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Kompletträder kaufen: Darauf müssen Sie beim Kauf von Kompletträdern achten

Entscheiden Sie sich beim Reifenkauf für Kompletträder, erhalten Sie Ihre Reifen schon fertig auf passenden Felgen. Das ist nicht nur einfacher als die einzelne Auswahl von Reifen und Felgen, sondern in der Regel auch günstiger als der Einzelkauf und die damit verbundenen Montagearbeiten. Aber auch hier gibt es noch einiges zu beachten – vor allem, wenn Sie Kompletträder gebraucht kaufen. Auf kalaydo.de finden Sie sowohl Sommerreifen auf Aluminium- und Stahlfelgen, die gut für die wärmeren Monate geeignet sind, als auch Winterreifen auf Aluminium- und Stahlfelgen, die beispielsweise bei Schnee, Eis und Glätte zum Einsatz kommen. Wenn Sie Zeit und Geld sparen möchten, sind Ganzjahresreifen auf Aluminium- oder Stahlfelgen praktische Allrounder, die rund um das Jahr - bei wärmeren und kälteren Temperaturen – genutzt werden können.

Wann bieten sich Kompletträder an?

Der Kauf eines kompletten, vollständig vormontierten Rädersatzes wird immer dann zur praktischen Alternative, wenn alle Ihre alten Reifen verschleißbedingt getauscht werden müssen und auch die Felgen bereits deutliche Alterungsspuren oder Beschädigungen aufweisen. Genauso eignen sich Kompletträder für die schnelle Ausrüstung mit zusätzlichen Sommer- oder Winterreifen. Natürlich können Sie auf diesem Weg auch einzelne Reifen inklusive Felge ersetzen, falls diese beispielsweise bei einem Unfall beschädigt wurden.

Steht Ihr Wagen auf Stahlfelgen, ist ein solcher Einzeltausch optisch meist kein Problem, wenn die neuen Räder in ihren Abmessungen mit den anderen Reifen am Fahrzeug identisch sind. Bei Kompletträdern mit Alufelgen muss die neue Felge dann aber zu den schon vorhandenen passen. Das hat jetzt nicht nur optische Gründe, sondern ist zudem ein verkehrsrechtliches Gebot der Straßenverkehrsordnung. Eine Felgenmischung an einem Fahrzeug ist dort zunächst einmal nicht erlaubt und stellt eine Bauartänderung dar, die einer zusätzlichen TÜV-Abnahme und eventuell noch eines ergänzenden technischen Gutachtens bedarf.

Ähnlich sieht es auch aus, wenn Sie nur die Räder auf der Antriebsachse tauschen wollen. Dort ist der Reifenverschleiß bei Vorder- und Heckantrieb immer mehr oder weniger größer als auf der jeweils anderen passiven Achse. Weisen die Reifen auf der passiven Achse noch genügend Profiltiefe auf, müssen Sie diese nicht zwanghaft in einem Atemzug mit austauschen. Sie bestücken dann einfach nur die Antriebsachse mit neuen Kompletträdern, wenn die alten Felgen nicht mehr zu gebrauchen sind. Die gängigen Alufelgen-Modelle der großen Hersteller sind oft auch nach Jahren noch bei den Händlern oder in Onlineshops erhältlich. Für sehr alte oder seltene Felgen-Modelle müssen Sie dann aber alternativ gebrauchte Räder kaufen.

Tipp: Um den ungleichmäßigen Verschleiß Ihrer Reifen durch die Antriebsachse etwas auszugleichen, können Sie jeweils beim saisonalen Reifenwechsel oder auch sonst in regelmäßigen Abständen die Räder von vorn nach hinten oder umgekehrt tauschen. Vermeiden Sie dabei aber, dass Sie Reifen zwischen Fahrer- und Beifahrerseite vertauschen.

Achten Sie beim Austausch einzelner Räder oder auch beim achsweisen Wechsel auf neue Räder immer darauf, dass zu den übrigen alten Rädern kein allzu großer Profilunterschied bei den Gummis besteht. Ansonsten gefährden Sie die Stabilität des Wagens in einer Vielzahl von Fahrsituationen und gehen ein erhebliches Sicherheitsrisiko ein. Zudem sollten alte wie neue Reifen immer vom selben Hersteller stammen und am besten auch die gleiche Modellbezeichnung tragen. Ansonsten gefährden verschiedene Gummimischungen oder Profilgestaltungen ebenfalls die Fahrzeugstabilität.

