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Felgen neu oder gebraucht kaufen bei kalaydo.de

Felgen sind für viele Autobesitzer nicht einfach nur die Verbindung zwischen Reifen und Fahrwerk ihres Wagens, sondern wichtiges Stilmittel oder begehrtes Designobjekt. Andere Autobesitzer wiederum beschäftigen sich mit dem Thema Felgen-Kauf höchstens alle paar Jahre einmal, und nur dann, wenn neue Reifen benötigt werden. Zu welcher Seite Sie auch immer tendieren – hier lesen Sie alles Wichtige rund um das Thema Felgen und Felgenkauf. In diesem Zusammenhang geben wir Ihnen auch Tipps, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Felgen gebraucht kaufen.

Stahlfelge oder Leichtmetallfelge?

Mit dieser Frage beginnt häufig der Weg zum Kauf einer neuen Felge. Für gewöhnliche PKWs, SUVs oder auch Vans finden Sie nur Stahl- oder Leichtmetallfelgen. Bei den Leichtmetallfelgen handelt es sich dann fast immer um eine Aluminiumfelge. Andere Leichtmetallfelgen aus Magnesium sind dagegen überwiegend im Rennsport oder eventuell noch an ausgefallenen Sportwagen anzutreffen. Motorräder dagegen stehen häufig auf Spezialfelgen aus Verbundwerkstoffen.

Eine typische Stahlfelge wird aus gewalztem Stahl gefertigt und besteht aus zwei Teilen: zum einen einer Radscheibe oder einer Auflagefläche, wo die Felge montiert wird, und zum anderen einem eigentlichen Felgenkranz, der den Reifen trägt. Beide Teile sind immer nur punktuell miteinander verschweißt, da eine vollständige Schweißnaht die Felge verziehen würde. Solche Stahlfelgen werden zumeist in Schwarz oder in Silber angeboten. Ihre Optik ist weitgehend geschlossen. Nur ein Kreis eher kleinerer Löcher erlaubt den Blick auf das Fahrwerk dahinter.

Stahlfelgen sind heute nicht mehr ganz so verbreitet wie noch vor 20 oder 30 Jahren, und das aus mehreren Gründen: Immer mehr Neufahrzeuge werden schon ab Werk serienmäßig mit Leichtmetallfelgen ausgeliefert. Stahlfelgen finden Sie beim Autokauf überwiegend nur noch auf günstigen Kleinwagen. Der einst sehr deutliche Preisunterschied zwischen Stahl- und Leichtmetallfelgen ist weitgehend zusammengeschrumpft. Deswegen greifen die Autohersteller vermehrt zum Aluminium für ihre neuen Modelle und genauso machen es auch die Autofahrer später, wenn sie nach neuen Rädern oder einer neuen Felge schauen. Einzig für die Wintersaison oder die Winterreifen steht die Stahlfelge noch immer hoch im Kurs.

Stahl ist hier wesentlich unempfindlicher gegenüber den extremen Witterungsbedingungen oder auch den Einflüssen von aggressiv wirkendem Streusalz auf den Straßen. Dazu kommt die Sorge vieler Autofahrer, dass sie bei Schnee und Eis gegen einen Bordstein rutschen könnten. Eine Stahlfelge wird dabei zwar auch beschädigt, lässt sich meist aber noch gut reparieren oder vergleichsweise günstig austauschen. Für eine Aluminiumfelge dagegen bedeutet so ein harter Aufprall meist irreparable Schäden und einen teuren Komplettaustausch. Außerhalb der kalten Jahreszeit empfiehlt sich eine Stahlfelge mit ihrer Robustheit aber auch für alle, die häufig auf unbefestigten Straßen unterwegs sind.

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Der wesentliche Kaufgrund für eine Aluminiumfelge liegt in der optischen Aufwertung jedes Wagens. Selbst ein alter Kleinwagen wirkt damit gleich hochwertiger und lässt sich unter Umständen sogar etwas besser verkaufen. Die meisten Aluminiumfelgen werden nach einem immer gleichen Grundprinzip angefertigt. Sie entstehen in einem Gussverfahren, werden anschließend in einem matten Silber lackiert und zum Schluss mit Klarlack pulverbeschichtet. Schwarz oder auch verschiedene Grautöne sind die verbreitetsten alternativen Farben bei diesem Felgentyp. Im Tuning-Bereich sehen Sie häufiger auch durch Galvanisierung verchromte Alufelgen.

