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Der Chihuahua

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Herkunft der mexikanischen Hunderasse Chihuahua, die weltweit zu den ältesten Hunderassen zählt. Im alten Mexiko waren Chihuahuas nicht nur die liebsten Spielgefährten der Prinzessinnen, sondern zugleich als Opferhunde, welche die Toten auf ihrer Reise ins Jenseits begleiteten, bekannt. Und auch heute, in der modernen Welt werden Chihuahuas gehalten, obgleich sie eher als Zierstück, denn als Hund verstanden werden. Die prominenteste Halterin eines Chihuahuas dürfte aktuell die Hotel-Erbin Paris Hilton sein, die ihre Autobiografie sogar unter dem Namen ihres Hundes, Tinkerbell, veröffentlichte.

Die Charakteristik der Chihuahuas

  • Ursprungsland: Mexiko
  • Fellfarben: alle Farbnuancen zwischen weiß und schwarz
  • Lebenserwartung: elf bis 16 Jahre
  • Gewicht: zwei bis drei Kilo
  • Widerristhöhe: 15 bis 23 Zentimeter
  • Besonderheit: keine
  • FCI-Standards: Gesellschafts- und Begleithund

Woher kommt der Chihuahua?

Heute gilt der Chihuahua als weltweit kleinster Rassehund, benannt wurde er nach der gleichnamigen Provinz in Mexiko. Die Abstammung des Chihuahua ist bis heute nicht schlüssig geklärt, jedoch nimmt man an, dass freilaufende kleine Hunde zur Zeit der Tolteken – die vor den Azteken die dominierende Macht in Mittelamerika waren - eingefangen und schließlich domestiziert wurden. In der gleichnamigen Provinz gibt es nämlich heute noch kleine, wild lebende Hunde, die als Stammväter der Chihuahuas angesehen werden. Der Legende zufolge sollen Chihuahuas bereits im achten nachchristlichen Jahrhundert von aztekischen Priestern gehalten worden sein. Das hatte auch einen guten Grund: Die Priester betrachteten diese Hunde als Führer der toten Seelen, die diese sicher ins Jenseits begleiten würden. Aus diesem Grund wurde bei jeder Beerdigung eines Azteken auch ein Chihuahua getötet.

Die frühen Mexikaner dürften den Chihuahua aber nicht nur als Opfertier gesehen haben. Denn diese Hunderasse war auch fester Bestandteil des Speiseplans der Einwohner im alten Mexiko. Es sollte allerdings bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts dauern, bis sich diese Hunderasse weltweit größter Beliebtheit erfreuen konnte. Denn gegen Mitte des 19. Jahrhunderts verkauften die Bauern der gleichnamigen Provinz die kleinen Hunde zunehmend an Touristen. Die Chihuahuas eroberten zunächst die Herzen der US-amerikanischen Bürger und später auch der Menschen in Europa.

Die Beschreibung der Hunderasse

Chihuahuas gelten, seitdem sie von der westlichen Welt um 1850 entdeckt wurden, als weltweit kleinste Hunderasse. Charakteristisch für diese Hunde ist ihr Apfelkopf mit einem stark ausgeprägten Stop sowie einem kurzen Fang, der gelegentlich auch etwas zugespitzt sein kann. Obwohl der Körper des Hundes vergleichsweise klein ist, kann er als sehr kompakt angesehen werden. So hat der Leib eine größere Länge als Höhe, die Läufe sind gerade, gut bemuskelt und nicht zu fein. Üblicherweise trägt der Hund seine mäßig lange Rute über den Rücken gebogen. Obwohl von der Fellfarbe her laut Rassestandard alle Schattierungen erlaubt sind, gelten Blau sowie Merle-Schattierungen als problematisch. Diese stehen nämlich in Verbindung mit Missbildungen und Krankheiten.

Die Haarvarianten der Chihuahuas

Der langhaarige Hund zeichnet sich dadurch aus, dass er neben weichem Haar auch befranste Ohren sowie einen stark ausgeprägten Halskragen und eine voll behaarte Rute besitzt. Bei Hunden mit langem Haar ist dies glatt oder leicht gewellt. Kurzhaarige Hunde besitzen ein weiches und dichtes Haar, das glänzt und geschmeidig am Körper des Hundes anliegt.

