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Sommerreifen kaufen: alles Wissenswerte für Ihren nächsten Reifenkauf

Wenn im Frühjahr der letzte Schnee getaut ist, fragen sich viele Autofahrer: Sind meine Sommerreifen noch gut genug für die anbrechende Saison oder muss ich neue Sommerreifen kaufen? Hier lesen Sie alles zu diesem Thema – inklusive einiger Tipps, wenn Sie Sommerreifen gebraucht kaufen möchten.

Wann brauchen Sie neue Reifen für den Sommer?

Das Aufziehen der Sommerbereifung empfiehlt sich, wenn die durchschnittlichen Temperaturen sechs bis sieben Grad plus nicht mehr wesentlich unterschreiten. Für die nun kommenden beiden Jahreszeiten sind Sommerreifen mit ihrem speziell angepasstem Profil und ihrer besonderen Gummimischung viel besser gerüstet als ein Satz Winterreifen. Deren Gummimischung ist wesentlich weicher, während Gummis für den Sommer besonders hart sind, damit sie auch extremer Hitze leicht standhalten können. Weiche Winterreifen verschleißen dann viel schneller und verlängern außerdem den Bremsweg Ihres Wagens deutlich. Ihr Profil ist vorrangig dafür entworfen, sich in Schnee und Eis festzubeißen.

Im Sommer sind bei einem Autoreifen aber ganz andere Eigenschaften gefragt: gutes, leichtes Abrollverhalten und sichere Haftung auf feuchten oder nassen Straßen. Beides können Winterreifen in der warmen Jahreszeit nicht leisten. Sie rollen jetzt eher schwerfällig ab, der Kraftstoffverbrauch steigt und bei der Wasserverdrängung auf nassem Asphalt bleiben Sie ebenfalls hinter Sommersaisonreifen zurück.

Wenn Sie nun Ihre alten Reifen für den Sommer aus der Garage oder einem anderen Aufbewahrungsort holen, stellt sich gleich die Frage, ob der Zustand der Reifen noch für sichere Fahrten ausreicht. Dabei kommt es im Kern auf zwei Faktoren an: Profiltiefe und Alter der Reifen. Ein Autoreifen sollte immer nach maximal circa acht Jahren ausgetauscht werden. Selbst bei wenig gefahrenen Pneus ist der Alterungsprozess des Materials dann so weit fortgeschritten, dass Sie sich nicht mehr auf optimale Fahrleistungen oder eine gute Fahrsicherheit verlassen können. Dieser ungefähre Haltbarkeitszeitraum gilt außerdem nur bei guten Lagerungsbedingungen. Reifen, die nicht trocken, kühl und dunkel gelagert werden, altern noch schneller.

Maßgeblich für diese Altersbestimmung ist übrigens nicht das Kaufdatum der Reifen, sondern immer der Zeitpunkt ihrer Herstellung. Angaben dazu gibt Ihnen die sogenannte DOT-Nummer auf der Reifenwand. Diese zeigt am Ende eine vierstellige Ziffernkombination wie beispielsweise 0815, die Ihnen verrät, dass dieser Beispiel-Reifen in der achten Kalenderwoche des Jahres 2015 produziert wurde. Neben einer solchen Altersangabe bestimmt dann weiter der individuelle Verschleiß die Tauglichkeit eines alten Sommerreifens. Die Abnutzung durch gefahrene Kilometer, aber auch der persönlichen Fahrstil spiegelt sich in der Profiltiefe eines Reifens wider.

Neue Reifen für den Sommer erhalten Sie mit Profiltiefen von durchschnittlich knapp über sechs bis rund acht Millimeter. Jede Beschleunigung, jeder Bremsvorgang und auch die besondere Belastung einer Kurvenfahrt lässt das Gummiprofil durch Abrieb langsam zusammenschmelzen. Bei weniger als drei Millimeter Profiltiefe sollten Sie bald an einen Sommerreifenkauf denken. Sind erst einmal 1,6 Millimeter unterschritten, darf der Wagen wegen mangelnder Sicherheit durch Unterschreitung der gesetzlichen Mindestprofiltiefe gar nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden – die Profiltiefe messen Sie übrigens immer in der Mitte der Lauffläche.

Wann kaufen Sie am besten und am günstigsten neue Reifen für den Sommer?