Neben der typischen gegossenen Aluminiumfelge finden sich auch noch zwei mit mehr Aufwand produzierte Arten von Aluminiumfelgen. Diese Varianten werden entweder geschmiedet oder setzen sich mit auffälliger Optik aus mehreren Einzelteilen zusammen. Geschmiedete Aluminiumfelgen sind dabei meist leichter als ein gegossenes Modell, weil hier der Werkstoff durch den Schmiedeprozess wesentlich mehr verdichtet wird. Eine solche Felge kann im Einzelfall tatsächlich einen gewissen positiven Einfluss auf die Fahreigenschaften eines Autos haben. Das einst oft angeführte Argument, dass Sie mit leichten Aluminiumfelgen – im Vergleich zu Stahlfelgen - Sprit sparen, gilt heute kaum noch. Auch die Stahlfertigung hat sich weiterentwickelt und erzielt inzwischen mit dünnerem, leichterem Stahl eine vergleichbare Stabilität wie noch vor einigen Jahren mit deutlich schwereren Konstruktionen.

Im Normalfall sind mit Aluminiumfelgen keine Vorteile für das Fahrverhalten oder den Fahrkomfort verbunden. Nur einige wenige Hochleistungssportler profitieren ein wenig vom offenen Aufbau der Aluminiumfelgen. Bei diesen Fahrzeugen besteht – wie beim Kleinwagen – eine Aluminiumfelge nie aus reinem Aluminium. Neben einer Aluminiumlegierung als Basis werden weitere Metalle wie beispielsweise Eisen hinzugefügt, um die Stabilität der fertigen Felge zu erhöhen.

Die passende Felge finden

Egal, ob Sie sich für Stahl- oder Aluminiumfelge entscheiden – wichtig ist, dass sie auf Ihr Fahrzeug passen sollte. Dabei geht es nicht nur um den persönlichen Geschmack, sondern in erster Linie um die Frage der Zulassung. Für jedes Fahrzeugmodell sind nur bestimmte Felgenmaße zulässig. Dies beschränkt Ihre Auswahl beim Kauf, da Sie auf Durchmesser, Breite oder andere Merkmale einer Felge achten müssen.

Soll es einfach eine neue Felge sein und sind Sie ansonsten mit dem aktuellen Felgenmaß und der damit verbundenen Reifengröße zufrieden, können Sie alle notwendigen Merkmale zum Neukauf direkt von Ihrer alten Felge ablesen. Auf einer Stahlfelge sind diese Angaben meist mittig am inneren Lochkranz eingestanzt; bei Aluminiumfelgen können Sie die genaue Felgenbezeichnung in der Regel an einer kleinen Prägung am Felgenrand ablesen.

Die dort hinterlegten Informationen können dann beispielsweise so aussehen: 8J x 16 H2 ET 25 LK 5x120. Viele empfinden diese Angabe vielleicht als unverständlich und zu komplex, aber mit dieser einigermaßen kurzen Kombination aus Zahlen und Buchstaben wird Ihre Felge in allen ihren Dimensionen vollständig erfasst, was die Bezeichnung auch zum wichtigen Suchkriterium beim Felgenkauf macht.

Felgenmaße erklärt

Diese Beispiel-Felge hier wird durch die Angabe folgendermaßen beschrieben: Sie ist acht Zoll breit und hat ein J-förmiges Felgenhorn, also einen wie ein J geformten Übergang von der Felgenaußenseite zum Innern. Weiterhin weist diese Felge einen Durchmesser von 16 Zoll auf. Das kleine x kennzeichnet sie als Tiefbettfelge und die Kennung H2 gibt Auskunft zur Art des Felgenbettes, um das herum die Felge aufgebaut ist. Ein sehr wichtiges Maß ist der unter ET abgelegte Wert. Er bezeichnet die Einpresstiefe, ein zentrales Kriterium, das oft über notwendige Umbaumaßnahmen entscheidet, wenn deutlich abweichende Felgenmaße montiert werden sollen. Zuletzt finden Sie hinter dem Kürzel LK noch Details zu Durchmesser und Beschaffenheit des Lochkranzes, wo die Felge an der Radaufhängung montiert wird.

