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Der Bolonka Zwetna

Der Bolonka Zwetna, übersetzt etwa "bunter Schoßhund" ist eine aus Russland stammende Zuchtform, entstanden aus verschiedenen kleinen Rassen. Er ist vom VDH national anerkannt, nicht aber durch den FCI. Der Rassestandard wird vom russischen Dachverband RKF (Russische Kynologische Föderation) festgelegt und überwacht. Es handelt sich zwar optisch tatsächlich um einen Schoßhund, im Wesen ist der Bolonka Zwetna allerdings robust, lebensfroh und ausdauernd. Mit ihm erhalten Sie einen aufgeweckten, liebenswerten Familienhund, der Ihre Aufmerksamkeit fordert, sich aber auch als Bereicherung erweist.

Entstehung der Rasse

Als Urahn des Bolonka Zwetna gilt der Bichon Frisé. Der kleine wuschelige, damals weiße Hund wurde einst als Gastgeschenk von französischen Adeligen an den russischen Adel übergeben. Die eigentliche Zucht begann 1951 in Russland. Zuchtziel war eine nationale Zwerghunderasse. Den zunächst als Bolonka Fanzuska bezeichneten Hunden wurden unter anderem Shi Tzu und Lhasa Apso eingekreuzt. So entstand 1964 der Tsvetnaya Bolonka, der in allen Fellfarben außer weiß vertreten war. In Russland ist dies noch immer die offizielle Bezeichnung, während sich in Deutschland der Name Bolonka Zwetna eingebürgert hat. Unter diesem wird der Hund auch beim VDH geführt.

Wesen und Erscheinungsbild des Bolonka Zwetna

Mit bis zu 26 Zentimetern Schulterhöhe und einem Gewicht von drei bis vier Kilogramm zählt der Bolonka Zwetna zu den kleinen Rassen. Seine Statur ist etwas länger als hoch, der Knochenbau ausgewogen. Das Haarkleid ist üppig, von gleichmäßiger Länge, gewellt oder großzügig gelockt und seidig glänzend mit guter Unterwolle. Farblich ist alles außer reinem Weiß und gescheckt erlaubt, wobei kleinere weiße Abzeichen akzeptiert werden. Im Alter kann das Fell etwas aufhellen. Am mittelgroßen rundlichen Schädel sind die hängenden Ohren hoch angesetzt. Die Augen sind verhältnismäßig groß, was zu dem niedlichen Gesichtsausdruck des Bolonka Zwetna führt. Seine hoch angesetzte Rute trägt er idealerweise auf dem Rücken liegend.

Für das Wesen legt der Rassestandard Lebhaftigkeit und einen verspielten Charakter vor, der außerdem durch seine Anhänglichkeit und fröhliche Gutmütigkeit begeistert.

Rassestandard des VDH

  • Allgemein: bis zu 26 Zentimetern Höhe bei maximal vier Kilogramm Gewicht, Typ Bichon, vom VDH als Gesellschafts- und Begleithund der FCI-Gruppe 9 zugeordnet
  • Kopf: rundlich, mittelgroß, hoch angesetzte Ohren, niedlicher Ausdruck mit runden Augen
  • Hals: schlank und mäßig lang
  • Körper: längliche Körperform, elegantes Erscheinungsbild
  • Rute: hoch angesetzt, gebogen über dem Rücken getragen, mindestens Spitze aufliegend
  • Pfoten: zierlich, dicht behaart
  • Haarkleid: lang, seidig und dicht, vorzugsweise mit großen Locken, weiche Unterwolle, alle Farben außer reinweiß und gescheckt - lediglich weiße Abzeichen werden toleriert

Ein idealer Familienhund

Mit dem freundlichen Wesen gilt der "kleine Schoßhund" als idealer Begleiter für Familien. Unterschätzen Sie allerdings nicht seine Sportlichkeit und Ausdauer sowie die Lernwilligkeit. Regelmäßige Bewegung muss sein, soll der Hund umgänglich und ausgeglichen bleiben. Werden die Ansprüche erfüllt, dürfen Sie sich über einen loyalen Begleiter freuen, der seinen Menschen treu ergeben ist. Aufgrund seiner Lernwilligkeit wird er gerne als Anfängerhund bezeichnet. Das ist insofern zutreffend, dass er bereitwillig mitarbeitet und keine Machtkämpfe anstrebt. Dennoch benötigt er eine konsequente Erziehung und zeigt sich bisweilen erfinderisch, wenn es darum geht, seine Menschen um den Finger zu wickeln. Das fällt ihm bei dem niedlichen Erscheinungsbild nicht schwer, weshalb klare Regeln von Anfang an vorteilhaft sind.