Untersuchen Sie Ihre alte Sommerbereifung schon im Herbst beim Aufstecken der Winterreifen auf Alterung und Verschleiß, kommen Sie bei einem sofortigen Neukauf oder einem Kauf in den Wintermonaten sehr wahrscheinlich günstiger weg, als wenn Sie sich erst im Frühjahr nach Ersatz umschauen. Zieht die kalte Jahreszeit einmal auf, verkaufen Reifenhändler und Reifen-Onlineshops natürlich vorwiegend Winterreifen. Für die Modelle des letzten Sommers gewähren Ihnen die Händler dann oft ordentliche Rabatte, um Platz im Lager zu schaffen.

Planen Sie bei jedem Reifenkauf aber bitte auch immer diese weiteren Kosten für notwendige Arbeiten ein: Jedes Gummi muss auf Ihre Felgen gezogen und dann ausgewuchtet werden. Dazu kommen weitere Ausgaben für die Altreifenentsorgung oder gegebenenfalls die Montage der Räder. Reifenhändler oder Filialwerkstätten verlangen dafür zwar ganzjährig günstige Pauschalpreise – allerdings gelten die in der Regel nur, wenn Sie dort auch Ihre neuen Reifen kaufen.

Sommerreifen gebraucht kaufen und noch mehr sparen – lohnt sich das?

Gebrauchte Reifen kosten Sie deutlich weniger als Neureifen. Wenn Sie gebrauchte Sommerbereifung kaufen, sparen Sie leicht die Hälfte oder mehr beim Kaufpreis ein. Sind die gebrauchten Gummis noch in einem guten Zustand und wenig gefahren, kann sich dann eine günstige Alternative beim Reifenkauf auftun. Hier müssen Sie neben einem ausreichenden Reifenprofil und einem jungen Alter der Reifen aber noch mehr beachten. Sind die Reifen auch frei von Beschädigungen? Denn Risse, Abschürfungen oder Einschnitte können die Stabilität eines Reifens gefährden.

Selbst kleine Schäden an einer ungünstigen Stelle lösen unter den enormen Kräften, die beim Fahren auf das Gummi wirken, dann womöglich schon einen Reifenplatzer aus. Dieses Risiko kann im Einzelfall nur durch einen Reifenfachmann oder sogar nur mit zusätzlichen technischen Untersuchungen konkretisiert oder ausgeschlossen werden. Prüfen Sie auch die Umgebungsbedingungen, wo die Reifen gelagert waren, wenn Sie Sommerreifen gebraucht kaufen. Eine falsche Lagerung senkt die Zuverlässigkeit eines Pneus ebenfalls dramatisch ab.

Worauf Sie beim Sommerreifenkauf noch achten müssen

Ein zentrales Kriterium beim Reifenkauf ist immer die Reifengröße. Möchten Sie dieselbe Reifengröße wie bisher fahren oder wünschen Sie sich auch einmal andere Maße? Die aktuelle Reifengröße lesen Sie am einfachsten direkt auf den Wänden der Gummis am Auto ab. Eine Kodierung wie 225/55 R17 enthält dabei bereits alle Angaben zu Reifenbreite, Reifenhöhe und dem Innendurchmesser beziehungsweise der passenden Felgengröße.

Informationen zu weiteren möglichen Reifengrößen, die für Ihren Wagen ohne Umbauten erlaubt sind, finden Sie außerdem in der Bedienungsanleitung des Autos, dem alten Fahrzeugschein oder auch in der neueren Zulassungsbescheinigung Teil I. Wechseln Sie von der aktuellen Bereifung auf ein anderes Maß, entstehen außerdem immer zusätzliche Kosten für neue Felgen. Unter- oder überschreiten Sie dabei auch noch bestimmte Grenzwerte für die Reifenmontage an Ihrem Wagen, müssen Sie zwangsläufig Umbauten am Auto wie Spurverbreiterung oder Karosserieveränderungen vornehmen, um für die neue Bereifung überhaupt eine Zulassung zu bekommen.

Nasshaftung, Kraftstoffeffizienz und Umweltfreundlichkeit neuer Reifen

Eine individuelle Beurteilung jedes Reifens für diese drei wichtigen Eigenschaften finden Sie seit Ende 2012 übersichtlich zusammengefasst auf einem Aufkleber, den seitdem jeder Neureifen im Handel tragen muss. So wollte die EU eine verbesserte Verbraucherinformation schaffen, erließ eine entsprechende Verordnung und beschloss damit europaweit die Einführung des EU-Reifenlabels. Sie gilt für die neuen Reifen aller Pkw und vieler Nutzfahrzeuge, Sommer- wie Winterreifen, mit Ausnahme von runderneuerten Reifen.

