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Der Border Collie

Informationen

  • Ursprungsland: Irland, Schottland, Großbritannien
  • Fellfarben: Vieles möglich, kein Reinweiß erwünscht, gestromt möglich, Schwarz, Braun, Blau, Red Merle und mehr.
  • Lebenserwartung:10-15 Jahre
  • Gewicht: Hündin 12-19 kg, Rüde 14-20 kg
  • Widerristhöhe: Hündin 46-53 cm, Rüde 48-56 cm
  • Besonderheiten: Keine
  • FCI-Standards: Hütehunde/Treiberhunde ohne Schweizer Sennenhunde, Sektion 1: Schäferhunde mit Arbeitsprüfung
 

Border Collies überraschen immer wieder. Sie zeigen Intelligenz- und wahre Dressurleistungen sowohl bei ihrer eigentlichen Aufgabe als Hütehunde als auch im Hundesport. Der ehrgeizige Hund will gefallen und arbeiten. Gerade in diesem Punkt stellt der bewegliche Border Collie aber auch seine Ansprüche im Alltag. Unterbeschäftigung ist seine Sache nicht. Wer wenig Zeit und Ausdauer in die Beschäftigung mit diesem Hund investieren kann, sollte sich eher nach einer anderen Hunderasse umsehen. Border Collies langweilen sich relativ schnell, was zu Verhaltensstörungen wie Nervosität, tyrannischen Auftritten und Hysterie bei diesem sonst so ausgeglichenen Hund führen kann. Sein Bewegungsdrang ist ebenso groß wie sein Bedürfnis, etwas zu leisten.

Passt der Border Collie zu mir und meiner Familie?

Border Collies sind Hunde für Kenner. Äußerst gelehrig sind sie gut in eine Familie zu integrieren, wenn man sich viel Zeit für ihre Beschäftigung nehmen kann. Hütet der flinke Hund keine Schafsherde, sind Agility, Dog Dance oder andere Hundesport-Aktivitäten Pflicht. Ein großes eigenes Grundstück mit weiten Laufflächen ist von Vorteil. Es gibt unendlich viele Dinge, die ein Border Collie lernen kann. Anders ausgedrückt: Was kann dieser intelligente Hund eigentlich nicht lernen?

Border Collies sind liebenswürdige Hunde, die nicht zu aggressivem Verhalten neigen, sich aber etwa gegenüber den Schafen auch ruppig und hart zeigen können. Ihr Ehrgeiz führt manchmal dazu, dass sie sich selbst überfordern. Halter dieser Rasse müssen deshalb bei aller Aktivität auch für die Ruhepausen des Arbeitstiers sorgen. Border Collies sind sensible Hunde, die Erziehung erfolgt nicht durch harte Hand, sondern konsequent und liebevoll durch Belohnung. Sie können einen ausgeprägten Jagdinstinkt entwickeln, was auch in der Begegnung mit sich bewegenden Objekten wie Fahrräder, Joggern und Autos in der Erziehung berücksichtigt werden muss. Anderen Hunden gegenüber tritt der Border Collie nicht aggressiv auf, er ist aber auch kein Schwächling. Seine Härte innerhalb der Schafsherde ist legendär. Meistens interessiert er sich jedoch vielmehr für seine aktuelle Aufgabe als für andere Hunde. Zwingerhaltung ist ausgeschlossen, der Hund ist auf den Kontakt zu seinen Menschen angewiesen und will überall dabei sein. Stundenlange Abwesenheit des Halters und eine enge Wohnung in der Stadt sind dem Hund nicht angemessen. Der Border Collie sollte Rangverhalten erlernen, damit nicht scheinbar schwächere Familienmitglieder wie Schafe von ihm gehütet und diszipliniert werden. Das trifft vor allem auf Kinder zu. Die hohe Intelligenz stellt für den Halter auch insofern eine Herausforderung dar, als dieser Hund keine Erziehungsfehler duldet. Er begreift sehr schnell, was ihm verboten ist und was er hätte nicht lernen sollen. Hier können eine gewisse Sturheit und ein Schalk durchscheinen, die der Halter parieren muss. Wer erfahren in der Hundehaltung ist, hat wenig Probleme. Für Anfänger ist dieser Hund unter Umständen viel zu anspruchsvoll. Er verzeiht keine Führungsschwächen und entwickelt dann entsprechendes Dominanzverhalten, um selbst den Rudelführer zu geben. Unsportliche Menschen sind keine Partner für diesen wunderbaren Hund.

Haltung und Pflege

Von ihrem Fell her sind meisten Border Collies recht pflegeleicht, wobei tägliches Bürsten dazu gehört. Er weist Unterwolle auf. Die robuste Rasse verträgt deshalb Temperaturschwankungen und Nässe gut. Allerdings haben sich auch beim Border Collie einige typische, vor allem auch erbliche Neigungen für bestimmte Erkrankungen herausgebildet.