Anhand der gerade gefahrenen Felge identifizieren Sie aber immer nur eine Felgengröße, die für Ihr Fahrzeug zugelassen ist. Wie bringen Sie die alternativen Größen in Erfahrung? Am schnellsten hilft Ihnen hier sicherlich ein Blick in das Bedienungshandbuch des Wagens. Dort sollten alle zugelassenen Felgenmaße aufgeführt sein. In den Fahrzeugpapieren – der Zulassungsbescheinigung Teil I oder dem alten Fahrzeugschein – sind dazu ebenfalls Angaben notiert. Allerdings weist die neuere Zulassungsbescheinigung an dieser Stelle nur noch einen einzigen Eintrag auf, was dann leider nicht alle Möglichkeiten zeigt, die Sie beim Felgenkauf haben.

Ihre neue Felge sollte immer eine der zugelassenen Maßangaben aufweisen. Möglicherweise passen andere Felgen ebenfalls auf Ihr Auto, aber in diesem Fall ist dann eine gesonderte Abnahme durch den TÜV oder eine andere Prüforganisation erforderlich. Des Weiteren sind eventuell die Erstellung eines technischen Gutachtens und diverse Anpassungen von Fahrwerk oder Karosserie notwendig. Außerdem sollte den neuen Felgen unbedingt eine Allgemeine Betriebserlaubnis – kurz ABE – beiliegen.

Diese Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile verbrieft, dass die Felge - unter Befolgung der Anbauanweisungen - technisch zu Ihrem Fahrzeug passt und keinerlei Gefährdung der Verkehrssicherheit entstehen lässt. Bewahren Sie die Allgemeine Betriebserlaubnis einer neuen Felge immer im Wagen auf, denn bei einer Verkehrskontrolle werden Sie gegebenenfalls gebeten, diese vorzuzeigen. Denken Sie außerdem immer an die Übergabe der Betriebserlaubnis, wenn Sie Felgen gebraucht kaufen. Was Sie beim Kauf von Gebrauchtfelgen sonst noch beachten müssen, lesen Sie im folgenden Abschnitt.

Felgen gebraucht kaufen

Wenn Sie gebrauchte Felgen kaufen, geht es Ihnen wahrscheinlich nicht immer um den Preisvorteil. Vielleicht fahren Sie auch einen Oldtimer und brauchen einen passenden Felgensatz oder Sie suchen nach einer seltenen Importfelge. Während Sie im normalen Handel oder im Onlineshop kaum fündig werden, können Sie auf Auktionsplattformen oder in Online-Kleinzeigen oft sofort einen Volltreffer landen. Schnell stellt sich dabei aber auch die Frage: Sollte ich wirklich gebrauchte Felgen kaufen?

Der Benutzung einer Felge oder anderer Dinge zieht meistens Gebrauchsspuren nach sich und die müssen zum Hauptkriterium werden, wenn Sie Felgen gebraucht kaufen möchten. Gerade im Internet können Sie dabei zunächst oft nur anhand von Fotos entscheiden. Achten Sie deswegen auf die vorhandenen Widerspruchs- und Rückgabemöglichkeiten. Möglicherweiche entdecken Sie nach Anlieferung der gebrauchten Felgen unter Umständen weitere schwerwiegende Mängel.

Schwerwiegende Mängel an einer Felge – besonders natürlich bei Aluminiumfelgen – sind Risse oder eine größere Unwucht. Für Stahlfelgen bedeuten stärker verbeulte Stellen meist das Aus. Bei einer Unwucht ist die Felge mehr oder weniger stark verformt, lässt sich aber von Fall zu Fall noch vom Fachmann reparieren. Eine Beule kann vielleicht optisch korrigiert werden, das Material bleibt aber immer geschwächt. Ähnlich sieht es bei Rissen in der Felge aus. Eventuell kaschiert eine oberflächliche Reparatur das Problem, aber das Risiko eines Felgenbruchs und damit eine hohe Unfallgefahr bleiben dauerhaft bestehen.

Andererseits können Sie hier beim Kauf von gebrauchten Felgen sicherlich auch Glück haben. Sie finden vielleicht tatsächlich die seit Langem gesuchte Felge oder Sie machen ein echtes Schnäppchen. Kleinere, oberflächliche Kratzer oder auch eine Macke, die Sie dann noch entdecken, lassen sich auch bei Alufelgen meist problemlos und zu geringen Kosten beseitigen. Nur bei Chromfelgen, einer mehrfarbigen Felge oder einer Felge mit polierter Front können Aufwand und Kosten dann jeden vernünftigen Rahmen sprengen.