton halten eine Menge aus und sind, am Hang gebaut, sogar „erddruckfähig“. Auch eine Terrasse auf dem Dach der Betongarage ist möglich. Im Vergleich zur gemauerten Garage sind sie bis zu 50 % günstiger. Der Bauantrag dazu ist in der Regel unkompliziert. Konstruktionsbedingt kommt es allerdings oft zur Rissbildung, welche vor allem eine optische Beeinträchtigung darstellt, sowie zur Schwitzwasserbildung und einer dadurch bedingten hohen Luftfeuchtigkeit.
  • Stahl-Fertiggarage: Ähnliche Vorteile wie das Pendant aus Beton (schnell aufgebaut, haltbar). Die Wände sind dünner, dies bedeutet einerseits mehr Platz im Innenraum, andererseits sind die Möglichkeiten begrenzter, Dinge an die Wand zu schrauben. Dafür gibt es wandseits keine Risse. Sie lässt sich bei einem Umzug sogar „mitnehmen“. Das geringere Gewicht erlaubt eine dünnere Bodenplatte als bei den obigen Varianten. Eine Dachterrasse ist hier in der Regel nicht realisierbar.

Der Carport und seine Varianten

Auch, wenn Ihnen der Begriff „Carport“ vielleicht noch nicht geläufig war – gesehen haben Sie ihn sicherlich schon. Denn die praktische Balkenkonstruktion mit Dach für Auto & Co. gibt es schon eine geraume Weile und erfreut sich vor allem bei Hausbesitzern großer Beliebtheit. Der klassische Aufbau – Balken plus Dach – lässt sich vielfach variieren und an den Stil des Hauses anpassen. Klassischerweise werden Holzbalken benutzt, entweder massives Holz (Kiefer, Lärche, Douglasie), aus Konstruktionsvollholz (KVH) oder sogar aus dem extrem tragfähigen und belastbaren Brettschichtholz (BSH). Letzteres hat den Vorteil, dass wegen dessen Tragkraft weniger Balken verwendet werden müssen. Format und Dimensionen des Carports sind grundsätzlich sehr flexibel – vom schmalen Einzelcarport bis zu stattlichen Modellen, sogar für Caravans. Was das Dach betrifft, gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten, vom begrünten Öko-Flachdach über Sattel- und Walmdach bis zu abgefahrenen Designdächern. Grundsätzlich ist der Carport zu allen Seiten offen, doch lassen sich beliebig Wände ziehen oder auch Geräteschuppen einbauen und integrieren. Unter einem großen Satteldach lässt sich auch ein kleiner Speicher realisieren für zusätzlichen Stauraum. Wer sich bei der Gestaltung so richtig austoben möchte, kann besonders schicke glasierte Ziegel wählen, Fachwerkwände ziehen, Lichtbänder oder Regenrinnen anbringen.

Was spricht für eine Garage im Vergleich zum Carport?

Neben den allgemeinen Vorzügen eines überdachten Stellplatzes, die wir oben aufgeführt haben und welche Garage und Carport teilen, bietet die Garage im Vergleich noch weitere Vorteile. Da sie verschließbar ist, bietet sie einen erhöhten Schutz vor Diebstahl des Fahrzeugs. Auch der gefürchtete Marderschaden wird dadurch verhindert. Die gemauerte Umgebung bietet eine Privatsphäre, die viele zu schätzen wissen. So kann man seelenruhig an seinem Auto herumschrauben, ohne dass der Nachbar oder Passanten neugierig zuschauen. An sehr kalten Tagen lässt sich die Garage auch heizen, was beim zu den Seiten offenen Carport naturgemäß eher schwierig wäre.

Was sind die Vorteile beim Carport?

Zuerst einmal ist der Carport meist günstiger – natürlich abhängig von der Ausstattung. Doch wer die kostengünstigste Lösung für das schützende Dach sucht, fährt mit einem Carport am besten. Schon allein, weil man hier im Gegensatz zur Garage keine Bodenplatte braucht (bei der Garage erforderlich und dort ein großer Kostenfaktor). Interessant ist der Komfort: Sie müssen kein Tor öffnen und haben in aller Regel mehr Platz zum Rangieren. An der Vorderseite lässt sich sogar ein Balken ersetzen durch einen Leimholzbogen, der dann noch mehr Einfahrtsfläche ermöglicht. Die offenen Seiten ringsum ermöglichen den Fahrzeugen, immer gut trocknen zu können, so sind die Risiken von Feuchtigkeit wie Rostfraß minimiert. Auch die Baugenehmigung ist beim Carport meist kein Problem. Darüber hinaus lässt sich ein Carport mit ein wenig handwerklichem Geschick und einer helfenden Hand mit überschaubarem Zeitaufwand auch gut selber errichten, was die Gesamtkosten für das Projekt abermals senken kann. Wichtig ist, dass Sie die örtlich vorkommende Schneelast und teilweise auch Windlast berücksichtigen. Vor allem länger liegender Altschnee kann richtig schwer werden! Die richtige Dachform, etwa mit einem höheren Neigungswinkel, kann da Abhilfe schaffen.

Unser Fazit!

Logischerweise gibt es hier kein „Besser oder Schlechter“ – tatsächlich müssen Sie sich vorher genau Gedanken machen, was Ihnen wichtig ist. Klar, zuerst einmal: Wie viel Geld können und wollen Sie ausgeben? Der Preiseinstieg startet sicherlich beim Carport, aber ein vollausgestattetes Top-Modell mit Wänden, Gerätekammer, schickem Dach etc. spielt dann schnell in der gleichen Liga wie die Garagen. Dann stellt sich die Frage, wie wichtig Ihnen der Komfort ist – und zwar dauerhaft. Beim Carport zum Beispiel lässt sich immer fröhlich rein- und rausfahren, bei der Garage gilt es stets, ein Tor zu öffnen. Mit moderner Tormechanik lässt sich dies natürlich kontern – etwa, dass Ihre Garage automatisch merkt, dass Sie kommen, um sich dann wie von Geisterhand zu öffnen. Auch der Platz zum Rangieren ist beim Carport größer. Nicht jeder mag das Nervenspiel, mit einer Handbreit Abstand zu den Wänden in seine Garage zu fahren. Weiter: Wie wichtig ist der Faktor Sicherheit (der ja durchaus auch subjektiv sein kann)für Sie? Wer fürchtet, dass sein schönes Auto eine begehrte Beute sein könnte, wird sich sicherlich mit der verschließbaren Garage besser fühlen. Im Winter lässt sich diese auch schön heizen – der Carport bietet dies nicht. Was das Aussehen betrifft, lassen sich sowohl Carport als auch Garage fröhlich gestalten und an das Aussehen seines Hauses anpassen.