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Ob auf dem Bett oder dem Sofa: Kissen und die dazugehörigen Kissenhüllen bereichern das Wohnambiente und sorgen nicht zuletzt dafür, dass wir es uns so richtig gemütlich machen können. Wir verraten Ihnen, worauf es beim Kauf von Kopf- und Sofakissen ankommt und wie Sie mithilfe von Kissenhüllen im Handumdrehen eine einladende Atmosphäre erzeugen können.

Für jede Schlafgewohnheit das perfekte Kissen

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Kopfkissen? Dann sollten Sie sich zunächst einmal bewusst machen, dass es das perfekte "Universalkissen" nicht gibt. Stattdessen ist jeder Mensch anders und hat dementsprechend andere Schlafgewohnheiten. In jedem Fall muss das Kissen die Halswirbelsäule so stützen, dass sie ihre natürliche S-Form beibehält. Außerdem sollte das Kissen so flexibel sein, dass der Schlafende seine Position in der Nacht problemlos wechseln kann. Vor allem der Nacken muss gut gestützt werden, denn er trägt die gesamte Last des Kopfes. Ein falsches Kopfkissen hat daher nicht selten unangenehme Nackenverspannungen zur Folge, die auf Rücken, Schultern und Kopf ausstrahlen können.

Die richtige Größe des Kissens

Wenn Sie sich ein neues Kissen kaufen oder Kissen gebraucht kaufen möchten, überlegen Sie zunächst, welche Größe für Sie persönlich am besten geeignet ist. Große Kissen in der Größe 80 x 80 cm sind nur bedingt empfehlenswert. Stattdessen raten Orthopäden zu Kissen in der Größe 40 x 80, da hier – wie gewünscht – nur der Kopf und der Nacken aufliegen, nicht jedoch die Schulter. Die Schulter sollte stattdessen in die Matratze einsinken, damit die Halswirbelsäule ihre natürliche Form beibehält. Dennoch müssen Sie nicht auf große Kissen verzichten. Nutzen Sie diese jedoch nicht zum Schlafen, sondern als bequeme Rückenstütze beim Fernsehen und Lesen.

Seitenschläfer, Rückenschläfer, Bauchschläfer

Je nachdem, ob Sie Seitenschläfer, Rückenschläfer oder Bauchschläfer sind, ist für Sie ein anderes Kissen empfehlenswert. Mehr als die Hälfte aller Menschen schlafen auf der Seite. In diesem Fall muss das Kissen den zwischen Schulter und Hals entstehenden Hohlraum optimal auffüllen und zugleich den Kopf hochhalten. Die Halswirbelsäule darf dabei jedoch keinesfalls überstreckt oder abgeknickt werden. Ein Nackenstützkissen, das nicht zu weich ist, ist daher für Seitenschläfer am besten geeignet. Zusätzlich kann ein Seitenschläferkissen, auf dem das Bein abgestützt wird, die Aufrechterhaltung einer gesunden Schlafposition effektiv fördern.

Beim Schlafen auf dem Rücken entsteht eine Lücke zwischen Hinterkopf und Schultern, die sogenannte Nackenhöhlung. Das Kissen muss also so konzipiert sein, dass es diese Höhlung ausfüllt, ohne den Kopf zu weit anzuheben.

Bauchschläfer sollten hingegen ein eher flaches Kissen bevorzugen. Ideal sind Naturhaarkissen, deren Füllmenge individuell an die eigenen Schlafgewohnheiten angepasst werden kann.

Verschiedene Kissenfüllungen im Überblick

Nicht nur Kissengröße und Kissenbeschaffenheit müssen berücksichtigt werden, wenn Sie sich neue Kissen kaufen oder Kissen gebraucht kaufen. Stattdessen kommt es auch auf die Füllung an. Füllungen aus Naturhaar wie zum Beispiel Merinowolle, Schafschurwolle oder Kamelhaar sind einerseits stabil und fest, sodass sie den Kopf ausreichend stützen. Zugleich sind sie jedoch so elastisch, dass ein hoher Schlafkomfort gewährleistet ist. Da Naturhaar große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist diese Füllung zudem ideal für Menschen, die leicht schwitzen.

Allergiker sollten auf Kissen mit Naturhaarfüllung besser verzichten. Polyesterfüllungen, die bei hohen Temperaturen in der Maschine gewaschen werden können, sind in diesem Fall die bessere Alternative. Dies gilt für vor allem für Hausstauballergiker, die auf den Kot der Hausstaubmilbe allergisch reagieren. Auch Latex wird von den meisten Allergikern gut vertragen – das Material kann jedoch leider nicht gewaschen werden.

