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Der Collie

Informationen

  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Fellfarben: Zobel von hellem Gold bis zu sattem Mahagoni oder schattiert, dreifarbig vorwiegend schwarz mit lohfarbenen Abzeichen an Beinen und Kopf sowie Blue Merle in vorwiegend silbrigem Blau
  • Lebenserwartung: durchschnittlich 12 Jahre
  • Gewicht: 18 bis 29 Kilogramm
  • Widerristhöhe: Rüden 56 bis 61 Zentimeter, Hündinnen 51 bis 56 Zentimeter
  • Besonderheiten: Kurzhaar- und Langhaar-Rasse, wobei mit der Bezeichnung Collie vorwiegend die langhaarige Variante gemeint ist
  • FCI-Standards: für kurzhaarige und langhaarige Rasse gleich, mit Ausnahme der Haarlänge; allgemeines Erscheinungsbild von großer Schönheit und Würde, kräftiger, ausdrucksvoller Körperbau, freundliches und ausgeglichenes Wesen, frei von Aggression, keilförmiger Kopf mit flachem Schädel und leichtem Stopp, schwarzer Nasenschwamm, kräftiger Kiefer, mittelgroße, mandelförmige Augen, kleine Ohren, tief angesetzte Brust, lange Rute, die bis zu den Sprunggelenken reicht, ovale Pfoten mit gut gepolsterten Ballen, Fellfarben wie oben beschrieben, komplett weiße oder überwiegend weiße Fellfärbung höchst unerwünscht
 

Schon Shakespeare wusste die außergewöhnlichen Eigenschaften des Collies zu schätzen, er ließ ihn sogar in einem seiner Stücke auftreten. Tatsächlich macht diesem außerordentlich schönen Hund an Freundlichkeit, Klugheit und Wachsamkeit so schnell kein anderer etwas vor. 400 Schafe und mehr kann er führen, deshalb zählt er zu den Hirtenhunden. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gewann er durch seine Auftritte auf Hundeausstellungen immer mehr Liebhaber, zeitweise war er sogar Modehund. Heute wird der einstige Hirtenhund gern als Familienhund eingesetzt. Wenn Sie über seine Anschaffung nachdenken, müssen Sie ihm nicht nur hinsichtlich seiner recht hohen Pflegeansprüche gerecht werden.

Passt die Rasse zu mir und meiner Familie?

Wenn Sie jemanden suchen, der auf ihre Kinder aufpasst, dann ist der Collie der richtige Hund für Ihre Familie. Das Hüten liegt ihm nämlich im Blut, egal ob es sich dabei um Schafe oder um Familienmitglieder handelt. Seine Aufgabe erledigt er diszipliniert. Während seine Leute tagsüber zur Arbeit oder zur Schule sind, wartet er geduldig, bis diese wieder nach Hause kommen. Er ist kein Ausreißer. Im Auto fährt er gern mit, solange die Sonne nicht direkt in die Fenster scheint. In der Stadt bewegt er sich sicher an der Leine, Menschenmassen machen ihm nichts aus. Am liebsten ist er allerdings in der Natur unterwegs. Wenn Sie sich für diesen Hund entscheiden, sollten Sie unbedingt aktiv sein, denn der sportliche Vierbeiner benötigt regelmäßig viel Bewegung. Da er ein ausdauernder Läufer ist, können Sie ihn am Rad oder neben dem Skate-Board mitführen, gern über mehrere Kilometer. In der Mittagshitze sollten Sie ihn körperlich schonen, da er Wärme nicht so gut verträgt. Bei Schmuddelwetter oder wenn es kühl ist, blüht er richtig auf. Lassen Sie sich nicht von seinem hohen Anschaffungspreis abschrecken, in der weiteren Unterhaltung ist er nicht teurer als jeder andere Hund seiner Größe.

Wie sind das Wesen und der Charakter des Hundes?