Daraus ergibt sich dann schon eine klare Antwort auf eine häufig gestellte Frage: Dürfen Sie Sommer- und Winterreifen mischen? Eine Fahrzeugbereifung aus Sommer- und Winterreifen ist vom Gesetzgeber zwar erlaubt, aber aus Gründen der Fahrsicherheit sollten Sie jedoch lieber darauf verzichten. Das raten Ihnen auch der ADAC und andere Automobil-Experten. Diese Saison-Pneus sind aus unterschiedlichen Gummimischungen gefertigt, die auf die Anforderungen in der jeweiligen Jahreszeit abgestimmt sind, und ihr Profilbild weicht sogar erheblich voneinander ab. Besitzen Sie einen Wagen mit permanentem oder häufig genutztem Allradantrieb, ist immer der Wechsel aller Reifen empfehlenswert. Hier genügen sonst schon kleine Profilunterschiede, um die Getriebe, weitere Fahrassistenten oder die Sensorik des Fahrzeugs zu stören.

Kompletträder kaufen – So finden Sie passende Reifen inklusive Felge

Für jedes Fahrzeug ist standardmäßig nur eine begrenzte Auswahl an Reifen oder Felgen zugelassen. Diese Einschränkung ergibt sich aus den Maßen oder dem Gewicht des Wagens und der Konstruktion von Karosserie und Fahrwerk. Sie drückt sich in bestimmten Reifen- oder Felgenbreiten, dem erlaubten Reifen- oder Felgendurchmesser, der Einpresstiefe einer Felge und herstellerspezifischen Merkmalen wie der Lochzahl zum Verschrauben oder dem Durchmesser des Lochkreises aus.

Wenn Sie sich beim Neukauf von Rädern an den Angaben orientieren, die auf den vorhandenen Reifen und Felgen stehen, machen Sie in der Regel nichts falsch, da der Wagen damit aller Wahrscheinlichkeit nach schon einmal eine Hauptuntersuchung durchlaufen hat. Angaben zur Felgengröße finden Sie bei Leichtmetallfelgen auf dem Felgenrand und bei Stahlfelgen meist in der Mitte neben dem Lochkranz. Auf Reifen stehen die entsprechenden Angaben immer auf der äußeren Reifenwand, wo sie gut ablesbar sind. Mit Angaben wie 8x17‘‘ ET35 LK5 für Felgen oder 225/45R17 99W für die Reifen haben Sie dann alle notwendigen Angaben für den Reifenkauf identischer Räder.

Die aktuell montierten Reifen und Felgen stellen aber nur eine mögliche Konfiguration dar. Bei fast jedem Fahrzeug sind dazu noch weitere Radkonfigurationen erlaubt, ohne dass Umbauten an der Spur oder der Karosserie vorgenommen werden müssen. Wo finden Sie die weiteren erlaubten Maße? Zumindest ein Maß ist in der Zulassungsbescheinigung Teil I für Ihr Auto aufgeführt. Die Angabe dort muss nicht mit den tatsächlich genutzten Reifen übereinstimmen. Hat Ihr Wagen noch einen alten Fahrzeugschein – der Vorläufer der Zulassungsbescheinigung Teil I – können Sie daraus sogar gleich mehrere erlaubte Rädermaße entnehmen. Auch das Bedienungshandbuch für Ihr Auto sollte eine umfassende Aufzählung zu diesem Punkt enthalten.

Weichen Sie bitte beim Kompletträderkauf bitte nicht von diesen Angaben ab. Nur dann bleibt die allgemeine Betriebserlaubnis für das Auto erhalten, andernfalls erlischt diese Erlaubnis automatisch, wenn Sie die Veränderung nicht – wie schon beschrieben – nachträglich genehmigen lassen und eventuell durch Umbauten unterstützen. Das Fahren eines Wagens ohne Betriebserlaubnis stellt dann eine Ordnungswidrigkeit dar. Es droht mindestens ein Bußgeld, oft untersagt die Zulassungsstelle auch den weiteren Betrieb und entstempelt Ihre Kennzeichen.

RDKS – Vier Buchstaben, auf die Sie immer häufiger achten müssen

Immer mehr Autos jüngeren Baujahrs sind mit einem System zur automatischen Reifendruckkontrolle ausgestattet. Seit November 2014 ist ein solches System für alle Neufahrzeuge sogar Pflicht. In der Cockpit-Anzeige sehen Sie dann den exakten Reifendruck in Bar angegeben oder finden zumindest Symbole, ob alles in Ordnung ist oder Sie dringend Luft auffüllen müssen. Diese Systeme arbeiten indirekt oder direkt. Eine indirekte Variante sitzt auf der Radnabe und nutzt beispielsweise den ABS-Sensor für die Messung, oder besser gesagt, die Berechnung des Reifendrucks anhand des Radlaufes.

