Kleinanzeigen Tiermarkt Hunde Hunde aus dem Tierheim

2.896 Angebote aus „Hunde aus dem Tierheim“ kaufen

Ähnliche Suchbegriffe

Hunde aus dem Tierheim

Tausende Hunde warten in deutschen Tierheimen täglich darauf, einen neuen Besitzer zu finden, der ihnen ein schönes neues Zuhause auf Lebenszeit gibt. Manche von ihnen vergeblich, weil sie möglicherweise „zu alt“ oder „zu krank“ sind oder aufgrund ungewisser Vorkommnisse in ihrer Vergangenheit unliebsame Verhaltensweisen an den Tag legen, derer sich viele Menschen nicht gewachsen fühlen beziehungsweise nicht die Möglichkeiten haben, hierfür genügend Zeit und Geduld aufzubringen.

Der Tierschutz in Deutschland ist vorbildlich

Die Tierheime in Deutschland sind regelrecht überfüllt. Teilweise sehen sie sich sogar gezwungen Aufnahme-Stopps zu verhängen, weil die Kapazitäten nicht ausreichen, um mehr Schützlingen gerecht zu werden. Denn allein hierzulande werden pro Jahr mehr als 300.000 Tiere in den Einrichtungen abgegeben. Dabei gilt Deutschland wahrhaftig als Vorreiter in puncto Tierschutz. Obwohl genaue Anzahlen nicht erfasst sind, gibt es weit über 500 Tierheime, die dem „Deutschen Tierschutz“ angeschlossen sind. Hinzu kommen einige andere Dachverbände wie beispielsweise der „Bund gegen den Missbrauch der Tiere“, die viele weitere sowohl städtische als auch private Einrichtungen und Tierheime zählen.

Umso schöner, wenn sich Hundemenschen finden, die weniger Wert auf eine reinrassige Abstammung und eine lückenlos verfolgbare Geschichte eines Tieres legen und sich stattdessen dazu entscheiden, einem Hund aus dem Tierheim eine zweite Chance zu geben. Weil auch wir von kalaydo.de diese wertvolle Arbeit des Tierschutzes unterstützen möchten, haben wir in unserer Rubrik Hunde eine spezielle Unterkategorie für Hunde aus dem Tierheim angelegt. Hier bekommen Heime und andere Tierhilfen eine regionale Plattform, Ihre Spürnasen zu präsentieren und Interessenten zu finden, die sich die Tiere dann vor Ort näher anschauen und im weiteren Verlauf richtig kennenlernen können.

Auch in Ihrer Nähe suchen Hunde ein neues Zuhause

Wenn auch Sie sich für die Adoption eines Hundes aus dem Tierheim entschieden haben, können Sie hier einfach per Orts- und Umkreissuche Tierschutz-Einrichtungen in Ihrer Nähe finden und mit diesen in Kontakt treten. Die Anzeigen können Ihnen zu einer guten Vorabauswahl verhelfen, schließlich geben sich die Tierschützer im Allgemeinen große Mühe, aussagekräftige Fotos der Hunde einzustellen und in ausführlichen Beschreibungen so gut wie möglich auf das Wesen der Tiere einzugehen. So werden keine falschen Erwartungen geschürt. Folglich müssen Sie nicht mühselig jedes Tierheim abklappern, sondern können gezielt Einzelne besuchen, um sich persönlich vom Charakter der potenziellen Kandidaten zu überzeugen. Und wie heißt es so schön? Nicht der Besitzer wählt seinen Hund aus, sondern der Hund seinen Besitzer. Mit welchem Vierbeiner grundsätzlich die Chemie stimmt, werden Sie schnell merken. Beim weiteren Kennenlernen sind Ihnen die Tierheim-Mitarbeiter dann gerne behilflich – immerhin liegt ihnen besonders daran, ein tolles neues Zweiergespann aus Hund und Mensch zu finden.

Da aber gerade Tierheimhunde in ihrem Leben häufig schon Einiges durchmachen mussten und zum Teil negative Erfahrungen oder traumatische Erlebnisse gemacht haben, gibt es umso mehr Dinge, über die Sie sich vor der Adoption Gedanken machen sollten.

Was Sie bei der Adoption von Hunden aus dem Tierheim beachten sollten

Zunächst einmal sollten Sie bedenken, dass zwar jedes Tierheim überaus glücklich über jeden seiner Schützlinge ist, der an einen privaten Hundehalter vermittelt werden kann. In erster Linie geht es den Mitarbeitern aber darum, dass der Hund in gute Hände kommt, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und die Adoption als endgültige Entscheidung ansehen, damit das Tier nicht nach einer Weile doch wieder ins Tierheim zurückgegeben wird. Ein ohnehin schon argwöhnischer Hund würde hierdurch nur noch mehr verunsichert.