Ein typischer Haushund ist dieser Hütehund nicht, vielmehr tobt er lieber im Freien. Dennoch können Sie ihn in der Wohnung halten, wenn Sie ihm einen mäßig temperierten Platz zur Verfügung stellen können, beispielsweise in der ungeheizten Diele. Am liebsten gibt er sich mit Kindern ab, aber auch die Geselligkeit mit den erwachsenen Familienmitgliedern liebt er. Bei der Begrüßung von Fremden hält er sich anfangs zurück. Keinesfalls würde er sie anspringen oder sich aufdringlich zeigen. Nach einer kurzen Zeit des Kennenlernens lässt er sich willig streicheln. Wenngleich er seinen Leuten aufs Wort gehorcht, besitzt er einen stark ausgeprägten Sinn für die Unabhängigkeit. Deshalb sollten Sie ihn gut erziehen. Manchmal reagiert er auf Rügen und auf schärferes Ansprechen etwas empfindlich, dafür trägt er Ihnen tadelnde Worte nicht lange nach. Gegenüber Kindern verhält er sich verlässlich, sanft und aufmerksam. Geht es beim Spielen etwas ausgelassener zu, nimmt er ihnen einen kleinen Knuff nicht übel. Selbst mit Kleinkindern und Babys hat er keinerlei Probleme. Im Umgang mit ihnen bemüht er sich um Vorsicht, um sie nicht umzuwerfen. Überwachen Sie ihn trotzdem dabei, damit es nicht aus Versehen oder einem Missverständnis heraus zu Verletzungen kommt.

Körperbau und Aussehen

Der Langhaarcollie besitzt ebenso wie sein kurzhaariger Verwandter einen vergleichsweise langgezogenen und kräftigen Körper mit einem ausgeprägten Kopf, der abgerundete Ecken aufweist. Die lange Rute hängt in Ruhestellung nach unten herab und ist an der Spitze leicht aufwärts gebogen. Die tiefe, schmale Brust trägt eine lange Mähne. Besonders markant sind seine mandelförmigen Augen, die den Besitzer lieb und treu ansehen.

Haltung und Pflege

Der Langhaarcollie kann in der Wohnung gehalten werden, wenn diese nicht überheizt ist. Ansonsten ist er besser im Freien aufgehoben. Er besitzt eine robuste Gesundheit, dennoch gibt es rassespezifische Krankheiten und Unverträglichkeiten. Zu Letzteren zählt unter anderem die gegen das Medikament Ivermectin. Gendefekte führen bei dieser Rasse gehäuft zu Haut-Muskel-Erkrankungen und zu Beeinträchtigungen der Sehkraft. Ansonsten besitzt er keine Einschränkungen. Sie müssen sich also auf die jährlichen Impfungen und Check-up-Untersuchungen beim Tierarzt einstellen.

Aufgrund seines langen, dichten Fells benötigt die Rasse eine regelmäßige Fellpflege. Am besten kämmen Sie Ihren Hund täglich. Benutzen Sie dazu für die langen Haar-Partien einen grob gezinkten Kamm. Das restliche Fell wird mit einer Bürste bearbeitet, entweder einem Modell mit Naturhaaren oder mit Eisenzinken. Sollten doch einmal Stellen verfilzen, verwenden Sie einen Entfilzungskamm. Im Notfall schneiden Sie die Stellen heraus.

Insbesondere während des Fellwechsels haart der Hund sehr stark, so dass Sie mit anhaftenden Haaren an Ihrer Kleidung sowie an den Polstermöbeln rechnen müssen. Dafür speichelt er nicht übermäßig und ist auch sonst auf Sauberkeit bedacht. Das kleine Manko werden Sie ihm daher sicherlich nicht übel nehmen.

Obwohl dieser Hund ein geduldiges und ausgeglichenes Tier ist, benötigt er unbedingt eine Aufgabe, um seine Fähigkeiten ausleben zu dürfen. Melden Sie ihn zu einem Agility-Kurs an, lassen Sie ihn das Grundstück bewachen, stellen Sie ihm Denksportaufgaben, unternehmen Sie lange Spaziergänge, nehmen Sie ihn am Rad mit und spielen Sie mit ihm, am besten draußen und bei jedem Wetter. Sorgen Sie dafür, dass er sich bei Ihnen nicht langweilt. Dann wird er Ihnen über viele Jahre ein treuer und liebenswerter Begleiter sein. Hinsichtlich des Futters stellt er keine besonderen Ansprüche. Je ausgewogener und artgerechter Sie es zusammenstellen, desto weniger wird Ihr Vierbeiner von Krankheiten heimgesucht. Auch die degenerativen Alterserscheinungen lassen länger auf sich warten.