Diese Probleme gibt es bei der Zucht

Als auffälligste Merkmale der Chihuahuas gelten die überproportional großen Augen sowie die kurze Schnauze. Bei falscher Zucht kann dies zu äußerst empfindlichen Augen, Zahn- sowie Atemproblemen führen.

Zwar liegt das Idealgewicht von Chihuahuas zwischen 1,5 und drei Kilo, akzeptiert werden aber auch Hunde, die lediglich ein Gewicht von 500 Gramm bis 1,5 Kilo auf die Waage bringen. Die meisten Vereine schließen allerdings Tiere, die mehr als drei Kilo wiegen, sowohl von der Ausstellungsbewertung als auch von der Zucht aus, einige Vereine lassen allerdings auch etwas kräftigere Tiere zum Wohle der Gesundheit zu. Obwohl der Rassestandard keine verbindlichen Angaben zur Höhe des Widerrists macht, werden in Ausstellungen bei gleichwertigen Hunden kleinere bevorzugt. Aus diesem Grund wurden in jüngster Vergangenheit extrem kleine Hunde mit einem Gewicht von rund 500 Gramm gezüchtet, was jedoch zu massiven gesundheitlichen Problemen bei den Tieren geführt hat. Tierschützer kritisieren die Tatsache, dass manche Züchter immer kleinere Tiere züchten, als sogenannte Qualzucht. Darunter versteht man, dass Tiere mit Merkmalen, die mit Schäden, Leiden, Schmerzen sowie Verhaltensstörungen verbunden sind, gezüchtet werden.

Diese Voraussetzungen müssen in der Haltung gewährleistet sein

Bei Chihuahuas handelt es sich um aufmerksame Wachhunde. Grundsätzlich bellen Chihuahuas gern und oft, was bei Hundehaltern, die einen eher stillen Hund suchen, zu Problemen führen kann. Das Thema bellen lässt sich durch die richtige Erziehung allerdings in den Griff bekommen. Weniger gut eignen sich Chihuahuas für Familien mit kleinen Kindern. Der Grund: Gerade als Welpen sind Chihuahuas äußerst empfindlich und fragil. Gegen selbstbewusste Kinder können sich die Tiere dieser zarten Rasse also kaum wehren.

Gibt es Auffälligkeiten?

Wie nahezu alle Rassehunde haben auch Chihuahuas eine Neigung zu bestimmten Krankheiten. Dazu gehören Blasenentzündungen, Star, Patella-Luxation sowie Probleme mit dem Gaumensegel oder eine trockene Hornhaut. Letztere führt übrigens oft zu einer verstärkten Tränenbildung. Wer einen dieser Hunde kaufen möchte, sollte also in jedem Fall den Züchter danach fragen, welche Gesundheitstests er durchführt und wie es um die genetische Disposition der Elterntiere bestellt ist.

Das Wesen der Chihuahuas

Geprägt ist das Wesen dieser Hunde von Temperament, Aufmerksamkeit und Lebhaftigkeit. Die Hunde zeigen in der Regel großen Mut, den sie auch gegenüber größeren Hunden unter Beweis stellen. Vom Charakter her zeigen sich Chihuahuas als aufmerksam, neugierig und intelligent, wobei sie eine sehr starke Bindung an ihre jeweilige Bezugsperson haben.

Die Merkmale von Chihuahuas

  • Allgemein: temperamentvoll, lebhaft und aufmerksam, große Augen und abstehende Ohren
  • Kopf: apfelförmig
  • Hals: kurz
  • Körper: langgezogen
  • Rute: mäßig lang, über den Rücken gebogen
  • Pfoten: zwischen den Zehen behaart
  • Haarkleid: lang- oder kurzhaarig
 

Ein Hund mit Vorurteilen

Aufgrund ihrer geringen Körpergröße haben Chihuahuas mit diversen Vorurteilen zu kämpfen. Beispielsweise gelten die kleinen Hunde irrtümlicherweise oft als Schoßhunde, ferner wird ihnen nachgesagt, verwöhnt, nervös und kläffend zu sein. Diesen negativen Ruf haben Chihuahuas vor allem Prominenten zu verdanken, die ihre kleinen Hunde eher als modische Accessoires betrachten und entsprechend behandeln. Mit der richtigen Erziehung werden Chihuahuas also keinesfalls zu verwöhnten Schoßhunden oder Dauerkläffern. Vielmehr handelt es sich bei den Vertretern dieser Rasse um Naturhunde, die sich gerne im Freien aufhalten.