Sie sind noch unerfahren im Umgang mit Hunden? Dann kann ein quirliger Hund, der zwar auf den ersten Blick herrlich aufgeschlossen und lebhaft ist, auf Dauer unter Umständen zu fordernd für Sie sein. Doch keine Sorge – irgendwo wartet auch der passende Kandidat auf Sie! Vielleicht ist es einer der eher ruhigen Sorte, der Ihnen womöglich bei Ihrem Besuch von sich aus nicht groß aufgefallen wäre. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Mitarbeiter des Tierheims viele Fragen stellen, insbesondere auch zu Ihren bisherigen Erfahrungen mit Hunden. Sie wollen Sie weder ausquetschen noch mit Fangfragen auf die Probe stellen. Vielmehr möchten sie herausfinden, welcher Hund theoretisch zu Ihnen passen würde. Immerhin kennen Sie die Hunde im Tierheim am allerbesten und haben im Lauf der Zeit auch allerlei Eigenheiten feststellen können.

Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit auch einfach, um die Suche nach einem Hund einmal von der anderen Seite aus anzugehen. Beginnen Sie etwa nicht mit der Frage, welcher Hund Ihnen optisch gefallen würde und was Sie von ihm erwarten. Berichten Sie den Mitarbeitern stattdessen von Ihrer Hundeerfahrung, wie es um Ihre Wohnsituation bestellt ist, von Ihrem Alltag, also z.B. wie sportlich Sie unterwegs sind, wie Ihr Tagesablauf aussieht, welche Dinge Sie gemeinsam mit dem Hund unternehmen würden, wie Sie ihn beschäftigen könnten etc. Und dann können Ihnen die Tierheim-Mitarbeiter anschließend die Hunde vorstellen, die genau das brauchen, was Sie ihnen bieten können. Hilfreiche Infos zu dem Thema bietet auch unser Interview mit der „Vergiss mich nicht Tiernothilfe e.V.“.

Ein Hund aus dem Tierheim stellt besondere Anforderungen

Allgemein gilt, dass das Leben mit einem Hund aus dem Tierheim manchmal etwas fordernder sein kann, als viele es sich vorstellen. Wer sich einen Welpen vom Züchter oder aus privater Hand ins Haus holt, kann sich vorab die Umstände ansehen, unter denen das Tier aufgewachsen ist und sozialisiert wurde. Zudem kann er dem Welpen durch eine zugleich konsequente als auch liebevolle Erziehung helfen, sich zu einem freundlichen, selbstsicheren Hund zu entwickeln.

Bei einem Tierheimhund hingegen ist oftmals nicht genau bekannt, wie er herangewachsen ist und was er in seinem bisherigen Leben durchmachen musste. Selbstverständlich gibt es verschiedenste Umstände, warum ein Tier den Weg ins Tierheim findet, was bedeutet, dass nicht zwangsläufig jedes auch Verhaltensauffälligkeiten, Unsicherheiten oder dergleichen aufweisen muss. Natürlich finden Sie auch hier ausgeglichene Tiere, mit denen ein Zusammenleben völlig unkompliziert sein kann. Leider haben viele Hunde aber zuvor kein schönes Leben geführt und diverse negative, möglicherweise sogar traumatische Erfahrungen gemacht. Zum Teil kennen sie auch keine Kommandos, sind unsicher in ihrem Verhalten gegenüber Menschen, Artgenossen oder anderen Tieren und lernen im Tierheim das erste Mal Geborgenheit und Zuwendung durch den Menschen kennen.

Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst

Gerade hier kommt Ihnen als Hundebesitzer eine besondere Verantwortung und Verpflichtung zu. Ersparen Sie dem Hund, dass er wegen einer voreiligen Entscheidung nach einer Adoption doch noch einmal zurück ins Tierheim muss. Ist es Ihr erster Hund, erkundigen Sie sich bitte besonders nach allem, was die Tierhaltung mit sich bringt. Allerlei nützliche Tipps hierzu finden Sie auch in unserem Hunde-Ratgeber. Aber auch als erfahrenerer Hundehalter sprechen Sie am besten mit Gleichgesinnten und Hundetrainern, die Erfahrung mit „schwierigen“ Hunden haben und Ihnen bei Fragen und möglichen Problemen mit Ihrem neuen Vierbeiner zur Seite stehen. Und bringen Sie vor allem viel Geduld mit. Je nachdem, was das Tier bisher erlebt hat, braucht es manchmal Monate bis es im neuen Zuhause richtig angekommen ist und Ihnen wirklich vertraut. Tolerieren Sie gegebenenfalls kleinere Macken und Eigenheiten, die sich nicht so einfach abstellen lassen. Ihr Hund will Sie damit garantiert nicht ärgern!

Im Zweifelsfall können Sie sich jederzeit wieder an das Tierheim wenden. Es wird Ihnen mit Sicherheit auch nach der Adoption gerne weiterhelfen. Und seien Sie sich bewusst, dass die Mitarbeiter des Tierheims Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft über die Herkunft und Vorgeschichte des Tieres, über mögliche Abgabegründe sowie über den Charakter und das Verhalten in jeglichen bekannten Situationen geben – damit Sie, soweit es geht, Bescheid wissen, was Sie erwartet.

Wenn Sie trotz allen Umständen mit ganzem Herzen „ja“ zu einem Hund aus dem Tierheim sagen können, freuen Sie sich auf ein neues Familienmitglied, das überaus dankbar für diese zweite Chance sein wird und Ihnen – nach einer gewissen Eingewöhnungsphase – mehr und mehr versuchen wird, alles rechtzumachen.