Herkunft und Geschichte des Hundes

Die auch als Schottischer Schäferhund bekannte Rasse wurde bereits im 13. Jahrhundert von Schäfern als Hütehund eingesetzt. Die für die damalige Zeit typisch genutzten Schafherden gehörten den Colleys an, deshalb nannte man den Hund Colley Dog. Wahrscheinlich hat er aus diesem Grunde seine heutige Rassebezeichnung erhalten. Seiner Herkunft nach handelt es sich bei diesem Hütehund um eine Kreuzung aus romanischen Herdenschutzhunden, die von den Römern zu den Germanen mitgebracht wurden und dem damaligen Spitz der Alpen. Im Zuge von Völkerwanderungen gelangte der Hund unter anderem auf die Britischen Inseln, wo bei der weiteren Zucht ein besonderer Wert auf seine Zeichnungen und die Fellfarben gelegt wurde. Gefördert wurde die anschließende Verbreitung der Rasse von Königin Victoria, die die Tiere auch selbst züchtete und verschenkte.

Welche Mischlingsformen gibt es?

Wenngleich als Collie der Langhaarcollie der Kurzhaar-, der Bearded, der Border und der Shetland-Collie bekannt sind und auch enge verwandtschaftliche Beziehungen bestehen, stellen die Vorgenannten jeweils eigene Rassen dar. Mischlingsformen sind bei den eingetragenen Züchtern nicht erlaubt und auch unerwünscht, damit die in langjähriger Zucht erzielten speziellen Eigenschaften nicht wieder verloren gehen. Wo die Verpaarung ohne die gezielte Kontrolle durch den Menschen erfolgt, kann es zur Vermischung des Collies mit anderen Rassen kommen. Wenn Sie Ihren künftigen Hund für die Zucht einsetzen wollen, wenden Sie sich beim Kauf an einen seriösen Züchter. Nur dann haben Sie die Gewissheit, einen reinrassigen und gesunden Hund zu erwerben. Wollen Sie hingegen Ihren Vierbeiner ausschließlich aus Liebe zum Hund anschaffen, darf es durchaus eine Kreuzung sein. Denn keinen anderen Hund werden Sie so mögen wie den eigenen. Auch er wird niemandem so treu ergeben sein wie Ihnen.

Alles rund um die Zucht

Heutzutage existieren zwei Zuchtlinien des Langhaarcollies. Dies sind der britische sowie der amerikanische Typ. Der Britische Langhaarcollie ist etwas kleiner und leichtgewichtiger, wodurch er eleganter und filigraner erscheint. Er wird insbesondere als Begleit- und Familienhund eingesetzt. Der Amerikanische Langhaarcollie hingegen ist ein kräftigerer Hund, der sowohl als Arbeitshund, aber auch als Familienhund zum Einsatz kommt. Hierzulande gelten für ihn die Standards des American Kennel Club (AKC). Daneben wird in Arbeits- und Showlinien unterschieden, wobei bei Letzteren das Aussehen wichtiger ist als die Robustheit, die für den Einsatz als Arbeitshund unabdingbar ist.

Beschreibung des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) zum Rassestandard

  • Allgemein: präsentiert gelassene Würde, gut proportioniertes Gesamterscheinungsbild, kräftig und aktiv, Widerristhöhe 51 bis 56 Zentimeter bei der Hündin, 56 bis 61 Zentimeter beim Rüden
  • Kopf: ausgewogene Zusammensetzung von Schädel und Vorgesicht, Harmonie in Augenfarbe, -größe und -form, korrekt angesetzte und richtig getragene Ohren
  • Hals: muskulös und schlank
  • Körper: kräftig und gut proportioniert, keine Spur von Plumpheit
  • Rute: lang und üppig behaart
  • Pfoten: proportioniert zum Gesamtbild
  • Haarkleid: dichtes, glattes und hartes Deckhaar mit weicher Unterwolle, ausgeprägte Mähne und Halskrause, Gesicht kurz behaart, hintere Vorderläufe befedert