Auch Dinkel- und Hirsekissen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Füllung speichert die Körperwärme und passt sich der individuellen Kopfform sehr gut an. Viele Menschen empfinden die raschelnden Geräusche, die von diesen Füllungen ausgehen, jedoch als störend.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die schnell frieren, treffen Sie mit einem Kissen mit Daunenfüllung die richtige Wahl. Daunen wärmen sehr stark und eignen sich genau aus diesem Grund nicht für Personen, die zum Schwitzen neigen.

Bezugsstoffe für Kissenhüllen

Welchen Bezugsstoff Sie für Ihr Kissen wählen, ist natürlich in erster Linie von Ihren individuellen Geschmacksvorlieben abhängig. Dennoch sollten Sie auch die Beschaffenheit der verschiedenen Materialien in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Denn: Das Material wirkt sich nicht nur in erheblichem Maße auf Optik und Haptik aus, sondern auch auf die Pflege.

1. Kissenhüllen aus Baumwolle

Baumwolle ist nach wie vor eine der beliebtesten Naturfasern. Und das aus gutem Grund: Das Material fühlt sich sehr weich an und überzeugt zugleich durch ein hohes Maß an Pflegeleichtigkeit. In der Regel können Sie Kissenhüllen aus Baumwolle bei mindestens 40 Grad Celsius in der Waschmaschine waschen. Berücksichtigen Sie jedoch stets die Hinweise des Herstellers, damit Ihre Kissenhüllen beim Waschen nicht an Farbintensität einbüßen.

2. Kissenhüllen aus Leinen

Leinen eignet sich hervorragend als Kissenbezug, denn das Material fühlt sich auf der Haut angenehm leicht und luftig an – und das, obwohl der Stoff optisch eher grob wirkt. Aus diesem Grund fügt sich das Material sehr gut in den Landhausstil oder auch in den skandinavischen Wohnstil. Nicht zuletzt sind Kissenbezüge aus Leinen Schmutz abweisend und somit ausgesprochen pflegeleicht.

3. Kissenhüllen aus Polyester

Kissenhüllen aus Polyester zeichnen sich vor allem durch ihre Strapazierfähigkeit aus. Darüber hinaus ist das Material knitterfrei und farbbeständig. Bei kalaydo.de finden Sie Kissenhüllen in verschiedensten Farben und Designs, denn Polyester kann beliebig bedruckt werden. Um Ihre Polyester-Kissenhüllen zu reinigen, geben Sie sie einfach bei 30 Grad Celsius in die Waschmaschine. Falls möglich, wählen Sie jedoch ein Schonwaschprogramm ohne Schleudergang, um unschöne Knitterfalten zu vermeiden.

4. Kissenhüllen aus Seide

Seide wirkt dank seiner glatten, geschmeidigen Oberfläche sehr edel. Das Material hat jedoch noch viele weitere Vorteile. So punktet Seide unter anderem durch seine kühlende Wirkung sowie durch seine Farbbeständigkeit. Die Pflege gestaltet sich hingegen etwas aufwendiger. Am besten waschen Sie Ihre Kissenhüllen aus Seide per Hand. Benutzen Sie dazu lauwarmes Wasser und ein mildes Waschmittel. Nach dem Waschen die Kissenhüllen sorgfältig mit kaltem Wasser ausspülen und liegend trocknen lassen.

5. Kissenhüllen aus Mischgewebe

Vor allem spezielle Kissenbezüge für Nackenstützkissen oder Nackenstützrollen bestehen oftmals aus Mischgewebe, beispielsweise aus Baumwolle, Jersey und Elasthan. So wird gewährleistet, dass die Hülle elastisch ist und sich ohne großen Kraftaufwand ab- und aufziehen lässt. Hüllen für Deko-Kissen werden meist ebenfalls aus einem Mischgewebe gefertigt. In der Regel beträgt der Baumwollanteil circa 80 Prozent, während andere Materialien wie Viskose oder Polyacryl etwa 20 Prozent ausmachen. Kissenhüllen aus Mischgewebe dürfen bei maximal 40 Grad Celsius in der Maschine gewaschen werden. Auch hier gilt: Halten Sie sich stets an die Pflegehinweise auf dem Etikett und ziehen Sie die Kissenhüllen vor dem Waschen auf links, um das Gewebe zu schonen.