Für alle drei Kriterien des EU-Reifenlabels gibt es standardisierte Tests, die jeder neue Reifen durchlaufen muss. In der Kategorie Nasshaftung wird dabei der Bremsweg auf nassem Untergrund zum Maßstab. Hier erhalten Sie also Auskunft über einen bedeutenden Sicherheitsaspekt der Gummis. Je kürzer der Bremsweg ausfällt, desto besser gerät die Bewertung des Reifens in einem notenähnlichen System von A bis F, wobei A die Bestmarke bildet. Mit einem Reifen der schlechtesten Kategorie kommen Sie bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern erst gut sechs Meter später zum Stehen.

In Zeiten hoher Benzinpreise kommt der Kraftstoffeffizienz von Sommer- oder Winterreifen eine besondere Bedeutung zu. Die Reifen machen rund ein Viertel des Widerstandes aus, gegen den der Motor Ihres Wagens arbeiten muss, um Sie und Ihr Auto voranzubringen. Deswegen sorgt die Wahl eines leichtgängigen Reifens für merkliche Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch. Pro 100 Kilometer erreicht manches besonders optimiertes Modell dabei leicht einen Minderverbrauch von mehr als einem halben Liter Sprit. Damit Sie solche Reifen schnell identifizieren können, enthält das EU-Reifenlabel eine Bewertung in puncto Kraftstoffeffizienz. Sie drückt sich ebenfalls in Buchstaben aus, reicht hier sogar von A bis G. Pro schlechterer Eingruppierung müssen Sie mit einem Mehrverbrauch von rund 0,1 Liter auf 100 Kilometer rechnen.

Zuletzt bewertet das EU-Reifenlabel auch die Umweltverträglichkeit eines Gummis. Hier steht die Geräuschentwicklung der Bereifung im Mittelpunkt, denn diese macht einen Großteil des Verkehrslärms auf den Straßen aus. Die Referenz ist dabei der seit 2016 gültige EU-Grenzwert für Reifengeräusche. Er schwankt je nach Reifenbreite zwischen 70 und 74 db(A). Zum Vergleich: dauerhafte Geräusche von über 80 db(A) werden als gesundheitsgefährdend angesehen. Ein Reifen, der den Grenzwert seiner Klasse erfüllt, wird im EU-Reifenlabel mit drei schwarzen symbolischen Schallwellen klassifiziert. Reifen, die den Grenzwert sogar unterschreiten erhalten nur zwei Schallwellen oder tragen im besten Fall nur eine schwarze Schallwelle auf ihrem EU-Reifenlabel.

Lieber breite oder eher schmale Sommerreifen?

Breitreifen haben ohne Zweifel einige Vorteile bei der Beschleunigung oder dem Fahrverhalten in Kurven, weil Sie Ihrem Wagen mit größerer Auflagefläche mehr Grip geben. Auch der Bremsweg fällt besser aus. Diese Vorteile können die breiten Pneus auf trockener und selbst noch auf feuchter Fahrbahn ausspielen. Bei richtiger Nässe geraten sie dagegen eher ins Schwimmen als ein schmaler Reifen. Der hat dann noch den Vorteil eines geringeren Spritverbrauchs, da er mit seiner kleineren Auflagefläche entsprechend weniger Rollwiderstand erzeugt.

Sommerreifen kaufen: Nach dem Kauf

Sie haben den passenden Reifen eines deutschen, europäischen oder anderen Herstellers gefunden. Vielleicht haben Ihnen Testberichte in Automobil-Zeitschriften dabei etwas geholfen und die Reifen sind nun fahrbereit am Auto montiert. Müssen Sie jetzt auch noch etwas beachten? Ja, denn fabrikneue Reifen sind sehr glatt. Fahren Sie deswegen bitte die ersten 200 oder 300 Kilometer etwas vorsichtiger. Dann haben sich die Reifen deutlich aufgeraut, Rückstände aus der Produktion sind abgefahren und die Gummis zeigen schließlich ihren perfekten Grip und optimale Fahreigenschaften. In den nächsten Sommern können Sie sich auf diese neuen Reifen wieder voll verlassen – Gute Fahrt!

In unserem Ratgeber finden Sie übrigens noch weitere Tipps zum Thema Sommerreifen und Winterreifen.