Ein direktes Kontrollsystem arbeitet immer mit einem Sensor im Rad, der mindestens den Druck und manchmal auch die Temperatur messen kann. Dieser Typ von Reifendruckkontrolle ist natürlich wesentlich genauer, erfordert aber zusätzliche Aufmerksamkeit, wenn Sie komplette Räder kaufen. Die neuen Räder müssen ebenfalls mit den passenden Sensoren für Ihr Fahrzeug bestückt sein. Wurde Ihr Auto ab November 2014 zugelassen oder erhielt es schon ab November 2012 eine individuelle Typengenehmigung für das RDKS, dürfen Sie überhaupt nicht mehr ohne Sensoren in den Rädern fahren.

Alle neuen Räder – oder wenn Sie Räder gebraucht kaufen – müssen deswegen zusätzlich oder im Rahmen Ihrer Bestellung Sensoren erhalten. Das gilt auch für die Winterbereifung, was natürlich jeweils die Kosten für die neuen Räder erhöht. Ein aufwändiges Anlernen der neuen Sensoren ist bei vielen Systemen glücklicherweise nicht mehr notwendig. Das erledigt die Technik immer häufiger vollkommen selbstständig.

Kompletträder gebraucht kaufen

Auf der Suche nach gebrauchten Kompletträdern werden Sie vor allem im Internet schnell fündig. Auf diesem Weg kommen Sie auch noch an Räder und besonders an Felgen, die der Reifenhandel nicht mehr liefern kann. Wenn Sie Kompletträder gebraucht kaufen, sparen Sie zudem bares Geld. Allerdings beziehen sich die meisten Angebote auf komplette Radsätze, was den Preisvorteil schnell zunichtemacht, wenn Sie nur ein oder zwei Räder benötigen.

Auch im gebrauchten Zustand können Sie viele gut erhaltene Räder mit Reifen und Felge ergattern. Das erste Auswahlkriterium, das Sie berücksichtigen sollten, ist das notwendige Felgen- und Reifenmaß. Der zweite Blick sollte dann immer, der noch vorhandenen Profilstärke gelten. Neue Reifen kommen hier auf acht oder neun Millimeter. Je mehr Profiltiefe die angebotenen Reifen noch aufweisen, umso länger werden Sie die Räder also nutzen können. Eine gute Profiltiefe verleiht jedem Reifen seinen Grip und erhöht die Fahrstabilität und -sicherheit. Bei einer Profiltiefe von nur noch vier Millimetern erreichen Reifen dann einen Bereich, in dem die Laufeigenschaften und damit Ihre Sicherheit im Wagen stärker beeinträchtigt sind. Mit Profilen von weniger als 1,6 Millimeter dürfen Sie dann überhaupt nicht mehr fahren, weil diese Gummis zum dauerhaften Sicherheitsrisiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer werden.

Ein bereits gebrauchtes Rad hat vielleicht auch schon einiges mitgemacht. Schauen Sie sich daher den optischen Zustand der Räder genau an, bevor Sie zuschlagen. Tiefe Beschädigungen an den Gummis sind ein klares Signal, diese Räder nicht zu kaufen. Optische Mängel – Kratzer oder abgelöster Lack – an den Felgen sind oft nur eine oberflächliche Beeinträchtigung. Hier müssen Sie entscheiden, ob Sie das akzeptieren wollen. Größere Reparaturen sind vor allem bei Leichtmetallfelgen später kaum noch möglich oder lohnen sich preislich einfach nicht.

Beschädigungen bei solchen Leichtmetallfelgen können aber auch immer ein Sicherheitsrisiko bedeuten. Ein kleiner Kratzer außen kann sich im Innern der Felge als Riss fortsetzen und sie damit bruchanfällig machen. Schäden am Felgenrand können sich auch auf den Reifen übertragen und dessen innere Stabilität geschwächt haben. In solchen Fällen sollten Sie besser neue Kompletträder kaufen. Denn der Preisvorteil beim Kauf von gebrauchten Kompletträdern rechtfertigt es nicht, die eigene Sicherheit oder die Gesundheit von Mitfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern aufs Spiel zu setzen.