Halter von Border Collies sollten in diesem Zusammenhang wissen, dass einige dieser Hunde eine Multi-Drug-Resistance MDR1 haben. Sie reagieren hoch empfindlich und mit schweren Symptomen auf Arzneimittel, Narkosemittel und ähnliches wie Spot-On Produkte für die Haut. Substanzen, die die Blut-Hirn-Schranke passieren, können zu lebensgefährlichen Nebenwirkungen führen. Mit einem DNA-Test lässt sich sicher feststellen, ob der eigene Hund MDR1 aufweist.

Bestimmte Herzerkrankungen, Epilepsie und Augenerkrankungen sind ebenfalls verbreitet. Hüftdysplasie (HD) kommt ebenso vor wie einige sehr seltene Stoffwechselerkrankungen. Im Zusammenhang mit diesen Erkrankungen können Tierarztkosten auf den Halter zukommen. Übrigens sollten Halter von Border Collies bei der Ernährung Übergewicht in jedem Fall vermeiden.

Historisches zum Border Collie

Schon im frühen Mittelalter sollen die Wikinger ähnliche Hunde wie Border Collies nach Großbritannien gebracht haben. Es existieren Beschreibungen aus dem 16. Jahrhundert zu den Fähigkeiten der Rasse beim Schafehüten. Der Rüde "Old Hemp", dessen Besitzer der Farmer Adam Teller war, gilt als Urvater der heutigen Border Collies. Vielfach wurden und werden die Hunde im Grenzland zwischen England und Schottland gehalten, dem Border Country. Von dieser Region leitet sich ihr Name ab. Noch heute messen sich die Hunde in ihrem Ursprungsland in regelmäßigen Wettbewerben beim Hüten von Schafen.

Informationen für Züchter - VDH Standards

AIn seiner Heimat wird der Border Collie häufig nur auf Leistung und nicht nach Aussehen gezüchtet.

Beschreibung

Alles an diesem Hund soll Geschmeidigkeit und Wendigkeit ausdrücken. Plumpe, lethargische Elemente sind unerwünscht. Harmonische Proportionen dominieren.

VDH Standard

  • Allgemein: Geschmeidig, harmonisch, anmutig, perfekt proportioniert.
  • Kopf: Breiter Schädel, ausgeprägter Stop, Fang verjüngt sich zur Nase hin, ausdrucksvoll halb stehende, bewegliche Ohren.
  • Hals: Lang, kräftig, gut bemuskelt, breiter zum Körper werdend.
  • Körper: Muskulös, athletisch, ohne aufgezogen zu wirken.
  • Rute: Tief angesetzt, reicht bis zum Sprunggelenk, ins ich aber nur mäßig lang. Ordentlich behaart, leichter Aufwärtsschwung am Ende ist erwünscht.
  • Pfoten: Kräftige Ballen mit guter Polsterung, Zehenwölbung ausgeprägt, insgesamt ovale Form, Zehen eng aneinander, kräftigem kurze Krallen.
  • Haarkleid: Weiche dichte Unterwolle, Deckhaar entweder mäßig lang oder Stockhaar. Mähne, Fahne und Hosen erwünscht. Am Fang, an den Ohren und an den Hinterläufen kurzes glattes Haar.
 

Border Collies können abgesehen von diesen Standards recht unterschiedlich aussehen. Im Mittelpunkt steht vielfach immer noch ihre Leistungsfähigkeit wie bereits oben kurz angerissen wurde. Verwandte des Border Collies sind zum Beispiel die Australian Shepherds. Es existieren Mischlinge aller Art, die man dennoch anhand ihrer harmonischen Außenlinie als den typischen mittelgroßen Hütehunden zugehörig erkennt.

Zusammenfassung zum Border Collie

Wenn Ihr Hund Ihr größtes Hobby sein soll und Sie mit ihm mannigfache Aktivitäten teilen sowie genügend freie Zeit für ihn aufbringen können, kommt ein Border Collie für Sie in Frage. Sie haben dann einen loyalen, gelehrigen Gefährten an Ihrer Seite, der für jeden Spaß zu haben ist. Border Collies machen Freude. Sind Sie dagegen beruflich stark eingebunden und haben wenig Zeit für einen Hund, ist dieses Aktivitätsbündel denkbar ungeeignet für Sie. Border Collies sind tolle Familienhunde, wenn Ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Ein unterforderter Border Collie ist nur ein Schatten seiner selbst. Es empfiehlt sich daher, vor der Anschaffung eines solchen Hundes lieber zweimal zu überlegen.