Vom Geschlecht her gibt es übrigens keine allzu großen Unterschiede. Der Besitzer sollte lediglich bedenken, dass jedes Tier einen individuellen Charakter und Interessen hat.

Chihuahuas als Therapiehunde

Weil es sich bei Chihuahuas um äußerst intelligente und einfühlsame Tiere handelt, lassen sie sich sehr gut zu Therapiehunden ausbilden. Um den Hunden etwas beibringen zu können, ist lediglich etwas Geduld erforderlich. Im Gegenteil brauchen sie sogar Beschäftigung und Herausforderungen, um glücklich zu sein.

Gern gesehen sind Chihuahuas beispielsweise in Pflegeheimen. Ein Vorteil, den die Hunde hier haben: Wegen ihrer geringen Körpergröße werden Chihuahuas in aller Regel nicht als bedrohlich empfunden. Chihuahuas, die als Therapiehunde ausgebildet wurden, lassen sich gerne auf den Schoß nehmen und lieben es, gestreichelt zu werden. Älteren Menschen, die oft körperliche Einschränkungen haben, vermitteln sie dadurch ein Gefühl von Nähe.

Dafür eignen sich Chihuahuas

Chihuahuas können natürlich nicht nur als Therapiehunde eingesetzt werden. Sie eignen sich als typischer Familienhund vielmehr für eine Vielzahl von Einsatzzwecken.

1) Familienhunde

Chihuahuas sind klassische Familienhunde, die üblicherweise im Haus gehalten werden. Die Domestizierung des Hundes hatte schon vor über 100.000 Jahren begonnen, wobei die Hunde zunächst als Gebrauchshunde gezüchtet wurden. Unter dem Begriff Gebrauchshund werden Hunde verstanden, die den Menschen in seiner täglichen Arbeit unterstützen. Das geschieht auch heute noch. Als bekannteste Vertreter der Gebrauchshunde dürften wohl die Polizeihunde sein, die sowohl zur Spurensuche als auch zum Aufsuchen gefährlicher Gegenstände eingesetzt werden.

Obwohl Gebrauchshunde inzwischen zahlenmäßig nur noch eine Randerscheinung darstellen, dürfte es sich hierbei um die ursprünglichste Form der Hundehaltung handeln. In Westeuropa mussten die Hunde vorwiegend eine Hilfestellung bei der Jagd geben, was auf anderen Kontinenten nicht der Fall war.

2) Schoßhunde

Vor allem kleine und zierliche Hunderassen wie Chihuahuas werden gerne als Schoßhunde bezeichnet. Diese werden bevorzugt von Damen als Spielgefährten oder Luxushunde gehalten. Doch dass sich Schoßhunde überhaupt etablieren konnten, hatte in der Vergangenheit auch einen guten Grund: Weil sie eine höhere Körpertemperatur hatten, sollten sie Flöhe vom menschlichen Körper abziehen. Beliebte Rassen als Schoßhunde sind neben Chihuahuas auch Yorkshire Terrier, Pekinesen, Malteser, Zwergpudel oder Zwergpinscher.

3) Begleithunde

Die Richtlinien des Verbandes für das Deutsche Hundewesen definieren Begleithunde als Hunde, welche die erste von mehreren Ausbildungsstufen erreicht haben. Sobald ein Hund die sogenannte Begleithundeprüfung abgelegt hat, kann er an weiteren Hundesportprüfungen des VDH teilnehmen. Abgelegt werden können die Prüfungen allerdings nur von Hundehaltern, die einem Verein angehören, der an den Verband angeschlossen ist.

Der Begriff Begleithund wird aber auch dafür genutzt, um die Verwendung des Hundes näher zu bezeichnen. Demnach handelt es sich bei einem Begleithund um einen Hund, der die Aufgabe hat, seinen Besitzer zu begleiten. In diesem Zusammenhang werden die jeweiligen Hunde auch gern als Gesellschaftshunde bezeichnet. Diese haben in erster Linie die Aufgabe, dass sie dem Menschen Gesellschaft leisten sollen. Allerdings ist es relativ schwierig, die Gesellschafts- von den Gebrauchshunden abzugrenzen, weil auch jeder Gebrauchshund eine soziale Funktion in der Familie einnimmt. Eingeordnet werden sämtliche Gesellschaftshunde in der FCI übrigens in der Gruppe 9. Sie sind also auch auf internationaler Ebene als solche anerkannt.