Für den Bolonka Zwetna gilt: Dabeisein ist alles. Alleine bleibt er nicht gerne – das müssen Sie gegebenenfalls geduldig mit ihm üben. Gegen kilometerlange Spaziergänge hat er hingegen nichts einzuwenden. Auch tobt und spielt er für sein Leben gerne. Dem Hundesport ist er sicher nicht abgeneigt und auch Such- und Versteckspiele können ihn begeistern. Der kleine Hund möchte also Zeit mit Ihnen verbringen, etwas mit Ihnen unternehmen, sich bewegen und beschäftigt sein. Planen Sie dies entsprechend ein und bedenken Sie auch das Lebensalter von möglicherweise über 15 Jahren, in welchen er täglich versorgt und ausgelastet sein möchte.

Gesundheitliche Hinweise und Pflege

Zu den rassetypischen Krankheitsbildern zählen Hüftgelenkdysplasie (HD), Patellaluxation und die Progressive Retinaatrophie (PRA). Verantwortungsvolle Züchter des VDH lassen die Elterntiere vor der Verpaarung untersuchen – auch auf Gendefekte und Erbkrankheiten. Dies können Sie vor dem Kauf eines Welpen schriftlich einsehen.

Liegt der Oberschenkelkopf ungünstig in der Pfanne wie bei Hüftgelenkdysplasie, führt dies bei jeder Bewegung zu einer Reibung. Neben damit verbundenen Schmerzen leidet durch Schonhaltung auch der übrige Bewegungsapparat. Eine symptomatische Behandlung kommt vor einer Operation als Endlösung in Betracht. Bei der Patellaluxation neigt die Kniescheibe zur Verschiebung beziehungsweise zum Herausspringen. Das ist schmerzhaft und kann Gelenkentzündungen und Knorpelschäden zur Folge haben. Wird sie frühzeitig erkannt, kann medizinisch durch Stabilisierung entgegengewirkt werden. Die Behandlung von Folgeschäden ist langwieriger. HD und Patellaluxation sind vererbbar, können aber durch verschiedene Faktoren wie Übergewicht, Mangelernährung während der Wachstumsphase und durch übermäßige oder falsche Belastung begünstigt werden.

PRA ist ebenfalls genetisch bedingt - dabei handelt es sich um eine Augenerkrankung. Die Netzhaut leidet zunehmend unter Beeinträchtigung und der Hund sieht zunächst vor allem bei Dämmerung schlechter. Schließlich kommt es zur Nachtblindheit, bevor sich die Sicht auch am Tage verschlechtert. Im weiteren Verlauf erblindet der Hund oft völlig. Daneben werden auch andere erbliche Augenerkrankungen wie Grauer Star und Grüner Star gelegentlich diagnostiziert. Achten Sie beim Erwerb Ihres Bolonka Zwetnas auf vorliegende Gentests der Elterntiere, können Sie solche ausschließen.

Das lange Haarkleid des Bolonka Zwetna erfordert die tägliche Pflege in Form von Bürsten, andernfalls droht es zu verfilzen. Kontrollieren Sie außerdem täglich Augen, Ohren und Zwischenräume der Ballen auf Verschmutzungen, Mitbringsel aus der Natur und Fellknötchen. Die Krallen sind je nach Abnutzung eventuell manuell zu kürzen. Verzichten Sie auf das Scheren - das Fell bietet nebst Unterwolle im Sommer wie im Winter einen natürlichen Schutz gegen extreme Temperaturen.

Planen Sie zusätzlich zu den täglichen Aktivitäten den Pflegeaufwand von vornherein mit ein. Achten Sie ansonsten auf eine ausgewogene Ernährung und treffen Sie die üblichen tierärztlichen Vorsorgemaßnahmen, können Sie lange Freude an Ihrem Bolonka Zwetna haben.